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Der Amiga kehrt zurück ...

Erstellt von Sven Hoëk, 19.11.2002, 22:12 Uhr · 6 Antworten · 1.663 Aufrufe

  1. #1
    Sven Hoëk
    Benutzerbild von Sven Hoëk
    Achtung, Ohren anlegen: Der neue Amiga mit PPC G3 oder G4 (sowas haben gute Computer in sich):


    (hübhsc PC-hässich... Aber auf die inneren Werte kommt es ja bekanntlich an!)

    Infos: http://www.eyetech.co.uk/amigaone/oct252002a.php

    Sven Hoëk

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Overpower

    Registriert seit
    09.02.2002
    Beiträge
    361
    Frage mich , wo der Sinn in so einem Projekt steckt.

    Jeder x86 mit ATX Board kann das selbe und ist wesentlich günstiger auf dem Gebrauchtmarkt zu haben.

    Kann echt keinen Sinn in einem Amiga auf ATX Basis sehen.

    Zusammengefasst wird der AmigaOnepoint5 (der kleinste)Folgendes bieten:

    ATX-Mainboard (nutzbar in Standard-Gehäusen)
    PowerPC 750CXe 600 MHz
    2 x PC133-SDRAM-DIMM-Sockel (max. 2 GByte Speicher)
    1 x AGP-2X-Steckplatz
    4 x PCI-Steckplätze
    10/100Mbps Ethernet
    2 x USB 1.1 (+ 2 x USB für die Gehäuse-Front)
    2 x UDMA-100-Channels (max. vier EIDE/ATAPI-Laufwerke)
    1 x Diskettenlaufwerks-Controller (PC-Controller)
    BIOS (Open Firmware) mit OS4.0-Erweiterungen
    PS2 Maus- und Tastatur-Anschlüsse
    AC-97-Sound, AC-97-Modem und Joystick-Anschluss (über AMR-Slot)
    Drucker-Anschluss, serieller Anschluss
    Echtzeit-Uhr

  4. #3
    Benutzerbild von
    Tja, ich weiss ehrlich gesagt auch nicht was diese Kiste soll... Amiga Inc. ist eine kleine, klamme Bude die das Zeitalter des Amigas als pures OS ausgerufen hat. Etwas anderes könnten sie auch nicht bezahlen. Zwar könnte man sich evtl. potente Partner suchen, aber vielleicht will man das ja auch gar nicht. Momentan sieht es für mich eher so aus, als wenn ein paar angebliche Enthusiasten so tun, als wenn sie den Amiga-Spirit und die Community "retten". In Wahrheit könnte es auch einfach nur in ihrem Sinn liegen aus dem letzten Rest des ehemals guten Namens "Amiga" und dem letzten verbliebenen harten Kern von Freaks noch ein bisschen Geld zu quetschen. So genau kann man das nicht wissen, denn die Amiga Inc. verhält sich in etwa ähnlich transparent wie Commodore in seinen besten Zeiten. Tatsächlich hat man dann irgendwann mal angefangen einen Hardware-Standard festzulegen, den Fremdhersteller gegen Cash (klar...) bauen und Amiga nennen dürfen. Amiga Inc. hat ausser abkassieren damit nichts mehr am Hut. Was dabei nach ellenlanger Zeit rauskam sieht man oben. Ich weiss nicht wofür die Eyetech-Typen so lange gebraucht haben, bei den vielen Standardbauteilen. Wahrscheinlich ist ihnen die Säge beim aussägen des Lochs für die Plexiglasscheibe immer abgebrochen... Es ist mir auch egal. Soweit ich weiss ist auch eine Art Dongle drin, der Amiga Inc. weitere Einnahmen sichert. Die CPU bei den kleineren Versionen auch noch verlötet... da hätte man sich ATX und den PC-Tower auch sparen können... Ein PowerPC von gestern zum Preis von morgen. Von überlegener oder wenigstens gleichwertiger Leistung zum kleinen Preis keine Spur. Nein, das ist kein Amiga und wenn man mal alles zusammenrechnet und sich fragt was man dann damit anfangen kann, kommt man am Ende zu dem Schluss, dass man auch gleich einen Apple kaufen könnte, wenns denn ein PowerPC sein soll. Das ist wenigstens eine Investition in die Zukunft und man weiss genau was man bekommt. Ich wünschte der letzte potente Amiga-Inhaber (Gateway) hätte den Amiga anständig im Stil eines Heim-Apple wiederbelebt. Aber sie haben leider den Schwanz eingezogen und seitdem ist die Kiste endgültig tot. Keiner der nachfolgenden Rechteinhaber hatte es drauf etwas auf den Markt zu bringen, dass sich Amiga nenen dürfte. Jay Miner (der absolute Vater des Amiga) würde sich im Grabe umdrehen, ob RJ Mical amused ist wage ich zu bezweifeln und selbst Dave Haynie weint bestimmt nachts in sein Kissen wenn er dran denkt was aus seiner Deammachine geworden ist.

