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Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

Erstellt von ICHBINZACHI, 20.04.2012, 19:39 Uhr · 19 Antworten · 3.475 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Nun hat Google gerade youtube verinnerlicht und nun kommt das dicke Urteil
    und es wurde geschrieben youtube hat keine gültigen Verträge mit der GEMA
    ...

    Ich nenne so etwas reinen Preispoker !

    Warum kann man sich nicht auf einem vernünftigen Wege dort zu einer Einigung
    bewegen, die vor allem dem Konsumenten auch gerecht wird. Diese Hochfinanztypen
    machen irgendwie alles nur noch kaputt , statt auch mal an die Werbewirksamkeit
    von youtube zu denken.

    Die sollen sich doch freuen an denen die nach wie vor Musikfans sind und
    kaufen wie die Blöden und damit bezeichne ich mich sogar als "Superidiot".

    Ich besuche youtube vielleicht einmal im Monat um tatsächlich mal ein Video
    als Hörprobe zu finden, nicht wegen der Aufnahmen der Stars von damals, die sind
    mir als Video schnurzpiepegal.

    Von daher ... die Musikindustrie soll nur weitermachen mit Ihrer Vernichtung
    des geistigen Eigentums für das diese eigentlich sogar Geld haben wollen

    Das Urteil diverse Titel aus youtube zu verbannen , ist jedenfalls ein
    neuerlicher Rückschritt in die Steinzeit des Musikmarketing !!!!!!!!!!!

    ***>>>>>>>>
    Sehr geehrter Herr Farian !

    Als Produzent/Writer von Boney M. "Rivers of Babylon" ... tun Sie Sich einen Gefallen und Sorgen dafür das dieser Song richtungsweisend für alle anderen (!) wieder und uneingeschränkt in youtube angezeigt werden darf.

    ***
    Als Musikfan kann man über so etwas nur noch den Kopf schütteln

    >>>>>>>> PS > In Deutschland gilt Meinungsfreiheit und als Jahrzehntelanger Beobachter der Musikszene mache ich mir meine Meinung und darf diese hier auch offen kundtun. Es solte klar sein, dass sich die Musikindustrie keine Freunde macht und sich selbst ins schlechte Licht rückt

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von lennyk

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    AW: Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Ich ärgere mich auch darüber, dass youtube und GEMA sich in Deutschland nicht endlich mal einigen können.

    Andererseits ist es aber auch youtube keine Non-Profit-Organisation ist, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen glücklich zu machen. Denen geht es auch knallhart ums Geld. Das GEMA-Bashing im Internet ist etwas einseitig.

  4. #3
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Eine Einigung wäre wünschenswert. Es nervt tierisch, wenn man in Deutschland wiedermal von dem abgehängt ist was bei vielen (zumindest westlichen) Nachbarn bereits lange usus ist. Andererseits wird der GEMA auch schonmal zu Unrecht der schwarze Peter zugeschoben. Die bereichern sich ja schließlich nicht in erster Linie selbst, sondern treiben die Kohle auch nur für ihre Mitglieder (die Künstler) ein, die bekanntlich in der Breite nicht mehr besonders viel für den Verkauf Ihrer Musik erhalten.

    Wenn man dann liest, dass Google seinem Ex-Chef 100 Mio. Dollar Abfindung in den Rachen werfen kann, sollte klar sein, dass die auch nur jede Menge Kohle verdienen wollen und das auch tun. Es gibt keinen Grund ihnen dazu gratis jede Menge harte Arbeit zur Verfügung zu stellen, während manche der Künstler trotz gewisser Bekanntheit auch nicht mehr verdienen als eine schlecht bezahlte Friseurin. Dennoch hat das Ganze manchmal perverse Züge an sich: Wenn eine Plattenfirma oder der Künstler selbst ein Video offiziell einstellt und die GEMA lässt es sperren, versteht man ja irgendwo die Welt nicht mehr.....

