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Jetzt mal ehrlich...

Erstellt von Level 42, 10.04.2003, 21:15 Uhr · 36 Antworten · 4.338 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Level 42

    Registriert seit
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    ...hängt man "technisch" gesehen so an den 80ern, ich möchte die heutige Zeit nicht mehr missen.
    Spätestens seit ich meinen "Jamba" MP3-Player mit 20 Giga Festplatte
    besitze, da passen mal so locker 6000Titel drauf, das heißt "Party" überall.(Urlaub, Garten, Formel 1 Camping u.s.w.)

    Man stelle sich das ganze mal in den 80ern vor, ein Unding mit zig Koffern voll Platten und die ständige Angst vor kleinen Missgeschicken(knack...uups...).
    Schallplatten sind halt das "klassische" Medium für Zuhause, aber für die Mobilität halt ungeeignet.
    Genau wie das Kopieren, CD rein CD raus oder CD rein MP3 raus, früher
    C-90er Cassette, Trackminuten zusammenzählen, und am Ende 1-3 Minuten
    Bandrauschen (schlimmstenfalls Track passt nicht mehr drauf) oder noch einen kurzen Track reingeschoben.
    Das war noch harte "Arbeit" und ich trauere kein Stück.

    Oder wie seht Ihr das???

    Gruß Level 42

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Stingray

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    04.10.2001
    Beiträge
    803
    Naja, das muss man halt aus mehreren perspektiven betrachten, denn vieles ist auch mit schönen erinnerungen verbunden und die nostalgie darf man nicht vergessen und um nostalgie gehts in diesem forum ja hauptsächlich.
    Ich vermisse videorecorder, schallplatten oder die alten fernsehgurken von damals auch kein stück, dafür hänge ich aber sehr an meinen guten alten c64. Aber nur aus nostalgischen gründen, obwohl ... blue screens oder allgemeine schutzverletzungen gabs damals nicht ...
    Nun ja, und wenn ich da an laserdisk denke ... habe mir schonmal überlegt, für einige alte titel, die es nicht auf dvd gibt, mir so einen player anzuschaffen, ich denke da z.b. an star wars.
    Aber das sieht halt jeder anders, viele leute haben sich auch schon positiv über die gute, alte videorecorder-zeit ausgelassen.
    Und letztendlich belehren dich die vielen postings in diesem 80er technik forum eh eines besseren, oder ? Jetzt mal ehrlich ... !

  4. #3
    Benutzerbild von JJ28

    Registriert seit
    24.01.2003
    Beiträge
    474
    Es ist wohl schon richtig, dass mp3 einige Vorzüge hat.
    Allerdings fange ich bei einem solchen Komfort an zu "zappen", es verändert auch die Hörgewohnheiten. Wegen des Bedienungskomforts verdrängte Anfang der siebziger Jahre in Amerika die 8-Track Cassette (Endlosband mit 4 Stereospuren; Tonkopf wird in der Höhe verstellt) das Tonband, obwohl diese qualitativ schlechter war- analog dazu die Compact Cassette Player in Europa.
    Passte damals in die Player der Autos, konnte man mit prima angeben.

    Nun, mp3 ist nicht gleich mp3! Kostenlose Encoder wie z.B. der Blade Encoder oder gar die Codecs der Brennerprogramme konvertieren die wav Dateien entweder qualitativ schlecht oder - aus Lizenzgründen? - mit einer Datenrate unterhalb 128kb. Dadurch hat man Klangeinbußen in Form permanenter oder temporärer Klangverzerrungen.

    So ein transportabler mp3 Player ist mir zu teuer, angesichts der ständig wechselnden Formate und PC-Anschlüsse kann man es vielleicht in 5 Jahren schon nicht mehr gebrauchen?
    (Meine Digitalkamera von 98 hat einen Seriellen Anschluss, bis 8 MB über den Mausanschluss übertragen sind, vergeht eine halbe Stunde, das nächste Betriebssystem lässt eine Installation der Kamera-Software aus Kompatibilitätsgruünden nicht mehr zu? )
    Und wer garantiert mir, wenn Microsoft das Digtial Rights Management durchsetzt, dass meine nicht zertifizierten mp3s noch abspielbar sind?

    1994 schlich ich um einen digtialen Kassettenrekorder (DCC System von Philips) herum, Gott sei Dank habe ich diesen Flopp nicht gekauft, obwohl es damals, da rückwärts kompatibel zur MC, der kommende Standard sein sollte....

    Cu
    JJ

    PS: 6000 Stücke, braucht man da nicht eine übersichtliche Playlist a la Winamp, um da noch den Überblick zu behalten?

