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Alte Mucke - neue Mucke

Erstellt von Torsten, 21.05.2003, 16:52 Uhr · 19 Antworten · 1.836 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von falkenberg

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    producer postete
    Woher weißt du, daß innerhalb der aktuellen Charts nichts für dich dabei ist? Du nimmst sie doch nicht zur Kenntnis...?!
    Na ja, man wird ja nicht ganz verschont. Es reicht ja schon, bei McDonalds zu essen. Da ist der Hunger aber immer stärker als der beschallungsbedingte Brechreiz. Außerdem gibt es manchmal ja doch brauchbare Sachen.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Torsten

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    @ producer:

    "Was wäre passiert, wenn vor einigen Wochen die BMG eine Single von einem gewissen Alexander Klaws und seinem Schlager "Take me tonight" an die Musikredaktionen der Radiosender geschickt hätte. Ergebnis: Nichts. Man hätte sich wahrscheinlich nicht mal die Mühe gemacht, den Song anzuhören und ihn direkt auf den Schrottstapel geworfen. Aber auch bei einem hartgesottenen Musikredakteur wäre nach spätestens Mitte Refrain die Klappe gefallen. Doch durch den TV-Hype, die ständige Bewerbung und die daraus resultierende Chartplatzierung sind einige Sender nahezu gezwungen, das Teil zu spielen."

    So isses. Markantestes Beispiel für die Tatsache, dass heutzutage oft nicht mehr musikalische Qualität, sondern nur noch der pure Hype darüber entscheidet, wie hoch ein Titel in den Charts klettert, ist für mich der "Flat Beat" von Mr. Oizo - die wohl groteskeste und schlechteste Nummer Eins, die jemals die deutschen Hitlisten getoppt hat. Kein Mensch, der sich diese Ansammlung von Geräuschen - denn als was anderes kann man das ja wohl nicht mehr bezeichnen - ohne Wissen um das damalige Brimborium anhören würde, käme auch nur ansatzweise auf die Idee, hier einem Top-Hit zu lauschen...

    Wobei ich allerdings nicht so blauäugig bin zu übersehen, dass die Menschen schon seit jeher durch die Medien in der Ausbildung ihres Musikgeschmacks und den daraus resultierenden Kaufentscheidungen kräftig beeinflusst wurden. Man denke nur an das Beispiel des eigentlich wunderbaren Love-Songs "I'd Love You To Want Me" von Lobo, das auch kürzlich in der Chart-Show erwähnt wurde. Über ein Jahr lang interessierte sich keine Sau für den Titel, bis er in einer Folge vom "Kommissar" gespielt wurde und so zur Nummer Eins wurde. Und solche Beispiele gibt's noch etliche, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen...

    Hm, wenn man mal genau drüber nachdenkt, kommt man am Ende eigentlich gar zu dem Schluss: Die Charts zeigen nicht, welche Titel die Konsumenten toll finden, sondern nur, was die Verantwortlichen bei den Plattenfirmen und Massenmedien für lukrativ halten. Genauso, wie die täglichen Nachrichten nicht das wirkliche Weltgeschehen abbilden, sondern nur das, was die Medien für wichtig halten. Als Endverbraucher ist man da eigentlich immer der Gelackmeierte bzw. Manipulierte und muss schon einigen Aufwand betreiben, um sich ein realistischeres Weltbild zu verschaffen. Dafür fehlt einem aber leider oft die Zeit, und so schließt sich dieser Kreis wieder... :\


    "Man beschränkte sich darauf, entweder nur die "alten" Künstler auszuschlachten (...)."

    Das ist auch so ein Thema für sich: Mir fällt immer wieder auf, dass auch die älteren und etablierten Künstler in den letzten Jahren nicht mehr in der Lage sind, an die Qualität alter Ohrwürmer anzuknüpfen. Beispiel Elton John, der in der Vergangenheit ja nun wirklich ein paar sehr schöne Beispiele für anspruchslosen, aber dennoch hörenwerten Pop geliefert hat: Sein letzter Song, der mir wirklich im Ohr kleben geblieben ist, war "Sacrifice" - und der ist von 1990. Und auch hier könnte man die Liste endlos fortsetzen... Ich frage mich indes, woran das liegt. Fällt denen einfach nix Gescheites mehr ein, sind sie ausgebrannt (wie Billy Joel, der ganz offen zugab, durch Popmusik nichts mehr zu sagen zu haben) oder stehen sie vielleicht im heutigen Musikgeschäft so unter Druck, dass sie gar keine Zeit mehr bekommen, zeitlos gute Mucke zu komponieren?

