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Der C64 kehrt zurück !

Erstellt von Stingray, 28.04.2002, 22:46 Uhr · 31 Antworten · 5.377 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Feenwelt

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    Ich glaube, es gibt einen ganz wesentlichen Grund gegen den Kauf dieses Computers. Der Preis ist immer noch zu hoch! Ich meine das ernst:
    WENN ich schon etwa 200 Euro ausgebe, dann doch nicht für eine halbgare Kiste, die meine Kids in den Wahnsinn treiben würde, sondern für einen "normalen" PC, der eben nur nicht mehr up to date ist.
    PCs mit etwa 800 MHz, 1 GB Festplatte und 64 MB RAM kann man schon für etwa diesen Preis bekommen. Nen alten Bildschirm kriegt man fast geschenkt dazu.
    Darauf emuliert man dann locker den C64 und hat trotzdem sein heißgeliebtes Windoofs.
    Das müßten schon Liebhaber sein ... also so Leute wie wir (wenn ich denn das Geld übrig hätte)... und mal ehrlich: welcher Jugendliche wüßte denn 2D-Grafiken zu schätzen? WIR haben wenigstens den Nostalgie-Effekt, die kennen das gar nicht. Und nur, weil Papa das cool findet, lehnen es die meisten Kinder oder Jugendliche erst recht ab.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von
    Hi Feenwelt,

    hast schon recht mit den Gebraucht-PC Preisen aber auch da sind dann in Wahrheit meistens keine legalen Lizenzen dabei. Was aber viel wichtiger ist: Leute die in die Computerei einsteigen oder eben auch Jugendliche ohne Vorerfahrung (solls auch immer noch mehr als genug geben), kommen ohne eins nicht aus: Den guten geduldigen Bekannten, der sich auskennt und in jeder Notlage hilft. "Notlage" ist dann meistens: "Hilfe, der PC findet mein Modem nicht" oder "Wenn ich so und so mache und dann blablabla, dann stürzt mein PC immer ab, was mache ich falsch?" oder "Ich habe mir lalalala gekauft und jetzt kommt da immer "Lalala benötigt Version 2.6 der lalala.dll, kontaktieren sie den Hersteller ihres Computers und starten sie SetUp erneut". Mit Auspacken, Strom und TV/Monitor anschließen und loslegen ist da nix. Und genau das waren einmal Homecomputer, raus aus der Kiste und los. Die sind auch nicht auf ganz natürliche Weise ausgestorben, wenn ihre Blüte auch vorbei war. Deshalb ist der PC eben nicht der "normale" Computer, sondern es ist unnormal, dass es bis auf Apple gar keine Alternative mehr gibt. Wie gut Konkurrenz tut und wie sehr unterschiedliche Konzepte ihre Anhänger finden, sieht man ja im Konsolenbereich wo wenigstens für den reinen Spielesektor noch Systeme vorhanden sind, die dem PC vormachen wie man unbeschwert spielt. Ich habe das spielen am PC jedenfalls stark eingeschränkt, weil jedes zweite Game entweder total verbuggt ist oder mein Rechner aufgrund irgendeiner besonderen Kombination im Gegensatz zu anderen Rechnern nach Level X immer wieder abschmiert. Ausserdem gibts auf Konsolen auch noch Games zum Auspacken und los. PC-Spiele (und damit meine ich nicht Simpelkram wie "Moorhuhn") bedingen i.d.R. erstmal das Studium eines dicken Handbuchs. Das nervt mich unglaublich und deswegen bin ich mir sicher, dass es eigentlich nach wie vor einen Bedarf für Homecomputer gibt. Mangels Angebot haben die meisten es nur vergessen, weil sie sich an den PC gewöhnt haben und die Generation die nach 1994 mit der Computerei anfing weiss größtenteils gar nicht, dass es auch noch was anderes geben könnte.