  5. #4
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Ich hänge eigentlich nur noch ganz besonders an meiner Schallplattensammlung samt Plattenspieler, dieses Format vermisse ich heute sehr. Damals hatte man noch nicht -zig verunstaltende Remixe auf einer "Single", und die Sampler waren (meist) auch mit mehr Liebe zusammengestellt (heute 40 Songs, davon 35 unbekannt und oft schlecht - damals nur 16 bis 20 Songs, davon konnte man die "Unbekannten" meist auch ganz gut hören) - und das Auge "hört" bei der Schallplatte irgendwie mit. Im Gegensatz dazu vermisse ich die Compact Cassette kein bisschen! Unscharfe Höhen, Leiern, Bandsalat und Aussetzer, das trübt doch den Hörgenuss, Nostalgie hin oder her. Meine Lieblingsmusik höre ich heute entweder meistens von CD oder LP. MP3 ist zwar für den mobilen Einsatz sehr gut, aber ich höre doch mehr Musik zu Hause, und das sind halt CDs, auch selbst zusammengestellte (meist direkt von Original-Tonträgern ohne Datenreduzierung aufgenommen).
    Der C64 war ganz nett, aber wenn's mal Nostalgie sein soll, benutze ich entweder mal einen Emulator oder höre eine CD mit den alten C64-Melodien. Ansonsten misse ich heute nichts mehr, was den damaligen Entwicklungsstand der EDV angeht, weder Amiga, noch MS-DOS, noch Windows 3.1 (da sind wir schon in den 90ern angekommen). Im Gegenteil, heute hat man mehr Möglichkeiten, allein schon mit Internet und so. Ich habe sogar bis Ende der 90er im Büro noch mit so Gurken arbeiten müssen - da fehlten mir täglich immer irgendwelche Programme oder Funktionen, die heute eigentlich selbstverständlich sind.

  6. #5
    Benutzerbild von Imaginary Boy

    Registriert seit
    14.10.2001
    Beiträge
    417
    Ich hab aufgrund meines zarten Alters den ganzen Kram mit Schallplattenspielern und C64 und so weiter nicht bewusst miterlebt, jedoch hab ich mir, obwohl ich nen Disc-Man besitze, vor kurzem ein Tapedeck (natürlich ein moderneres Teil von H/K) samt modernerem Walkman von Panasonic angeschafft. Ich weiß nicht, inwiefern da aus oben genannten Gründen Nostalgie mitreinspielt, da ich ja mehr mit CD-Playern großgeworden bin, aber das "Feeling" meine bevorzugte Mucke vom Anfang der 80er von MC zu hören, ist einfach unschlagbar. Hatte schon BEfürchtungen, dass ich evtl. paar Hundert Mack umsonst verplempert hätte, als ich mir dieses "Feeling" vor dem Kauf in den buntesten Farben ausgemalt hatte, aber momentan kann ich sagen, dass sich der Einsatz zigfach gelohnt hat. Das liegt nicht nur am simplen Anhören der MCs, sondern ganz besonders (auch wenn es viele als mühsam abstempeln) am ganzen Aufnahmeprozess mit Höhen und Tiefen und Lautstärke regeln und vor allem an der Sysiphus-Arbeit mit dem Berechnen der Bandlänge, die dann nach mehrstündiger Berechnung doch nie hinhaut, so dass man am Ende oft ne sogenannte "MC-Primzahl" von eineinhalb Minuten Rest raushat, auf die beim besten Willen kein Song mehr draufpasst. Haut es dann glücklicherweise doch mal hin, hat man schlussendlich ein Kunstwerk auf die Beine gestellt, dass man sich noch Monate und Jahre lang anhört, da es in gewisser Weise eine persönliche Note hat, ganz im Gegensatz zu diesen hoppla-hopp gebrannten CDs, bei denen oft kein bißchen Herzblut an der Sache hängt und die dann oft wieder ganz schnell im Schrank verschwinden oder im Müll landen. Um das Kunstwerk dann noch abzurunden, bekommen die MCs dann noch nen eigens ausgedachten Titel wie z.B. "Rule Brittania", wenn ich mal n Tape mit "Radiohead, Oasis oder The Verve" bespielt habe.

    Soviel dazu....rational lässt sich dieser Tick wohl nicht rechtfertigen.