  5. #4
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Ich muss zugeben, dass mir die Strukturen der Musikindustrie nicht ganz klar sind. So weit ich das verstehe, vertritt die GEMA deutsche Komponisten und Textschreiber ... wieso werden dann auf Youtube auch Songs aus anderen Ländern geblockt?

  6. #5
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    AW: Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Wenn man drüber nachdenkt ist es in meinen Augen sogar eine taktisch schlechtes Urteil des entsprechenden Richters.
    Das Gericht darf nur verurteilen und hier aufgrund von Urheberrechtsverletzungen, wenn ein Rechtsverstoss überhaupt vorliegt und hier liegt der Knackpunkt. Es gibt keinen ... einzig die beiden Parteien hätten aufgfordert werden müssen umgehend einen Verhandlungstermin nachzuweisen, da dieses anscheinend versäumt wurde oder von einer Seite aus taktischen Gründen verhindert wurde, um es überhaupt es Urheberrechtsverletzung darstellen zu können. Im Grunde ist also dieses vorläufige Urteil die Songs zu entfernen erstmal sehr fragwürdig. Normalerweise hätte ein Anruf einer Partei bei der anderen gereicht um eine Verhandlung herbeizuführen ... sehe da irgendwie null Sinn darin, warum überhaupt geklagt wurde Wenn Verträge auslaufen ... dann hätte mindestens eine Seite entsprechend reagieren müssen ...

    PS > Die angeklungene per Klick Regelung hat kein Hand und Fuss. Bei youtube laufen die Videos im Autostart und somit wird jeder Besuch der Seite mit dem Video automatisch ein Klick. Es wird überhaupt nicht berücksichtigt, dass Millionen von Videos nur Testweise geklickt werden und oftmals absolut uninteressant sind und deswegen mitunter nur sekundenweise tatsächlich geschaut werden. Kenn ich den Song oder nicht? Testklicks dürfen in keinster Weise vergütet werden ! Dann lass ich gleich die Finger komplett von youtube und sperre das auch bei Facebook, dass andere Videos ins Profil posten dürfen. Eine Dunkelziffer an fehlerhaften Verbindungen und wiederholte Klicks werden überhaupt nicht abgerechnet, weil es ein Witz wäre wenn daran einer verdienen würde.

    Jedenfalls schonmal klar dass ich youtube nicht mehr nutzen werde, wenn es zu einer Klickregelung kommt. Mit dem Hintergrund bekommen zu viele Geld für etwas was sie überhaupt nicht verdienen.

  7. #6
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Zitat Zitat von ICHBINZACHI Beitrag anzeigen
    Testklicks dürfen in keinster Weise vergütet werden ! Dann lass ich gleich die Finger komplett von youtube und sperre das auch bei Facebook, dass andere Videos ins Profil posten dürfen. Eine Dunkelziffer an fehlerhaften Verbindungen und wiederholte Klicks werden überhaupt nicht abgerechnet, weil es ein Witz wäre wenn daran einer verdienen würde.

    Jedenfalls schonmal klar dass ich youtube nicht mehr nutzen werde, wenn es zu einer Klickregelung kommt. Mit dem Hintergrund bekommen zu viele Geld für etwas was sie überhaupt nicht verdienen.
    Verstehe ich es richtig, dass Du ein Problem damit hättest, wenn Komponisten etc. eine Vergütung von Google pro Klick erhalten würden? Es schmälert ja nur den Gewinn von Google und nicht Deinen Geldbeutel?! Mich erstaunt das auch deshalb, weil Google ja bereits heute seine User pro Klick bezahlt, wenn diese Werbung in ihren Videos zulassen. Also wenn "DieBesteBandDerWeltFan73" ein Video mit Musik von den Ärzten hochlädt, ist es ok wenn er pro Klick Geld dafür erhält, aber Die Ärzte, die die eigentliche Arbeit erbracht haben, nicht? Also bei allem Verständnis und eigenen Unmut bezgl. der unkonstruktive Position der GEMA (aber auch von Google), wäre das ja eine ganz merkwürdige Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Vergütung durch Google.

