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Das musikalische Vorstellungsgespräch

Erstellt von Torsten, 24.03.2002, 20:16 Uhr · 10 Antworten · 3.591 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Torsten

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    Vor einiger Zeit hat hoodle ja einen Thread namens "Vorstellungsgespräch" ins Leben gerufen, durch den man interessante Details einiger der üblichen Verdächtigen aus diesem Forum erfahren konnte. Da das Thema Musik uns hier offensichtlich am meisten verbindet (wie die zahlreichen Beiträge des "80er-Pop"-Boards belegen), würde mich interessieren, wie ihr musikalisch so "drauf" seid. Wie sind z. B. eure Hörgewohnheiten - hört ihr oft Musik, wenn ja, in welcher Form und wie laut? Wie groß ist eure CD- oder Plattensammlung, welche Stile mögt ihr am liebsten? Was könnt ihr gar nicht leiden? Welche Bedeutung hat Musik generell für euch? Seid ihr mehr CD- oder Vinylanhänger - oder beides? Über was für eine Anlage genießt ihr eure Lieblingsscheiben? Schreibt doch mal, was bei euch so "abgeht"...

    Und natürlich mache ich selbst ersma den Anfang:

    Musik ist in meiner Wohnung eigentlich ständig zu hören – es sei denn, es läuft der Fernseher. Egal, ob ich gerade am PC sitze, meine Hemden bügle (jawohl, das kann ich – bin schließlich Single...) oder Essen koche – irgendwelche Klänge flirren immer durch die Räume. Obwohl ich mitten in der Stadt in einem Mehrfamilienhaus wohne, kann ich die Anlage quasi nach Belieben aufdrehen – zu meinen Nachbarn sage ich jetzt besser mal nix. Früher habe ich auch grundsätzlich nach der Grönemeyer-Maxime gehandelt („Musik nur, wenn sie laut ist“), mittlerweile habe ich eingesehen, dass ich auf meine Ohren doch a bisserl mehr Rücksicht nehmen sollte. Wie man an meiner E-Mail-Adresse erkennen kann (Basshead@gmx.de), bin ich ein kleiner Bassfetischist, allerdings nicht so ein prolliger Wummer-Bollo, sondern ein Fan der sauberen und gepflegten Tieffrequenzen. Obwohl sich auch das in letzter Zeit deutlich gelegt hat – mittlerweile achte ich schon mehr auf schöne und faszinierende Stimmen, vor allem bei weiblichen Interpreten. Insbesondere für solche Gänsehaut-Aufnahmen habe ich mir vor kurzem einen teuren Sennheiser-Kopfhörer zugelegt – die Klangqualität, die man mit einem solchen Gerät genießen kann, könnten einem nur Lautsprecher ab mehreren Tausend Euro aufwärts bieten. Und da ich finanziell derzeit nicht gerade auf Rosen gebettet bin (habe gerade eine Umschulung hinter mir), muss ich also noch einige Zeit mit meinem kleinen Harman-Kardon-Verstärker und den zwar schalldruckfesten, aber klanglich armseligen Bose-Lautsprechern vorlieb nehmen – obwohl die Teile schon gut zehn Jahre alt sind. Naja, und dann besitze ich noch zwei CD-Spieler: einen Sony von 1995, der mehr ein Computer als ein CD-Player ist (durch die unzähligen und teilweise völlig abstrusen Funktionen blick ich schon gar nicht mehr durch ) und einen Philips von 1988 – der mir mittlerweile echt ans Herz gewachsen ist. Jedenfalls hätte er eine Menge zu erzählen, wenn er sprechen könnte... Und da ich keinen PC-Brenner besitze, habe ich mir vor 1½ Jahren einen HiFi-CD-Recorder gegönnt, der mir bisher sehr gute Dienste geleistet hat...
    Da ich bisher auch ein reiner CD-Freak bin, besitze ich keinen Plattenspieler. Wahrscheinlich werde ich mir irgendwann mal einen gescheiten Vinyldreher zulegen, denn viele alte Aufnahmen werden wahrscheinlich nie in digitaler Qualität veröffentlicht werden. Als ich 1988 mit dem CD-Sammeln angefangen habe (meine erste CD war die „Hits Of The World 1978 / 1979“ – damals war gerade das 70er-Revival angesagt...), lautete mein Motto: „Ab jetzt möchte ich alles, was mir gefällt, auf CD in meinem Regal stehen haben!“. Bis heute hat sich daran nix geändert, nur dass man durch den Segen der Technik mittlerweile nicht immer alles teuer bezahlen muss... So haben sich im Laufe der Jahre ca. 1.400 CD-Titel angesammelt, davon allerdings mehr als die Hälfte Maxi-CDs, hauptsächlich aus der Zeit zwischen 1989 bis 1996 – danach ging es meiner Meinung nach nämlich musikalisch ziemlich bergab. Allerdings sage ich auch dabei, dass ich zu 80 – 90 % eher einen Mainstream-Geschmack habe, und gerade an den Pop- und Dance-Charts lässt sich der „schleichende Verfall der Musik“ sehr gut verfolgen. Und zu meinem eigenen Bedauern musste ich mir vor kurzem eingestehen, dass ich mich hinsichtlich der musikalischen Vorlieben schon seit einigen Jahren nicht mehr weiterentwickelt habe – weshalb ich zum größten Teil eben auf „Altbewährtes“ zurückgreife... Was sicherlich auch a bisserl daran liegt, dass ich medientechnisch völlig von gestern bin: kein Internet, nur 6 (!) Fernsehprogramme und einen mickrigen Radiowecker – da ist es schwer, immer auf dem Laufenden zu sein (los jetzt, eine Runde Mitleid!!!)...
    Übrigens: Geht es euch eigentlich auch so, dass es völlig unerheblich ist, ob man 10, 100, 1.000 oder 10.000 Platten besitzt – irgendwann steht man vor den Regalen und weiß trotzdem nicht mehr, was man hören soll...? Da ich der Ansicht bin, dass man sich selbst und seine Vorlieben von Zeit zu Zeit kritisch betrachten sollte, stehe ich in letzter Zeit immer wieder mal vor meinen CD-Reihen und frage mich: Was soll eigentlich der ganze Scheiß? Da stapeln sich zig Silberlinge, und im Grunde genommen hört man eigentlich doch nur einen Bruchteil der Titel, die sich da angesammelt haben. Denn mit fast jeder CD kauft man ja auch immer Musik, die die Welt nicht braucht – und meistens auch nicht hört. Wenn ich alle wirklich guten Titel, die ich auf CD habe, auf eine gewisse Anzahl an Rohlingen zusammenbrennen würde, würde ich eine Menge Platz sparen – und mit den zu verkaufenden Original-CDs nochma ordentlich Kasse machen. Aber erstens habe ich im Laufe der Jahre zu viel Geld in die Scheiben investiert, und zweitens hat so eine Sammlung von „richtigen“ CDs ja auch wesentlich mehr Charme als ein Schrank voll gleich aussehender Kopien. Dennoch: Irgendwie hat ja eigentlich jeder, der einer Sammel-Leidenschaft frönt, einen an der Klatsche – die Frage ist nur, bis zu welchem Punkt diese Macke noch akzeptabel ist. Und wenn ich eines ganz besonders ätzend finde, sind es Leute, die mit Scheuklappen durch’s Leben rennen und sich nur für wenige Themen interessieren...

