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Die Audiocassette ist tot!

Erstellt von TBS-47, 16.06.2004, 14:44 Uhr · 52 Antworten · 9.744 Aufrufe

  1. #31
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Auch wenn dieser Thread eigentlich schon alt ist:

    Scheul postete
    Ich bin übrigens komplett von Kassette auf Mini Disc umgestiegen. Der Klang von einer mit Schallplatte bespielten Mini Disc ist erstaunlich gut
    Ich habe zwar kein MD, statt dessen aber CD-R, und meine Erfahrungen sind ähnlich positiv.

    Scheul postete
    Ich habe auch mal eine Frage. Mein Tape Deck hört zwischendurch einfach auf zu laufen, obwohl die Kassette noch nicht am Ende ist. Das kann auch einfach so am Anfang passieren. Das Tape Deck macht zwar dann kein Bandsalat, aber es zieht das Band ein stückchen raus. Mit reinigen habe ich es schon probiert, aber das hilft nichts.

    Weiß einer Rat, da ich noch viele alte Tapes habe, die ich mir mal auf Mini Disc überspielen wollte.
    Passiert das bei allen Kassetten oder nur bei bestimmten? Besonders schlimm war das bei meinem Akai GX-67. Ich schließe nicht aus, dass der Antriebsriemen abgenutzt sein könnte. Bei meinem Deck habe ich mich darum aber nicht mehr gekümmert, da ich zum Überspielen auf CD ein noch besseres und neueres Deck verwendet habe (Yamaha KX-690).

    Am anfälligsten waren (abgesehen von AGFA-Kassetten aus den 70ern) eigentlich sämtliche BASF-Kassetten von Anfang der 80er bis Anfang der 90er Jahre. Die setzten auch gern mittendrin aus, vor allem bei jenem Akai-Deck und auch bei zwei Kassetten-Autoradios. Das konnte auch bei jeder Bandposition passieren, am schlimmsten war's aber im letzten Drittel einer Seite, d.h. ich konnte bei einer C90 nur die ersten 30 Minuten pro Seite genießen. Begleitet wurde die Schwergängigkeit durch ein sehr lautes mechanisches Zirpen, welches auch Verzerrungen in der Wiedergabe auslöste. Mit z.B. Maxell XL II oder TDK SA hatte ich dagegen nie Probleme (einige TDK SA-X und MA der Modellreihen von 1988 und 1990 setzten aber auch oft aus).
    Einige leierten auch auf dem Yamaha-Deck oder setzten aus, insbesondere die AGFA.
    Was ich bei den problematischen Kassetten gemacht habe war, dass ich das Band der Kassette in ein "besser erhaltenes" Gehäuse "transplantiert" hatte, nur für den Vorgang der Überspielung auf digitales Medium. Damit habe ich schon so manche Aufnahme "komplett festgelaufener" Kassetten wieder hörbar machen können.

  2.  
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  3. #32
    Benutzerbild von JJ28

    Registriert seit
    24.01.2003
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    474
    Otto postete
    Auch wenn dieser Thread eigentlich schon alt ist:

    Scheul postete
    Ich bin übrigens komplett von Kassette auf Mini Disc umgestiegen. Der Klang von einer mit Schallplatte bespielten Mini Disc ist erstaunlich gut
    Ich habe zwar kein MD, statt dessen aber CD-R, und meine Erfahrungen sind ähnlich positiv.

    Scheul postete
    Ich habe auch mal eine Frage. Mein Tape Deck hört zwischendurch einfach auf zu laufen, obwohl die Kassette noch nicht am Ende ist. Das kann auch einfach so am Anfang passieren. Das Tape Deck macht zwar dann kein Bandsalat, aber es zieht das Band ein stückchen raus. Mit reinigen habe ich es schon probiert, aber das hilft nichts.

    Weiß einer Rat, da ich noch viele alte Tapes habe, die ich mir mal auf Mini Disc überspielen wollte.
    Passiert das bei allen Kassetten oder nur bei bestimmten? Besonders schlimm war das bei meinem Akai GX-67. Ich schließe nicht aus, dass der Antriebsriemen abgenutzt sein könnte. Bei meinem Deck habe ich mich darum aber nicht mehr gekümmert, da ich zum Überspielen auf CD ein noch besseres und neueres Deck verwendet habe (Yamaha KX-690).

