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AUS für Webradios??

Erstellt von Pallas, 19.12.2004, 11:45 Uhr · 15 Antworten · 1.406 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Pallas

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    Diesen Text fand ich jüngst in einem anderen Forum:

    GEMA und GVL töten Internetradios

    Überleben der Internetradios in Deutschland fraglich

    Das Internet hat vieles verändert. Radiomachen ist einfach geworden. Winamp und ein Streaming-Programm reichen um mit Hilfe von P2P-Technologie mit einem kleinen Modem unbegrenzt viele Hörer zu erreichen führte in kurzer Zeit zur Gründung von vielen kleinen, unabhängigen Webradios. Viele davon sind inzwischen organisiert im Radioring.

    Viele der kleinen Sender leisten wirklich gute Arbeit. Programme für Senioren, Behinderte und Schüler gibt es im Internet zu finden. Spartenprogramme Jazz oder Weltmusik begeistern eine noch kleine Anzahl von Hörern mit all den Sachen, die das Dudelfunk-Mainstream-Radio nicht mehr sendet weil tag-täglich die gleichen Hits rotieren.

    Die neuen P2P Internetradio Techniken erlauben es, ohne grossen finanziellen Aufwand ein bürgernahes, interessantes Angebot zu senden.

    Soweit die Theorie - jetzt kommen die Behörden und alles stirbt
    Unkommerzielle, unabhängige Hobbyradios. Das kann doch wohl nicht so einfach sein, dachten sich GEMA und GVL und schlugen zu.

    Die meisten der privaten Internetradios möchten gerne freiwillig für ihr Hobby eine faire Abgabe an GEMA und GVL zahlen. Nach langen und zähen Verhandlungen wurde so zwischen GEMA, GVL und den im Radioring organisierten Sendern vor etwa zwei Jahren ein wirklich bezahlbarer Pauschalbetrag vereinbart. Die Welt schien in Ordung.

    Dann kam die GEMA im Sommer letzen Jahres und verlangte mehr Gebühren, die GVL zog jetzt nach.

    Ab April 2005 plant die GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) einen neuen Tarif und neue Nutzungsbedingungen für Webradios einzuführen.

    Diese neuen Tarife und Nutzungsbedingungen führen zu einer massiven Erhöhung der Kosten eines Webradios. Zahlte ein Sender bislang im Monat 26,75 € an Vergütung an die GVL so werden es ab April 2005 über 350 € pro Monat sein.
    Für 90% der vorhandenen (schätzungsweise über 15.000) Webradios wird das das Ende ihrer Tätigkeit darstellen. Diese Projekte arbeiten werbefrei und ohne finanzielle Unterstützung und werden diese Kosten nicht tragen können.

    Die hohen Kosten sind aber nicht das einzige Problem, hinzu kommen die deutlich verschärften Nutzungsbedingungen.

    So bezahlen Webradios nicht nur für das Senden von urheberrechtlich oder leistungsschutzrechtlich geschützter Musik, sondern sollen jetzt auch für das Speichern derselben in digitaler Form auf dem PC zur Kasse gebeten werden.Zudem werden die Websender verpflichtet, das Aufzeichnen der Sendungen auf den PCs der Hörer zu verhindern.

    Weitere Einschränkungen betreffen die Programmgestaltung und -ankündigung.
    Diese Einschränkungen machen es z.B. unmöglich, sog. "Specials" über eine bestimmte Band zu senden, da nicht mehr als 3 Titel von einem Album oder 4 Titel eines Künstlers oder einer Compilation von Musiktiteln innerhalb von 3 Stunden gesendet werden dürfen.

    Jetzt sollen die Internetradios hier wieder einmal den "schwarzen Peter" für die Fehler der Musikindustrie und Verwertungsgesellschaften in Bezug auf das illegale Kopieren von Musiktiteln im Internet erhalten.

    Die Planungen haben zur Folge, daß die kleinen Sender aufgeben müssen oder "kriminalisiert" werden, wenn sie ohne Lizenzierung weitersenden.
    Es soll also hier eine vielfältige und lebendige Medienlandschaft zerschlagen werden zugunsten der großen kommerziellen Projekte, die der GVL satte Vergütungen liefern ohne die Arbeit, die die vielen kleinen Stationen machen.

    Die Internetradiosender in Deutschland sind durchaus bereit, ihren Anteil an der berechtigten Vergütung der Nutzung von Musiktiteln zu entrichten. Aber dieses muß in einer fairen und angemessenen Weise erfolgen. Ein nichtkommerzielles Programm, das gerade mal 25 Hörer im Schnitt versorgt, kann nicht mit Kosten von 350 Euro pro Monat belastet werden.

