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Duran Duran endlich auf Deutschland-Tour!!!

Erstellt von darkmavis, 10.03.2005, 01:00 Uhr · 20 Antworten · 3.616 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von waschbaer

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    Nun mal ein persönlicher Erfahrungsbericht zum Konzert in München

    Letzten Mittwoch fuhr ich in die Münchener Olympiahalle, um mir dort Duran Duran anzuschauen. Da ich an diesem Tag noch viel zu tun hatte (inkl. Koffer packen), fuhr ich sehr spät los und wunderte mich, dass ich um 20:20 Uhr noch einen Parkplatz direkt vor der Olympiahalle ergatterte. Sollte ich mich im Tag geirrt haben? Nein, auf dem Ticket stand eindeutig Mittwoch, 15.06.2005, 20:30 Uhr.

    Auch in der Halle herrschte gähnende Leere. Aber dann, oh Schreck: Da kommt bereits Musik aus den Boxen. Das klingt jetzt aber nicht nach Duran Duran. Also, schnell auf den nummerierten Platz und zugehört. Keinen Plan, wer die Band ist, aber es war eh das letzte Lied (und das vor dem Zeitpunkt, der auf dem Ticket aufgedruckt war). Schade eigentlich, denn es klang ganz nett. Ich weiß bis heute nicht, wer die waren.

    Mit meiner Begleitung hatte ich mich gleich in der Olympiahalle getroffen und wir haben sogleich um ein Abendessen in einem Augsburger Lokal nach Wahl gewettet, welches der erste Song des Abends sein würde. Meine Wahl fiel auf Sunrise, hatte ich doch schon die Playlists hier im Internet gesehen. Sandra wettete dagegen und so freue ich mich nun auf ein Abendessen bei meinem Lieblingsgriechen.

    Die Olympiahalle war mit bestenfalls 1500 Zuschauer gefüllt (oder besser gesagt: gähnend leer). Es ist eigentlich sehr schade, denn ich dachte mir, nach der Qualität des aktuellen Albums hätten eigentlich mehr Zuschauer da sein müssen.

    Die ersten drei Songs: (Reach out for the) Sunrise, Hungry like a wolf und Planet Earth waren sehr brav gespielt und die Stimmung war alles andere als kochend.

    Beim vierten Song Union of a snake kam dann ein sehr wirrer Video, welches eher an ein abgestürztes Testbild erinnerte, als an irgendetwas anderes.

    Erst beim fünften Song What happens tomorrow sprach Simon zum ersten Mal das Publikum an. Und schwer verständlich war es auch noch, denn die Anlage war mehr als bescheiden eingestellt.

    Anschließend kam mit I come undone eine schöne Ballade, die allerdings ebenfalls nicht sonderlich gut auf das Publikum übergriff.

    Der nächste Song The reflex hatte wenigstens ein originelles Intro. Im Hintergrund liefen auf vier kleineren Lichtwänden einige wirre Farbvideos, die eher an bewegte Bilder eines Kandinsky erinnerten als sonst an irgendetwas, was mit Simon und seinen Jungs zu tun haben könnte.

    Der anschließende Song Sound of thunder ging dann in den 70er-Disco Kracher I feel love über und hier hatte ich die dumpfe Ahnung, dass dieser Song bislang besser ankam, als alle Duran Duran Lieder.

    Nachdem I feel love von einer Backgroundsängerin gesungen wurde, hatte Simon nun Zeit sich etwas umzuziehen. Ein rotes Sweatshirt (mindestens vier Nummern größer als in den 80ern) und einen Dienstmütze. Dazu liefen im Hintergrund schwarz-weiß-Bilder von feinen Damen in ihren Limousinen. Der Titel dazu The chaffeur. Auf diesen Song hatte ich mich besonders gefreut und er war auch für mich der Höhepunkt des Abends. Für das Publikum aber eher nicht, denn die meistens schienen den Song wohl nicht gekannt zu haben. Meiner Begleitung ging es ähnlich.

    Anschließend kam mit Chains wieder ein Song von der aktuellen Scheibe Astronaut, ehe mit Orinary world und Save a prayer zwei Balladen hintereinander kamen. Bei letzterem spielte Simon auch Akustikgitarre.

