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Abba, Modern Talking und die Sache mit den Ohrwürmern

Erstellt von Torsten, 25.11.2002, 15:25 Uhr · 92 Antworten · 7.036 Aufrufe

  1. #31
    Benutzerbild von Torsten

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    @ Irvine:

    Ich finde es ja lobenswert, dass du trotz angeblich fehlenden Interesses zu diesem Thema so viel Einsatz zeigst. Da könnte sich so manch ein MediaMarkt-Verkäufer 'ne dicke Scheibe von abschneiden...

    Dummerweise scheinst du mich aber mit jemandem zu verwechseln, der dich ernst nimmt...
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  2.  
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  3. #32
    Benutzerbild von Imaginary Boy

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    @Torsten
    Die Antwort hat sich aber gewaltig danach angehört, als hättest du dich kräftig ans Bein gepinkelt gefühlt, als ich deine Traumwelt, in der jeder Depp ABBA zumindest ein ganz klitzekleines bißchen gut findet, wohl zum Einsturz gebracht hab.
    Leute, die ich nicht ernst nehme, ignoriere ich einfach. Sollteste auch mal probieren! Um mir und dir dein nächtes Antwortposting, in dem du dann geschrieben hättest: "Aha, Irvine, deinen Reaktionen nach zu urteilen, nimmst du mich anscheinend ernst!" zu ersparen, sei so viel gesagt: ja, ich nehme jeden hier ernst, auch wenn er den noch so abwegigsten Geschmack, da es weder Auswirkungen auf mich hat, noch mich juckt; ich akzeptiere es einfach.
    Threads wie diese hier, die erklären und andere noch überzeugen wollen, warum Modern Talking doch was drauf haben, find daher unnötig wien Kropf. Da redet man sich um Kopf und Kragen und bewirkt am Ende doch nichts; bekommt meistens noch einen verbal auf die Fresse, weil andere es zu Recht nicht verstehen, wie sich jemand erdreisten kann, was positives über den Bohlen und Anders von sich zu geben.

  4. #33
    Benutzerbild von Lutz

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    @Torsten

    Mir ist jetzt für mich noch ein viel besseres Beispiel eingefallen, für das was Du wohl als „gute lala“ bezeichnen würdest: Banaramas „Cruel Summer“

    Wie ich bereits hier schrieb:

    http://www.die-80er-jahre.de/forum/s...genum=lastpage

    „5exy - bringt das Lebensgefühl im wunderbaren, heißen Sommer 1983 auf den Punkt.“

    Es ist für mich der Archetyp von guter Popmusik der Kategorie „leicht“ und „Ohrwurm“ um mal direkt auf das Topic Deines Postings einzugehen...

    Noch kurz zur „Bild“.

    Die Bild mag nicht mehr das Lügenblatt in dem Ausmaß bis Ende der 70er bis in die 80er sein. Aber ihre Art wie nach wie vor die Menschenwürde mit Füßen getreten wird (z.B. Titel: Foto vom hilflosen verwirrten H. Juhnke wie er gerade gefüttert wird – das Foto wurde wohl kaum mit Einverständnis der Angehörigen gemacht und/oder freigegeben) finde ich zum kotzen. Wie würden es wohl die Familie vom Chefredakteur der Bild finden, wenn dieser z.B. nach einem Schlaganfall als sabberndes verwirrtes Wrack auf dem Titel erschiene? Genau – das wird allein schon deshalb natürlich nie passieren...

    Soviel zu dem Thema. – da geht mir halt „Gelassenheit und Humor“ ab.

    warum sollte ich mir für diese halbe Stunde eine Tageszeitung kaufen, die das Doppelte oder Dreifache kostet und die danach sowieso wieder entsorgt wird
    Vielleicht weil man ein Mistblatt mit o.g. Praktiken nicht unterstützen möchte?

    Irgendwie kann ich mich dem Eindruck nicht verwehren das Du den Hang zum Trash hast, Torsten. Wobei ich „Trash“ eigentlich weder bei Modern Talking noch bei der Bild für wirklich treffend halte. Für „Trash“, wo wie ich es verstehe, fehlt letztgenannten der Charme und die Seele.