    Über den Radioring - Verbund der Internetradiosender wird daher derzeit eine breit angelegte Aktionswelle gegen dieses Vorhaben organisiert. Dabei stehen 2 Dinge im Vordergrund - unsere Verhandlungsbereitschaft, mit den Verwertungsgesellschaften zusammen ein faires und sinnvolles Lizenzierungsmodell zu entwickeln und zu betreiben, aber auch unser Protest gegen diese Planungen, die ein Medium, das gerade erst den Kinderschuhen entsprungen ist, wieder eindämmen. Dies ist ein dramatischer Rückschritt und Verlust für die Medienlandschaft.
    Wir planen hierbei die Einbeziehung von Politik, Medien und der Öffentlichkeit.

    Nicht nur die Sender haben die Folgen zu tragen, auch Unternehmen im Bereich des Streamhostings, Webhostings, Tonstudios und Jingle-Produktionsfirmen sind davon betroffen, wenn das Sendersterben einsetzt.

    Ich bitte alle dieses Thema in Publikationen/Sendungen/Diskussionen zu behandeln, um auch hier die Diskussion anzuregen und zu informieren.

    Mehr Informationen und die Diskussion zu diesem wichtigen Thema für eine demokratische Mediennutzung findet man im Radioring -> www.radioring.de

    Für freie, unabhängige, bezahlbare Webradios!



    Quelle: http://de.indymedia.org/2004/12/101732.shtml

    Sollte das das Ende des Webradios bedeuten??

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von hoodle

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    Vielen Dank für den interessanten Beitrag!

    Ich finde das wieder einmal mehr als typisch. Die Musikindustrie hat den Trend jahrelang verschlafen und ist unfähig zeitnah zu reagieren. Rumjammern heisst hier die Devise.

    Und Gema und GvL sehen sich erstmal alles in Ruhe an, und wenn etwas gut funktioniert dann heisst es: "Das kann doch alles gar nicht legal sein, da hinten ist die Kasse!! Das kostet soviel Gebühren!"

    Ich bekomme gerade wirklich einen dicken Hals, deshalb möchte ich auch gar nicht allzuviel dazu sagen! Die meisten Webradios haben sowieso keine Einnahmen aus den Streams. Ganz im Gegenteil, das ist doch im Regelfall nur ein Hobby bei dem man gnadenlos draufzahlt. Aber wie gesagt, ich sehe das mittlerweile als typisch für deutsches Verhalten.

    Das mit dem Aufnehmen aus Webradios hat dann wohl auch mit diesen Radio-Mitschnitt-Programmen zu tun. Ich komme jetzt gerade nicht auf den richtigen Namen der Dinger. Die gibt es ja für Webradios, aber auch für Radios, die man normal der Sat oder Antenne empfängt. Da hiess es dann auch: "Moment, automatisierte Aufnahmen aus dem Radio? Das kann nicht legal sein. Wir werden gegen die Firmen, die solche Software vertreiben vorgehen!"

    Armes Deutschland. Hätten wir nicht wichtigere Probleme zu lösen?!

  4. #3
    Benutzerbild von 666meng666

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    Es ist sehr sehr traurig in welche Richtung sich unser Land schon seit ein gewissen Zeit entwickelt...

    Aber zum Thema: Ich war selbst einige Jahr als DJ bzw. Moderator tätig. In den letzten beiden Jahren habe ich auch für zwei Webradios ehrenamtlich gearbeitet. Eines davon war eins der führenden Webradios in Deutschland mit durchschnittlich 100 bis 150 Zuhörer. Die Kosten gingen in die 4-stellige Höhe, denn GEMA und GVL ist ja nur ein kleiner Teil, sehr hoch sind ja auch die Traffickosten die entstehen. Hinzu kommen halt auch noch Ausgaben für Werbemassnahmen, Webseitenpflege usw...

