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Abba, Modern Talking und die Sache mit den Ohrwürmern

Erstellt von Torsten, 25.11.2002, 15:25 Uhr · 92 Antworten · 7.038 Aufrufe

  1. #61
    Benutzerbild von woody

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    @ Torsten @QBert

    wenn die Qualität nicht so wichtig ist, sonder vielmehr wieviel Leute drüber reden, dann is unser IMPI aber auch Kult, zumindest hier

  2.  
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  3. #62
    Benutzerbild von Heinzi

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    woody postete
    wenn die Qualität nicht so wichtig ist, sonder vielmehr wieviel Leute drüber reden, dann is unser IMPI aber auch Kult, zumindest hier
    Gleiches gilt natürlich auch für uns Woody...

    Keiner bringt die Dinge auch nur annähernd vergleichbar effizient auf den Punkt und setzt seine derart stilvoll zur Untermauerung seiner Thesen ein...!

  4. #63
    Benutzerbild von Lutz

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    Torsten postete
    Zum Thema "Kult":

    Grundsätzlich bin ich angesichts der bisher geführten Diskussion zu dem Thema zum größten Teil der gleichen Meinung wie Lutz, und das will innerhalb dieses Threads ja schon was heißen...


    Deine Kultfilmliste kann ich nur unterschreiben:

    BTW: Die neue Enterprise-Serie (mit einer *sehr* scharfen Vulkanierin) kann ich nur empfehlen. Apropos Frauen – aber Du weißt schon worauf ich hinaus will...

    Machwerke wie die "Supernasen" als Kult zu bezeichnen, halte ich nicht nur für gewagt, sondern für völlig absurd. Wann, bitteschön, spricht man über diese Streifen schon, außer man hat gerade mal eine 80er-Show gesehen, die das wieder auffrischt? Die können damals noch so viele Zuschauer ins Kino gelockt haben - heutzutage kräht kein Hahn mehr nach diesem Schmu (womit wir mal wieder beim Thema Langlebigkeit wären)...
    Genau das ist der Punkt! Den Aspekt der Langlebigkeit hätte ich sonst als nächstes angesprochen....

    Wie ich schon vor langer, langer Zeit (da hatten wir noch das alte Forum) in einem Posting geschrieben habe, ist der Begriff "Kult" mittlerweile dermaßen ausgelutscht, dass heutzutage schon jeder halbwegs erfolgreiche Furz mit diesem Wort beschrieben wird.
    Meine Rede!

    Einen Großteil dieser Kriterien hat Lutz in seinem wunderbar ironischen Posting Nummero 052 schon genannt. Für einen Film wie "Pulp Fiction" wären außerdem noch zeitlos-geniale Sätze oder Dialoge zu nennen - und die sind ja bekanntlich gerade in den Tarantino-Streifen absolut göttlich (man denke nur an die Restaurant-Szene am Anfang von "Reservoir Dogs")...
    Jap – die Tarantino-Streifen sind klasse! Pulp Fiction habe ich seinerzeit, sehr passend, in einem abgefuckten Bahnhofskino gesehen. Die Bude hätte aus dem Film stammen können. Man hörte ständig das Gerumpel der U-Bahn von unten. Das war fast schon Force-Feedback Kino

    Lutz

  5. #64
    Benutzerbild von
    @ Torsten und den "Unterschreiber" der Kultfilmliste Lutz

    Die Liste der (eigentlich ja gar nicht real existierenden Gruppe der) "Kultfilme" ist keineswegs überschaubar, da befindet Ihr Euch gewaltig auf dem Holzweg. Zum einen fand hier wiedermal eine wenigstens ignorant zu nennende Fixierung auf das (überwiegend jüngere) Hollywood-Kino statt und zum anderen wurden selbst dabei schätzungsweise zwischen 98 und 99% aller Kultfilme vergessen.

    "Überschaubarkeit" ist manchmal eben auch einfach nur ein Tunnelblick... Übrigens auch im Bezug darauf, das auch andere Länder kultige Filme machen, nur das wir sie nie zu sehen bekommen, da wir mit Kino an sich schon nur Spielberg & Co. verbinden und diese Barriere höchstens von ein paar französischen Krimis, ein paar deutschen Schwulen- oder wenigstens Beziehungskomödien und dem einen oder anderen asiatischen Kloppfilm durchbrechen lassen. Was solls, so ist es nunmal.