    Doch wieder zurück zur Mukke:

    ,Also ich würde Scooter als Modern Talking für die 90er sehen. Ein Stück klingt wie das andere und sie sind oberpeinlich. Paßt eigentlich perfekt.

    @Irvine

    und wenn sie diese eben nicht verbreiten, dann isses mir auch Jacke, wie gut oder versiert die Musiker an inhren Instrumenten sind. Wie will man diese Versiertheit überhaupt beurteilen?? Wer kann am schnellsten 17 akkorde hintereinander spielen oder wer rast die Tonleiter am schnellsten runter, oder was? Robert Smith z.B. spielt objektiv gesehen beschissen, alle Jubeljahre bringt er auf nem Konzert mal einen Akkord rüber, der nicht schief ist. Aber gerade das macht das Tolle an ihm aus, denn sowas lässt sich nicht kopieren, ist einzigartig, und niemand wird jemals so ähnlich spielen können.
    *unterschreib*

    Das hatte ich im ähnlichen Kontext schon mal angeführt.

    Und außerdem wehre ich mich vehemnet gegen diese Beschuldigung, jeder würde mal ein belangloses Pop-Liedchen vor sich hin-pfeifen/trällern oder summen: ICH NET!! So hoch sind meine Ansprüche dann doch noch!
    Da würde ich jetzt in Richtung von Torsten argumentieren. Ein belangloses (wäre natürlich zu klären was Du damit genau meinst) Pop-Liedchen zu trällern ist nicht automatisch ein Ausdruck von mangelnden Ansprüchen.
    Gerade die Cure-Pornographie-Phase,

    (auch hier wieder siehe:
    http://www.die-80er-jahre.de/forum/s...genum=lastpage)

    gehört auch zu meinen Favourites. Aber auch Cure mußte sich ja gerade nach dem ungewöhnlich poppigen „Love Cats“, ein Ohrwum par excellence, einiges an abfälligen Kommentaren gefallen lassen. Dabei macht gerade diese erfrischende Wandlungsfähigkeit Cure aus – und genau deshalb gibt’s die Band ja heute noch, btw.

    Joy Divison gehört übrigens auch zu meinen Favoriten...

    Siehe: (gaaanz nach unten scrollen)

    http://www.die-80er-jahre.de/forum/s...863&highlight=


    Lutz

  5. #34
    Benutzerbild von
    Allgemein zur Diskussion über dieses Thema:

    Irvine hat Recht, den Musikgeschmack anderer Menschen, wird man durch solche Threads nicht ändern. Doch obwohl er Recht hat, ist das absolut kein Grund, eine solche Diskussion nicht zu führen. Man könnte es auch positiver "Gedankenaustausch" nennen. Das vergessen nämlich die meisten Leute: Diskussionen sind nicht nur dazu da, anderen Leute seine Meinung "aufzuzwingen", sondern durchaus auch dazu geeignet, sich durch andere Meinungen "befruchten" zu lassen. So sehr ich mich hier auch z. B. schon verbal mit Torsten gekloppt habe und so sehr ich versucht habe ihn von der Richtigkeit meiner Meinung zu überzeugen, so wenig enttäuscht war ich, als das nicht geklappt hat, denn es war die Diskussion trotzdem wert, weil ich dabei gelernt habe, wie andere Leute zu gewissen Themen stehen. Ob man es zugibt oder nicht: Es beeinflusst auf die eine oder andere Weise auch die eigene Meinung und mindestens deren zukünftige Entwicklung. Das macht man für sich im Stillen und schreibt es nicht unter jeden hitzigen Thread drunter. Aber man nimmt es sich an. Alles andere würde bedeuten, dass wir ein Leben lang zu jedem Thema die selbe Meinung behalten. Und das habe ich ehrlich gesagt noch bei niemandem so konsequent beobachten können. Auch die verbohrtesten Sturköpfe entwickeln sich und ihre Meinungen weiter. Warum also diese Diskussion nicht führen, selbst wenn klar ist, dass GAR KEINER seine Meinung dadurch direkt ändern wird? Ist doch egal... Ich sehe das nicht als Zeitverschwendung.