    Am anfälligsten waren (abgesehen von AGFA-Kassetten aus den 70ern) eigentlich sämtliche BASF-Kassetten von Anfang der 80er bis Anfang der 90er Jahre. Die setzten auch gern mittendrin aus, vor allem bei jenem Akai-Deck und auch bei zwei Kassetten-Autoradios. Das konnte auch bei jeder Bandposition passieren, am schlimmsten war's aber im letzten Drittel einer Seite, d.h. ich konnte bei einer C90 nur die ersten 30 Minuten pro Seite genießen. Begleitet wurde die Schwergängigkeit durch ein sehr lautes mechanisches Zirpen, welches auch Verzerrungen in der Wiedergabe auslöste. Mit z.B. Maxell XL II oder TDK SA hatte ich dagegen nie Probleme (einige TDK SA-X und MA der Modellreihen von 1988 und 1990 setzten aber auch oft aus).
    Einige leierten auch auf dem Yamaha-Deck oder setzten aus, insbesondere die AGFA.
    Was ich bei den problematischen Kassetten gemacht habe war, dass ich das Band der Kassette in ein "besser erhaltenes" Gehäuse "transplantiert" hatte, nur für den Vorgang der Überspielung auf digitales Medium. Damit habe ich schon so manche Aufnahme "komplett festgelaufener" Kassetten wieder hörbar machen können.
    Ggfs. sollte man mal ausprobieren, ob der Aufwickeldorn auf der rechten Seite noch richtig transportiert. Das Aiwa Tape meiner Eltern - es ist von 86 - mit Doppelwellenantrieb bekam schon vor 7 JAhren neue Riemen und Andruckrollen, da manche Bänder leierten.
    Wenn es nicht zu gruselig ist: mit feinem Schleifpapier die Gummiandruckrollen aufrauhen und auch glätten.
    Ich habe das bei meinem GX 75 mithilfe eines Bandscheifers gemacht - hatte ich das schon erwähnt?
    Einfach die Gummiandruckrollen ausbauen - ok, ist ne Menge Arbeit - und dann mit einem Nagel auf das Schleifband drücken - also vorsichtig mitlaufen lassen, aber nur kurz, da sonst sich das Lager erhitzt. Am besten halt gegen neue austauschen (lassen), ich glaube, dass www.conrad-electronic noch so Gummiandruckrollen hat - vielleicht passen die?

  4. #33
    Benutzerbild von JJ28

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    ndw1982 postete
    Hier gibt es eine sehr gute Website zum Thema Audio-Cassetten:
    http://www.c-90.nm.ru/
    Genau, die Seite finde ich auch ganz toll!
    Habe denen auch ein paar Scans geschickt, haben sich gefreut.
    Geil sind die Reel2reel "Cassetten" von Teac, da kann man die einzelnen Spulen aus dem Gehäuse ziehen. Ich hatte auch mal ähnliche, waren von einer no-name Firma und zeichneten sich durch schlechte Wickeleigenschaften aus, da die Alu-Spulen einfach zu dick waren.
    Die konnte man auch nicht austauschen, sie waren einfach zu dick.
    Also, mein Favorit ist und bleibt die TDK SA von 79 bis 84, klasse Bandmaterial, wurden schon im Sommer im VW-Bus in einem Billigplayer durchgenudelt, haben auch nach 20 Jahren noch saugute Eigenschaften
    Hier sind sie:




    Und weil es so schön war, hier noch als große Version:

    http://www.nsk.gmxhome.de/cass/tdk_sa_90_1980_01.jpg
    http://www.nsk.gmxhome.de/cass/tdk_sa_90_1980_02.jpg
    http://www.nsk.gmxhome.de/cass/tdk_sa_90_1980_03.jpg

    http://www.nsk.gmxhome.de/cass/tdk_sa_90_1984_1.jpg
    http://www.nsk.gmxhome.de/cass/tdk_sa_90_1984_2.jpg
    http://www.nsk.gmxhome.de/cass/tdk_sa_90_1984_3.jpg

  5. #34
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Diese TDK waren wirklich sehr gut!
    Die nächste Serie von 1986 war auch noch OK.

    Mindestens genau so gut fand ich die "direkte Konkurrenz": MAXELL!