    Und nun seid ihr an der Reihe...

  2.  
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  3. #2
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Also, fangen wir mal an:

    Meine ersten "Berührungen" mit Musik machte ich im Vorschulalter, das war Mitte der 70er. Meine Eltern hatten damals eine Musiktruhe (Möbelstück mit eingebautem Radio und Plattenspieler), und Verwandte, zugleich Nachbarn, hatten eine für die damalige Zeit moderne HiFi-Anlage (Saba Receiver und Dual Plattenspieler, die Anlage existiert heute noch, ist genau so alt wie ich) und immer die damals aktuellen Pop-Sampler. Man hörte damals ABBA, Smokie, Sweet, Boney M. und ähnliches. In der zweiten Hälfte der 70er hatte ich einen tragbaren Mono-Kassettenrecorder, ein Kofferradio und einen roten "Mister Hit" Plattenspieler. Insgesamt kann man sagen, dass ich Musik aus der zweiten Hälfte der 70er in etwa genau so gern höre wie die 80er-Mucke, da ich damit auch schon aufgewachsen bin.
    Anfang der 80er hatte ich die erste eigene Anlage, Einzelbausteine, die nach und nach erweitert wurde (z.B. verwendete ich ganz im Anfang auch noch einen Mono-Recorder zum "Duplizieren" einer Kassette). Das war die Zeit von Mal Sondock im WDR. Als es diese Sendung nicht mehr gab und in der Schlagerrallye vor allem eine Richtung nicht gebracht wurde: ITALO DISCO, wurden häufig Kassetten auf dem Schulhof getauscht, in unterschiedlichster Qualität, wenn man das überhaupt so nennen konnte. Irgendwann ging ich dazu über, mir von meinem Taschengeld die Singles zu kaufen, die im Radio nicht oder kaum gespielt wurden. Dann konnte man hier ab 1988 für 1 - 2 DM pro Tag CDs ausleihen, genau wie Videos. So musste ein CD-Player her, und so hatte ich eine neue Quelle für Musik. Wenngleich die Aufnahmen auf Kassette bei weitem nicht besonders klangen, vor allem fehlten die Höhen, da meine Kassettendecks schon in die Jahre gekommen waren.
    So sind wir in den 90ern angekommen, irgendwann habe ich dann doch mal die schwächeren Komponenten meiner Anlage ersetzt. Und das war dann auch die Zeit, als ich erstmals nicht mehr die Hitparaden etc. so intensiv verfolgt hatte, denn für meinen Geschmack ließ die gute Musik ab ca. 1989 nach. Aber ich hatte ja inzwischen eine beachtliche Sammlung, mit damals ca. 200 Kassetten fast die größte Sammlung im Bekanntenkreis (nur einer dürfte noch ein paar mehr gehabt haben, dafür löschte ich auch öfter mal welche, leider sage ich heute, da ich manche Aufnahmen bis heute noch nicht wiederbeschaffen konnte, auch wenn's die Minderheit ist). Platten und CDs hatte ich damals noch deutlich weniger, das änderte sich erst, als ich selbst Geld verdiente.
    Mitte der 90er dann der Auszug aus meinem "Kinderzimmer" bei den Eltern, also auch endlich mal vernünftige Boxen. Ich habe mich gleich für Dolby Surround entschieden, da das damals schon populär war. Ende der 90er habe ich mir ebenfalls (wie Torsten) einen HiFi-CD-Brenner zugelegt. Ich habe nämlich keinen PC in der Nähe meiner Anlage. Allerdings verwende ich verstärkt CD-RWs, somit kann ich die Aufnahmen nachher in den PC einlesen und da weiter bearbeiten. Z.B. bekomme ich schon mal uralte Schallplatten (Sampler) der 70er und 80er, daraus stelle ich mir meine eigenen Kopplungen zusammen, oder aktuelle Sachen (sofern sie mir gefallen) nehme ich aus dem TV (VIVA) auf. Mittlerweile überwiegen bei mir die CDs mit 600 Stück (300 Platten, 200 Kassetten), da ich auch gern eigene Zusammenstellungen mache und auch einen Großteil meiner Kassettensammlung (hatte mal über 450) auf CD gesichert habe, denn der Bandsalat häufte sich zuletzt immer mehr = nur Frust beim Musikhören, und das soll ja auch nicht sein.
    Zu meiner aktuellen Ausstattung: die Anlage im Wohnzimmer besteht aus Surroundverstärker, CD-Player und Kassettendeck von Yamaha (alle zweite Hälfte 90er), Philips Audio-Brenner, Akai Tuner (1992, kaum noch in Betrieb), Dual Plattenspieler (21 Jahre alt, aber ein super Gerät), einem ebenfalls schon betagten Vivanco Mischpult, angeschlossen sind auch noch 2 HiFi-Videorecorder und der Fernseher, alles von Loewe. Die Boxen sind von Infinity, die Surroundlautsprecher von Yamaha. Bis vor kurzem hatte ich noch ein zweites Kassettendeck, aber das ist überflüssig geworden, da ich mit Kassetten als Aufnahmemedium nichts mehr am Hut habe (bis auf die 200 übriggebliebenen nur noch zum gelegentlichen Anhören).
    Mein PC steht im Arbeitszimmer, dort ist auch noch eine alte, kleinere Anlage (steht aber aus platztechnischen Gründen weit weg vom PC und ist auch ohne Plattenspieler) von Yamaha und Denon.