    Zur Wertigkeit von Musik:

    Ich kann und werde es nie verstehen, warum manche Leute bei Titeln bestimmter Bands reflexartig anfangen zu brechen. Oft ist das m. E. nur übertrieben Show, weil einfach nicht sein kann, was nicht sein darf. Ganz so, als müsse man sich selbst nur mit aller Gewalt einreden, das man "diese Art" von Musik nicht nötig habe und nicht brauche, bevor man die eine oder andere Melodie doch mal mitpfeift. Ich kann z. B. selbst einigen Titeln von den hier z. B. absolut verhassten "No Angels" etwas abgewinnen. Klar, das ist ne' Retortenband, Marionetten, die schreiben mittlerweile vielleicht mal ne' Strophe pro CD selbst, diese Sandy ist für mich ne' furchtbar arrogante eingebildete Bratze, die anderen kommen sich auch viel zu toll vor und die Musik kommt vom Fließband. Ich kann sie nicht leiden, basta. Aber deswegen machen sie trotzdem Musik, die ich mir teilweise anhören kann. Das ist auch alles was ich z. B. erwarte wenn ich Radio höre. Auftrag: Spielt mir Musik die ich anhören kann. Da will ich eine Melodie die mich nicht nervt, da will ich Stimmen die mich nicht nerven und keine sonstigen Misstöne die mich aufregen. Wenn da "Still in love with you" oder "Let's go to bed" der o. g. Band dabei ist, bringt mich das nicht auf die Palme, es ist ok. Manchmal bleibt die Melodie sogar hängen, so wie Torsten das etwas weiter oben mit seinem Gothic-Kumpel und Modern Talking beschrieben hat. Selbst das Alison Moyet Cover "All cried out" ist m. E. hörbar und braucht eigentlich nicht zu Empörungsrufen führen. Handwerklich kann ich an dieser Musik nichts aussetzen, sie begleitet mich nicht selten angenehmer, als manche vordergründig mit viel Seele produzierte Musik. Eminem möge hier als Beispiel dienen, der mir absolut auf den Sack geht. Nicht wenige sehen das anders. Aber ok, man kann Musik von Bands wie Atomic Kitten o. ä. Ansammlungen netter Mädels und Jungs seelenlos nennen, wo sollte die Seele auch herkommen. Aber was soll ich sagen: Wenn ich den ganzen Tag im Büro sitze oder hier am PC nebenbei was zur Entspannung laufen habe, ist mir Seele nicht so wichtig, da zählt allein Melodie. Ich glaube, dass das auch die Musik von Modern Talking ausgemacht hat. Das Dieter Bohlen sich hingesetzt hat und all seine Seele in "Geronimos Cadillac" gelegt hat mag ich nicht glauben. Die Musik soll mich begleiten, sie soll mich dabei nicht langweilen oder abstoßen, aber sie muss mich auch nicht in endlose Begeisterung hochschaukeln. Die Sache ist also die: Es gibt verschiedene Anlässe Musik zu hören. Ich würde mir deshalb keine No Angels CD kaufen, mich dann aufs Bett legen und mit schweifendem Blick oder auch geschlossenen Augen ihre Musik in mich aufsaugen um mir nur mit dieser Platte etwas gutes zu tun. Nein, dafür geben sie mir nicht genug. Da lege ich mir lieber die guten alten Smashing Pumpkins oder ähnliche Kaliber rein. Abgesehen von unterschiedlichem Geschmack, dürfte jeder zugeben können, dass das Musik mit Seele ist. Die ist dann zu diesem Anlass auch wichtig. Smashing Pumpkins einfach nur so nebenbei hören fände ich hingegen ziemlich unpassend. Also meine Meinung: Verschiedene Anlässe/Zwecke = verschiedene Eignung von Musik und innerhalb dieser Gruppen unterschiedliche Güte. Daraus ergibt sich natürlich auch eine verschiedene Wertigkeit. Aber es ist eben nicht automatisch so, dass man alles in einen Topf werfen könnte und dann nur nach guter und schlechter Musik unterscheidet. Manche Leute halten es auch dem Autor eines hochwertigen Buches gegenüber für Frevel, wenn sie sein Werk nachts kurz vom Einschlafen zum müde werden missbrauchen würden. Einem gewöhnlichen Serien-Roman gegenüber entwickeln sie diese Hochachtung nicht. Das heisst aber nicht, das dieser Roman automatisch als seelenloser Schund verstoßen werden würde. Er wird dann eben abends im Bett oder auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn gelesen. Auch hier, unterschiedliche Zwecke und unterschiedliche Wertigkeit, aber nicht gleich die Verteuflung des Werkes, das eben etwas weniger aufwändig für das Vergnügen zwischendurch entstanden ist. Erst innerhalb dieser und möglicher weiterer Kategorien ist es eigentlich wirklich fair nach gut und schlecht zu beurteilen und auch das geht eigentlich fast nur für sich persönlich. Natürlich gibt es Härtefälle. Die meisten derzeit aktuellen Cover sind purer Schrott (mein persönlicher Schrottfavorit ist dieses komische Matthias Reim Cover mit der Tülle und dem Hubschrauber im Video). Da ist Zurückhaltung nicht immer leicht... Und trotzdem glaube ich, dass selbst die Fans dieser "Wegwerf-Musik" gar nichtmal behaupten würden, das solche Titel besonders anspruchs- und wertvoll wären. Sie taugen eben einer gewissen Klientel zum Abdancen und wenn man damit irgendwas verbindet und seis auch nur der Spaß letztes Wochenende in der Zappelbude, dann wird so eine Maxi auch schonmal gekauft. Nächsten Monat ist sie natürlich vergessen... was solls! Klar wird die Güte der Charts dadurch in Mitleidenschaft gezogen und die großen Labels stellen sich damit selbst ein Bein, wenn Musik zur Wegwerfware wird, aber auch diese Entwicklung wird sich wie so viele andere irgendwann umkehren, weil der Markt es verlangt und bestimmte Richtungen fallen lässt. Wärs anders würden wir heute noch von EAV, Frank Zander & Co. genervt, die eine ganze Weile auch ihren (m. E. schlechten) Einfluss auf die Musik (zumindest im deutschsprachigen Raum) hatten...