    Mein Favorit war bis zum Ende die UDXL-II bzw. die baugleiche HITACHI EX (79 bis 82).
    Mit meinem besten Deck (Yamaha K-560) auch nach dem x-ten Neubespielen ein so guter Klang wie das Original!
    Und auch eine 22 Jahre alte Aufnahme (gleiches Deck) klang noch wie neu, was ich bei keiner neueren Kassette und keinem neueren Deck festgestellt habe, die ließen oft nach ein paar Jahren schon nach.
    Auch mechanisch sehr robust. Nach über 20 Jahren war jede Kassette dieses Typs noch einwandfrei!
    Gut war auch die XLII-S aus dieser Baureihe. Die Nachfolger, darunter die berühmte "goldene" XL II, habe ich auch immer sehr gern und lange benutzt.

  6. #35
    Benutzerbild von Dazzle

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    Donzerge posteteIch werde weder eine digitale Kamera, noch einen MD, MP3 oder DVD Player besitzen.
    Gilt das noch immer?

  7. #36
    Benutzerbild von JJ28

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    @ Otto
    Ja, da gab es ein paar gute Kassetten. Hatte leider nie die Kohle und auch nicht den Willen, mir auf Dauer teure Kassetten zu kaufen. Einmal kaufte ich mir diese tolle Maxell XL II S, ganz in Schwarz mit einem bisher nie gekannten Gehäuse aus Weichkunststoff. Fühlte sich irgendwie toll an und sollte wohl auch das Geräusch und Vibrationen dämpfen.
    Meistens kaufte ich mir die BASF aus dem Aldi, im Gegensatz zu meinen Freunden hatte ich schon ein etwas „besseres Tapedeck", zumindest eines, das intern Bias- und EQ-Potis hatte. Da drehte ich ein wenig rum, und konnte auch so aus billigen Kassetten mehr rausholen. Manch einer hatte ja so eine Kompaktanlage und kaufte sich die „S" Version, da diese die Höhen besser wiedergab.
    Entweder die TDK SA-X oder die von Maxell XL II S, uah, die waren doch DM 2 teurer als die normale Version.
    Für dieses Geld bekam ich ja schon fast 2 BASF. Allerdings verlieren diese recht gerne die Filzandruckstückchen, der Kleber war wohl nichts.

    Und sie waren nicht so empfindlich gegen Bandzugprobleme, was bei den späteren TDK und Maxell häufig Knittern der Bandkanten und bis zu 5 Streifen in Längsrichtung des Bandes verursachte.

    @ all
    Ach, nach der einfachen Formel für das Volumen, das ja Länge x Breite x Höhe ist, kann man ja daraus ableiten , das die !Bandgesamtdicke! einer C 90 um 33%, bei einer C 120 bzw. C 110 um 50% dünner ist als die einer C 60.
    Wie war das? C 60 = 18 Mikrometer, C 90 = 12 Mikrometer und C 120 = 9 Mikrometer?
    Hm, bei den R2R war das Tripleband, das dünnste Band mit einer Gesamtlänge von 1100 Metern auf einer 18 cm Spule, etwa 18 Mikrometer dick.

    Worauf ich hinaus möchte: Ein Band setzt sich ja aus mindestens 2 Schichten zusammen, die Trägerfolie und die magnetisierbare Schicht. Vielleicht auch noch eine Rückseitenbeschichtung und auf der Oberseite eine dünne Gleitschicht, um den Abrieb zu vermindern.
    Könnte es sein, dass die Trägerfoliedicke zugunsten der magnetisierbaren Schicht überproportional dünner wird, sodass diese wesentlich empfindlicher gegenüber den auftretenden (Zug-)Belastungen wird?
    Als Referenzband bei Kassettendecks wird stets die C 60 angegeben....

    Und, bei den älteren Bändern von Spulenbändern und auch dem Videosystem U-matic gibt es schon rasante Verfallserscheinungen der magnetisierbaren Schicht. Diese löst sich bei manchen Typen gerne ab, da eindringende Luftfeuchtigkeit und mangelhafte Altersbeständigkeit des Bindemittels, das die magnetisierbare Schicht auf der Trägerfolie hält, das Band vorzeitig unbrauchbar werden lässt. Insbesondere die Videoköpfe bei Videorecordern und die Bandlaufführungen samt Tonköpfe bei Audiogeräten mit hoher Bandzugspannung sind schon nach wenigen Minuten der Aufnahme bzw. Wiedergabe derart mit Bandabrieb zugesetzt, dass man es eigentlich nur wegwerfen kann.
    Einmal war das so schlimm, da blieb ein Band an den Köpfen regelrecht kleben. Brauchte 10 Ohrenstäbchen, um alles wieder zu reinigen.
    Als Vorstufe dieses Schadensbildes merkt man bei R2Rs ein leicht verzerrter Klang und auch ein hohes Pfeifen bei der Wiedergabe, scheinbar sind das kleinste Geschwindigkeitsabweichungen, da das Band immer wieder kurz hängen bleibt und sich dann wieder löst?
    Hm, eigentlich dürfte das auch bei den normalen AUdio-Kassetten früher oder später der Fall sein.