    Ach ja, bei mir ist es auch so, dass ich manche Tonträger besonders oft höre und andere gar nicht, bei der Menge. So habe ich manche Platten und CDs auch schon mal verkauft, da ich sie nicht gern und nicht oft anhörte, und auch beim "Aussortieren" der Kassetten stieß ich auf so manches gar nicht mehr benötigte Material.

  4. #3
    Benutzerbild von monofreak

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    Meine ersten musikalischen Gehversuche fanden 1978 statt, mit einem Monokassettenrecorder habe ich über Mikrofon vom Fernsehen aufgenommen (ZDF HItparade), seit 1983 verfügte ich über einen Stereoradiorekorder von Grundig (mit Antennenanschluß, war wichtig bei der Auswahl und bei einem Henkelmann nicht selbstverständlich).
    Mit einer entsprechenden Antenne konnte man dann auch von NDR aufnehmen (Internationale Hitparade mit Wolf Dieter Stubel, Club Wunschkonzert mit Günther Fink, NDR Radio Niedersachsen Hitparade am Samstagvormittag mit Hans Georg Martin, Hit oder Niete mit Mel Sundock). Eine zweite Antenne bescherte mir später auch die Hey Music vom SFB mit Jürgen Jürgens.
    Ende der 80er hatte ich dann die beste Technik, die die DDR so hergab: drei Geracord Kassettendecks, ein importiertes Sanyo-Deck und den "Leuchtdiodenfriedhof" (Receiver RS 5001).
    Meine heutige Anlage habe ich zum größten Teil direkt nach der Wiedervereinigung gekauft: Verstärker, Tuner, CD PLayer (letzterer inzwischen erneuert) von Pioneer, DAT Recorder von SONY, Technics 1210er. Die Boxen sind noch aus DDR Zeiten.
    Von Surround halte ich nichts, ich sehe auch keine entsprechenden Filme.
    Da ich bislang immer mehr Wert auf das Kaufen von CDs als auf eine Top Anlage gelegt habe, befinden sich heute 8590 Original-Tonträger in meinem Archiv, wovon ich aber die meisten aus beruflichen Gründen gekauft habe.
    Davon sind etwa 2200 Vinyle, der Rest CD; darunter etwa 1200 Sampler, 1400 Alben (incl. 40 Udo Jürgens CDs), der Rest Maxi CDs.