    Was das Thema "Heute kann ja jeder Musik an seinem PC zusammenfriemeln" angeht:

    Die Musik eines Moby könnte sich theoretisch ein großer Teil der Bevölkerung der westlichen Welt irgendwie zusammenfriemeln und doch kann sie es auch nicht... Nur weil es theoretisch möglich ist, kann praktisch eben doch immer nur ein kleiner Teil der Menschen mit verfügbaren Mitteln auch etwas anfangen. Stimmen z. B. waren schon immer vorhanden, jeder konnte darüber verfügen. Trotzdem kann nicht jeder Mensch auf angenehme Art und Weise singen, selbst wenn die Stimme an sich es sogar hergeben sollte. Viele Menschen haben absolut kein Gespür dafür was eine harmonische Melodie ist, da brachte bisher auch eine an sich ausbaufähige Stimme nichts. Das gleiche gilt für die Technik. Wo kein Gespür da ist, kommt auch nichts gutes dabei raus. Und wenn das Gespür da ist, habe ich absolut nichts dagegen, wenn es dazu führt, dass ein Talent, das sonst nicht in der Lage gewesen wäre seine musikalischen Vorstellungen zu verwirklichen, etwas aus seinen Fähigkeiten macht. Das gilt für mich für einige Stücke von Moby, aber auch ähnliches in dieser Richtung (wobei ich nicht alles mag und auch die Typen an sich meistens nicht besonders prickelnd finde...). Und wenn wirklich etwas mieses von einem Nichtskönner mit der Technik produziert wird, dürfte es an sich auch keiner hören. So wie sich niemand freiwillig total schräges und schiefes Gejohle lange antut. Wenn manche Musik dann also trotzdem von vielen gehört wird, scheints eben doch an unterschiedlichen Geschmäckern zu liegen...