    Aber selbst unter dem was wir gemeinhin nur als großes Kino warnehmen, ist noch unzählig viel mehr, das hier mit der Behauptung, die Zahl der Kultfilme sei überschaubar, einfach so unter den Tisch fällt. Irgendwo grenzt das an Anmaßung, sorry.

    Ich schmeiss jetzt einfach mal ein paar Titel in die Runde und hoffe, dass sich niemand die Mühe machen wird, mit mir über einzelne Titel diskutieren zu wollen. Fakt ist, das unter diesen Titeln und noch unzähligen mehr, jede Menge zu finden ist, was nicht wenige als ihren persönlichen, absoluten Kultfilm bezeichnen würden:

    Der Stadtneurotiker
    Taxi Driver
    Flashdance
    Die Vögel
    Der große Diktator
    Halloween
    Cassablanca
    Zurück in die Zukunft
    American Graffiti
    Blade Runner
    From Dusk till Dawn
    Der blaue Engel
    12 Uhr Mittags
    Indiana Jones
    E.T.
    Psycho
    Terminator
    Das Dschungelbuch
    Metropolis
    Apocalypse Now
    Der Himmel über Berlin
    1984
    Einer flog übers Kuckucksnest
    Die Reifeprüfung
    Frühstück bei Tiffany
    Denn sie wissen nicht, was sie tun
    Ben Hur
    Die Feuerzangenbowle
    Der Pate
    Vier Hochzeiten und ein Todesfall
    Der weiße Hai
    Dirty Harry
    Haie der Großstadt
    Kentucky Fried Movie
    Lawrence von Arabien
    Das Schweigen der Lämmer
    Mad Max
    Vom Winde verweht
    Der unsichtbare Dritte
    Ein Fisch namens Wanda
    Der Glöckner von Notre Dame
    Manche mögen's heiß
    Spiel mir das Lied vom Tod
    Forrest Gump
    Jenseits von Afrika
    Der Stoff, aus dem die Helden sind
    Goldfinger
    Die Nacht der lebenden Toten
    Das Boot
    Planet der Affen
    ...
    ...

    Ich will es hierbei mal belassen. Ich bin mir nahezu sicher, dass hier jeder noch den einen oder anderen Kultfilm entdecken konnte und hoffentlich langsam ahnt, dass diese edle, eigentlich gar nicht existierende "Genre" mitnichten überschaubar ist. Auf jeden Fall sollte hier deutlich werden, das es eine ganze Reihe von Filmen gibt, die man zwar vielleicht nicht persönlich als besonders kultig ansieht, denen man aber zugestehen muss, dass durchaus eine ganze Menge Leute das so sehen "dürfen".

    Ich hoffe, dass hier auch deutlich wird, dass Kult auf keinen Fall gleichbedeutend damit sein kann, ob etwas "in aller Munde" ist. Ein Film wie "Die Nacht der lebenden Toten" ist heutzutage wahrscheinlich den wenigsten ein Begriff. Ihn aber ausgerechnet deshalb nicht als Kult zu bezeichnen, spricht aus meiner Sicht mehr für die Ignoranz oder Unwissenheit derer die so etwas sagen würden, als gegen den Film und seinen Platz in der Filmgeschichte.

    Der "Aspekt der Langlebigkeit" und seine Messung daran, wieviele Leute einen Film noch kennen und als Kult bezeichnen würden, ist m. E. genau aus diesem Grund eher zweitrangig. Es geht eigentlich genau um das Gegenteil: Die Vergesslichkeit der Masse und das Hinterherrennen nach dem Zeitgeist, sollte gerade nicht darüber entscheiden was sich Kult nennen darf und was nicht. Wenn man das trotzdem tut, bewegt man sich doch gerade wieder in die Richtung, von der man eigentlich weg will und Kult dürfte sich nur noch nennen, was von den selben Leuten eigentlich abwertend als "Hype" gegeisselt wird.