    Pro Klick zu zahlen ist ja in vielen Bereichen usus, egal ob der User kurz oder lange verweilt. Auch in der Fernsehwerbung ist es ja unmöglich den Zuschauer ans Sofa zu nageln oder vom Umschalten abzuhalten. Bei Google Adwords wird auch der Klick berechnet, nicht das anschließende, tatsächliche Verweilen auf der beworbenen Seite. Die Abrechnung pro Klick bedeutet eigentlich nur: Videos (Musik) mit viel Zuspruch erhalten viel Vergütung. Also die Vergütung pro Klick scheint mir prinzipiell relativ fair zu sein.... Wie sonst soll man die unterschiedliche Vergütung erfolgreicher und weniger erfolgreicher Titel sicherstellen?

  8. #7
    Benutzerbild von MaxiMan

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    AW: Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Johnny Häusler von Plan B ist nicht nur Musiker, sondern betreibt auch einen Blog (Spreeblick). Dort fand ich diesen Abriss zum Streit GEMA vs. Youtube:

    GEMA vs. YouTube: Gerüchte, Zahlen, Forderungen | Spreeblick

    Er hat sich auch mit den gerüchteweise kursierenden Zahlen für mögliche Vergütungen beschäftigt. Interessant ist folgende Einschätzung: "Selbst nach angeblicher GEMA-Forderung bräuchte ein Komponist 1 Million Abrufe des Videos des von ihm verfassten Songs, um einmalig 2.000 Euro zu verdienen." Das zeigt mir, dass beide Seiten (GEMA UND Youtube) nach außen eher Propaganda betreiben.

    Es ist auch nicht so, dass die GEMA (im Moment) Titel sperren lässt, es ist Youtube, die dies vorbeugend tun.

    Nachtrag: Im popblog der taz fand ich diese Abhandlung (Spotify: gut, böse – oder was ist fair? | Monarchie & Alltag) über die Vergütungen, die spotify zahlt. Da geht es (beispielhaft) um 4Ct für ein 10-Track-Album. Lesenswert!

  9. #8
    Benutzerbild von bremen

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    AW: Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Moin moin allerseits,

    Ich muss zugeben, dass mir die Strukturen der Musikindustrie nicht ganz klar sind.
    Mir auch nicht, obwohl ich selber Mitglied in mehreren Verwertungsgesellschaften bin... aber dennoch kann ich einige gern verbreitete Irrtümer aufklären:

    Wenn eine Plattenfirma oder der Künstler selbst ein Video offiziell einstellt und die GEMA lässt es sperren
    Die GEMA läßt keine Videos bei YouTube sperren, das veranlassen immer die Rechteinhaber.

    Diesem Urteil kommt Präzedenzcharakter zu. Es ist jedes (!) Video bei YouTube ein Rechtsbruch, wenn es nicht von den Rechteinhabern eingestellt wurde. Selbst wenn ich Urlaubsbilder mit Musik von CDs vertone oder ein fremdes selber singe, bin ich bei einer Veröffentlichung GEMA-pflichtig. Auch wenn das die "Geiz ist geil"- und "Alles muss umsonst sein"-Generation nicht gerne hört. Ich gehe ja auch nicht in die Bäckerei und nehme mir eine Packung Mehl, ohne zu bezahlen, weil ich daraus einen schönen Kuchen backen will.

    So weit ich das verstehe, vertritt die GEMA deutsche Komponisten und Textschreiber.
    Zunächst einmal ja, aber es gibt in unserer globalisierten Welt Assoziationsabkommen der Verwertungsgesellschaften. Weil z.B. die GEMA im Ausland keine Rechte geltend machen kann, tut das die entsprechende VG eines jeden Landes und umgekehrt. Sonst würden die deutschen Künstler ja nur aus Deutschland Vergütungen bekommen und bei der Nutzung ihrer Werke im Ausland leer ausgehen.