    Und irgendwo in diesem Bereich greift auch heute wieder die von Stringray vorgebrachte "A real computer to the price of a toy"-Geschichte. Immerhin werden unseren Kinder wie damals Millionen Spielekonsolen unter den Weihnachtsbaum gestellt. Die Preisdifferenz zwischen einer Spielekonsole und einem PC liegt heute bei ca. 700 Euro. Wenn man es nun schaffen würde gegen die Marktmacht von Microsoft und Intel einen Heimcomputer auf den Markt zu bringen, der nur etwas teurer ist als eine Spielekonsole und immer noch erheblich billiger als ein PC, greift dieses Prinzip wieder. Ein Computer auf dem die Kids daddeln UND Hausaufgaben machen können (das war damals schon die Ausrede und sie hat gewirkt ;-). Im Prinzip bräuchte man doch nur eine Sony Playstation 2 nehmen, eine Tastatur und ein Diskettenlaufwerk dran nageln und schon hätte man wieder einen Homecomputer.

    QBert

  4. #23
    Benutzerbild von Stingray

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    Die letzten beiden postings haben beide gute gründe für und wider einen homecomputer vorgebracht. Und was Feenwelt schrieb, stimmt sicher in vielen fällen, aber lasst uns doch mal etwas träumen ...
    Angenommen, es würde ein homecomputer entwickelt werden und angenommen, er würde sich sogar ganz gut verkaufen, was für gründe könnte das haben ?
    Qbert sagte richtig, wie ich finde, das es neben dem pc einfach keine alternative gibt und das wir vielleicht einfach nur nichts anderes kennen und uns auch nichts anderes vorstellen können (mit 'wir' meine ich die allgemeinheit ;-) ). Mich wurmt es total, das es keine alternative gibt, aber nicht, weil ich mir auf teufel komm raus wieder die guten alten 2d games wünsche oder einen nachfolger des allseits beliebten brotkastens um in nostalgie zu schwelgen. Ich stelle mir einen homecomputer vor, der durchaus in der lage wäre 3d games und anwendungen zu starten. Und man stelle sich vor, das die firma, die sich getraut hat son ding zu produzieren, mit ihrem homecomputer erfolg haben, und eventuell einen nachfolger produzieren, der dann aber bei immer noch einen sehr geringem preis eine hohe leistung bietet, die sich hinter einem up-to-date pc nicht verstecken bräuchte. Man sehe sich nur die playstation 2 an, die von ihrer hardware schon recht veraltet ist, da sich aber die hardware nie verändert, können sich die entwickler daran gewöhnen und die kiste ausreizen und einige heutige spiele können mit pc grafik in etwa mithalten. Würde sowas mit einem heimcomputer möglich sein, der dann noch höhere auflösungen und den anschluss eines monitors erlaubt, dann wäre der unterschied zum pc nicht mehr so groß, bzw kaum spürbar.
    Wenn man jetzt dagegen hält und sagt, das ein 3 jahre alter homecomputer aber trotzdem nicht gegen einen pc mit neuester und leistunsgsstärkster hardware ankommt, dann ist das zwar richtig. Aber was würde den hans sagen, der vater, der seinem sohn fritz vor 3 jahren einen damals schon veralteten pc gekauft hat (um mal das beispiel mit dem gebraucht pc von feenwelt aufzugreifen) ? Sein sohn war damals 11 und ist heute 14 und kann sich die neueste hardware selber nicht leisten. Ein 3 jahre alter pc ist eh kaum aufrüstbar und ein neuer müsste her und das kostet immens viel geld. Nun müsste hans seinem sohn also einen neuen pc unter den weihnachtsbaum stellen, damit dieser endlich wieder all die spiele spielen kann, die er in der schule kopiert bekommt.
    Nun sieht hans aber im fernsehen immer wieder mal werbung von diesen merkwürdigen heimcomputern und hat auch schon auf der arbeit davon gehört, weil einige kollegen so ein ding besitzen. Er hört, das es damit kaum software- oder hardwareprobleme gibt und das er immer noch sehr leistungstark sei, dazu sehr günstig und auch für kinder gut geeignet.
    Vielleicht überlegt sich hans dann doch mal, ob er nicht lieber seinem sohn einen solchen computer kauft, der weniger als die hälfte kostet als ein guter pc und den monitor hat sein sohn ja auch schon. Vielleicht ist er auch ganz glücklich darüber, das es mit so einem gerät zu weniger problemen kommt, weil der rechner seines sohnes schon oft bei seinem nachbarn war - der sich mit computern auskennt - um das windows mal wieder neu zu installieren (was auch geld gekostet hat, der nachbar hatte auch irgendwann keine lust mehr, alle 2 monate einen abend für lau zu investieren). Und dazu die ganzen anderen merkwürdigen probleme, wie diese 'allgemeine schutzverletzung', die immer bei dem spiel kam, das hans seinem sohn vor einem halben jahr zum geburtstag schenkte und das bis heute nicht gelaufen ist und wo sich der verkäufer nie überreden lies, es umzutauschen, weil er meinte, das sei ein kofigurationsproblem des rechners. 'Sowas komme mal vor, laden sie sich neue treiber herunter', meinte der. Nun ja, 'treiber...', dachte hans, 'was immer das auch ist, aber beim spiel war sowas nicht dabei'.