    QBert

  6. #35
    Benutzerbild von woody

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    Danke DR.QBert, deswegen schütteln bei mir auch alle Leute mit dem Kopf wenn Sie meine Datenbank sehen und was ich alles höre und alles nicht kenne und haben muß was andere sich anhören:, es kommt nicht drauf an welche Richtung das is , sondern ganz allein gefällt mir oder nich.. so einfach ist das und was andere drüber denken is mir soooooooooooowas von egaaaaaaaal.
    Aber könntest deine Beiträge trotzdem nich auf 1000 Zeichen beschränken, sind immer so elendig lang und das Meiste wurde schon 1000mal erörtert

    Woody

  7. #36
    Benutzerbild von
    woody postete
    Aber könntest deine Beiträge trotzdem nich auf 1000 Zeichen beschränken, sind immer so elendig lang und das Meiste wurde schon 1000mal erörtert
    Ich sags mal so: Es sind meine Beiträge und wie sagtest Du doch so schön: "so einfach ist das und was andere drüber denken is mir soooooooooooowas von egaaaaaaaal". Was ich gesagt und geschrieben haben will, will ich gesagt und geschrieben haben und wer es nicht lesen will, der muss es nicht lesen. Wieviele Absätze ich mache oder wieviele Zeichen meine Beiträge lang sind ist doch nun wirklich meine Sache. Wer gelangweilt ist oder anderweitig mit meinen Beiträgen nicht klarkommt, kann jederzeit aufhören zu lesen. Trotzdem weiter zu lesen und sich dann zu beklagen ist in etwa genau so sinnig, als würde man irgend ein langes Bibel- oder Kriegs-Epos im TV angucken, obwohl man nur auf Mini-Serien steht, und sich anschließend beim Sender beschweren, das es ja sooooooooo langweilig war und ob die nicht nur noch Mini-Serien wie "Hey Dad!" bringen können... Du kannst ja auch dem Metzger Deines Vertrauens mal vorschlagen, nur noch BiFi zu verkaufen, weil Du mit seiner großen Salami nicht klarkommst. ;-)

    Ich würde mich freuen, wenn jetzt mit diesem "Poster-Rassismus" langsam mal Schluss wäre. Das mittlerweile unter jedem meiner und jetzt auch unter Torstens Postings so ein Sprüchlein steht, grenzt langsam an Mobbing und zeugt nicht gerade von Originalität, geschweige denn von Toleranz der Tatsache gegenüber, das es eben doch Leute gibt die gerne mal ein Thema ausführlicher behandeln wollen.

    QBert

  8. #37
    Benutzerbild von Lutz

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    @Qbert

    Ich glaube für Woody ist alles was über "Chat Style" (=zwei Zeilen) hinausgeht eine Doktorarbeit ;->

    Hey Woody, schreib doch mal hier Deine Meinung zum Thema rein, und nöl nicht rum. Vielleicht sogar in mehr als einem Absatz - nur mal um wieder auf das Topic des Thread zu kommen

    scnr

    Lutz

  9. #38
    Benutzerbild von Torsten

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    @ Irvine:

    Aber, aber, entnehme ich deinen Worten da etwa einen Hauch von Kakophonie...?


    @ J.B.:

    "Ich denke, jeder Musikliebhaber bewertet Musik nach anderen Kriterien. Dem einen kommt es auf die Melodie an, der nächste legt Wert auf eine bestimmte Instrumentierung und wieder ein anderer achtet vor allem auf Texte und bewertet Musik sprich Songs dementsprechend."

    Bei meiner Betonung auf die Melodie geht es aber einzig und allein um seichte Pop-Lala, nicht um Musik im Allgemeinen. Und für diese in aller Regel eben völlig anspruchslose Art der Musik (ABBA sind da eine der wenigen Ausnahmen) kann niemand ernsthaft auf Instrumentierung oder Texte Wert legen wollen. Das kann man sich dann eben für die wesentlich gehobenere Variante aufheben - da habe ich dann auch nix dagegen, wenn man da immens kritisch ist und danach seinen Geschmack ausbildet.

    Worum es mir eigentlich geht, hat Heinzelmaennchen in Posting 029 mit fünf einfachen Worten auf den Punkt gebracht: "Missen möchte ich beides nicht..."...


    "Und ich bin der festen Überzeugung, dass man gute und eingängige Melodien, die schnell im Ohr hängen bleiben braucht, um möglichst viele Platten zu verkaufen."