    In diesem Zusammenhang fällt mir eine Bemerkung ein, mit der Björn Ulvaeus in der ABBA-Doku "The Winner Takes It All" zitiert wird: "Ein Pop-Texter, ein Pop-Komponist kann nur für eine bestimme Zeit das Auge, das Ohr, die Gedanken der jungen Menschen beschäftigen. Diese Zeit haben wir gehabt. Wenn man es künstlich verlängern will, geht es daneben." Vielleicht ist es tatsächlich das Schicksal von genialen Pop-Künstlern, dass sie irgendwann den Punkt erreichen, an dem sie mit ihrem Latein am Ende sind. Und offenbar gibt es viel zu wenige, die das merken und dann über Jahre hinweg nur noch die personifizierte Peinlichkeit verkörpern - man denke nur an dieRolling Stones. Von daher haben es ABBA - seinerzeit vielleicht sogar ungewollt - genau richtig gemacht: Einen klaren, plötzlichen Schnitt, um dann nie wieder aufzutreten. Dieser Mythos, der ihnen vor einigen Jahren sogar ein Milliarden-Angebot einbrachte, macht sie unsterblicher als alle Künstler zusammen, die nicht begreifen, wann ihre Zeit abgelaufen ist...


    "Abgesehen vom musikalischen Inhalt ist ihr Album in meinen Augen wirklich hervorragend produziert worden. Ob man die Interpreten mag oder nicht ist sicherlich Geschmackssache."

    Um die Personen an sich geht's mir dabei weniger, die sind mir so schnuppe wie irgendwas. Mein Unverständnis bezog sich lediglich auf den Hit-Song. Okay, ich werde demnächst im Blödmarkt mal in das Album reinlauschen - will ja nicht über Sachen lästern, die ich nicht kenne... Aber was verstehst du unter "hervorragend produziert"? Eingängige Melodien? Gute Instrumentierung? Audiophile Klangqualität? Ich kann mir unter "hervorragend produziert" leider nicht so viel vorstellen, das klingt etwas schwammig...


    "Und ob die Songs in den 80ern gefloppt wären, wage ich zu bestreiten. Da ist noch viel größerer Mist in die Charts eingestiegen."

    Einen Eintrag in den Charts bezweifle ich auch nicht - allerdings die Höhe der Platzierung...


    @ falkenberg:

    "Was heute Alexander und No Angels sind, waren halt früher Kylie Minogue und C. C. Catch. Und die letzteren finden hier im Forum durchaus Interesse."

    Richtig, zum Beispiel bei mir. Und deshalb sehe ich vor allem in Bezug auf die Ohrwurmqualitäten - den einzigen Anspruch, den ich an simpel gestrickten Alltags-Pop habe - sogar sehr deutliche Unterschiede. Es ist ja nicht so, dass ich eine grundsätzliche Allergie gegen aktuelle Musik habe - wenn's denn eingängige und peinlichkeitsfreie Produktionen sind... Naja, so richtig wird man solche Vergleiche aber wohl erst in zwei oder drei Jahrzehnten ziehen können, wenn auch die jetzigen Hits als Oldies gelten und sich herauskristallisiert, welche Songs sich den Menschen besonders ins Gedächtnis gebrannt haben...


    @ Engel_07:

    "Für mich persönlich gibt es auch heute noch genug aktuelle Musik (überwiegend aus dem Alternative-Bereich), die ich klasse finde! Diese taucht zwar nicht so oft in den Single-Charts auf und wird somit auch nicht oft im Radio oder im TV gespielt, (...)."

    Da würde mich dann mal interessieren, wie's denn mit den Sachen aus den 80ern (oder noch älteren Titeln) aussieht: Ist da unter den Stücken bzw. Künstlern, die dir gefallen, das Verhältnis von Mainstream- und Alternativ-Mucke das gleiche wie bei aktueller Musik? Oder bist du im Laufe der letzten Jahre mangels populärer Alternativen eben mehr in die Independent-Ecke (nennen's wir mal so) gerutscht? Das könnte ja möglicherweise auch einen gewissen Aufschluss über die Entwicklung in der Pop-Musik geben - es sei denn, der eventuelle "Umschwung" kommt einfach durch einen im Laufe der Zeit veränderten Geschmack und Anspruchsdenken zustande...

  4. #13
    Engel_07
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    Torsten postete
    @ Engel_07:

    "Für mich persönlich gibt es auch heute noch genug aktuelle Musik (überwiegend aus dem Alternative-Bereich), die ich klasse finde! Diese taucht zwar nicht so oft in den Single-Charts auf und wird somit auch nicht oft im Radio oder im TV gespielt, (...)."