    Das sind probleme, die hans, bzw. otto-normal pc-benutzer immer wieder haben, die uns aber nicht mehr so stark aufallen, weil wir uns besser damit auskennen. Hans ist auch sicher nicht bereit, seinem sohn oder sich selbst alle ein bis zwei jahre einen neuen pc zu kaufen, mit dem aktuelle spiele und auch aktuelle betriebssysteme laufen. hans weis nicht und es interessiert ihn auch nicht, das es geforce 4 grafikkarten, ddram 333 und athlons 2600er gibt. Hardware, die sehr viel geld kostet, in 2 jahren wieder bodenlos veraltet ist und bei der man sich nicht sicher sein kann, ob das nächste windows system in 2 jahren darauf auch läuft. (windows xp macht sehr viel ärger, will man es auf rechnern, älter als 2 jahre, installieren. Nicht immer, aber sehr häufig! Abgesehen davon ist es eh sehr leistungshunrig...). Aber hans würde es sicher interessieren, wenn es einen computer gibt, der wenig geld kostet und auf dem auch aktuelle spiele und anwendungen laufen, mit dem er ebenso im internet surfen kann und der anwendungen bietet, mit denen er seine office dokumente auch bearbeiten kann, weil sie ganz leicht zu im- bzw. exportieren sind. Er würde sicher keine nachteile haben, wenn so ein homecomputer auch eine windows ähnliche oberfläche bietet, mit der er sich schon auskennt. Wahrscheinlich wäre er auch beeindruckt, wieviel angenehmer das arbeiten und spielen mit so einem heimcomputer ist, das er wesentlich leiser ist, als der pc, den sich sein nachbar neulich bei aldi gekauft hat und der im betrieb einem 1200-watt-föhn sehr nahekommt.
    Und letztendlich würde er sich dann vielleicht auch für so einen heimcomputer entscheiden und ihn seinem sohn unter den weihnachtsbaum stellen und weil er selber auch einen recht alten pc hat, kauft er sich gleich einen zweiten für sich selbst dazu, hat ja immer noch weniger als ein neuer pc gekostet. Und wenn er sich ein wenig umgehört hat, bekommt er vielleicht auch mit, das die firma dieser heimcomputer in einem halben jahr einen neuen computer vorstellt, der abwärtskompatibel ist und wieder up-to-date ist und er wartet noch ein bisschen und gönnt sich dann den.
    Ich denke, wenn sich so ein system wirklich auf dem markt etablieren könnte, hätten wir keine nachteile in punkto leistung, komfort und grafikqualität. Im gegenteil, denke ich, so ein gerät würde uns das leben erleichtern und den computer in ein besseres licht rücken, denn für hans ist so ein pc immer mit viel ärger verbunden und er wünscht sich, er hätte seinem sohn nie so ein ding gekauft und würde sich selber bestimmt keinen kaufen.
    Die neueste und teure hardware ist auch nur für freaks interessant, die bereit sind, das geld dafür zu investieren und das auch selber einbauen können, hans interessiert das kein stück. Und auch diese freaks würden sich vielleicht irgendwann bekehren lassen, weil eventuell viele entwickler auf homecomputer umgestiegen sind und einige spiele nicht mehr für den pc entwickelt werden, denn für die entwickler bedeutet das zeit und kostenersparnis, für einen heimcomputer zu entwickeln. Und letztendlich wären die freaks auch zufrieden, weil sie nicht mehr soviel geld in ihren computer investieren müssen und im gegenzug mehr geld für spiele haben.
    Das so ein heimcomputer technisch auf dem neusten stand sein kann ist durchaus möglich und hängt nur vom erfolg ab. Dann hätte die firma genug geld, um die entwicklung für neue modelle voranzutreiben. Und auch die abwärtskompatiblität ist kein so großes problem, sony hat es mit seiner playstation 2 vorgemacht, auf der laufen alle spiele des vorgängers.
    Betrachtet man die daseinsberechtigung eines heimcomputers also mal von mehreren seiten und denkt ein bisschen weiter, so wie ich gerade, dann kann man zu der erkenntnis kommen, das so ein gerät nicht nur eine preisgünstige alternative zum pc wäre, sondern vielmehr eine ablösung des pc's ohne leistungseinbussen oder komfortverlust (eher komforgewinn :-) ). Pc's könnten dann imer noch in büros ihr dasein pflegen (wo sie hingehören) und die hersteller von grafikchips, wie ati oder nvidia und die hersteller von chips, wie intel oder amd könnten dennoch für die arbeits-pcs die hardware liefern und ebenso ihre neuesten entwicklungen für die heimcomputer bereitstellen, ohne schlechter dazustehen, als jetzt. Selbst microsoft würde weiterhin ihre software für büro-pcs entwickeln und verkaufen können, ohne zu grosse einbussen. Und meinetwegen können sie sich auch im heimcomputermarkt einmischen und ihre erfahrung im betriebssystem bereich für ein heimcomputer-os bereitstellen.
    Somit wären dann wieder alle einigermassen glücklich, aber wir, als end-benutzer wären sicher um ein vielfaches glücklicher als vorher !

