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Ab wann ist ein Schlager ein Schlager ?

Erstellt von SonnyB., 13.06.2004, 13:13 Uhr · 25 Antworten · 5.191 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von röschmich

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    djrene postete
    Schlager isses, wenn mir beim anhören schlecht wird
    Aha, also auch Bohrgeräusche (Zahnarzt)?

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Bounty

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    für mich ist schlager wenns aus dem boxen auf deutsch schnulzt und der schmalz trieft, das man vorsichtshalber n eimer drunter stellen möchte

    allerdings könnte man in diese versuchung auch kommen, wenn man sich so manches englischsprachige, nette popliedchen mal genauer anhört (den text).
    und was Grönemeyer betrifft, würd ich nur die erste LP "Grönemeyer", die wo u.a. "Pompeji" drauf ist, in richtung schlager packen...

  4. #13
    Benutzerbild von falkenberg

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    djrene postete
    Schlager isses, wenn mir beim anhören schlecht wird
    Bounty postete
    für mich ist schlager wenns aus dem boxen auf deutsch schnulzt und der schmalz trieft, das man vorsichtshalber n eimer drunter stellen möchte
    Tja, das ist eben das Problem, wenn eine Musikgattung nur dadurch definiert wird, dass man sie nicht mag. Und genau das führt auch dazu, dass Grönemeyer und Pur und ... (siehe oben) von vielen Leuten nicht zum Schlager gerechnet werden, weil man eben keine Schlager mögen will. Dann nennt es eben deutschsprachigen Pop. Ist ja eh das gleiche (zumindest war es das in den 80ern).

  5. #14
    Benutzerbild von Ruedili

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    Hi !
    Schlager an der Deutschen Sprache festzumachen ist m.E. nicht okay.
    Schaut man sich mal die Zeit an, als in der ZDF Hitparade zu 80 % Songs aus England ins Deutsche übertragen wurden (We don't talk anymore, Japanese Boy, It's a real good feeling u.v.m.) so ist doch auch die Vorlage ein Schlager, in denen neben der logischerweise identischen Akkordfolge und identischem Rhythmus auch noch die Songs alle von "Liebe" handelten.

    Warum der Begriff Schlager negativ besetzt ist, muss eine typisch-deutsche (Un-)Art sein. Denn es gibt ja im Deutschen z.B. Chansons, was ja vermeintlich eher den Franzosen vorbehalten sein müsste.

    Volksmusik :

    Ich tue mich immer schwer damit, die kommerziellste aller deutschsprachigen Musik als Volksmusik zu bezeichnen.

    Volksmusik zeichnet sich i.d.R. dadurch aus, dass bei Komponist und/oder Texter der Begriff Volksweise oder Unbekannt steht, z.B. "Im Frühtau zu Berge".
    Volkstümliche Musik sind Klassiker, die weit vor der Idee von sog. Volksmusiksendungen entstanden sind, z.B. La Montanara oder das Trompeten Echo.
    Das was Stefan Mross und Kollegen veranstalten ist volkstümelnde Musik. Sie gaukelt einen heimatlichen Bezug/Herkunft vor, ist aber eine Massenproduktion, die in Studios aufgenommen werden, die mit Sicherheit auch bei geöffneten Fenstern keine Bergluft an die Sänger kommen lassen.

    So long
    Ruedili

  6. #15
    Benutzerbild von falkenberg

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    Ruedili postete
    Schlager an der Deutschen Sprache festzumachen ist m.E. nicht okay.
    Schaut man sich mal die Zeit an, als in der ZDF Hitparade zu 80 % Songs aus England ins Deutsche übertragen wurden (We don't talk anymore, Japanese Boy, It's a real good feeling u.v.m.) so ist doch auch die Vorlage ein Schlager, in denen neben der logischerweise identischen Akkordfolge und identischem Rhythmus auch noch die Songs alle von "Liebe" handelten.
    Der Begriff "Schlager" ist für englischsprachige Titel nun mal nicht üblich. Das ändert aber nix dran, dass es zwischen diesen englischen Titeln und den damaligen deutschen Schlagern keinen wirklichen Unterschied gibt.

    In dem von Dir genannten Zeitraum waren übrigens nie 80% der Titel Coverversionen. Mehr als ein Drittel ist das in den 80ern nie gewesen, da müsste die ZDF-Hitparade schon sehr unausgewogen ausgesucht haben.

    Ruedili postete
    Ich tue mich immer schwer damit, die kommerziellste aller deutschsprachigen Musik als Volksmusik zu bezeichnen.