    Da würde mich dann mal interessieren, wie's denn mit den Sachen aus den 80ern (oder noch älteren Titeln) aussieht: Ist da unter den Stücken bzw. Künstlern, die dir gefallen, das Verhältnis von Mainstream- und Alternativ-Mucke das gleiche wie bei aktueller Musik? Oder bist du im Laufe der letzten Jahre mangels populärer Alternativen eben mehr in die Independent-Ecke (nennen's wir mal so) gerutscht? Das könnte ja möglicherweise auch einen gewissen Aufschluss über die Entwicklung in der Pop-Musik geben - es sei denn, der eventuelle "Umschwung" kommt einfach durch einen im Laufe der Zeit veränderten Geschmack und Anspruchsdenken zustande...
    Wie bei vielen anderen hier im Forum, wurde die Charts-Musik ab 1985 für mich immer uninteressanter und gleichzeitig wurde ich auf Musik aus der Indie-Ecke aufmerksam (z.B. Phillip Boa)! Anfang der 90er konnte ich Charts-Mucke überhaupt nicht hören und habe mich nur darüber aufgeregt, aber das hat sich wieder etwas gelegt!

    Zwar finde ich die aktuellen Charts größtenteils zum Göbeln, aber ich habe mich dran gewöhnt. Zumindest haben sich im Techno- und House-Bereich die Sounds oft zum Besseren weiterentwickelt. O.K., das mag jetzt für viele ein schwacher Trost sein, aber wenn schon Musik aus dem Computer, dann kann ich diese Art noch am Besten ertragen (allerdings nicht irgendwelche aufgemotzten Cover-Versionen, dass mich da jetzt keiner falsch versteht!). Und Techno konnte ich zu Beginn der 90er überhaupt nicht ab!

    Mein Geschmack war schon immer relativ breit gefächert. Es ist mir eigentlich egal, welcher Stilrichtung ein Song zuzurechnen ist, er muß nur gut gemacht sein und ins Ohr gehen, aber eben nicht aus dem anderen Ohr wieder heraus
    Sicher steigt der Anspruch an neue Musik mit der Zeit, aber vielleicht auch deshalb, weil man schon so viel gehört hat (einschließlich dem, was man selbst als Mist empfunden hat)???

    Hin und wieder gibt es aber doch auch kleine Lichtblicke in den Charts!
    So klettert seit ein paar Wochen langsam aber stetig ein Song die Positionen in den deutschen Top 100 empor, den ich super klasse finde:
    The Frank Popp Ensemble - Hip teens don´t wear blue jeans
    (Titelmelodie von "Rent a Pocher")

  5. #14
    Benutzerbild von producer

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    Torsten postete
    Aber was verstehst du unter "hervorragend produziert"? Eingängige Melodien? Gute Instrumentierung? Audiophile Klangqualität? Ich kann mir unter "hervorragend produziert" leider nicht so viel vorstellen, das klingt etwas schwammig...
    Ok, dann werde ich mal versuchen, das etwas zu präzisieren.
    Letztlich ist es der Produzent, der darüber entscheidet, wie ein Song umgesetzt wird. Es ist seine Aufgabe, aus dem Interpreten, den restlichen Musikern und dem Songmaterial das beste herauszuholen. Völlig egal, ob der Künstler, mit dem man zusammen arbeitet, völlig unbekannt ist oder zufällig Michael Jackson oder Madonna heißt. Sicherlich ist klar, daß Michael Jackson eine ganz bestimmte Vorstellung von einem Song hat, den er aufnehmen möchte. Dann macht man sich zusammen Gedanken über die Instrumentierung, die Geschwindigkeit, die gewünschte "Anmutung" des Songs, die gewünschten Musiker und viele andere Details. Später kommen dann vielleicht noch ein paar Gimmicks dazu - und während der Mischung kann sich der Eindruck, den der Song hinterläßt, durch die Gewichtung der Stimme und Instrumente nochmals ganz erheblich ändern.

    Im Laufe dieser Gespräche ergeben sich oft ganz neue Ideen, die den ursprünglichen Song gelegentlich kaum noch erkennen lassen. Vielleicht wollte ja der Michael anfangs nur zu Percussion und einer Acoustic-Gitarre singen und als Endergebnis hören wir einen Bombastpopsong mit 45 Gesangsspuren, Synthies und einem Kinderchor

    Sicherlich wird nichts veröffentlicht werden, dem Michael nicht zugestimmt hat, aber am Ende ist der Produzent schuld, wenn die Single nicht den gewünschten Erfolg hat. Schießt das Teil aber in die Charts, wird er vielleicht mal lobend erwähnt - grundsätzlich aber steht der Künstler vorn, der einen tollen neuen Song "gemacht" hat.