    Für mich hat das Medium Radio bereits mit der Einführung der so genannten Formatradios seinen Reiz zu 90 % verloren. Gerade die Webradios konnten diese Lücke auffangen, die die öffentlich-rechtlichen und zahlreichen Privatfunk-Dudelradios quer durch die Republik gerissen haben. Gerade die Webradios können auf spezielle Musikrichtungen eingehen, wie es beim Rundfunk schon lange nicht mehr möglich ist. Wenn dies alles nun schlagartig enden soll, halte ich dies für einen gewaltigen Verlust und einen Schritt in die falsche Richtung. Die Musikindustrie sollte sich mal an die eigene Nase fassen und sich fragen, warum sie solche massive Probleme hat. Aber es ist halt einfacher den schuldigen sonst wo zu suchen als in den eigenen Reihen.
    Aber selbst wenn es so kommen sollte, dass die Webradios in Deutschland vor dem Aus stehen, werden die Hörer halt zu Webradios aus dem Ausland greifen... Und was hat die Musikindustrie dann davon? NICHTS! Keine Promotion mehr für deutsche Produktionen usw... Gute Nacht Germany!!! :-(

  5. #4
    Benutzerbild von DeeTee

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    Es stellt sich die Frage, wann das Durchleiten ausländischer WEB-Radios durch den Provider verboten, gesperrt bzw. kostenpflichtig wird.

    DeeTee

  6. #5
    Benutzerbild von Dr.Music

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    DeeTee postete
    Es stellt sich die Frage, wann das Durchleiten ausländischer WEB-Radios durch den Provider verboten, gesperrt bzw. kostenpflichtig wird.

    DeeTee
    Es wird zwar schwer werden, wenn hier der "Hahn" für bestimmte ausl. Seiten seitens des Gesetzgebers abgedreht wird, aber die Technik macht ja nicht unbedingt an der Grenze halt, zum Glück gibt es ja Proxys. Trotzdem ist das wieder ein Schritt in die falsche Richtung, aber das wird man erst viel zu spät merken.

  7. #6
    Benutzerbild von Castor Troy

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    Was solls,ihr habt noch www.live365.com

  8. #7
    Benutzerbild von DeeTee

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    Aktuelle Heise-Meldung dazu:
    Link: http://www.heise.de/newsticker/meldung/54494

    Manch privater Betreiber von Internetradiostationen dürfte angesichts dieses finanziellen Risikos die Segel streichen, zumal durch die neu hinzugekommenen Nutzungsbedingungen des Tarifes weiteres Ungemach droht. Sie enthalten eine Umsetzung der Standards des umstrittenen Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Danach verpflichtet sich der Betreiber eines Internetradio-Dienstes, technische Maßnahmen zu ergreifen, um das Mitschneiden von Webcasts zu verhindern. Die Tonträgerindustrie, deren Verwertungsrechte durch die GVL gesichert werden, könnte über diesen Weg die Einstellung von freien MP3-Streams zu Gunsten einer DRM-geschützten Variante einfordern.
    DeeTee

  9. #8
    Benutzerbild von DeeTee

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    Und hier auch das ganze etwas ausführlicher:
    Link: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19073/1.html

    Nutzungsbedingungen für das Web-Radio
    Ein Webcaster muss die folgenden Nutzungsbedingungen erfüllen, um eine Webcasting-Lizenz zu erhalten:

    1. Keine Programmvorschau

    Der Webcaster darf keine Programmvorschau oder anderweitige Bekanntmachung veröffentlichen oder deren Veröffentlichung veranlassen, in der die Titel der einzelnen Musikaufnahmen oder der Titel eines Albums, in dem die Musikaufnahmen enthalten sind, bekannt gegeben werden, die Inhalt des Programms sind. Außer zu Illustrationszwecken dürfen die Namen der ausübenden Künstler, die im Programm gespielt werden, nicht im Voraus genannt werden. Dies schließt die Ankündigung nicht aus, dass ein bestimmter Künstler innerhalb eines nicht näher spezifizierten Zeitrahmens im Programm enthalten ist.

    2. Musikprogramm

    Der Webcaster darf innerhalb von drei Stunden seines Programms nicht übertragen:

    (a) mehr als drei verschiedene Titel von einem bestimmten Album, davon nicht mehr als zwei Titel aufeinander folgend; oder

    (b) mehr als vier verschiedene Titel eines bestimmten Künstlers oder einer Compilation von Musiktiteln, davon nicht mehr als drei aufeinander folgend.

    3. Archiv-Programme und Programmschleifen

    Die Übertragung darf nicht Teil sein von:

    (a) einem Archiv-Programm von weniger als fünf Stunden Dauer; oder

    (b) einem Archiv-Programm von fünf oder mehr Stunden, das für einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen angeboten wird; oder

    (c) einer Programmschleife von weniger als drei Stunden Dauer.