    Nun ging es mir bei der Bedeutung der Melodie nicht unbedingt um die zu erzielenden Verkaufszahlen, aber dieser Punkt ist natürlich auch ein wichtiger Aspekt. Wer als Musiker die feste Absicht hat, sowohl lang- als auch kurzfristig großen Erfolg zu haben, wird um eingängige Melodien kaum herumkommen. Nun kann man sich natürlich trefflich darüber streiten, ob diejenigen, die ihren künstlerischen Wert quasi ausschließlich an Ohrwürmern und Golden Schallplatten messen (so wie Dieter Bohlen), überhaupt noch als Künstler bezeichnen werden können...

    Ich persönlich kann nichts Verwerfliches daran erkennen, wenn jemand Lieder komponieren möchte mit dem Ziel, dass diese sich über viele, viele Jahre in den Köpfen der Menschen festsetzen und über Generationen hinweg gehört werden. Solange solche Titel immer noch dem Geschmack des Musikers selbst entsprechen, ist das doch völlig in Ordnung. Den damit fast zwangsläufig verbundenen kommerziellen Erfolg kann man den entsprechenden Leuten doch nun wirklich nicht vorwerfen - den haben sie sich ja auch verdient, weil sie es schaffen, mit ihren Werken den Menschen deren Alltag ein bisschen zu verschönern. Und ein größeres Kompliment kann es für einen Künstler nach meinem Empfinden doch gar nicht geben...

    Wirklich schlecht wird mir dann aber bei so Leuten wie den Brüllköppen von Scooter, die bei Interviews während eines Video-Drehs noch nicht einmal den Versuch machen zu verhehlen, dass ihnen der "Sinn" ihrer Gaga-Texte selbst nicht klar ist und ihnen das auch am Arsch vorbeigeht. Hauptsache, man knallt unter einen alten Pop-Klassiker einen modernen Beat, und schon hat man die Kohle im Sack.

    Das erinnert mich dann unweigerlich an diese millionenschweren Geschmacksmutanten aus Japan, die mit ihrer Kohle die teuersten Weine der Welt den echten Liebhabern wegschnappen, diese dann zu Hause mit Wasser verpanschen und dann entweder wieder verhökern oder tatsächlich selbst angeblich "genießen"... Da hab ich für die Aufregung der um Qualität bedachten Hersteller und Kenner absolutes Verständnis, obwohl ich selbst für Weine überhaupt nix übrig habe...


    "Sie wollen einfach nur unterhalten werden, von möglichst einfacher und stimmungsvoller Musik! Und die haben sowohl die Beatles, ABBA als auch Modern Talking gemacht."

    Und ich gehöre zu denen, die sowohl einfache und stimmungsvolle Musik "konsumieren", als sich auch gerne mal vor die Anlage setzen (oder einen Kopfhörer aufziehen), um den anspruchsvolleren Werken zu lauschen. Und solange ich das Gefühl habe, dass die Interpreten auch wirklich etwas eigenes geleistet haben - und wenn's nur 'ne eingängige Melodie ist - kann ich zumindest noch objektive Kriterien zur Beurteilung heranziehen. Als schlicht und ergreifend zum Kotzen empfinde ich aber eben solche Zeitgenossen, die für die Bewertung von solchen Dingen eben nur ihren eigenen Geschmack zum Maßstab nehmen und nicht in der Lage sind, bestimmte Leistungen dennoch anzuerkennen.

    So finde ich z. B. die Fußballer Andreas Möller oder Darius Wosz charakterlich zum Kotzen, würde ihnen aber nie ihr sportliches Talent absprechen. Für meinen Geschmack gibt es einfach zu viele Leute, die zu solch differenzierten Urteilen nicht in der Lage sind...


    "Warum hatten die Beatles einen so großen Erfolg??? Weil sie für mich die Erfinder der POP-MUSIK sind! Darum!!!"

    Sie sind nicht nur für dich, sondern eigentlich auch nach ganz objektiven und "offiziellen" Maßstäben die Begründer der Pop-Musik. Ohne die Beatles wäre die Welt der Musik sicher nicht da, wo sie heute ist. Und ohne sie hätte es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ABBA nicht gegeben - auch wenn mir die Musik der vier Schweden immer besser gefallen wird (weil sie die Pop-Musik erstens perfektioniert haben und zweitens der Gesang von Frauen stammt - und das ist in meinen Ohren immer schöner und angenehmer als Männerstimmen).