    So, traum-ende ... und leider nur ein traum ......... :-(

  5. #24
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    QBert postete
    @ Lutz


    Wie man sieht, gehts hier also weniger darum dem hochauflösenden und bunten Windows Konkurrenz zu machen (obwohl die endgültige Version mit sagenhaften 256 Farben und 1280x1024 auf dem C= 1 werkeln darf, die Screenshots stammen von einem aufgemotzten C64 mit SCPU), sondern um einen simplen, billigen Computer der mit wenigen Mitteln vieles ermöglicht (und schließlich konnte man schon in den 80ern mit einem C64 seine Steuererklärung machen, genauso wie heute auf dem PC, nur eben etwas bunter).

    Dabei wird die Kiste aber so kompatibel wie möglich sein, allerdings nicht um jeden Preis. Der verbaute Prozessor ist kompatibel mit dem ollen 1Mhz MOS 6502 des C64, allerdings 20x so schnell.



    Hmmm - wenn ich einen schnelleren C64 will lade ich den Vice Emu. Fuer mich, wenn ich ab und an mal ein C64 Game daddeln will, reicht der Anblick meines 83er C64 und der klobigen 1541 (im Winter schoen als Heizung zu gebrauchen ) voellig. BTW: Wann soll man denn mit einem modernen C64 zum Briefkasten gehen (waehrend der Ladezeit?)? Oder am besten gleich die Lahmasette benutzen
    Und wer braucht wirklich einen Super-SID mit XX Stimmen....

    Mir reicht der kultige (und ja hier ist der Begriff Kult wirklich angebracht) Original SID Sound... Und Ausserdem: 6 Sid Stimmen gabs schon frueher

    Siehe (Stichwort "Sidplayer" bzw "Axelf"):

    http://home.tiscali.de/webgoe/c646.html

    QBert postete

    Wie Du schon angemerkt hast: Emulatoren im Windows Fenster sind eben nur ne' halbe Sache... ;-)

    QBert
    Wenn man noch die Original Brotkiste neben sich stehen hat aber kein Problem

    Lutz

  6. #25
    Sven Hoëk
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    Aber es gibt doch längst nen all-in-one-Computer, der (relativ) günstig ist und alles mitbringt - außer halt, dass er nicht aus dem ROM, sondern von Platte bootet:



    Der einzige Grund, warum sich dieser Rechner nicht vollständig im Consumer-Bereich durchgesetzt hat, war/ist die aggressive Marktpolitik Microsofts, die verhindert, dass es sich irgendeine Softwarefirma leisten kann, ausreichend Spiele für den iMac herzustellen. Ansonsten hat das Gerät alles, was man von einem modernen Homecomputer valangen kann.