    Die Stimmung wurde langsam etwas besser, aber als gut würde ich sie noch nicht wirklich bezeichnen.

    Mit Taste the summer kam wieder ein Song des aktuellen Albums, ehe mit Notorious endlich einmal die Zuschauer in der Arena geschlossen die Arme in der Luft hatten bzw. die Sitzplätze vereinzelt anfingen, aufzustehen.

    Nice - wieder aus dem aktuellen Album, konnte diese Stimmung dann leider nicht afrecht erhalten.

    Dann kam aber der lächerlichste Auftritt des Abends. Careless memories, eigentlich auch einer meiner Lieblingstitel von Duran Duran wurde mit einem Video performt, welches lächerlicher nicht hätte sein können. Im Hintergrund liefen Godzilla, Krieg-der-Welten-Aliens" und weitere Wesen, die die Erde bedrohen und Duran Duran gehen mit ihren Instrumenten dagegen an und stoßen beispielsweise Godzilla Gitarren in den Magen (was mit massenhaft Zeichentrickblut quittiert wird). Damit das noch nicht genug ist, werden dann auch noch mit den Becken die Köpfe der Feinde abgetrennt. Das Ganze noch garniert im japanischen Manga-Zeichentrick-Stil, dem ich eh nicht sonderlich viel (um nicht zu sagen gar nichts) abgewinnen kann. Zumindest die Leute in meiner Nähe fanden dieses Video mehr als lächerlich. Das einzig witzige in dem Video, war das EMI-Gebäude. Je näher Duran Duran an das Gebäude kamen, desto genauer konnte man erkennen, dass EMI die Abkürzung für "Endangered Music Industry" war.

    Das sich anschließende Wild boys war neben Notorious dann auch das einzige Lied, welches ansatzweise Stimmung in die gähnend leere Olympiahalle brachte.

    Die beiden Zugaben Girls on film (mit Anleihen aus Groove is in your heart) und Rio (inkl. Bandvorstellung) waren dann auch ebenfalls brav, um nicht zu sagen fast lieblos "runtergespielt".

    Fazit: Nachdem ich Duran Duran schon einmal 1993 in England gesehen hatte, war meine Messlatte hoch, aber ich wurde enttäuscht. Ich hatte den ganzen Abend über das Gefühl, die Jungs fühlten sich reichlich verarscht, weil die Olympiahalle nicht einmal zu einem Viertel gefüllt war. Ein Umzug in eine kleinere Halle (und da gibt es in München mit der Tonhalle, der Elser-Halle, der Muffathalle und dem Circus Krone mehr als genügend Alternativen) wäre wohl für die Stimmung sinnvoller gewesen.

    Die Playlist umfasste leider nicht alle Phasen von Duran Duran. Besonders vermisst habe ich Is there something I should know", "A view to a kill", "All she wants is", "I don´t want your love", "White lines", und "Electric Barbarella".

    Ich habe in den letzten zwei Jahren einige Konzerte gesehen, die ich nicht als sonderlich umwerfend bezeichnen würde, aber hier in diesem Fall kann ich nur sagen, dass selbst Natasha Beddingfield in München live besser rüberkam. Das liegt sicherlich nicht daran, dass Duran Duran nun auf einmal das Musizieren verlernt hätten, sondern eher daran, dass der Abend in der Olympiahalle defintiv nicht den Nerv des Publikums und der Band fand. Eigentlich schade, denn ich hatte mich auf einen schönen Abend mit massig 80er-Mucke gefreut.

    Die Augsburger Allgemeine hat einen vernichtenden Artikel über das Konzert verfasst. Auf Wunsch kann ich diesen gerne abtippen.


    Einige Bilder aus München:











    War evtl. sonst noch jemand auf dem Münchener Konzert?

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Arneb

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    Scheinen sehr untesrchiedlich drauf zu sein - die Jungs und die Zuschaer.
    Was soll man bei Sitzplätzen auch erwarten.
    In Hamburg waren Band und Publikum ( 3000 Leute ) völlig gut drauf.
    Kritiken waren auch alles gut.

  4. #13
    Benutzerbild von Kirsty

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    Die Vorband hieß Kaylou und kommt aus Dänemark.