  5. #4
    Benutzerbild von hechicero

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    @Monofreak

    Hach seufz....waren das Zeiten..."Maxis Maximal" fehlt noch mit Gerd Alzen. Die Sendung war es überhaupt, die mich musikalisch geprägt hat. Rückblickend war der Mann genial. Selbst die Songs, die mir damals auf Anhieb nicht gefielen, hab ich dann irgendwann gebraucht.
    Zum Glück hab ich das immer (wenn auch oft falsch) mitgeschrieben, so daß ich das heute noch gut nachvollziehen kann.
    Seit etwa 1983 saß ich also mit dem Finger auf der Aufnahmetaste meines DDR-Monorekorders. Ich glaub, der hieß kr 500 oder so. Irgendwann legten sich meine Eltern dann den ersten Stereorekorder zu für einen damals unglaublichen Preis von umgerechnet 2 Monatsgehältern. Der stand dann meistens bei mir.
    Ich hab es bis 1989 auf über 400 Kassetten geschafft. Viele waren westdeutsche Fabrikate, aber viele mußte ich auch "bei uns" kaufen (20 Ostmark bei 700 Mark Durchschnittsverdienst - kein Pappenstiel).
    Jedenfalls hab ich mich für die Hitparade und besonders für Maxis Maximal völlig ausgeklinkt aus dem öffentlichen Leben. Klasse war auch Gerd Timmermanns Maxisingleservice. Zwar zu völlig verblödeten Zeiten, aber in Sachen Italo kam da alles - und das brauchte ich auch, denn irgendwann wurde ich "DJ" - natürlich mit Tapes Gott war das lästig.

    Ich erinnere mich noch, daß wir nach der Wende in unserem Provinzclub darüber abgestimmt haben, ob wir nun CD-Player neu anschaffen oder Cassettendecks (EHRLICH - aber alle hatten halt Kassetten).

    Nach der Wende habe ich gleich mein teures "West-Geld" in eine Denon-Anlage gesteckt. Die hat auch bis vor 2 Jahren treue Dienste geleistet. Dann ist meine (mexikanische) Frau bei mir eingezogen und die hat das Teil gekillt (fragt mal meine damaligen Nachbarn zwecks Musiklautstärke )

    Ich habe mir dann einen Denon AVR 1802 (Dolby Surround II) geleistet und einen Panasonic AUDIO-DVD-Player. Letzterer mußte ja auch den CD-Player ersetzen und er ist schlicht Wahnsinn. Ich mußte alle meine Super-CD´s nochmal hören. Sie klangen wie frisch gewaschen. Ehrlich !!! Also wenn DVD - dann bitte einen Audio-Player !!!
    Die Boxen sind Infinity. Dabei ist für mich Musik nach wie vor zweidimensional. Im Konzertsaal sitzt man schließlich auch nicht in der Mitte und das Orchester spielt um einen herum. Aber für Filme ist das schon klasse.

    Für alle Vinyls versieht ein Gemini (aus DJ-Zeiten übriggeblieben) seine Dienste. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ihm ein eine Ortofon-Nadel für
    170€ spendiert.

    Von meinen gut 4500 Tonträgern sind über 3000 aus Vinyl, Rest CD.
    Hauptsächlich alles Maxis, bin kein "Album-Mann".
    Leider nehmen in letzter Zeit besorgniserregenderweise vor allem DVD´s zu

    Trotz all dem genannten. Musikhören macht immer noch am meisten Spaß im Auto (Alpine). Da kann ich volles Rohr hören und hab auch nichts anderes zu tun. Klasse !!!

    Um das Ganze (reicht auch) abzuschließen, noch folgendes: Ich habe vor 2 Jahren ein Praktikum gemacht und habe ein Jahr in México gewohnt und gearbeitet. Ich hatte dort so gut wie nichts (TV, PC etc.) und war dennoch glücklich. Das einzige, was mir fehlte war meine Plattensammlung. Und das, obwohl ich selbstverständlich 150 CD`s mithatte

    Wie sagte jemand in diesem Thread - wir haben alle einen an der Klatsche.
    STIMMT !!!

  6. #5
    Benutzerbild von Christoph

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    Wenn Ihr meine Frau fragt, dann habe ich auch eine 80er-Macke - ich sehe das natürlich nicht so dramatisch!
    Meine ersten selbst bespielten Kassetten hatten die Musik von 1982/83 drauf, ich war also etwa 8-9 Jahre alt, als es bei mir losging. Alle diese Kassetten-Schätze wurden 1985 überspielt, weil sich meine Eltern eine HiFi-Anlage zulegten... ich will gar nicht wissen, was für geile und heute unbekannte Titel da den Bach ´runtergingen! Meine Lieblingshörfunksendungen könnt Ihr monofreaks Text entnehmen, offenbar wohnten wir doch ganz in der Nähe.
    Heute bin ich ganz scharf drauf, die Mucke der 80er in CD-Qualität zu bekommen. Also stehen in meiner Wohnung ausschliesslich diese Silberlinge, und es werden immer mehr. Seit ein paar Jahren kommen auch wieder Maxi-Vinyls dazu, eben weil deren Inhalt wohl nie auf CD erscheinen wird. Grrr! Leider habe ich aber keinen eigenen Plattendreher, mein Traum war immer der Technics, aber Klang ist vielleicht auch preiswerter zu haben? Meine Anlage ist inzwischen bald 7 Jahre alt, die Komponenten kommen von Denon, die Schallwandler von Infinity. Am intensivsten habe ich aber wohl bis 1987 unter meinem Sanyo-Walkman der Klänge gelauscht - dann gab er den Geist auf. Sony hat ein ähnlich geiles Teil (Pitch-Control, zwei Kopfhörerausgänge) ab 1990 nicht mehr auf die Beine gestellt, und vorher gab es in der DDR nicht einfach so mal einen Walkman. Heute kann ich Musik (so wie es mir und nur mir passt: lang und laut!) auch nur im Auto hören (Alpine, Alpine, Alpine), weil zu Hause meine Frau oder aber meine süße Tochter (16 Monate) was dagegen haben (Nachbarn zählen nicht, die bedienen uns eher mit lauten Tönen!).
    Ansonsten hat Musik für mich einen sehr hohen Stellenwert: ich bin Hornist in einem richtigen Orchester. Darum werde ich vielleicht nie megaviel Geld in eine megateure Anlage investieren, denn an den Live-Sound kommt eh´ nix ran. Auch ist für mich Musik zweikanalig, den "Sourround-Effekt" des Orchesters (hinter uns Trompeten und Pauken - aua!) bietet mir sowieso keine Scheibe... im Kino ist das anders, aber... (siehe Tochter und Frau).
    Musikalisch sshe ich mich als Mainstream-Popper, mein Stolz sind meine über 3000 CD-Aufnahmen mit Singles und Maxis der 80er, am liebsten auf Original-CDs aus jener Zeit (hier gebe ich meine Macke auch offen zu). Neue Musik ist dann eher handgemacht: Tom Petty, R.E.M., Pink Floyd oder auch gerne etwas fetter im Gitarrensound!