    Sven

  7. #26
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    Sven Hoëk postete
    Aber es gibt doch längst nen all-in-one-Computer, der (relativ) günstig ist und alles mitbringt - außer halt, dass er nicht aus dem ROM, sondern von Platte bootet:

    Der einzige Grund, warum sich dieser Rechner nicht vollständig im Consumer-Bereich durchgesetzt hat, war/ist die aggressive Marktpolitik Microsofts, die verhindert, dass es sich irgendeine Softwarefirma leisten kann, ausreichend Spiele für den iMac herzustellen. Ansonsten hat das Gerät alles, was man von einem modernen Homecomputer valangen kann.

    Sven
    Als Mitte der 90er Windows 95 als neue Game-Platform (vom wem eigentlich?) fuer die Spieleentwickler ausgerufen wurde, war das im Prinzip eine Lizenz zum Gelddrucken fuer Microsoft. Genialer Schachzug - wie ist das damals eigentlich abgelaufen? Das habe ich nie verstanden...

    Lutz

  8. #27
    Sven Hoëk
    Benutzerbild von Sven Hoëk
    nun, das ging ganz einfach: schau mal in die geschichte von microsoft (zum beispiel in der letzten c't abgedruckt): Billy und seine Freunde haben halt schon immer aus einer großen Fremden (Apple, Xerox) eine kleine Eigene (Windows) Idee gemacht. Nachdem Sie IBM durch Erpressung dazu gebracht hatten, ihre Rechner nur noch mit Win auszuliefern (und die einzige Alternative OS2 durch gezielte Ruf-Schädigung vom Markt gewischt hatten), was die Spielfläche für MS frei: Jetzt konnte Bill Gates von "seinem" Windows behaupten, was er nur wollte: Die User mussten es ihm ja eh glauben, denn kaum einer kannte die verbliebenen Alternativen (Archimedes, Apple, ...) oder konnte sie sich leisten (Apple, NeXT) bzw. hatte Zugriff drauf (Unix). So ist das halt mit Monopolen ...

    Sven Hoek

  9. #28
    Benutzerbild von
    @ Lutz

    Wie gesagt, die Bausteine eines 20 Jahre alten C64 nähern sich immer weiter ihrem Verfall. Ich wundere mich eher, dass überhaupt noch so viele Exemplare meiner Rechner- und Konsolensammlung funktionieren (teilweise Geräte von 1979 und sie funktionieren!). Aber das wird sich nach und nach ändern. Nicht das die Chips zerbröseln, aber ROMs & Co. vergessen langsam ihre Inhalte. Klar kann man neu brennen, aber dafür brauchst Du erstmal das nötige Werkzeug... CPUs und andere Chips kann man noch tauschen lassen, tweilweise durch kompatible neuere Chips. Aber auch die gibts fast nur noch in der Apotheke (also teuer). Letztendlich ist es ein Kampf gegen die Zeit und der wird immer teurer. So ein neues ATX Board verschafft einem im Idealfall ne' Menge Zeit und nicht zuletzt ne' 1581-Emulation auf einem PC Laufwerk (also ein echter MASSENspeicher für C64 Verhältnisse) und allein die 1581 kostet bei ebay & Co. mittlerweile locker 100 Euro. Und das C= 1 Board soll auch andere CPUs fassen können um z. B. ein Atari VCS oder einen CPC nachbilden zu können.