    Probleme mit festgelaufenen Kassetten hatte ich kaum. Eigentlich nur ein einziges Mal, das war so ein 5-Pack noname für 10 DM. Die liefen eine nach der anderen fest. Wahrscheinlich hat sich das Gehäuse verzogen.

    jj

  8. #37
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    JJ28 postete
    Einmal war das so schlimm, da blieb ein Band an den Köpfen regelrecht kleben. Brauchte 10 Ohrenstäbchen, um alles wieder zu reinigen.
    Als Vorstufe dieses Schadensbildes merkt man bei R2Rs ein leicht verzerrter Klang und auch ein hohes Pfeifen bei der Wiedergabe, scheinbar sind das kleinste Geschwindigkeitsabweichungen, da das Band immer wieder kurz hängen bleibt und sich dann wieder löst?
    Hm, eigentlich dürfte das auch bei den normalen AUdio-Kassetten früher oder später der Fall sein.
    Bei mir trat zeitweise das Problem mal auf, dass vor allem Kassetten, die längere Zeit nicht benutzt wurden, einen besonders starken Bandabrieb produzieren, der vom Tonkopf nur sehr hartnäckig zu entfernen war.
    Manchmal half es, wenn man vor der Wiedergabe die Kassette einmal schnell vor- und zurückspulte.
    In besonderer Erinnerung habe ich eine alte SCOTCH-Kassette, die hatte eigentlich in den letzten Jahren immer diesen Abrieb verursacht. AGFA Stereo Chrom war auch ein beliebter "Vertreter" für so etwas.
    Aus ein paar BASF-Kassetten (Chromdioxid) von Ende der 70er fiel auch schon mal ein ganz feiner "Staub", der auch nur schwer von den Köpfen zu entfernen war. Vielleicht hatte die eine oder andere BASF auch schadhafte "Elfenbeinzähne" dieses SM-Systems (Security Mechanism), so dass diese etwas von der Bandoberfläche "abhobelten".

    Probleme mit festgelaufenen Kassetten hatte ich kaum. Eigentlich nur ein einziges Mal, das war so ein 5-Pack noname für 10 DM. Die liefen eine nach der anderen fest. Wahrscheinlich hat sich das Gehäuse verzogen.
    Festgelaufen waren bei mir die meisten AGFA und BASF aus den 70ern und 80ern sowie einige Originalkassetten aus dieser Zeit.
    Mir fiel allerdings auf, dass das bei neueren Kassettendecks eher der Fall war.
    Die ganz frühen Modelle (bei mir: Yamaha vom Bj. 80-84) hatten meistens genug "Kraft", auch diese etwas schwergängigeren Kassettenbänder zu "ziehen", während sich z.B. mein Akai Bj. 92 bei der kleinsten Schwergängigkeit bereits abschaltete. Andere neuere Decks produzierten bei diesen Typen auch gern mal Bandsalat (bei meinem Denon mit dem Schubladen-Kassettenfach musste ich öfter das Band durchtrennen, um es heraus zu bekommen).
    Auffällig war, dass ausgerechnet Doppel-Capstan-Decks diese schwergängigen Bänder am ehesten "ablehnten". Aber mit den BASF hatte ich auch in meinem Autoradio mechanische Probleme. C90 aufwärts waren noch anfälliger als C60, obwohl ich mich an zwei AGFA C60 erinnere, die selbst in den alten Yamahas nicht astrein liefen.
    Meine guten Maxell, TDK und Sony liefen in jedem Gerät "wie geschmiert", auch noch nach mehr als zwei Jahrzehnten.

  9. #38
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613
    Kassetten haben für mich nur noch einen nostalgischen Wert, als Aufnahmemedium nutze ich sie seit sieben oder acht Jahren nicht mehr. Da ich Wert auf verlustfreie Musikwiedergabe lege, hat sich die CD-R bei mir schnell durchgesetzt. Meine alten Kassetten habe ich bis auf wenige Ausnahmen entsorgt, da ich die darauf enthaltene Musik mittlerweile fast komplett auf CD habe.