    QBert

  6. #65
    Benutzerbild von Lutz

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    @Torsten

    Nach meinen Infos geht’s der Bildzeitung nicht soooo gut. Also die 25 Prozent könnten durchaus was ausmachen.

    An dieser Stelle noch mal ein Kompliment an Dich. Modern Talking lädt natürlich geradezu zum „bashing“ ein und ich konnte mich nicht immer zurückhalten. Trotzdem hast Du genug Abstand Dich nicht gleich persönlich angegriffen zu fühlen und stehst einfach zu Deiner Meinung. Klasse.

    Ich denke das bei Modern Talking die Zeit einiges weiter verklären wird. Was meiner Meinung nach nichts an der Qualität ändert. Mal ganz überspitzt gesagt: Am Besten ist immer der „Heldentot“ (wünscht man natürlich niemandem) – dann wird noch mehr verkauft und mehr verklärt.

    Nur mal ein kurzes Beispiel aus dem Motorsport-Bereich: Ayrton Senna. Der wird heute geradezu vergöttert und als großes Vorbild auch gerne Mal gegen den bösen rücksichtslosen Schumi verwand: Unbestritten gehört Senna zu den besten Piloten der F1-Geschichte. Aber wo war denn sein gerühmter Charakter als er sich, mit Absicht wie er später zugab, 1990 in Suzuka bei 250 km/h gegen Alain Prost zum WM-Titel rammte? Oder in Estoril 1988, als er Prost bei 290 km/h gegen die Boxenmauer pushte? Das wissen heute nur noch die wenigsten.

    Wo wir gerade beim Motorsport sind. Den Spiegel führst Du hier als Gegenpart zur BILD an. Ich würde jetzt nicht so weit gehen wie ein Bekannter der meinte der Spiegel sei schlimmer als die Bildzeitung, aber ich war doch sehr verwundert als ich über einen Spiegel-Artikel über den Rennfahrer Nigel Mansell stolperte. In dem Bereich kenne ich mich recht gut aus. Dieser Artikel war tendenziös und vor Halbwahrheiten strotzend – und das ist noch schmeichelhaft formuliert.
    Entweder war der Beitrag nur schlampig recherchiert oder es wurden bewußt Dinge weggelassen, um so ein völlig schiefes Bild durch Unterschlagung von Fakten zu zeichnen. Was nun schlimmer ist sei mal dahingestellt.

    Ok, es ging nur um die Formel 1. Nichts weltbewegendes. Bedenklich würde ich es nur finden wenn der Spiegel an wirklich wichtige Themen, z.B. aus dem Bereich der Innen oder Weltpolitik, mit der gleichen
    Attitüde herangehen würde. Nur das kann ich nicht beurteilen da mir in diesem Bereich einfach zu viele Infos fehlen. Und das macht mich gegenüber dem Spiegel zumindest skeptisch. Es kann natürlich auch sein das besagter Artikel nur ein totaler Ausreißer war...

    Lutz

  7. #66
    Benutzerbild von Torsten

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    @ QBert:

    Thema "Bild-Zeitung":

    Wie gesagt, für die Fortsetzung solcher Grundsatzdiskussionen (wozu auch die annähernd gleiche Thematik aus dem Thread "RTL-Superstar" gehört) sollte man besser einen neuen OT-Thread eröffnen...


    Thema PC-Mucke:

    "(...) die ja war: Jeder hat eine Stimme, aber nicht jeder kann singen = Nur weil jeder Zugang zu PCs hat, kann er noch keine gute Musik machen"

    Na, das war so ja auch nicht meine Aussage. Meine These ist: Weil viele Zugang zu entsprechender Technik haben, können viele ihre Zelte in der derzeitigen Ideen-Wüste aufschlagen. Die Qualität spielt dabei keine Rolle, denn durch ein ausgeklügeltes Marketingkonzept läßt sich momentan ja fast alles verkaufen. Noch nie was es so einfach, aus Scheiße Geld zu machen. Dass diese Blenderei erst dann auffliegt, sobald die alles ermöglichende Technik eliminiert wird, bewies die Abfuhr für Zlatko bei seinem Auftritt im Rahmen der Grand Prix-Vorausscheidung...