    @ Sven

    Der iMac ist für mich zwar auch der letzte Vertreter seiner Gattung ("Homecomputer"), aber es liegt nicht (nur) an Microsoft, dass er sich nicht wie ein Flächenbrand durchsetzt. Allerdings ist er schon ein Riesenerfolg für Apple und man kann sehr zufrieden mit der Verbreitung sein. Dazu muss man allerdings sagen, dass es ohne Microsoft keinen iMac mehr gegeben hätte, weil Apple ohne Bill's Geldspritze und das Angebot wieder für Mac zu entwickeln vor Markteinführung des iMac Pleite gewesen wäre. Darüber hinaus ist Apple eben ein Lifestyle-Produkt und man kümmert sich auch nicht gerade darum, dass der Mac eine Spieleplattform wird. Der Support für die Entwickler ist so gut wie nicht vorhanden. Apple verhält sich diesbezüglich schlimmer als Commodore früher. Und noch in einer Beziehung wandelt man in Big C='s Fußstapfen: Man dementiert selbst wahre produkt-Gerüchte und schafft ständig Unruhe im Markt. Gleichzeitig hat man Produkte ewig in der Pipeline und präsentiert sie erst fix zu Messe X. Jeder weiss das sie kommen oder glaubt auch nur es zu wissen. Jedenfalls stehen die alten Modelle Monate vor solchen Events wie Blei in den Regalen und Apple schreibt wieder rote Zahlen (so wie im Moment wieder). Und Märkte wie Deutschland behandelt man relativ stiefmütterlich. Den großen Durchbruch kann man so ausserhalb der USA jedenfalls nicht mehr schaffen und beschränkt sich auf den Medienbereich der ohne Werbung läuft. Einerseits ist das nicht gerade eine Einladung an die Spielentwickler und andererseits wird Apple so früher oder später sowieso einmal wieder vor der Pleite stehen... Aber auch das gehört zu einem Homecomputerhersteller schon fast wieder dazu, nur das Apple eben nur ein halber Homecomputerhersteller ist, die meisten Apples stehen nunmal immer noch bei Werbeagenturen, Zeitungen etc.

    Zum Thema "Wie kam das eigentlich alles mal" mit MS & Co. hatte ich vor einiger Zeit mal was geschrieben http://www.die-80er-jahre.de/forum/s...ime=1035752073
    War wohl so überwältigend, dass es allen die Sprache verschlagen hat *g*

    QBert

  10. #29
    Benutzerbild von Lutz

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    QBert postete
    @ Lutz

    Wie gesagt, die Bausteine eines 20 Jahre alten C64 nähern sich immer weiter ihrem Verfall. Ich wundere mich eher, dass überhaupt noch so viele Exemplare meiner Rechner- und Konsolensammlung funktionieren (teilweise Geräte von 1979 und sie funktionieren!). Aber das wird sich nach und nach ändern. Nicht das die Chips zerbröseln, aber ROMs & Co. vergessen langsam ihre Inhalte.


    Hmm - vielleicht habe ich ja ein glueckliches Haendchen mit Computern, aber mein C64 funktioniert noch so wie vor fast (uff so lange ist das schon her) 20 Jahren Nix mit zerbroeselten Chips, etc. Alle Songs die ich fuer meine C64 Story aufgenommen habe liefen noch problemlos von uralten Disks. Es ist irgendwie abgefahren - keine einzige Disk (und ich habe einiges) ist bis jetzt defekt....

    Wenn ich da an Bekannte denke die an ihren modernen PC eine Hardware nach der anderen schroten (Festplatten, Scanner, etc) - weiss auch nicht wie die das machen... Vielleicht bin ich ja immer besonders gut zu meinem Rechnerpark - nech mein Amiga 1000 *streichel* Und Rauchen tu ich auch nicht - bei einem Freund sieht der C64 deshalb nicht mehr so gut aus *hust*...

    Lutz

  11. #30
    Benutzerbild von
    @ Lutz

    Es hilft bei so nem' ollen Brotkasten schon ne' Menge, wenn man ihn noch regelmäßig benutzt. Da dampft durch Lagerung nicht so schnell was ab. Ansonsten hat man schnell das Phänomen: 10 Jahre gelagert, ausgepackt, eingeschaltet, geht an, zack kaputt...

    Ich müsste allerdings jeden Tag zwei Rechner aufbauen um jede Kiste wenigstens 1x im Monat eingeschaltet zu haben... Manchmal baue ich nichtmal einen im Monat auf. Meine ganze Zeit geht ja hier fürs Forum drauf, haha ;-)

    Rauchergeräte sind echt übel, aber es gibt leider noch schlimmeres was einem manchmal so in die Finger kommt. Dreck pur. Oft sind das nach dem Reinigen aber die schönsten Geräte, Dreck konserviert eben gut ;-)

    QBert

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