    Tatu ist ein ebensolches Marketing-Projekt wie die oft gehaßten Superstars, die No Angels oder Brosis. Allerdings machen sie es erheblich geschickter

    Bei Tatu hat man eine ganze Menge mit den Stimmen experimentiert und sie nicht nur sehr aggressiv, sondern auch sehr spitz gemischt. Trotz Gitarrenbombast sind die Songs durchsichtig und klingen nicht nach Billigrock, sondern in meinen Ohren ziemlich wertig. Ansonsten wäre auch die Gefahr viel zu groß gewesen, von den seichten Hitradios nicht gespielt zu werden...


    Abschließend noch kurz eine Anmerkung:
    Produzent von "All the things she said" ist Trevor Horn, der uns wohl allen aus den 80ern bekannt ist und dessen Discografie voll ist mit Projekten und Interpreten, über die wir hier täglich begeistert schreiben. Trevor ist u. a. verantwortlich für die Erfolge von:

    - Yes
    - Buggles
    - Art Of Noise
    - ABC
    - Malcolm McLaren
    - Grace Jones
    - Frankie Goes To Hollywood
    - Propaganda
    - Pet Shop Boys
    - Mike Oldfield
    - Tom Jones
    - Tina Turner
    - Lee Ann Rimes
    - Faith Hill

    und viele mehr.

    Freundliche Grüße
    vom producer

  6. #15
    Benutzerbild von Torsten

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    @ bubu:

    "es ist Zeitverschwendung, sich über eine Pseudo-Hitliste der besten 100 Lieder aller Zeiten Gedanken zu machen (...)."

    Um da mal ein Missverständnis auszuräumen: Um die eigentliche Liste an sich ging es mir auch gar nicht, die kenn' ich ja bis heute nicht. Sollte nur als Erklärung zum Zusammenhang mit den zitierten Leserbriefen dienen. Mir geht es einfach um die dort deutlich werdenden gegensätzlichen Ansichten zum Thema "Neue Mucke - alte Mucke", für die die beiden Zitate als Aufhänger dienen... Dass solche Listen eigentlich nur als Gimmick verstanden werden können, das man nicht allzu ernst nehmen sollte, ist mir denn doch bewusst...


    "Dennoch glaube ich aber schon, dass es heute mehr Mist in den Hitparaden gibt als früher. Dennoch: auch früher gab es schon Mist. Und auch nicht mal wenig. Dass der Mist quantitativ zugenommen hat, liegt meiner Meinung nach in der Big-Brotherisierung unserer Gesellschaft. Jeder Depp kann heute in die Öffentlichkeit, ins Fernsehen, egal wie dumm und untalentiert er ist."

    Sehe ich ganz genauso. In Bezug auf's TV kommt mir da übrigens ein Satz von Oliver Kalkofe in den Sinn: "Längst hat man erkannt, dass das Fernsehen keine elitäre Macht hinter der Flimmerkiste mehr ist, sondern vielmehr die Summe aller Trottel, die sich dort präsentieren." Das trifft genau den Kern des Dilemmas: Ich vermisse mittlerweile wirklich wieder tatsächlich diesen elitären Touch - sowohl im Fernsehen als auch in der Musikbranche. Einfach mal wieder Leute, die wirklich was drauf haben und nicht wie die Witzfigur Daniel Küblböck nur von ihrer "Hauptsache-ich-bin-anders"-Attitüde leben. Back to the roots, sage ich; null Toleranz gegenüber drögem Reality-TV wie "Big Brother", das sowieso nur vom Läster-Potenzial und dem kompensatorischen Effekt lebt, zu sehen, dass andere ein genauso langweiliges Leben führen wie man selbst...


    "Aber man darf da auch nicht nur auf die Medien prügeln - fassen wir uns doch an die eigene Nase. Warum gibt es denn dafür überhaupt eine Nachfrage? Warum gibt es dafür ein Publikum? Warum guckt man denn DSDS, Big Brother, Talkshows, etc? Ich finde, wir alle sind an dieser Entwicklung mit schuldig."

    Leider, ja, leider. Das Perfide an dieser Entwicklung ist ja ihr schleichender Charakter und das damit einhergehende abnehmende Anspruchsdenken. Der Mensch ist und bleibt nun mal ein Gewohnheitstier. Ich für meinen Teil werde immer einen gewissen "Bedarf" an Trash haben, bin aber darauf bedacht, stets einen gewissen "Pegel" zu halten und den ganz großen Mist sofort auszusortieren. Früher hat man sich aufgrund des wesentlich geringeren Schrott-Anteils in den Charts an diesem nicht so sehr gestört (ich jedenfalls nicht) - wenn aber Hitparaden, TV-Programme und die Themen in den Medien nur noch von belanglosem und peinlichem Junk-Food bestimmt werden, läuft einem irgendwann der Eiter aus dem Kleinhirn...