    Und jeder Zeit würde ich auch gerne wieder in einer Rockband auf der Bühne die Matte wackeln lassen, aber das ist sicher der Wunsch, der sich am schwersten realisieren läßt. Aber von 1993-1998 war das eine wunderbare Sache...
    Gruß
    Christoph

  7. #6
    Benutzerbild von J.B.

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    So nun bin ich dran !

    Also meine ersten Berührungen mit der Musik hatte ich in meiner Zeit in Bad Homburg. Das hat so im Jahr 1980 angefangen. Da hatte ich nur ein Radio und hab immer HR3 gehört. Vorher hatte ich einen Monocassettenrecorder mit dem ich immer Hörspiele wie Hui Buh, TKKG, Die Funk Füchse und vor allem Die Drei Fragezeichen gehört habe.

    Dann so etwa um 1985 rum hatte ich eine Kompaktanlage von Schneider, nicht so dole, aber immerhin mit CD-Player. In dieser Zeit hab ich vor allem angefangen Vinyl zu sammeln, da mir CDs noch zu teuer waren.Auch hab ich Unmengen an Cassetten in dieser Zeit aufgenommen, manche Lieder dabei doppelt oder dreifach und was hab ich mich geärgert wenn die titel nicht angesagt wurden oder die Moderatoren dazwischengequatscht haben. Aus der Zeit von '85 bis '88/'89 stammen dann auch die meisten meiner ca. 520 Vinylsingles, 160 LPs und 250 Vinylmaxis. Ich kann mich noch sehr gut an meine ersten Scheiben aus dem jeweiligen Sektor erinnern:

    1. Single: Heart - Alone
    1. Maxi: Real Life - Catch Me I'm Falling
    1. LP: Jean-Michel Jarre - Musik aus Zeit und Raum

    Dann kam bei mir die Zeit der CDs, so ab 1988. Ich hatte mir zu dem Zeitpunkt einen CD-Player von Kenwood gekauft. Seit diesem zeitpunkt war ich der CD-Sucht verfallen und die hat bis heute nicht aufgehört, aber ich kaufe auf Plattenbörsen auch weiterhin Vinylmaxis, denn die sind immer noch genial zum anhören. Ich kann mich auch noch sehr gut an meine allererste CD erinnern: Eric Clapton - Behind The Sun.

    Ich habe schon immer Musik aus allen möglichen Stilrichtungen gehört, da ich der Meinung bin dass es nur gute und schlechte Musik gibt und zwar in jeder Richtung. Zu meinen erklärten Lieblingsrichtungen zählen bis heute folgende: Hardrock, Heavy Metal, AOR, Rock, Pop, Acid Jazz, Discomusik der 70er und 80er, Italo Disco, Soul, Blues, Funk, Breakdance, Freestyle, New Age, Instrumentalmusik aus fast allen Bereichen, Trance, Dancefloor, Folkrock und noch vieles mehr.

    So nun mal zu den Zahlen meiner Tonträgersammlung: ca. 2500 CDs, ca. 200 Maxi CDs, ca. 550 Vinyl-Singles, ca. 160 LPs und etwas 300 Vinyl Maxis. Und das sind alles Originale. Mit dem nei entdeckten Medium Ebay wächst meine Sammlung nun auch beständig weiter, da ich viele der CDs, die heute noch suche in keinem Laden mehr zu finden sind.

    Ich höre meine Musik heute über folgende Anlagen:

    1. Freiburg: Minikompaktanlage von Sony, die es aber in sich hat

    2. Oberkirch: Einzelkomponenten-Anlage wie folgt: Verstärker von Kenwood, Tuner von Kenwood, Einzelcassettendeck von Kenwood, erster Cd-Player von Sony mit CD-Titel-Speicherung, zweiter CD-Player von Technics, Boxensystem Acoustimas IV von Bose und als Prunkstück meiner Anlage der Plattenspieler: Ein Linn Basic mit separat gekauftem Tonarm und Tonabnehmer.
    Es sollen noch folgende Komponenten hinzukommen: Soundpocessor, Equalizer, zweites Cassettendeck möglichst von Rotel oder TEAC und der Verstärker wird irgendwann einem Set aus Vor- und Endstufe weichen. Am liebsten von Hamann-Kardon.

