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Kurzlebigkeit von Technik

Erstellt von Chris P., 18.07.2009, 17:12 Uhr · 14 Antworten · 2.575 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Chris P.

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    Kurzlebigkeit von Technik

    Nicht unbedingt ein 80er-Thema, aber bei Kennern von älteren Technologie sicher gut aufgehoben:

    würdet ihr sagen, daß es mittlerweile so ist, daß die Kurzlebigkeit von Hardware und Elektronik im 21. Jahrhundert als völlig normal akzeptiert ist? Falls ja, warum? Das war doch z.B. in den 80ern und selbst den (frühen?) 90ern noch anders.

    Mir ist immer unverständlich, wie man davon ausgehen kann, daß z.B. ein Medienabspielgerät, eine Steckkarte oder eine Festplatte etc. nach einer kurzen Benutzungszeit von vielleicht 5 oder 6 Jahren schon "seine Aufgabe erfüllt" haben soll und es als völlig normal gilt, daß das Gerät defekt wird und Ersatz her muß. Mein Hauptrechner läuft jetzt seit über 12 Jahren problemlos, was auch für die Festplatte und andere "kritische" Bestandteile gilt. Mein 386er, XT und diverse Homecomputer laufen noch länger, ebenso wie der Videorekorder. Das einzige, was nach gerade mal 4 Jahren schon defekt war, war bezeichnenderweise der aktuelle Monitor Baujahr 2004.

    Wenn man heute z.B. ein Notebook, eine Grafikkarte oder einen DVD-Player oder sonstwas kauft, geht man dann schon beim Kauf davon aus, daß das Gerät nur für wenige Jahre seine Aufgabe erfüllen wird? Oder haben die Teile eigentlich gar keine Chance mehr, technisch defekt zu werden, weil sie vorher wegen Veraltung auf dem Müll landen? Und gibt es da noch Unterschiede zwischen günstigem Preis und höherem Preis oder gilt die kurze Lebensdauer nun allgemein für Technik?

    Wie gesagt, mir sind solche Sachen eher fremd, daher wäre eine kleine Diskussion zu dem Thema sicher informativ.

    Chris

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von dj-andy

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    AW: Kurzlebigkeit von Technik

    Also ich besitze meine SONY LBT Anlage seit 1991.
    Damit habe ich jahrelang die "Dance-Party" aufgenommen.
    Gab es mal einen Elektronikfehler (meist am Tape), dann schaltete man die Anlage für 1 Minute aus und nach dem "Neustart" ging alles wieder.

    Komplizierter wirds bei mechanisch anspruchsvollen Geräten wie z.B. DAT:
    dieses Gerät musste ich damals 2x in die Werkstatt schaffen, da die Mechanik das Band nicht mehr einfädeln konnte. Heute nutze ich DAT nur noch als A/D Wandler zum perfekten überspielen von Platte auf CD.

    Auch Geräte, die wenig genutzt werden, können Defekte aufweisen.

    Ich denke, die Handhabung der einzelnen Geräte hängt auch mit der Lebensdauer zusammen, denn warum haben z.B. auf Arbeit die anderen Kollegen immer mehr technische Störungen als ich in meinen 20 Jahren und das an unterschiedlichen Betriebsstandorten ?
    Wenn ich sehe, wie manche mit der Technik umgehen, kann ich schon verstehen, das deren private Technik kaputt geht. Dann brauchen die mir aber nicht ankommen und jammern.

  4. #3
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Kurzlebigkeit von Technik

    Ich habe hier einen Rechner der in seinen Grundzügen von Juni 2000 ist, aber wesentliche Teile schon erneuert worden.
    Mittlerweile habe ich zwei Festplatten von je 8 GB und die erste Festplatte arbeitet als Bootplatte, hat aber immer Kapazitätspobleme, so daß ich immer defragmentieren muss. Obwohl sie zuverlässig funktioniert, muss man wegen den ganzen Platzintensiven Programmen selbst wenn man nicht jeden neuen Mist(wie Film und Fotobearbeitung) mitmacht immer über neue Lösungen nachdenken.
    Ist das schlecht für die Festplatte wenn sie immer nur in einem freien Berech von 80 - 200 MB läuft?

  5. #4
    Benutzerbild von haggi

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    AW: Kurzlebigkeit von Technik

    Wenn sich die ständigen fallenden Preise bei der Technik sieht,bekommt man schnell den Eindruck daß die Rohstoffe nicht mehr viel wert sind.

    Heute bekommt man z.Bsp einen DVD Player schon für 20 Euro,ich habe für meinen gebrauchten normaler Standart Player der nur DVDs,und ganz normale CDs lesen konnte damals 200 DM bezahlt.

    Oder unser erster Videorecorder 1800 DM,der erste Walkman 50 DM.

  6. #5
    Benutzerbild von Soundfeile

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    AW: Kurzlebigkeit von Technik

    Zitat Zitat von haggi Beitrag anzeigen
    Wenn sich die ständigen fallenden Preise bei der Technik sieht,bekommt man schnell den Eindruck daß die Rohstoffe nicht mehr viel wert sind.

    Heute bekommt man z.Bsp einen DVD Player schon für 20 Euro,ich habe für meinen gebrauchten normaler Standart Player der nur DVDs,und ganz normale CDs lesen konnte damals 200 DM bezahlt.

    Oder unser erster Videorecorder 1800 DM,der erste Walkman 50 DM.
    Da kannste mal sehen, wie hart die Teuro-Währung geworden ist.