    "Ist das erreicht, dann ist jeder ein Star und dann bin ich selbst zum Star geworden. Interessante Parallele übrigens zu Joseph Beuys Konzept: Jeder Mensch ist ein Künstler. Fällt mir grade so auf. Aber das nur am Rande."

    Für mich ist das schlicht und ergreifend falsch verstandener Liberalismus. "Kunst" kommt für mich immer noch von "Können" und nicht von "Wollen". In diesem Zusammenhang kommt mir noch ein Punkt in den Sinn, den ich kürzlich an anderer Stelle schon erwähnte: Was ich in unserer Gesellschaft am meisten vermisse, ist ein Gefühl für Peinlichkeit. Diese unsäglichen Nachmittagstalkshows oder die Auftritte eines Küblböck kann ich mir gar nicht mehr ansehen, weil mich beim Anblick der sich dort produzierenden Schwachmaten ein geradezu körperliches Unbehagen erfasst. Obwohl ja nicht ich mich selbst, sondern die entsprechenden Personen sich bis auf die Knochen blamieren...

    Dazu kommt dann noch der unsägliche Missbrauch des Wortes "Toleranz". Ich kenne Leute, die mittlerweile fast alles toll finden - Hauptsache, es ist neu und anders. Ein Freund von mir hat dazu eine interessante These, an die ich bisher noch gar nicht gedacht hatte: "Die Leute tolerieren heute deshalb selbst den größten Scheiß, damit im Gegenzug auch jeder Murks, den sie selbst fabrizieren, akzeptiert wird." Und wer klare Ansichten und die Meinung vertritt, dass es auch gewisse Grenzen gibt, gilt als intoleranter Sturkopf, Neidhammel oder Querulant.

    Was von Leuten wie Joseph Beuys aber völlig vergessen wird, ist die Tatsache, dass bei einer "vollständigen Nivellierung des Unterschieds Pöbel und Star" am Ende die große Langeweile entsteht - weil sie die Faszination des Besonderen aus den Augen verlieren. Das erinnert mich an die hartgesottenen Emanzen, die in ihrem völlig übertriebenen Hang zur Gleichmacherei übersehen, dass es eben genau die markanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind, die das ewige, immer wieder spannende Spiel zwischen Mann und Frau so interessant machen.

    Ich möchte jedenfalls nicht in einer Gesellschaft leben, in der der pure Durchschnitt fröhliche Urständ feiert und sich etabliert. Ich will in Charts und TV wieder Ausnahmetalente sehen, die sich dann auch zurecht "Musiker" oder "Moderator" schimpfen - und nicht Heinz Pachulke von nebenan, dem nix zu peinlich ist, um durch kurzweilige Berühmtheit ein paar Euro nebenbei zu verdienen!


    "Aber den Werteverfall und das Ende der Kultur haben schon Generationen vor uns gesehen: Als die Jazzmusik kam, schrien die Bewunderer Klassischer Musik auf. Als der Blues kam, die Jazzfans. Und die Blueshörer belächelten die Rockmusik als offensichtlichen künstlerischen Raubbau. Wir Rockfans verachteten dann den Synthie-Pop (...)."

    Volle Zustimmung. Allerdings geht's hier nicht um die Verteufelung eines bestimmten Genres, sondern um die grundsätzliche Qualität populärer Musik. Das ist schon ein deutlicher Unterschied zu den von dir oben genannten Grabenkämpfen. Und es ist auch unzweifelhaft, dass durch die rasante Entwicklung insbesondere der Kommunikationstechnik unsere Zeit immer schnelllebiger wird (Stichwort "Die neue Zeitlichkeit") und somit auch die Produkte einer solchermaßen geprägten Gesellschaft immer schneller an Wert verlieren. Mir fällt es daher immer schwerer, die Vorteile dieser Entwicklungen zu erkennen und mich an manchen Trend zu gewöhnen. Von daher kann ich deine Frage

    "Ich glaube, es beginnt langsam bei mir. Zumindest in einigen Sachen. Bei dir auch?"

    verdammt gut nachvollziehen - mehr, als mir eigentlich lieb ist. Aber es ist wohl eher normal, dass einem die Anpassungsfähigkeit mit zunehmenden Alter schwerer fällt - und Menschen, die im ständigen Jugendwahn fieberhaft auf progressiv machen, um bloß nicht als altmodisch zu gelten, machen sich in meinen Augen auf Dauer sowieso nur lächerlich...