    Tja und mit der großen Musiksammlung geht es mir auch wie Torsten! Ich hab viele CDs auf denen nur ein bis drei Stücke wirklich wichtig sind. Die durchgängig guten Alben sind rar. Und irgendwie frag ich mich auch immer wieder: Wie lange noch?? Wie viele CDs fehlen noch? Warum mach ich das eigentlich?? Aber dann hör ich wieder ein geniales Lied, dass ich noch nicht in meiner Sammlung habe und schon weiß ich warum ich das alles mache: Weil ich musikverrückt bin und weil ich nicht anders kann, denn es ist irgendwie schon eine Art Sucht. Schlimm find ich die Situationen, in denen ich vor meinen CD-Reageln steheh und überlege welchen Silberling ich denn nun einlegen soll!! Ich hab aber noch eine interessante Entdeckung gemacht. Wenn ich wieder ein paar neue CDs hab, dann laufen die auch für sehr lange im Player, da diese Scheiben dann die genialsten sind die ich mir vorstellen kann........sooooo lange bis die nächste neus CD bei mir eintrudelt.

    In diesem Sinne

    J.B.

  8. #7
    Benutzerbild von
    SWF3 Special Maxisound, am Mikrophon Bernd Mohrhof.

  9. #8
    Benutzerbild von Stefan W

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    Jetzt wo ich schmunzelnd eure Sachen lese, fallen auch mir wieder viele Erinnerungen ein.
    Angefangen hat es bei mir so ca mit 11 Jahren. das war 1981. Ich hatte noch ein altes Röhrenradio aus den 50igern. Das hatte aber einen Superklang und hervoragende Empfangseigenschaften. Mit einer selbstgebauten Antenne hatte ich alle Sender rauschfrei. Dann bekam ich den alten Casettenrekorder von meiner Schwester. Es war ein Saba. Mono aber das machte ja nichts mein Röhrenradio war ja auch mono. Dieses Sabateil hatte keine Pausentaste und automatische Aufnahmeaussteuerung. Er lief zwar sehr schnell hoch beim aufnahmevorgang, aber er machte dabei auch einen knackser auf das band.
    Irgendetwas musste geschehen. Ich habe das teil aufgeschraubt und zwei schalter eingebaut. Löcher ins gehäuse gebohrt und die schalter nach aussen geführt. der erste schalter trennte das gerät volsständig vom netzteil (Kleinspannung keine angst). damit erreichte ich das die aufnahme ausgeblendet wurde. das heißt das signal was vom radio kam wurde im rekorder nicht mehr verstärkt und somit immer leiser. da das laufwerk eine riesige schwungscheibe als schutz gegen gleichlaufschwankungen hatte lief das band noch ca 15 sekunden lang nach. Somit hatte ich 10 sekunden, wo ich am ende des liedes ausblenden konnte und 5 sekunden wo kein ton mehr aufgenommen wurde in denen die casette bis zum stillstand abbremste. somit wurde in den letzten 5 sekunden auch kein ton jaulend langsamer. man mußte nur wissen wann das lied zu ende war bzw wann der moderator in den titel reinsprechen würde. ich wohne in schleswig holstein. somit hörte ich damals ausschließlich ndr2. samstags ndr 1 schleswig-holstein um 10 oder 11Uhr mit Willem (der die deutsche version zu captain sensibles wot machte) Top Foftein hiess die sendung glaub' ich. auf ndr 2 samstags ab 18 Uhr hitparade. Sonntags ndr 2 ab 18 Uhr mit dem Wunschkonzert und freitags ab 20 Uhr glaub ich Maxis maximal mit gerd Alsen. der 2te Schalter im casettenrekorder war als pausentaste gedacht. ich stellte den rekorder auf aufnahme und unterbrach mit dem schalter die spannung zum motor. mit der großen schwungscheibe lief er auch sehr schnell an (kein jaulen) und der berüchtigte knacker war auch nicht zu hören. Krank oder ?. Irgendwann lötete ich mir dann mal ein kabel (eine seite 5 poliger din stecker. andere seite 3,5mm mono klinkenstecker. hiermit konnte ich im wohnzimmer vom fernseher peter popshow (oder wie die hiess) die einmal im jahr kurz vor weihnachten kam mit allen hits des jahres aufnehmen. von meinem konfirmationsgeld kaufte ich mir so'ne kackbraune schneider kompaktanlage ohne cd mit plattenspieler braunem rack und rauchglasscheibe. habe wert auf einen auxeingang , manueller aufnahmeaussteuerung und pausentaste gelegt (gell).das teil hatte einen equalizer 4 stationstasten für radio und ein bedienteil, was man abnehmen konnte und als fernbedienung fungierte. das radio teil war aber noch mit skala. Dann kam als ich in die lehre ging (als elektriker grins) noch ein sony cd player (aus meiner firma, man konnte sich den kaufpreis monatlich in raten ohne Zinsen vom gehalt abziehen lassen, dazu. hat damals 850 mark gekostet. den habe ich immer noch funktioniert gut. man kann namen für cds selber eingeben. indexmarken anfahren. selber indexmarken setzen und hat einen digitalaussgang. nach und nach kam dann immer mehr einzelteile von sony dazu tapedeck, tuner, verstärker, tapedeck (3 kopf mit hinterband und dolby s). meine lautsprecher waren schon immer selbstbau und wurden nach und nach verbessert. Brannten immer auf feten auf. erst die hochtöner und irgendwann sogar die tieftöner. "Eh schau mal nach deiner box, die qualmt schon".(War der dämmstoff im innern, weil die spule vom lautsprecher so heiß wurde). jetzt sind da lautsprecher von sinus live drin, die nicht nur car hifi bauen. irgendwann kamm dan mal ein neuer verstärker von yamaha dazu, weil der alte nur noch knackte und sponn. dann eine hifi videorekorder von sony und ein dolby surround zusatzverstärker von kenwood mit einfachen jamo lautsprechern. irgendwann kam dann der pc mit brenner und vor einem halben jahr ein dvd player von scott. seit ich verheiratet bin und wir mein altes auto gegen einen kombi getauscht haben ist auch nichts mehr mit bassrolle endstufen und so. nur einen cd wechsler fürs originalautoradio hab ich mir gegönnt.im arbeitszimmer, sowie in vielen anderen zimmern stehen noch anlagen rum mit einzelbauteilen vom flohmarkt. alles teile in spitzenqualität, aber eben aus den 80er Jahren. die tapedecks nutze ich schon gar nicht mehr. nur noch cd's und wenn ich mal ruhe hab ne lp. die meisten lp's hab ich eh auf cd gebrannt, oder gegen original cds ausgetauscht. hab die lps zwar noch aber höre sie kaum. das war jetzt mehr eine evolutionsgeschichte als das was hier gefragt war. hat mir aber spass gemacht. wär will kann noch rechtschreib- und grammatikfehler suchen oder kommas zählen