    Von daher kann man gar nicht hoch genug steigen, um sich tief genug vor den vier Liverpoolern zu verneigen...


    "In diesen Genres fanden all diejenigen eine Nische, die sich abgrenzen wollten oder bestimmte Ansprüche an Musik stellten."

    Genau. Deshalb schrieb ich ja auch, dass der Erfolg von ABBA umso bewunderswerter ist - bei all den konkurrierenden Musikstilen, die in den 70ern entstanden sind, ist ihre Popularität umso höher einzuschätzen.


    "Dazu kommt noch ein weiterer wichtiger Faktor. Die Qualität der Alben!!! Wenn man sich ein ABBA Album anhört, ist es abwechslungsreich und dennoch von vorne bis hinten durchweg gut und eingängig. Ein Indiz dafür, dass es sich also damals gelohnt hat das ganze Album zu kaufen."

    Hmm... Die Qualität der Alben ist für die Pop-Branche auf jeden Fall außerordentlich gut, gar keine Frage. Aber die Alben dürften sowohl damals als auch heute wohl fast ausschließlich die echten ABBA-Fans gekauft haben. Wenn ich mich in meinem Umfeld mal so umschaue - fast jeder hört gerne deren Musik, aber 95 % haben eben auch nur eine der "Best Of"-Compilations...


    "Denn mal ehrlich, Songs wie Brother Louie, Chery Chery Lady, Atlantis Is Calling usw. kennt jeder, aber was ist mit den anderen Songs auf den MT-Alben???"

    Ich wage zu behaupten, dass dieses Phänomen bei ABBA leider nicht anders ist... Selbstverständlich liegen hinsichtlich der Alben-Qualität zwischen ihnen und Modern Talking nicht nur Welten, sondern ganze Galaxien - aber hat die breite Masse das jemals so mitbekommen? Ich befürchte, dass dies leider nicht der Fall ist!


    "Ich wage zu behaupten, dass Modern Talking nicht nur die Erfinder des 'Eine-Melodie-Macht-50-Singlehits-Phänomens' waren, sondern auch die Erfinder der Filler!!!"

    Puuh... Ich vertrete die Ansicht, dass es bei 95 % der auf dem Markt erscheinenden Alben der Normalfall ist, dass sich ein, zwei oder drei Hits darauf finden und der Rest einfach nur belanglose Füllmaterial darstellt. Und zwar schon lange, bevor es Modern Talking gab...

    Zu deiner These, dass sich erst zur Bohlen-Zeit ein verstärktes Kaufinteresse bei Alben entwickelte, kann ich nix sagen - da habe ich noch nie so drauf geachtet. Vielleicht kann ja der eine oder andere hier noch seinen Senf dazugeben...


    "... und ich möchte nicht wissen, wie viele sich nach dem Kauf der MT-Scheiben nur die bekannten Singles angehört haben, weil der Rest der Musik irgendwie langweilig oder, wenn experimentell, nervig waren."

    Ich habe schon häufiger Berichte oder Statistiken gelesen, die aussagten, dass der Anteil derer, die die von ihnen gekauften Alben noch nie komplett durchgehört haben, immens hoch ist. Und dieses Phänomen zieht sich durch sämtliche Jahrzehnte und Genres, nicht erst seit Mitte der 80er und Modern Talking...


    " Sie waren für mich eine der letzten 'Stand-Alone-Gruppen'."

    Naja, Klone von Modern Talking gab es zumindest nach Auskunft von Dieter Bohlen himself ja angeblich unendlich viele. Ob er damit nur seinen eigenen Stellenwert pushen wollte, sei mal dahingestellt - aber allein schon die Jungs von Bad Boys Blue sind ja nun wirklich astreine Trittbrettfahrer der Bohlen-Masche gewesen...
    --
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  10. #39
    Benutzerbild von Torsten

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    @ Heinzelmaennchen:

    "In der aktuellen von R'n'B- und Hip-Hop-Produktionen überfluteten kommerziellen Musiklandschaft nimmt der Rhythmus eine in etwa gleich wichtige Rolle ein wie die Melodie, woran auch der Umstand, wonach einige Tracks aus dem Bereich Refrains mit eingängigen Melodien aufweisen, nichts ändert..."