  7. #16
    Benutzerbild von falkenberg

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    @ Torsten

    Durch die Erweiterung des Themas machst Du es Dir und uns nicht unbedingt leichter. Ursprünglich ging es hier nur um Musik. Natürlich kann man das gerade heute nicht mehr voneinander trennen, wo die optischen Elemente manchmal zu dominieren scheinen. Auch das ist nicht wirklich neu. Fernsehauftritte waren schon in den 70ern wichtiger als Radioeinsätze.

    Vielleicht muss man aber auch berücksichtigen, dass die Akzeptanz der Musik zumindest Anfang der 80er noch viel breiter war. Damals wurden auf NDR2 noch Deutsche Schlager gespielt - heute undenkbar. Der Bruch kam mit den Privatsendern, zuerst im Radio, dann im Fernsehen. Vor dem Auftauchen der privaten Konkurrenten konnten die Radiosender noch zielgruppenübergreifend die Musik auswählen. Durch den Konkurrenzdruck wurde das Angebot dann immer schmalspuriger und zielgruppengerechter. Auch wenn die Zielgruppe der üblichen Radiosender nicht ganz die der Musikindustrie ist. In den 80ern gab es aber die Aufsplittung in Musik für kleine Mädchen (Zielgruppe 10 bis 25 Jahre) und Privatdudelradiohörer (Zielgruppe 20 bis 40 Jahre) noch nicht.

    Um festzustellen, ob die Musik wirklich schlechter geworden ist, hätte man vor 20 - 15 Jahren Jahren Leuten der Jahrgänge 1950 bis 1960 die Frage stellen müssen, ob die Musik schlechter geworden ist. Die Antwort wäre bestimmt überwiegend "Ja" gewesen.

    Zur Musik jenseits der Charts: Die ist wesentlich mehr geworden. Und zwar auf hohem Niveau. Was gab es denn in den 80ern im Bereich EBM/Electro? Wenig. Fing ja grad erst an. Aber die Werke der Anfangszeit werden von einigen Leuten immer noch weitaus höher geschätzt, als das was es heute gibt. Aus Prinzip. Ungeachtet der tatsächlichen Qualität. Da hat sich so viel getan und das Angebot so erweitert, dass einem um die Zukunft des musikalischen Schaffens nicht angst sein muss. Auch wenn es weit abseits der Charts stattfindet.

  8. #17
    Benutzerbild von Topas12

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    @ Torsten

    CC Catch nur Eintagsfliege Die war aber regelmäßig mindestens 3 Jahre in den Charts, da haste aber was verpasst

    Beim NDR gabs auch mal zu 2000 so eine Sache die wurde aber über Monate von den Hörern zusammengestellt Top 1000 oder so, das Heft hab ich noch irgendwo

  9. #18
    Benutzerbild von falkenberg

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    @ Topas12

    Das war von mir, nicht von Torsten. Und dazu stehe ich auch. Was sind schon drei Jahre, wenn es um Jahrzehnte geht? Tatsache ist aber, dass man sich damals über C. C. Catch genauso lustig gemacht hat, wie heute über Alexander. C. C. Catch ist damals im Windschatten von Modern Talking nach oben gekommen und ist von dort bald wieder weggeweht worden. Der Vergleich passt schon. "Eintagsfliege" vielleicht nicht ganz. Es kann ja auch keiner wissen, wie lange wir Alexander ertragen müssen. In Anbetracht des investierten Aufwands befürchte ich, dass auch das eine Weile dauern kann.

  10. #19
    Benutzerbild von Torsten

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    @ producer:

    Danke für die ausführlichen Erläuterungen. Zu t.A.T.u.:

    "Bei Tatu hat man eine ganze Menge mit den Stimmen experimentiert und sie nicht nur sehr aggressiv, sondern auch sehr spitz gemischt. Trotz Gitarrenbombast sind die Songs durchsichtig und klingen nicht nach Billigrock, sondern in meinen Ohren ziemlich wertig. Ansonsten wäre auch die Gefahr viel zu groß gewesen, von den seichten Hitradios nicht gespielt zu werden..."

    "Aggressiv und spitz gemischt"? Ohje, mir schwant Böses... Aber wie gesagt - werde versuchen, mal vorbehaltlos in's Album reinzulauschen...

    Ihren Grand-Prix-Beitrag fand ich allerdings absolut unterirdisch. Dieses merkwürdige Gekrächze und Geschreie hat bei mir jedenfalls nur Kopfschütteln ausgelöst...


    "Produzent von 'All the things she said' ist Trevor Horn, der uns wohl allen aus den 80ern bekannt ist (...)."