    4. Programmwiederholung

    Die Übertragung darf nicht Teil eines als solches erkennbaren Programms sein, in dem Musikaufnahmen in einer vorbestimmten Reihenfolge (außer in Archiv-Programmen und Programmschleifen) übertragen werden, wenn dieses Programm übertragen wird:

    (a) öfter als drei Mal innerhalb eines im Voraus öffentlich bekannt gegeben Zeitraums von zwei Wochen, sofern es sich um ein Programm von weniger als einer Stunde Dauer handelt;

    oder

    (b) öfter als vier Mal innerhalb eines im Voraus öffentlich bekannt gegebenen Zeitraums von zwei Wochen, sofern es sich um ein Programm von einer Stunde Dauer oder länger handelt.

    5. Verbot der Nutzung zu Werbezwecken

    Der Webcaster darf die Musikaufnahmen als solche oder als Bestandteil eines Dienstes, der Übertragungen von Bildern oder Filmen anbietet, nicht in einer Weise übertragen, die geeignet ist, den falschen Eindruck einer Verbindung des Urheber- oder Leistungsschutzrechtsinhabers mit dem Webcaster oder einem bestimmten Produkt oder Dienstleistung, die vom Webcaster beworben wird, zu erwecken. Der Webcaster darf ferner bei der Übertragung nicht den Eindruck erwecken, seine über die reine Übertragung von Musikaufnahmen hinausgehenden Tätigkeiten würden durch den Inhaber der Urheber- und/oder Leistungsschutzrechte (einschließlich des ausübenden Künstlers) gesponsert oder anderweitig unterstützt.

    6. Verhinderung des Scannens und Aufnehmens des Programms

    Sofern es nicht mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist, muss der Webcaster im Markt allgemein erhältliche, effektive technische Maßnahmen einsetzen, die darauf abzielen, zu verhindern, dass:

    (a) der Empfänger der Übertragung oder jede andere Person das Programm des Webcasters allein oder zusammen mit weiteren Übertragungen anderer Webcasters automatisch scannen kann, um so bestimmte Musikaufnahmen aus den Programmen herauszufiltern;

    und

    (b) der Empfänger der Übertragung Vervielfältigungen der Musikaufnahmen herstellen kann (mit Ausnahme technisch bedingter, vorübergehender Vervielfältigungen).

    7. Unterstützung technischer Maßnahmen

    Der Webcaster soll technische Maßnahmen unterstützen, die von Tonträgerherstellern eingesetzt werden, um ihre Musikaufnahmen zu identifizieren und zu schützen, und darf diese nicht stören, sofern diese technischen Maßnahmen von dem Webcaster ohne substanzielle Kosten und ohne spürbare Beeinträchtigung des übertragenen Signals mit übertragen werden können.

    8. Übermittlung von Informationen zur Rechtewahrnehmung

    (a) Der Webcaster soll während, aber nicht vor der Übertragung die folgenden Informationen über die Musikaufnahmen in einer Weise übermitteln, dass diese dem Empfänger auf einer hierfür bestimmten Vorrichtung angezeigt werden: Titel der Musikaufnahme, ggf. Titel des Albums, auf dem der Track enthalten ist, und Name des ausübenden Künstlers.

    (b) Die Übertragung der Musikaufnahmen soll, sofern technisch realisierbar, begleitet werden von der Übermittlung der in den jeweiligen Musikaufnahmen von den Rechteinhabern eingefügten Informationen bezüglich Titel und ausübender Künstler. Diese Verpflichtung gilt unter den in Nr. 6 genannten Voraussetzungen.

    9. Keine Übertragung unautorisierter Musikaufnahmen

    Der Webcaster darf keine unautorisierten Musikaufnahmen übertragen; dazu zählen ohne Ausnahme sog. Bootlegs (unautorisierte Konzertmitschnitte) und Aufnahmen, die im Land, in dem der Webcaster seinen Sitz hat, noch nicht veröffentlicht worden sind. Der Webcaster darf die Musikaufnahmen nicht re-mixen oder in anderer Weise verändern, sodass die übertragenen Musikaufnahmen sich von den Originalaufnahmen unterscheiden.

    10. Automatische Senderwechsel und personalisierte Programme

    Der Webcaster darf keine Vorrichtungen unterstützen, die das automatische Springen von einem Programm-Kanal zum anderen ermöglichen. Er soll ferner keine Skip-Funktionen zum Überspringen einzelner Titel, Pause- oder "Rückspul"-Tasten in sein Angebot aufnehmen. Gleiches gilt für sämtliche Funktionen, die es dem Empfänger ermöglichen, ein personalisiertes Programm (z.B. im Hinblick auf das Angebot bestimmter Künstler oder Alben) zu erstellen.