    Als absoluter Duran Duran-Hardcore-Fan bin ich auf allen 5 Konzerten gewesen und kann nur bestätigen, dass der Gig in München nicht so dolle war.
    Man hatte irgendwie den Eindruck, dass die Band ihr Programm etwas lieblos herunter gespielt hat. Schade!

    Die Setlist war bei allen Konzerten in etwa gleich. Hier und da wurde mal ein Song ("A View To A Kill" gegen "The Reflex" ausgetauscht.
    Die musikalischen Highlights der Tour waren frü mich "Sound Of Thunder / I Feel Live" und "Notorious", das mit "I Wanna Take You Higher" gemixt wurde.

    Aber ich will auch mal eben kurz was zu den anderen vier Konzerten sagen, die allesamt Open Air-Veranstaltungen waren.

    11.06.2005 - Berlin
    Berlin war gut besucht. Allerdings war der Sound total leise (strenge Auflagen wegen Lärmbelästigung - wie ich später erfuhr), was leider zu Lasten der Stimmung ging. Man hatte den Eindruck, die Fans trauten sich nicht mitzusingen, weil man sonst von Duran Duran gar nichts mehr gehört hätte. Sehr schade!

    13.06.2005 - Hamburg
    Dieses Konzert war in jeder Hinsich super. Perfekter Sound, tolle Location (Stadtparkt], gut besucht und die Band war super gut drauf und hat auch viel mit dem Publikum geredet und Späßchen gemacht. Ein absoluter Hightlight.

    16.06.2005 - Bonn
    Das beste Konzert der Tour. Hier stimmte einfach alles. Tolle Location, fast ausverkauft, tolles Wetter und die Stimmung war einfach überwältigend. Duran Duran sind vom Publikum regelrecht abgefeiert worden. Auch als die Band wegen einer technischen Panne bei "Ordinary World" für einige Minuten die Bühne verlassen mußte, tat das der genialen Stimmung keinen Abbruch.
    Hier stimme einfach alles.

    17.06.2005 - Weilburg
    Dieses Konzert fand im Rahmen des Hessentags statt und war super gut besucht. Als Support-Act war Lisa Stansfield mit dabei, die eine echt peinliche Vorstellung bot - nämlich Vollplayback und das auch noch richtig schlecht. Auch in Weilburg waren Duran Duran super gut drauf und es richtig Spaß gemacht.

  5. #14
    Benutzerbild von waschbaer

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    Arneb postete
    Scheinen sehr untesrchiedlich drauf zu sein - die Jungs und die Zuschaer.
    Was soll man bei Sitzplätzen auch erwarten.
    In Hamburg waren Band und Publikum ( 3000 Leute ) völlig gut drauf.
    Kritiken waren auch alles gut.
    Dort, wo ich die Tickets geordert hatte, gab es keine Arenakarten mehr. Aber dass Duran Duran auch selber unterschiedlich drauf waren zeigen zwei Artikel aus der Augsburger Allgemeinen. Während das Hamburger Konzert eher gelobt wird, wurde das Münchener Konzert mit einem Totalverriss versehen. Wenn ich Zeit habe, dann tippe ich die Artikel mal ab.


    Ich persönlich war vom Münchener Konzert mehr als enttäuscht, vor allem, weil ich weiß, was die Jungs (wollte sagen. die Männer im mittlerweile reiferen Alter) können.

    Kirsty, wie empfandest du das Münchener Konzert im Vergleich zu den anderen Konzerten im deutschsprachigen Raum?

  6. #15
    Benutzerbild von Kirsty

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    @ waschbaer

    Für mich war das Münchner Konzert mit Abstand am schlechtesten von allen fünf Shows.
    Die Halle war viel zu groß. Es sollen ca. 2.500 Zuschauer dagewesen sein.
    Wie voll bzw. leer es war konnte ich leider nicht sehen, weil ich in der 2. Reihe direkt von Andy Taylor gestanden habe. Auch über die Stimmung weiter hinten kann ich nichts sagen, aber vorne ging schon die Post ab.
    Aber die Band wirkte auf mich irgendwie unmotiviert. So als ob sie nicht so wirklich Bock hätte. Die Interaktion mit dem Publikum fehlte völlig.