    Ja, ist mir bekannt. Und ich schätze den Mann auch wirklich für das, was er in der Vergangenheit geleistet hat. Alte Meriten sind für mich aber bei der Beurteilung aktueller Werke uninteressant – allein schon aufgrund der von mir weiter oben beschriebenen Tatsache, dass auch viele der alten Größen mittlerweile auf'm absteigenden Ast sind...


    @ falkenberg:

    "Durch die Erweiterung des Themas machst Du es Dir und uns nicht unbedingt leichter."

    Mit mir zu diskutieren, war noch nie leicht...

    Im Ernst:

    "Ursprünglich ging es hier nur um Musik."

    Ich weiß, ich habe ein paar Mal sehr weit ausgeholt und bin dabei etwas abgeschweift. Das bringt ein solches Thema aber oft mit sich, weil Musik nunma auch ein sehr markanter Spiegel der Gesellschaft ist. Und meine Ausführungen aus Posting 014 galten ja vornehmlich bubu...

    Hab aber natürlich kein Problem damit, mit dir wieder zur Kerndebatte zu kommen:

    "Vor dem Auftauchen der privaten Konkurrenten konnten die Radiosender noch zielgruppenübergreifend die Musik auswählen. Durch den Konkurrenzdruck wurde das Angebot dann immer schmalspuriger und zielgruppengerechter."

    Ja, diese Ausdifferenzierung ist in der Tat äußerst charakteristisch für den heutigen Musikmarkt. Wenn man mal bedenkt, wie häufig früher der Begriff "Cross-Over" benutzt wurde – mittlerweile habe ich ihn schon seit Jahren nicht mehr gehört, weil das damit Gemeinte heutzutage selbstverständlicher Bestandteil vieler verschiedener Stilarten ist. Fast schon amüsant finde ich, wie z. B. im Musikteil von diversen Hi-Fi-Zeitschriften immer mehr Genre-Begriffe kreiert werden, um dem Kind einen Namen zu geben...

    Ach, da fällt mir was ein: Ich weiß nicht, aus welchem Jahrgang du stammst (ich 1971), aber solltest du ein paar Tage älter sein als ich, kannste mir vielleicht die Frage beantworten, ob die Diskothekenlandschaft eigentlich auch schon vor Ende der 80er so zielgruppenorientiert war oder es damals wesentlich mehr von musikalischen "all-inclusive"-Schuppen gab. Ich tippe darauf, dass dies eher ein Trend aus den 90ern ist...


    "Um festzustellen, ob die Musik wirklich schlechter geworden ist, hätte man vor 20 - 15 Jahren Jahren Leuten der Jahrgänge 1950 bis 1960 die Frage stellen müssen, ob die Musik schlechter geworden ist. Die Antwort wäre bestimmt überwiegend 'Ja' gewesen."

    Solche Fragen sollten eigentlich grundsätzlich nur von Leuten beantwortet werden, die einen recht breit gefächerten Musikgeschmack haben – und zwar nicht nur in stilistischer, sondern auch in zeitlicher Hinsicht. Ich z. B. höre Musik bis hin zu den 50ern und kann in dem für mich entscheidenden Punkt ein recht einheitliches Niveau bis ca. Anfang / Mitte der 90er feststellen: Nämlich die Fähigkeit, schnell ins Ohr gehende Melodien zu kreieren. Genau das ist es ja, was ich an der heutigen Musiklandschaft am meisten vermisse – richtig guten Alltags-Pop, dem man sich eben nicht erst mindestens zehnmal anhören muss, bis man halbwegs Gefallen daran findet (wenn überhaupt)...

    Ein ziemlich deutlicher Beleg für diese meine These ist z. B. der Grand Prix. Vergessen wir für einen Moment mal alle berechtigten Antipathien gegenüber dieser Veranstaltung und konzentrieren uns auf die Qualität der Siegertitel. Früher habe ich von den Übertragungen kaum was mitbekommen – und dennoch blieben einem einige Liedchen dauerhaft im Ohr, manche sind auch heute noch gern gehörte Oldies. Seit ca. 15 Jahren aber kommt da nur noch belangloser Schrott raus, der an Peinlichkeit nicht zu überbieten ist und nach Ausstrahlung der Sendung kaum noch jemanden interessiert. Okay, auch früher waren 90% der dort vorgestellten Songs absolut grottig, aber wenigstens sprangen immer noch ein oder zwei wirklich hörenswerte Titel dabei heraus. Und heute? Vergiss es – da spielt wirklich Not gegen Elend...