    Volksmusik zeichnet sich i.d.R. dadurch aus, dass bei Komponist und/oder Texter der Begriff Volksweise oder Unbekannt steht, z.B. "Im Frühtau zu Berge".
    Volkstümliche Musik sind Klassiker, die weit vor der Idee von sog. Volksmusiksendungen entstanden sind, z.B. La Montanara oder das Trompeten Echo.
    Das was Stefan Mross und Kollegen veranstalten ist volkstümelnde Musik. Sie gaukelt einen heimatlichen Bezug/Herkunft vor, ist aber eine Massenproduktion, die in Studios aufgenommen werden, die mit Sicherheit auch bei geöffneten Fenstern keine Bergluft an die Sänger kommen lassen.
    Was Du meinst, ist auch keine Volksmusik und wird eigentlich auch nicht als solche bezeichnet. Es wird sehr wohl unterschieden zwischen Volksmusik (echte traditionelle Musik, die man nicht unbedingt mögen muss, die man aber auf jeden Fall als ein Teil des Kulturerbes respektieren kann) und volkstümlicher Musik (alles was in einschlägigem Stil zur Rentnerbelustigung produziert wird).

  7. #16
    Benutzerbild von röschmich

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    Ja leider gibt es in D keine Volksmusik, man sagt da lieber Folk oder Weltmusik und das von den Leuten die wirklich Volksmusik machen.
    Da gibt es eine tolle Zeitschrift in Deutschland zu dem Thema: "Der Folker"
    www.folker.de
    Da gibt es auch Beiträge zu Billy Bragg, Subway to Sally und Achim Reichel.

  8. #17
    Engel_07
    Benutzerbild von Engel_07
    falkenberg postete
    Tja, das ist eben das Problem, wenn eine Musikgattung nur dadurch definiert wird, dass man sie nicht mag. Und genau das führt auch dazu, dass Grönemeyer und Pur und ... (siehe oben) von vielen Leuten nicht zum Schlager gerechnet werden, weil man eben keine Schlager mögen will.
    Ich als bekennender Schlagerfan bin ganz froh darum, dass man Grönemeyer und Pur nicht zum Schlager zählt, denn die kann ich absolut nicht leiden! Wobei ich Grönemeyer als Mensch klasse finde, aber die Musik geht leider gar nicht!

    Und nach deiner Definition von Schlager scheint es dann auch zu passen, dass ich Die Ärzte und Die Toten Hosen zu meinen Lieblingsbands zähle!

    Aber jetzt mal ernsthaft: ich glaube, dass ich da doch eher die Ausnahme bin, als jemand, der sowohl Schlager als auch deutschsprachigen Punkrock hört!

    Ich ziehe übrigens keine sprachlichen Grenzen mehr beim Schlager, obwohl mir schon bewusst ist, dass der Begriff an sich ursprünglich nur auf ein deutschsprachiges Phänomen zutrifft!

  9. #18
    Benutzerbild von Ruedili

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    @ Engel 07:

    voll unterstreich !!!

    Ruedili

  10. #19
    Benutzerbild von Mr Raffles

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    Ist Una Paloma Blanca von George Baker nicht auch ein Schlager, obwohl englisch gesungen?

  11. #20
    Benutzerbild von musicola

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    Also ich finde es nicht korrekt, Westernhagen, Grönemeyer, Lage oder Pur
    dem Schlager zuzuordnen.

    Das ist nix anderes als eine Mischung aus Pop & Rock auf deutsch!

    Wenn man sich bspw. den Schlager der 60er bis 80er von Mary Roos, Roland Kaiser, Cindy & Bert, Rex Gildo, Tony Marschall, Roy Black, Andy Borg uswusf
    anschaut, wovon singen die eigentlich?

    Richtig: Liebe, Herzschmerz, heile Welt und Urlaubsstimmung.
    Alle deren Werke haben ausserdem gemeinsam dass sie recht einfach gestrickt daherkommen! Das ist für mich Schlager in Reinkultur!!

    Keiner von denen hat je einen Song mit Inhalten wie Politik, 5ex, Gewalt oder Trauer (über einen Verstorbenen) bzw. Lieder mit gesellschaftskritischen oder ironischen Texten geträllert.

    MM Westernhagen, Herbert Grönemeyer, Klaus Lage, Pur und noch weitere jedoch schon! Sicher bringen die auch Liebeslieder auf ihre Alben, aber allein schon die Arrangements von deren Songs sind gänzlich anders als die eines Andy Borg-Songs zum Beispiel!

    Zu PUR noch soviel: Bei dieser Band scheiden sich die Geister, da sie teilweise mit voller (aber nur kommerzieller) Absicht einen kritischen Text singen (z.B. gegen Gewalt an Kindern/Frauen) nur um gut dazustehen. Auch handeln sehr viele ihrer Songs von der Liebe oder Liebeskummer!
    Hier macht jedoch das Arrangement der Songs den Unterschied zum Schlager!

    Wenn man mich vor die Wahl stellen würde, eine Instrumentalfassung eines Albums von PUR oder von Roland Kaiser anzuhören, würde ich mich immer für PUR entscheiden.

    Und noch etwas:

    Wie ist eigentlich Peter Maffay einzuordnen?

    Der fing mit Schlager an und wechselte irgendwann in den Pop/Rock Bereich und hat darüber hinaus noch ganz andere musikalische Experimente gemacht!

    meine zwei Cent

    musicola

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