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Black Music auf dem Vormarsch

Erstellt von plattenboss, 09.10.2003, 16:56 Uhr · 13 Antworten · 1.332 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Es gibt auch Rap-Songs, die ich richtig gut finde, z. B. "California Love" von 2Pac (1996). Der Song "rockt" RICHTIG.

    Aber wie gesagt: Das ist/war Rap und HipHop.

    "R´n´B" und "Soul" dagegen (softe Arrangements, leieriger Gesang) wie Destinies Child, Craig David oder R. Kelly) ist doch eine ganz andere Sparte! Und diese Musik finde ich fast immer bescheiden.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von compagnies

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    Hi Airguitar, was Du beschrieben hast, würde ich als R & B durchgehen lassen und es R & B Pop nennen, aber mit Soul hat das nichts zu tun. Es gibt auch durchaus Rapsongs, die ich gut finde, aber die sind meistens älter ("Oldskool" ist wohl gerade in allen Sparten sehr populär). Auch verstehe ich, das Eminem - mag man/frau seine Musik (und vor allem die Texte) finden, wie es beliebt - ein Stück weit Lebensgefühl der jungen Amerikaner (erfolgreich ist er ja auf der ganzen Welt) ausdrückt.

  4. #13
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    Tja. Das Zeichen dafür, daß es immer weniger Songs von Stars a la
    Michael Jackson, Elton John, Bryan Adams, Phil Collins, Rod Stewart, Celine Dion, Tina Turner gibt. Solche Kaliber sind wie ne Tierart, nämlich vom Austerben bedroht.

    Die Musik aus den USA mag ich seit Jahren überhaupt nicht hören.
    Es hört sich halt vieles wie Leierkastenmusik an.
    Die Rettung für den deutschen Musikmarkt ist dieses jedenfalls bestimmt
    nicht !

    Bei uns werden im letzten halben Jahr in gewissen Abständen sogar ganze Themenabende
    in den Discotheken der "Black Music" gewidmet. Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar
    wie man da ein Programm für ne ganze Disconacht zusammenstellen will. Gääähn.
    Dat iss halt nich mehr meine Welt

  5. #14
    Benutzerbild von plattenboss

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    208
    Ich bin jetzt eigentlich zu faul um noch das nochmals nachzulesen, aber ich versuch´s mal aus dem Gedächnis und ich lasse mich gerne korrigieren. Es ist stark vereinfacht dargestellt!

    Ursprung war der Blues. Den hatten die Sklaven auf den amerikanischen Baumwollfeldern entwickelt. Er war geprägt von ihrer afrikanischen Herkunft.

    Daraus entwickelte sich der Rhythm & Blues (R & B) und der Jazz.
    Aus dem R´n B erwuchsen dann Spielarten wie Soul oder aber auch der Rock `n Roll.

    Aus dem Rock ´n Roll (angeblich ein anderer Begriff für Geschlechtsverkehr)stammen alle Spielarten des heutigen Rock. Elvis war deswegen so revolutionär weil er als Weisser "schwarze Musik" spielte. Das Publikum war geschockt und fasziniert.

    Soul zu definieren ist nicht so einfach. Im Ursprung war Soul eher die Musik von z.B. Sam & Dave - http://www.history-of-rock.com/sam_and_dave.htm. Wer sich z.B. den Soundtrack des Bluesbrother Films anhört bekommt einen schönen Querschnitt von Soul und Rhythm & Blues. Später wurde der Soul weichgespült und kommerzieller "blue eyed soul" wie z.B. Barry White oder der legendäre Phillysound http://www.planbe.com/soul/phillysound.html.

    Das Motown-Label http://www.motown.com und das Stax Label http://news.bbc.co.uk/1/hi/entertain...ic/2528977.stm war dem Soul vielleicht noch am längsten treu geblieben. Einer der größten Soulsänger war Marvin Gaye http://www.soulwalking.co.uk/Marvin%20Gaye.html. Am lebendigsten ist der Soul heutzutage im Norden von England. Jedes Wochende tanzen Tausende auf Northern Soul Parties. Ein populärer Soul DJ hat später als Sänger eine internationale Karriere gestartet: Mick Hucknall http://www.simplyred.com

    Auf Jamaica wurde aus dem Soul erst der Ska, später Reggae, heute Dancehall.

    Die bemerkenswerte Entwicklung auf Jamaica war deswegen so wichtig, da nach der Theorie aus dem dortigem "Toasting" http://web4.hamburg066.server4free.de/news_index8.html
    der Rap entstand. Hip Hop ist übrigens keine Musik, sondern ein Lifestyle (Graffities, Breakdance usw.). Rap ist also ein Teil der Hip Hop Kultur. Ein enormer Einfluß darauf kam übrigens aus Deutschland KRAFTWERK wurde als zutiefst "schwarze" Musik empfunden http://www.wikipedia.org/wiki/Planet_Rock

    Nach diesem kleinen Exkurs komme ich nochmals auf die Frage zurück was "schwarze" Musik eigentlich ist. Wenn man der o.g. Entwicklung folgt ist eigentlich alles was heute in den Charts ist "schwarzen" Ursprungs. Das führt allerdings zu nichts, also sagte die Musikindustrie in den USA das blackmusic das ist was Afro-Amerikaner hören. Eine im Grunde genommen sehr rassistische Einstellung und in der Tat gab es bis vor wenigen Jahren in den großen Plattenfirmen ein white und ein black A&R Department. Das hatte aber auch ganz praktische Gründe, da der weissen Musik die wichtigen Collegeradios als Promotionvehikel nahezu exklusiv zur Verfügung standen und den "Schwarzen" die Clubs. Zum ersten Mal kam das Ganze in´s Wanken als die Beastie Boys oder auch Living Colour dem System zuwiderliefen.

    Lässt man den rassistischen Gedanken beseite; so ist Eminem heute per Definition "schwarze" Musik und auch alle Rap Styles, hinzukommt das was man heute als R´n B bezeichnet, der Soul wie z.B. von R. Kelly und natürlich Reggae und Dancehall.

    Man kommt mit der Hautfarbe der Interpreten nicht weiter, wenn man von "schwarzer" oder "black" Musik spricht. Man sollte Musik hören und nicht sehen.

    Selbst auf die Gefahr hin das einige hier gar nicht damit einverstanden sind: Die Backstreet Boys und N´Sync haben sich enorm bei Motown bedient und wäre demnach "Black". Gleiches gilt für Justin Timberlake u.a.

    Wem das noch nicht weit genug geht: Faithless sind für mich moderner, elektronischer Soul.

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