    Der entscheidende Unterschied zwischen dem von dir angeführten Beispiel mit den Webdesignern und der Musikbranche ist, dass sich im erstgenannten Bereich relativ zügig eine qualitativ starke Konkurrenz entwickelte, die die Stümper schnell vom Markt drängte. In der Musikbranche ist aber Folgendes zu beobachten: Es gibt auch hier einige mit herausragendem Können, und oftmals setzen sie sich auch in den Charts durch. Sie werden aber von der riesigen Masse an Einheitsbrei zahlenmäßig dermaßen überlagert, dass sie für den kommerziellen Musikmarkt an Bedeutung verlieren (zumindest in den Single-Charts, bei der Sparte Alben sieht das vielleicht anders aus).

    Außerdem fällt mir in den letzten Jahren noch ein anderes Phänomen auf: Bis auf einige wenige Ausnahmen wird die "anspruchsvolle" Musik immer chartsuntauglicher. Sicher macht ein Moby gute Musik, aber sie taugt nicht als nette Hitparaden-Lala, die man auch mal beschwingt mitpfeifen kann. Von solchen Interpreten gibt es einige (z. B. auch die von waschbaer bereits genannten Air), aber diese empfinden nicht selten einen regelrechten Ekel davor, als Kommerz-Mucke verhökert zu werden.

    Das ist dann auch der Grund, warum es mittlerweile kaum noch gute, zeitlose Pop-Lala gibt: Auf der einen Seite steht die von mir kritisierte Billig-Sülze, am anderen Ufer sammeln sich diejenigen Künstler, die sich davon deutlich abheben wollen und deshalb Musik machen, die man sich in der Regel erst mindestens zehnmal anhören muss, um ihr etwas abzugewinnen. Aber dazwischen gibt es fast gar nichts mehr – eben die von mir propagierte seichte, aber langlebige Pop-Mucke, deren Melodien einen über viele Jahre hinweg durch den Alltag begleiten...

    Ob sich dieser aktuelle Zustand wieder zurückentwickeln wird, vermag ich nicht zu sagen. Wünschenswert wäre, dass sich der kommerzielle Musikmarkt in den letzten Jahren wie eine Blase aufgeplustert hat, die hoffentlich irgendwann platzen wird – wie die Entwicklung an der Börse. Außerdem sollte die Gesellschaft doch eigentlich irgendwann mal begreifen, dass Schnelllebigkeit nichts anderes ist als ein Synonym für Hektik – und die war auf Dauer noch nie gesund...
    --
    --

  8. #67
    Benutzerbild von Lutz

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    uuups - das sollte in ein anderes Brett - bitte löschen....

  9. #68
    Benutzerbild von DeeTee

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    @Torsten, Lutz & QBert:

    Ganz ernsthaft: Es ist ein Genuss, Euren Diskussionen zu folgen. Schade, dass ich nicht etwas mehr Zeit habe; so kann ich leider auf dem Niveau und der Beitragslänge nicht miteinsteigen (würde ich aber gerne).

    Weiter so!!!

    Grüße!
    DeeTee

  10. #69
    Benutzerbild von Torsten

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    @ DeeTee:

    "Ganz ernsthaft: Es ist ein Genuss, Euren Diskussionen zu folgen. Schade, dass ich nicht etwas mehr Zeit habe; so kann ich leider auf dem Niveau und der Beitragslänge nicht miteinsteigen (würde ich aber gerne)."

    Du musst ja gar nicht unbedingt Endlostexte verfassen, kurze und knackige Provo-Thesen genügen völlig...
    --
    --

  11. #70
    Benutzerbild von DeeTee

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    Torsten postete
    @ DeeTee:
    Du musst ja gar nicht unbedingt Endlostexte verfassen, kurze und knackige Provo-Thesen genügen völlig...
    --
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    Ja, aber diese kurzen provokanten Thesen müsste ich ja gegen die nachfolgenden "Attacken" auch taktisch geschickt verteidigen. Folglich sollte man sich immer mehrere Argumentationslinien im Voraus festlegen, das Kapitel übers subversive Argumentieren wiederholen und ggf. auch ein paar sokratische Hebammenfragen in Reserve halten. Oder machst Du das anders?

    Grüße!
    DeeTee

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