    Den Komfort des CD-Brennens möchte ich schon lange nicht mehr missen. Dass Analog-Fans das anders sehen, ist klar.

    Mein 1993 gekauftes Akai GX-95 fristet in meiner Anlage daher fast nur noch ein dekoratives Dasein:



    Meine favorisierten Kassetten-Modelle waren damals diese beiden:



    Die verbliebenen Exemplare laufen auch heute noch ordentlich, werden aber kaum noch gehört.

    Nachdem ich seit 1997 zunächst bei einem Freund CDs brannte, hab ich mir 2000 dann einen CD-Recorder von Pioneer zugelegt (PDR-509). Mittlerweile kombiniere ich dessen Gebrauch mit der Nutzung von CD-/DVD-Brenner im PC.

  10. #39
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    @Torsten:

    Genau so war bei mir die Entwicklung auch.

    Ich habe seit 1998 den Philips CDR-880 - und den nutze ich auch in Kombination mit dem CD-Brenner im PC.

    Zwischen 1998 und 2001 nutzte ich parallel noch ein paar Kassetten der 70er und 80er Jahre, da sie noch einen nostalgischen Wert für mich hatten.
    Die klanglichen Ergebnisse waren aber mehr als ernüchternd! Hinzu kamen mit zunehmendem Alter der Kassetten die erwähnten mechanischen Probleme.

    Meinen Ohren tat es regelrecht weh mit den fehlenden Höhen. Deshalb fasste ich den Entschluss, mich ganz von der Kassette zu trennen (obwohl es mir auch klar ist, dass Analog-Fans es anders sehen, aber jeder sollte die Musik nach seinem persönlichen Geschmack genießen).

    Zwischen 2001 und 2003 übertrug ich nach und nach alles auf CD, was mir von den Kassetten bisher nicht in anderer Form (LP oder CD) vorlag, und nach und nach "entsorgte" ich meine Kassetten (natürlich gelöscht) bei eBay.

    Da ich Student bin und vorher arbeitslos war, kam es mir mehr als gelegen, pro Kassettendeck noch 60 bis 100 Euro zu bekommen. Darunter war auch das Akai GX-75, kleiner Bruder des abgebildeten GX-95.

    Vermissen tue ich die Kassette bis heute nicht, einzig allein der optische Aspekt könnte mir fehlen, wenn eine "historische" Kassette in einem Kassettendeck läuft. Aber um so mehr erfreue ich mich nun, meine Aufnahmen in verlustfreier Qualität genießen zu können - und auch nicht mehr alle zwei Minuten zum Kassettendeck rennen zu müssen, weil es sich wieder abgeschaltet hat (von den erwähnten schwergängigen Kassetten hatte ich zum Schluss leider noch eine recht stattliche Anzahl).

    Wenn ich das nötige Geld gehabt hätte, dann hätte ich mir vielleicht doch noch ein Yamaha K-560 zum Aufnehmen und ein zweites KX-690 zwecks Wiedergabe für meine Zweitanlage ersteigert (die beiden waren meine Favoriten) - aber so wie es jetzt ist (nur noch CD als Aufnahmemedium), ist es für mich auch OK, von der klanglichen und technischen Seite sogar noch besser!

  11. #40
    Benutzerbild von MaxiMan

    Registriert seit
    02.04.2002
    Beiträge
    839
    Ich habe mich schon zweimal in meinem Leben von der Kassette verabschiedet.
    Das erste mal war so 1991, als ich mich musikalisch abrupt und ausschließlich dem Techno und Trance zuwandte. Meine damalige Freundin "nutzte" diesen Umstand zum Entsorgen aller 80er-Kassetten. Das waren immerhin so 100 Stück.

    Der zweite Abschied vollzog sich 2000 als ich mich vom Techno entfernte und wieder der guten alten Pop-Musik annäherte. In dem knappen Jahrzehnt hatten sich neben hunderten von Vinyls auch eine große Menge Kassetten angesammelt. Enthalten sind geniale Trance- und ähnliche Mixe, die ich in seinerzeit "gesammelt", sprich mitgeschnitten habe. Ich wollte die Kassetten schon immer auf CDR "retten", scheitere aber daran, dass die Mixe jeweils 90 min lang sind, die normale CDR aber nur 80 min fasst.

    Vom Equipment hatte und habe ich immer noch das Pioneer Deck "777", trotz seines Alters immer noch erstklassig. An Kassetten habe ich stets auf TDK vertraut, entweder die SA-X 90 oder die MA 90.

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