    Gruß
    Matthias

  7. #6
    Sven Hoëk
    Benutzerbild von Sven Hoëk
    Stimmt genau. Aber jede Epoche hat halt die Medien die sie hat und in den 80ern haben wahrscheinlich nicht wenige über diese völlig unsinnigen Tonband-Spulen gelächelt, die man unmöglich beim Joggen benutzen konnte, weil das Abspielgerät 76 Kg gewogen hat. Und in 10 Jahren werden wir uns an den Kopf packen, weil wir es mal für sinnvoll gehalten haben, Medien mit mechanischen Verschleißteilen (CD-Player) zu benutzen, wo doch die holografische Speicherung in unreinem Silizium viel billiger und schneller ist und zudem etwa 100 GB auf 10 Kubikzentimeter passen. Man muss das Ding dann nur noch in warmem Wasser auflösen und austrinken und hat die darauf gespeicherten Alben ("The best of Britney Spears", ...) als Hintergrundmusik im Kopf während vor den Augen (natürlich halbtransparent, damit man mit dem Hover nicht gegen den Baum schwebt) die Videos vorbei zuckeln.

    Sven

  8. #7
    Benutzerbild von Level 42

    Registriert seit
    14.01.2003
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    647
    Ich sehe schon, das mit meinem Thread einen wunden Punkt getroffen habe.
    Der schmale Grat zwischen Nostalgie und Moderne ist bei jedem unterschiedlich.
    Ich besitze selber noch einen Plattenspieler und zwei Tapedecks, letzteres ist schon ganz schön eingestaubt, da ich mit den Kassetten eigentlich durch bin.

    Mit den Updates der Geräte habt Ihr ja recht, keiner kann die Garantie für kompalibilität in der Zukunft geben, aber das wird die Industrie und deren Entwickler einen Dreck scheren, bestes Beispiel die MD-Technologie, wer sich ein solches Gerät zugelegt hat, guckt heute ziemlich dumm aus der Wäsche.

    Microsoft muss uns ja auch alle zwei-drei Jahre, mit einem neuen Betriebssystem das Leben schwer machen, als Win 98SE User warte ich auch noch auf meinen Exodus.
    Vielleicht war mein Kauf, ja auch für die Tonne, aber momentan bin ich halt
    begeistert und auf Partys höre ich sowieso keinen Unterschied zwischen MP3 und Red-Book-Audio zuhause am HIFI-Terminal ist es schon was anderes.

    Was die 6000 Tracks betrifft, ist halt nur ein Fakt den nicht ausnutzen brauche aber welcher Sammler steigt schon bei seinen 1000 oder mehr Platten durch?.

    Gruß Level 42

  9. #8
    Benutzerbild von yamaha-dx7

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    87
    hai freaks

    ihr habt scheinbar auch schon einige zeit mit tape - aufnahmen verbracht.
    hab damals stundenlang an dem guten schneider-turm verbracht um im -record - pause modus auf gute lieder im radio zu lauern.
    leider hat es der moderator immer wieder geschafft in´s lied reinzuquatschen.
    aber gerade an diese abgeschnittenen wortfetzen am ende vom lied oder eine bestimmte kombination von liedern hintereinander hab ich mich so dran gewöhnt , wenn ich die kassetten dann hundert mal gehört habe hat das einfach zum lied dazugehört und es kam mir komisch vor wenn ich das lied anders gehört hab.

    hab ich damals einfach zuviel afri-cola getrunken oder ging das euch auch so ?

    für satzbau & grammatik wird keine haftung übernommen.
    großschrift benutze ich seit sms nicht mehr .

  10. #9
    Benutzerbild von JJ28

    Registriert seit
    24.01.2003
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    474
    @yamaha-dx7
    Oh yes,
    das Mitschneiden war schon ein Kult für sich.
    Als "Wessi" Jahrgang 71 war ich in der Teeni-Zeit so ziemlich der einzige in meiner Klasse bzw. Bekanntenkreis, der viele Sachen aus dem RAdio aufnahm.
    Andere kauften Platten ihrer "Idole" und blätterten ordentlich Kohle hin.
    Da waren die Kassetten aus dem Aldi doch eine preiswerte Alternative

    CU
    JJ

  11. #10
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    @yamaha und JJ28

    Ich kann mich sogar heute noch teilweise an aufgenommene Soundfetzen erinnern, die nicht zum eigentlichen Lied gehörten. Wenn der Radiosprecher hereingequatscht hat, oder auch wenn das Anfangsstück des folgenden Liedes (aufgenommen von Radio, LP oder MC) noch mit draufkam. Oder wenn man eine bereits benutzte Kassette verwendete und zwischen den Songs noch Bruchstücke der vorigen Aufnahme waren!

    Außerdem wusste "man" sofort, wenn ein Lied zu Ende war, welches Lied als nächstes kommt und wie es anfängt. Hört man Lied 1 anderswo, vermisst man häufig den Nachfolgetitel oder stellt ihn sich in Gedanken vor.

    An manche Dinge dieser Art erinnere ich mich sogar, obwohl ich jene Kassetten häufig schon seit 15 - 20 Jahren nicht mehr gehört habe, existieren tun sie natürlich auch nicht mehr.

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