  10. #9
    Benutzerbild von Heinzi

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    Den Thread kann man ruhig mal nach oben schieben...

    Angefangen mich richtig für Musik zu interessieren, hab' ich, Jahrgang 73, 1985, als a-ha mit "Take on me" und dem legendären Videoclip auf der Bildfläche erschienen, welche auch bald zu meiner ersten Lieblingsband wurden.
    Bekam ich zuvor eigentlich nur von den ganz grossen Hits, denen man halt nicht entgehen konnte, was mit, wie Righeira's "Vamos a la playa" oder Laura Branigan's "Self Control", folgten Mitte der 80er dann die BRAVO, Radioaufnahmen auf Kassette, eigene Charts - die ganze Palette eines jungen Musikfans halt.
    1990 gab's den ersten CD-Player - einen Plattenspieler besass ich nie.
    Die "erste Schallplatte" war bei mir also eine CD und zwar Madonna's "The Immaculate Collection". Kann mich erinnern, wie wenn's gestern gewesen wäre, wie ich damals in einem heute nicht mehr existierenden CD-Laden stand, mir die Auslage betrachtete und mir vorkam, wie ein Ossi erstmals in 'nem West-Shop...
    In den folgenden Jahren kaufte ich recht viele CDs und hab' mir auch bald 'ne ordentliche Musikanlage zugelegt, welche neben dem CD-Player auch die selten genutzte Reminiszenz eines Kassettendecks sowie einen vor wenigen Jahren noch vielversprechenden, heute ebenfalls nicht oft verwendeten Minidisc-Player enthält.

    Vor etwa eineinhalb Jahren kam's dann unabhängig äusserer Umstände, vielmehr wohl aufgrund der Nähe zur Schwelle eines runden Alters und der damit verbundenen Tendenz zur Besinnung zu meinem persönlichen, musikalischen 80er-Revival, infolge dessen ich mir dank der Hilfe des Internets, insbesondere dieses Forums, viele Infos und natürlich zahlreiche Tonträger beschaffen konnte. Bei einigen Songs hatte ich beim erstmaligen "Wiederhören" nach langer Zeit wunderbare Gefühle, vieles aus der damaligen Zeit entdeckte ich, der früher nicht viel mehr als die Charts kannte, nun aber zum ersten Mal, was der Freude daran natürlich keinen Abbruch tat.

    Beim Sammeln hab ich mich heute dem Minimalismus verschrieben, versuche, obwohl daran interessiert, immerzu Neues aus den 80ern, den 90ern oder auch den aktuellen Charts zu entdecken, meine CD-Sammlung in 'nem kleinem Rahmen zu halten, stelle mir etwa nicht von jedem interessanten Act gleich alle Alben ins Regal, sondern kompiliere lieber ein wenig und sortiere auch öfter mal was nicht mehr Gehörtes aus, wofür ebay natürlich eine hilfreiche Plattform bietet.
    Seit einiger Zeit werde ich beim Sammeln und Tauschen durch 'nen Brenner, seit einigen Wochen erst auch durch das Know-How des nq4-Filesharings unterstützt....
    Mir der rechtlich-wirtschaftlichen Brisanz des Einsatzes dieser Mittel durchaus bewusst, möchte ich diese Möglichkeiten, welche einen grossen Beitrag zu meiner Lebensqualität leisten, nicht mehr missen, versuche aber zumindest, sie verantwortungsbewusst einzusetzen, sehe also durchaus noch immer hin und wieder einen CD-Laden von innen - und nicht etwa nur, um mir die Cover zuvor gebrannter Scheiben zu klauen...