    Ich werde meine Amigas in Ehren halten und ich finde, mit den AGA Amigas A1200/A4000 hat dieser ehemalige Traumcomputer für mich seinen würdigen Abschied verdient. Was da heute auf den Markt gerotzt wird, hat mit dem, wofür der Amiga einmal stand nichts mehr zu tun.

    QBert

  5. #4
    Sven Hoëk
    Benutzerbild von Sven Hoëk
    naja, ich denke, das sollte man nicht so resolut abtun. Es gibt immer noch eine sehr große Amiga-Szene (ich sag nur "AmiNet"), die seit Jahren drauf wartet, dass es neue Hardware gibt. Und bedenkt man, dass der 68060 die letzte Weisheit in Sachen Hardware gewesen ist, die die Plattform erlebt hat, so ist der G3 ja schon ein Quantensprung (auch wenn er wirklich in der "Vergangenheit" stattfindet). Ich selbst würde mir keinen kaufen (4 Amigas in einer Wohnung reichen ja auch ), aber ich kenne einige Leute, die jetzt schon ihre Kohle dafür zusammenschieben ... und letzten Endes ist mir alles lieber, als noch nen weiteren PC-Nerd alternativlos ins Computerleben zu schicken.

    Sven

    P.S. Natürlich wär der mit nem Apple besser bedient, aber auch gleich noch wesentlich ärmer.

  6. #5
    Benutzerbild von Overpower

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    361
    Es ist wie es ist...Mist !

    Kann mich Q-Berts Meinung nur anschliessen.
    Wer heute noch mit neuen Produkten Punkten will, muss schon mehr bieten als dies, vor allem wenn man sich das mal vor Augen führt

    800 € für ein ATX !! Board mit einem Chip dessen Rechenleistung fast schon wieder zur History der Computertechnik gehört (alle paar Monate kann man bei PLUS & Co. wesentlich mehr für fast das selbe Geld bekommen)

    Ganz klar, nur noch ein Fall für Hardcore Ami´s und nicht für den Massenmarkt.
    Und was bedeutet das für die Käufer dieser "Kiste", es ist fraglich ob überhaupt noch neue Hardware für die Zukunft produziert wird.

  7. #6
    Sven Hoëk
    Benutzerbild von Sven Hoëk
    Neues zum Thema: Die Amiga and Retro-Computing 2002, auf der die zweite Neuentwicklung in Sachen Amiga vorgestellt wurde: Pegasos (ebenfalls auf PPC G3-Basis):

    "Um die Flexibilität des Pegasos-Boards zu demonstrieren, haben die Entwickler einen Rechner sogar in ein Mikrowellen-Gehäuse montiert, in dessen Tür ein TFT-Display eingebaut ist. " (heise: http://www.heise-online.de/newsticke...-08.12.02-003/)

    Vorgestellt wurde auch der C-One, der offizielle Nachfolger des C=64:



    "Dank austauschbarer CPU-Karten kann die Maschine auch andere Computer-Klassiker wie den ZX Spectrum, VC20 oder den Atari 2600 nachbilden -- die entsprechenden ROM-Files vorausgesetzt. Anfang nächsten Jahres soll das Mainboard für rund 200 Dollar zu kaufen sein." (heise)

    sven

  8. #7
    Benutzerbild von
    Jepp... eigentlich erfreulich. Moment: Für den C-One kann man das "eigentlich" auch weglassen, denn er ist als Freak-Computer gedacht und wird diesen Zweck exzellent erledigen.