    Richtig - aber nur aufgrund des Zustandes, den ich bereits angesprochen hatte: Die meisten der heutigen Melodien locken kaum noch jemanden hinterm Ofen hervor. Deshalb muss der Rhythmus für einen kommerziellen Erfolg herhalten - unterstützt durch die in den 90ern entstandene "Spaßgesellschaft", nach deren Motto man quasi jederzeit und überall abfeiern und abtanzen können sollte...

    Interessant hierbei ist aber auch, dass diejenigen Titel aus der R'n'B- oder Hip-Hop-Szene immer besonders erfolgreich sind und das Zeug zum Klassiker haben, wenn sie auch eine eingängige Melodie besitzen. Sehr gute Beispiele hierfür sind das "I Got 5 On It" von Luniz oder "Family Affair" von Mary J. Blige - im Gegensatz zum großen Rest bleiben solche Titel schnell und dauerhaft im Ohr hängen. Und tauchen genau deshalb auch in den Folgejahren fast immer auf entsprechenden Samplern auf!


    "Im Übrigen tut jeder Interpret (...) auch gut daran, sich einige für das kommende Album aufzusparen, anstatt unnötigerweise alle auf dem aktuellen Longplayer zu verbraten und dann, nach Beendigung der Glückssträhne, für den Nachfolger nichts Gescheites mehr zur Hand zu haben und schnurstracks in der One-Hit-Wonder-Hölle zu landen..."

    Interessante These. Könnte mir durchaus auch vorstellen, dass der eine oder andere Musiker das so handhabt - aber ob das tatsächlich weit verbreiteter Usus ist? Dürfte aber wahrscheinlich sehr schwer sein, auf diese Frage eine Antwort zu bekommen.


    "Oftmals dürften es gerade solche Details sein, welche den 'Wert' eines Songs, in kommerzieller wie künstlerischer Hinsicht, ausmachen..."

    In der meistens sehr gelungenen TV-Sendung "Quarks & Co." kam vor einigen Monaten mal eine Folge, in der einige musikalische Phänomene erklärt wurden. Unter anderem wurde auch gezeigt, wie die Anordnung bestimmter Töne, ganz gezielt ausgewählte Klänge und verwendete Instrumente unser Wohlempfinden von Musik beeinflussen.

    Und wie beim Thema Frauengeschmack kann jeder für sich selbst auch gewisse "Schlüsselreize" analysieren, auf die er besonders anspringt. So empfinde ich (und viele andere auch) z. B. den Klang eines Akkordeons als äußerst angenehm; aus dieser Tatsache heraus erklärt sich auch der Erfolg des Dancefloor-/Trance-Klassikers "Hablando" von Ramirez. Das Teil ist eines der monotonsten Disco-Stücke überhaupt, lässt einen aber - vorausgesetzt, man mag diese Art von Musik - kaum noch aus seiner Kralle...


    "Idealerweise (...) sollte man Musik halt einfach zweckgebunden sehen und konsumieren..."

    Hiermit hast du eine der Kernaussagen dieses ganzen Threads formuliert! Genau das war des Sinn von Absatz 10 in Teil 2 meines Eröffnungsthreads - unterschiedliche Arten von Musik sind nun mal auch für unterschiedliche Stimmungen und Zwecke gemacht...


    "In solchen Momenten im Übrigen lässt mich denn auch ein Gedanke an 'richtige' Liebhaber der Mucke, 'Hardcore-Fans', die, begeistert, nur oder überwiegend entsprechendes konsumieren, intensiv am Leben der Acts teilhaben und sich wohl auch der ganzen Marketing-Schiene hingeben, richtiggehend schaudern..."

    So isses! Es lebe die Vielfältigkeit - prost!
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  11. #40
    Benutzerbild von Torsten

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    @ QBert:

    Als mittlerweile selbst geläuterter Fließtext-Terrorist flehe ich dich um Gnade an und bitte dich inständig, in deinen "Doktorarbeiten" zumindest gelegentlich die Absatztaste zu betätigen...

    Oder ist das pure Absicht, um den offensichtlich überforderten woody noch a bisserl zu ärgern...?

    Zu den Postings selber werde ich mich demnächst noch äußern...
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