    Musik höre ich täglich zwischen einer und drei Stunden, mal ohne, mal - vor allem nachts - mit Kopfhörer, als Begleitung eigentlich zu allen Tätigkeiten, welche nicht meiner uneingeschränkten Aufmerksamkeit bedürfen und dank toleranter Nachbarn auch ganz gerne mal etwas bisaufdiestrassehörbarlauter...

    Meine bevorzugter Stil ist, sehr allgemein formuliert, die "elektronische Schiene", weniger "gitarrenlastiges" und reicht von den "80er-Ikonen" (Italo) Disco, (Synth) Pop und frühen Club Klassikern über den Euro Dance und Trip Hop der 90er bis hin zu Vocal House und der einen oder anderen Popnummer aus den aktuellen Charts, aus denen mir zwar vieles nicht besonders zusagt, mit denen ich, auch als regelmässiger Musikkanal-Konsument, aber doch in Frieden lebe.

  11. #10
    Benutzerbild von maxismaximal

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    hechicero postete
    @Monofreak

    Hach seufz....waren das Zeiten..."Maxis Maximal" fehlt noch mit Gerd Alzen. Die Sendung war es überhaupt, die mich musikalisch geprägt hat. Rückblickend war der Mann genial. Selbst die Songs, die mir damals auf Anhieb nicht gefielen, hab ich dann irgendwann gebraucht.
    Zum Glück hab ich das immer (wenn auch oft falsch) mitgeschrieben, so daß ich das heute noch gut nachvollziehen kann.
    Seit etwa 1983 saß ich also mit dem Finger auf der Aufnahmetaste meines DDR-Monorekorders. Ich glaub, der hieß kr 500 oder so. Irgendwann legten sich meine Eltern dann den ersten Stereorekorder zu für einen damals unglaublichen Preis von umgerechnet 2 Monatsgehältern. Der stand dann meistens bei mir.
    Ich hab es bis 1989 auf über 400 Kassetten geschafft. Viele waren westdeutsche Fabrikate, aber viele mußte ich auch "bei uns" kaufen (20 Ostmark bei 700 Mark Durchschnittsverdienst - kein Pappenstiel).
    Jedenfalls hab ich mich für die Hitparade und besonders für Maxis Maximal völlig ausgeklinkt aus dem öffentlichen Leben. Klasse war auch Gerd Timmermanns Maxisingleservice. Zwar zu völlig verblödeten Zeiten, aber in Sachen Italo kam da alles - und das brauchte ich auch, denn irgendwann wurde ich "DJ" - natürlich mit Tapes Gott war das lästig.

    Ich erinnere mich noch, daß wir nach der Wende in unserem Provinzclub darüber abgestimmt haben, ob wir nun CD-Player neu anschaffen oder Cassettendecks (EHRLICH - aber alle hatten halt Kassetten).

    Nach der Wende habe ich gleich mein teures "West-Geld" in eine Denon-Anlage gesteckt. Die hat auch bis vor 2 Jahren treue Dienste geleistet. Dann ist meine (mexikanische) Frau bei mir eingezogen und die hat das Teil gekillt (fragt mal meine damaligen Nachbarn zwecks Musiklautstärke )

    Ich habe mir dann einen Denon AVR 1802 (Dolby Surround II) geleistet und einen Panasonic AUDIO-DVD-Player. Letzterer mußte ja auch den CD-Player ersetzen und er ist schlicht Wahnsinn. Ich mußte alle meine Super-CD´s nochmal hören. Sie klangen wie frisch gewaschen. Ehrlich !!! Also wenn DVD - dann bitte einen Audio-Player !!!
    Die Boxen sind Infinity. Dabei ist für mich Musik nach wie vor zweidimensional. Im Konzertsaal sitzt man schließlich auch nicht in der Mitte und das Orchester spielt um einen herum. Aber für Filme ist das schon klasse.

    Für alle Vinyls versieht ein Gemini (aus DJ-Zeiten übriggeblieben) seine Dienste. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ihm ein eine Ortofon-Nadel für
    170€ spendiert.

    Von meinen gut 4500 Tonträgern sind über 3000 aus Vinyl, Rest CD.
    Hauptsächlich alles Maxis, bin kein "Album-Mann".
    Leider nehmen in letzter Zeit besorgniserregenderweise vor allem DVD´s zu

    Trotz all dem genannten. Musikhören macht immer noch am meisten Spaß im Auto (Alpine). Da kann ich volles Rohr hören und hab auch nichts anderes zu tun. Klasse !!!

    Um das Ganze (reicht auch) abzuschließen, noch folgendes: Ich habe vor 2 Jahren ein Praktikum gemacht und habe ein Jahr in México gewohnt und gearbeitet. Ich hatte dort so gut wie nichts (TV, PC etc.) und war dennoch glücklich. Das einzige, was mir fehlte war meine Plattensammlung. Und das, obwohl ich selbstverständlich 150 CD`s mithatte

    Wie sagte jemand in diesem Thread - wir haben alle einen an der Klatsche.
    STIMMT !!!

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