    Doch von den Amiga-Nachfolgern erwartet man mehr. Das diese Rechner von der Hardware her leider mehr von gestern als von heute sind, hatten wir schon diskutiert. Doch selbst wenn man von diesen Unzulänglichkeiten mal absieht, wie stellt sich die Situation denn dar? Man könnte meinen, das es erfreulich wäre, dass der Pegasos auf der Retro-Computing zu sehen war. Für jene die dort waren und auf diesen Rechner warten, war das sicher auch der Fall, keine Frage. Amiga Inc. jedoch, hat seine Teilnahme verweigert. Daraus kann man nur ein Fazit ziehen: Die Spaltung der kleinen verbliebenen Amiga-Szene wird weiter vorangetrieben.

    Es kommt natürlich drauf an was man will. Will man den Amiga noch ein paar Jahre zu Grabe tragen, kann das so natürlich "gut" gehen. Aber im Grunde verstehe ich zumindest (offiziell) Amiga Inc. so, dass sie mehr wollen. OK, waren sie eben nicht auf der Retro-Computing. Dafür haben sie angekündigt, dass neue AmigaOS auf der Cebit 2003 vorzustellen. Hört, hört, der Amiga wieder auf der Cebit! Der Amiga? Nein, doch nicht. Nur der kümmerliche Rest der übrig blieb - ein flügellahmer Phönix: Das AmigaOS in seiner neuesten Version. Evtl. gibt es natürlich auch ein paar der hier bereits genannten Eyetech-Kisten zu sehen. Das wars. Was bedeutet das? Der Pegasos wird da vorgestellt wo er zu Hause ist, auf der Messe für Freaks, Retro-Computing-Fans, alternative PPC-User und auch Ewiggestrige. Er wird sein Terrain verteidigen. Doch was ist mit "dem" Amiga? Er wird neben dem OS in zweiter Reihe auf der Cebit präsentiert. Schön, das Umfeld hat Klasse. Nur hat es leider keine Masse, jedenfalls nicht die Richtige. Die typische Amiga-Klientel wird nicht in Massen wegen des AmigaOS für teures Geld die Cebit besuchen und jene die da sind, haben zum größten Teil schon immer über den Amiga die Nase gerümpft und die DOSen zum Sieg gepeitscht. Also verballert man viel Geld - die Cebit ist nicht billig, daran haben schon ganz andere Firmen durch Nicht-Teilnahme gespart - um Leuten das AmigaOS zu zeigen die nicht darauf warten und jene die drauf warten, erfahren es früher oder später auf der Netz-Seite ihres Vertrauens sowieso. Für richtig fette Werbung ist sowieso kein Geld da und was sollte sie auch bringen, Linux tut sich ja schon schwer wirklich gegen Windows anzustinken und das könnte man sogar kostenlos haben... Wo soll das also hinführen?

    Neue Hardware, Messen, Cebit-Vorstellung... Das alles klingt auf den ersten Blick verlockend und nach Aufbruch, nach einem Comeback des Amiga. Man könnte meinen, dass der Traum nach all den Jahren nochmal wahr wird. Aber für mich sieht es auf den zweiten Blick danach aus, als hätte man nun endgültig den Anfang vom Ende gemacht. Pegasos und Amiga One werden die verbliebe Szene spalten, Amiga Inc. verprellt die treue Userschaft und präsentiert fernab der Freaks auf der Cebit mehr oder weniger glanzvoll sein OS unter Desinteressierten. Besser kann man eigentlich nicht in die Fußstapfen von Commodore (Deutschland) treten. Die haben auch immer eine grandiose Spiele und Heimmaschine (eben den Amiga) gehabt, wollten aber immer professionelle PCs verkaufen... Und genau wie Commodore wird Amiga Inc. durch diese Verzettelung und die verfehlte Produktpolitik das Geld ausgehen. Ich frage mich sowieso schon, wo die ihr Geld hernehmen...

    Naja, wenn ich Unrecht haben sollte, freue ich mich :-)

    QBert

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