    11. Bewahren der Integrität von Werken und Darbietungen

    Der Webcaster soll beim Gebrauch der Musikaufnahmen die Persönlichkeitsrechte der Urheber und ausübenden Künstler wahren. Er hat insbesondere jede Entstellung oder andere Beeinträchtigung zu unterlassen, die das Ansehen und den Ruf dieser Personen gefährden könnte. Dies gilt gerade auch bei der Verbindung von Musikaufnahmen mit Bildern oder Filmen.



    DA KANN MAN DOCH GAR NICHT SOVIEL FRESSEN WIE MAN KOTZEN MÖCHTE!

    DeeTee

  10. #9
    Benutzerbild von Babooshka

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    Ich weiß nicht, früher haben wir doch auch dauernd vorm Radio gehangen, um unsere Lieblingslieder auf Cassette mitzuschneiden. Früher haben wir uns untereinander Platten ausgeliehen, um sie auf Cassette aufzunehmen. Manchmal haben wir auch eine Platte auf Cassette aufgenommen, um sie anschließend im Auto zu hören, ja bisweilen haben wir die Platte auch weiterveräußert und die Cassette nicht anschließend zerstört. Niemals wurde da so ein Tamtam drum gemacht! Warum denn dann jetzt? Nur weil's jetzt digital und somit qualitativ besser ist? Weil man jetzt nicht nur zwei bis drei anständige Lokalradios mit festen Sendungen in der Woche hört, sondern einem eine ganze Palette an Webradios zur Verfügung steht und man sich sein Radioprogramm somit nach seinen Wünschen gestalten kann? Oder ist es diese panische Angst, jeder Hörer, der Lieder aus Webradios rippt, würde CDs daraus basteln und diese dann als "tolle Sampler" bei ebay einstellen? Jeder Besitzer einer normal gekauften CD würde nichts anderes zu tun haben als diese umgehend mehrfach zu kopieren und unter die wartende Menge zu verkaufen?

    Ich versteh's nicht. Ich versteh's echt nicht... irgendwann kommt eine Zeit, da pfeife ich auf der Straße unschuldig La Paloma vor mich hin und schon steht die GEMA vor mir und will Gebühren dafür kassieren, weil ich eine öffentliche Vorstellung geboten habe...

  11. #10
    Benutzerbild von Dr.Music

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    Babooshka postete
    Ich weiß nicht, früher haben wir doch auch dauernd vorm Radio gehangen, um unsere Lieblingslieder auf Cassette mitzuschneiden. Früher haben wir uns untereinander Platten ausgeliehen, um sie auf Cassette aufzunehmen.
    Da gab es aber mit jeder Generation einen deutlichen Qualitätsverlust. Der Musikindustrie ist im digitalen Webzeitalter das kostenlose, verlustfreie digitale Kopieren oder "beschaffen" von der Ware Musik ein Dorn im Auge.
    Man schwört immer noch auf den Tonträger CD als Medium, oder auf den Verkauf der Musik losgelöst vom Medium - dann aber nur für einen bestimmten Konsumzeitraum und ohne Recht, die Musik zu vervielfältigen. In Zukunft erwirbt man dort, so stellt man sich das vor, also mit dem Kauf eines Titels lediglich das Recht, die georderte Musik z.B. 50 mal anzuhören und man erwirbt nicht den Musiktitel mit Medium.
    Da die Umsatzzahlen (aufgrund vieler eigener Fehler der industrie, auf die schon oft eingegangen worden ist und die ich hier nicht erneut zur Diskussion stellen möchte) immer mehr zurückgehen, versucht man nun das, was man selbst verbockt hat und nicht mehr geregelt bekommt, mit Politik und Gesetzen zu ereichen und das "Beschaffen" von kostenloswer Musik so schwer wie möglich zu machen, um wieder selbst das Produkt "Musik" verkaufen zu können. Nachdem jetzt die ersten Urteile gegen Tauschbörsennutzer gefällt worden sind, macht man jetzt Jagd auf die Webradios, die es einem durch Scannertools ja sehr leicht ermöglichen, ganz gezielt Titel herauszufiltern und diese in guter Qualität herunterzuladen. Das damit ein weiteres Stück Kultur zerstört wird, ist da zweitrangig.
    Nun, es wird aber selbst bei ausl. Domain- oder Serversperren für deutsche User seitens der Provider über Proxys weiter möglich sein, sich seine Musik zu beschaffen.
    Warten wir mal ab, wie sich das Ganze entwickelt.

    Dr.Music

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