  7. #6
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie

    AW: Kurzlebigkeit von Technik

    Das Problem ist doch auch,das heutzutage solche Geräte wie ein "DVD-Player" oder ähnliches gar nicht repariert werden kann (oder die "Techniker" es nicht mehr können)!
    Es wird im Garantiefall,komplett ausgetauscht was das Zeug hält.Oder man muss (ausserhalb der Garantie) neu kaufen.
    Ach,ja und dass viele Geräte (besonders die in der unteren Preisgruppe) nicht so lange halten,liegt halt auch daran das der Käufer Elektronik immer billiger haben will und dadurch werden halt dann auch dementsprechende minderwertige Bauteile eingebaut.

  8. #7
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    AW: Kurzlebigkeit von Technik

    Zitat Zitat von Mumie Beitrag anzeigen
    Ach,ja und dass viele Geräte (besonders die in der unteren Preisgruppe) nicht so lange halten,liegt halt auch daran das der Käufer Elektronik immer billiger haben will und dadurch werden halt dann auch dementsprechende minderwertige Bauteile eingebaut.
    Damit ist aber nicht erklärt, warum viele der nicht-billigen Geräte statt 2 Jahren dann aber keine 4 schaffen....

  9. #8
    Benutzerbild von Karat

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    AW: Kurzlebigkeit von Technik

    Solange der Kunde das mitmacht, und wirklich jeden Scheiss kauft, wird es auch weiterhin neue Technik in immer kürzeren Zeitabständen geben. Erinnere man sich bitte einfach mal in die späten 80er und frühen 90er zurück, wieviele Angriffe der gute alte VHS-Recorder über sich hat ergehen lassen müssen (CD Video, Laser Disc, CD-i) ehe er endgültig geschlagen war (durch die DVD). Die DVD hat nicht vielen Angriffen stand gehalten, bevor sie sich vor Blue Ray verbeugen musste. Und schon nach wenigen Jahren darf man sich das nächste Format kaufen. Zum Glück laufen auf dem neuen Format aber die alten DVDs weiter, man muss sich nach Super 8, Video 2000, VHS und DVD die guten alten Louis de Funes Filme nicht zum 5. Mal neu kaufen. Dabei ist Blue Ray sowieso nur was für ganz neue Produktionen. Das Maximum an Bildqualität aus Filmen der 50er, 60er, 70er, 80er und 90er wurde eh schon mit der DVD rausgeholt. Was jetzt kommt ist doch eh nur noch Schnickschnack für neue Produktionen. Und die, die ich da noch wirklich gut und "kaufenswert" einstufe, kann man an fünf Fingern abzählen. Ob sich dafür ein Blue Ray-Player lohnt?
    Gleiches gilt für die CD. Erst die Minidisc, die bei ihrem Erscheinen schon ein skeptisches Stirnrunzeln bei mir hervorgerufen hat, und jetzt MP3. Den Leuten wird doch nichts anderes gezeigt und vorgemacht, als dass sie auf Qualität verzichten können und sollen. Lieber schnell was Neues kaufen und weg mit dem alten Schrott, der ja schließlich schon drei Jahre alt ist. Wen wundert es da, dass man statt der CD nur noch Downloads auf der Festplatte zu Hause hat? Die Schuld hier trägt natürlich ausschließlich der Endverbraucher und nicht die Plattenfirma. Nachdem die uns in den 90ern kräftig mit billigen Aufgüssen unserer geilen Klassiker beschissen hat, kann sie jetzt überhaupt nicht verstehen, warum die neue Generation für Musik kein Geld mehr ausgeben möchte. Gutes Geld für gute Ware, kein Geld für Rotze. Völlig normal! Der Leidtragende ist dabei leider nur der Musikfreund, der audiophil veranlagt ist und gerne auch Details in der Musik hört. Der darf demnächst weit reisen um eine (wenn überhaupt) Schallplatte oder CD im Laden kaufen zu können. Ein Freund von mir wußte zu berichten, dass in New York schon keine Plattenläden mehr sind. Abgesehen von dem einen oder anderen An- und Verkauf gibt es dort keine Möglichkeit mehr, neue CDs zu kaufen.
    Ich weiß nicht, aber mir gefällt diese Entwicklung nicht. Ich bin noch jemand, der seine Elektrogeräte gerne lange nutzt und lange daran Freude haben möchte. Ebenso verhält es sich mit Musik. Ich brauche meine CDs und meine Platten. MP3 nutze ich nur als Arbeitsmittel.

    Wer sich im Laden einen DVD-Player für 30,00 Euro kauft, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass das sowas wie eine Einwegkamera ist. Kurz benutzten und dann weg damit. Gibt's den Beruf des Radio- und Fernsehmechaniker eigentlich noch? Die können in Anbetracht der vielen Schnäppchenpreise bei der Technik doch nicht wirklich noch existieren, oder?

  10. #9
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie

    AW: Kurzlebigkeit von Technik

    Zitat Zitat von Karat Beitrag anzeigen
    Gibt's den Beruf des Radio- und Fernsehmechaniker eigentlich noch? Die können in Anbetracht der vielen Schnäppchenpreise bei der Technik doch nicht wirklich noch existieren, oder?
    Die Betonung liegt auf noch (es werden leider immer weniger).

  11. #10
    Benutzerbild von Fatalist

    Registriert seit
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    AW: Kurzlebigkeit von Technik

    Zitat Zitat von Karat Beitrag anzeigen
    Ich bin noch jemand, der seine Elektrogeräte gerne lange nutzt und lange daran Freude haben möchte. Ebenso verhält es sich mit Musik. Ich brauche meine CDs und meine Platten.
    Siehste, damit stehst du konträr zur "Gesellschaft" ;-) Die braucht stetiges Wachstum zum überleben, also hast du gefälligst alle zwei Jahre was neues zu kaufen und solltest am besten gar keine eigene Musiksammlung mehr besitzen, sonder nur noch Musik abonnieren können und für jedes Hören zu zahlen haben.

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