    Anders ausgedrückt: Der Relativismus, der in Aussagen wie "Auch früher wurde schon das Ende der Kultur beschrien" zum Tragen kommt, greift meines Erachtens in speziell dieser Debatte nicht. Ohne Zweifel werden auch kommende Generationen immer mit der Bedenkenträgerei der Älteren leben müssen, aber ich sehe hinsichtlich der Qualität von Alltags-Pop irgendwo in den 90ern einen ganz deutlichen Schnitt. Liegt mit Sicherheit auch daran, dass aufgrund der rasanten technischen Entwicklung mittlerweile fast jeder die Möglichkeit hat, einen auf Musiker zu machen und sich dann fatalerweise auch noch für einen solchen hält. Und da wären wir dann wieder bei der von bubu so treffend beschriebenen "vollständigen Nivellierung des Unterschieds Pöbel und Star", die letzten Endes nichts anderes als einen erheblichen Niveauverlust darstellt...


    "Aber die Werke der Anfangszeit werden von einigen Leuten immer noch weitaus höher geschätzt, als das was es heute gibt. Aus Prinzip. Ungeachtet der tatsächlichen Qualität."

    Stimmt, und ich halte diese Form von Snobismus auch für unerträglich. Eine grundsätzliche Geringschätzung aktueller Musik empfinde ich als peinlich und würde mich auch niemals zu einem solchen Pauschalurteil hinreißen lassen. Ich beziehe meine Kritik wirklich – ich wiederhole mich – auf die Qualität von Alltags-Pop. Ich vermisse Liedchen, die ich morgens nach dem Aufstehen und Einschalten des Radios zum ersten Mal höre und die mir dann den ganzen Tag nicht mehr aus'm Kopp gehen. Diese Momente sind in den letzten Jahren verdammt rar geworden, und das finde ich traurig. Man will sich an den alten Hits ja auch nicht tothören...


    "Da hat sich so viel getan und das Angebot so erweitert, dass einem um die Zukunft des musikalischen Schaffens nicht angst sein muss. Auch wenn es weit abseits der Charts stattfindet."

    Wenn du dich tatsächlich an so vielen aktuellen Acts/Produktionen erfreuen kannst, schlägt dir hiermit der blanke Neid meinerseits entgegen. Ich versuche bei einigen Freunden und Bekannten ständig, meinen musikalischen Horizont zu erweitern und mich in moderne Mucke reinzuhören – oft mit deprimierendem Ergebnis. Mir gefällt leider nur das wenigste von dem, was mir dort zu Ohren kommt. Wobei ich oftmals durchaus aus objektiver Sicht heraus sagen kann, dass es sich um wirklich gute Musik handelt – sie ist nur leider nicht mein Fall. Und das, obwohl ich dachte, eigentlich schon einen recht breit gefächerten Geschmack zu haben – von alt bis neu, von Rock bis Techno, von Klassik bis Pop. Vielleicht ist es aber die Vermischung sämtlicher Stilarten, die mir häufig nicht zusagt – müsste ich mal explizit drauf achten...

  11. #20
    Benutzerbild von falkenberg

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    @ Torsten

    Ganz so umfangreich kann ich nun nicht mehr antworten, da vieles schon geschrieben ist.

    Vorneweg zu den Diskotheken: Da frag bitte jemand anders. Ich bin zwar Jahrgang 1967, aber für Diskotheken konnte ich mich noch nie begeistern.

    Deine Kritik am Relativismus ist einerseits durchaus berechtigt. Es geht wohl wirklich abwärts, zumindest was die Charts betrifft. Andererseits ist der Relativismus durchaus angebracht. Es kann nämlich durchaus noch schlimmer kommen. Und das wird es wohl auch.

    Mein letzter Absatz betraf wirklich nur EBM/Electro im weitesten Sinne. Und davon kommt nur sehr selten was im Radio. Insofern wartest Du dort wirklich vergeblich. Und dort gibt es wirklich viele neue Veröffentlichungen. Die werden einem aber selten näher gebracht als in Werbeblättchen der Mailorder. Da ist dann auch Mut zum Risiko gefragt, wenn man etwas nicht kennt. Und der Mut lohnt sich meistens, wenn man nicht gar zu weit geht. Ich bestelle jedenfalls ca. einmal im Quartal quer Beet aus den Neuerscheinungen, die bei Martz angeboten werden. Sachen, von denen ich weiß, was mich erwartet, und andere. Und es gibt wirklich zahlreichende Acts, die erst seit wenigen Jahren dabei sind und wirklich noch begeistern. Solitary Experiments, Cyborg Attack, Midnight Configuration, Matrix, Grendel, NVMPH, Plastic Assault, Cenobita, Klirrfaktor (nur als Beispiele) scheinen aber eher nicht Deinen Geschmack zu treffen.

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