  7. #16
    Benutzerbild von waschbaer

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    Dann ging es mir ja ähnlich wie dir. Also von den Sitzplätzen (ich habe dann noch versucht in die Arena zu kommen, aber wurde leider zurückgehalten) sah das nicht einmal wie 2500 Personen aus. Es war einfach wirklich gähnende Leere. Und im Vergleich zu 1993 waren sie wirklich unmotiviert bis zum es geht nicht mehr.

    Hier habe ich mal den Artikel aus der Augsburger Allgemeinen über das Münchener Konzert abgetippt.

    Seltsam blutleere Veranstaltung

    Duran Duran enttäuschen in München auf der ganzen Linie


    München

    Duran Duran retten die Welt. Sie meucheln mit spitzen Gitarren und gewalttätigen Bässen die Gegner, befreien die Weilt von Godzilla und hauen die Not leidende Plattenindustrie zu Klump. Allerdings nur in einem lächerlichen Manga-Zeichentrickfilm, der gegen Ende des Konzerts über die Leinwand flimmert. In Wirklichkeit retten sie nicht mal diesen öden Abend in der Münchener Olmypiahalle.

    In Originalbesetzung will die Band noch einmal an ihre großen Erfolge in den 80er-Jahren anknüpfen. doch das lässt die Welt außerhalb eingeschworener Fan-Zirkel kalt. Die Arena ist erbärmlich schwach gefüllt.

    Keine gute Voraussetzung für Stimmungsüberschwang und La-Ola-Wellen. Die Band tut ein übriges, um übermäßige Begeisterung zu vermeiden. Ohne große Ambitionen spielt sie ihren Designer-Pop runter, den der Tontechniker noch dazu extrem lieblos abgemischt hat. Die paar eingestreuten Hits heben die Stimmung nur marginal - eine seltsam blutleere Veranstaltung. Der einzige in der Band, der sich sichtbar abrackert, ist Gitarrist Andy Taylor, der vor seinen Verstärkertürmen rumwackelt. So sieht man ihn wenigstens. Zu hören ist er über weite Strecken sowieso nicht.

    Höhepunktfrei schleppt sich der Auftritt dem Ende entgegen, wo zumindest "Notorious" und "Wild Boys" abgefackelt werden und die schüttere Schar der Fans in Wallung bringen. Dabei ist die Band weder "wild" noch sind die gesetzten Herren Musiker "Boys".

    Duran Duran hatten vielleicht in den 80ern etwas zu sagen mit ihren richtungsweisenden Videos und ihrem romantisch aufgeladenen Pop, der immer wirkte wie eine übergroße Papp-Kulisse. Aber heute taugt das nicht mal mehr für eine ordentliche Nostalgie-Sause. Man hätte im Biergarten vor der Halle sitzen bleiben sollen. (Ronald Hinzpeter).
    Der Bericht ist ja ähnlich meinem Bericht, nur finde ich so manchen Seitenhieb (weder "wild" noch "boys") blöd. Sollen sie aus dem Lied nun einen neuen Hit machen mit dem Titel "Quiet men close to their 50s" oder was? Aber im Großen und Ganzen stimmt es schon, dass der Abend einfach langweilig war.


    @Kathy

    Zur Stimmung kann ich nur sagen, dass ab etwa der fünften Reihe der Stehplätze auch kaum einer mitgeklatscht hatte und bei den Sitzplätzen ich mir da sehr wie eine vom Aussterben bedrohte Tierart vorkam, weil ich überhaupt mitgesungen habe.

  8. #17
    Benutzerbild von Kirsty

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    Hier auch noch positiver Artikel:

    http://www.duranduran.de/forumneu/al...php?pic_id=906

  9. #18
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  10. #19
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    @Kirsty

    Wenn du den Originalartikel aus der Augsburger Allgemeinen haben möchtest, dann kann ich ihn dir gerne schicken. PM an mich genügt.

  11. #20
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Duran Duran endlich auf Deutschland-Tour!!!

    Duran Duran kommen wieder nach München. Dummerweise sind sie am gleichen Tag in München wie Sting. Und für den habe ich schon Tickets.

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