    Und auch das immerwiederkehrende Blabla à la "die Künstler sollen doch froh sein, dass YouTube Werbung für sie macht", regt mich auf... Hallo! Darf ein Künstler (bzw. seine Plattenfirma) bitteschön noch selbst bestimmen, auf welche Weise auf die eigenen Werke aufmerksam gemacht werden soll, oder müssen sie sich das von Google aufnötigen lassen? Viele Künstler nutzen YouTube und haben einen eigenen Account, mit dem sie allein darüber bestimmen können, was sie einstellen möchten oder auch nicht. Andere entscheiden sich, ihre Videos und Musikproben nur auf der eigenen Webseite zu präsentieren. Ist doch für die wahren Fans kein Problem, die finden das schon von allein. Und selbst wenn sich meine Lieblingsband entscheidet, schlechte oder gar keine Werbung für ihre Neuerscheinungen zu machen (was leider ab und an vorkommt...), so habe ich das auch als ihre Entscheidung zu akzeptieren.

    Das GEMA-Bashing im Internet ist etwas einseitig.
    Das sehe ich allerdings genauso. Die deutschen Verwertungsgesellschaften sind weltweit vorn, um den Machtinteressen von Google Riegel vorzuschieben. Käme Google mit ihren Projekten überall durch, dann hätten sie die geplante Enteignung von Musiker, Schriftstellern und Fotografen schon längst durchgezogen. Dann gebe es allerdings auch keine Kunst mehr. Wobei ich vermute, dass den Amis der Unterschied gar nicht groß auffallen würde.

    Na klar, dieses Statement ist sehr einseitig. Musste als Gegenpol zur großen Empörung in allen Foren einfach mal sein.

    Thorsten

  10. #9
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Zitat Zitat von bremen Beitrag anzeigen
    Es ist jedes (!) Video bei YouTube ein Rechtsbruch, wenn es nicht von den Rechteinhabern eingestellt wurde. Selbst wenn ich Urlaubsbilder mit Musik von CDs vertone oder ein fremdes selber singe, bin ich bei einer Veröffentlichung GEMA-pflichtig.
    Das sehe nun wirklich anders! Klar muss eine Regelung gefunden werden, damit Berufsmusiker ein Auskommen haben. Aber es muss auch eine Güterabwägung geben. Songs, v. a. ältere und bekanntere, sind irgendwann auch allgemeines kulturelles Erbe, : man kennt sie, trällert sie auf dem Weg zur Arbeit, hat auf Parties xmal dazu getanzt, sie am Lagerfeuer auf der Gitarre geklämpft ect. Dass es dann aufeinmal nicht möglich sein soll, sie auf Soundtrack für (nicht-kommerzielle) Urlaubs- oder Spaßclips oder (nicht-kommerzielle) zeithistorische Dokus zu verwenden, ist kaum einsehbar. Ich bin z. B. etliche Male an die Decke gegangen, wenn ich auf Youtube eine Doku nur stumm hätte sehen können, weil da wohl irgendein Song aus der betreffenden Zeit, quasi als historisches Zitat, zu hören war. (Ähnliches gilt für die im Titelbild dieses ebenfalls nicht-kommerziellen Forums verwendeten Bildmotive. Es ist doch haaresträubend, dass man sich da erstmal "rechtlich absichern" musste, bzgl. Abmahngefahr und so.)

    Auch kann es nicht angehen, dass Copyright-Bestimmungen junge Leute davon abhalten, einfach mal einen ihrer Lieblingssongs interpretieren und zwecks feed-back ins Netz stellen. Strenggenommen müsste man dann ja sogar Schülerband-Auftritte im Haus der Jugend kontrollieren (und natürlich auch Musikauflegen auf privaten Feiern und das Musiktip-Links-posten hier im Forum!). Hier ist doch wohl das Urheberrecht abzuwägen mit dem Recht ein Instrument zu spielen und sich diesbezüglich auszutauschen, bzw. dem Fördern des Musizierens.

    Zu guter letzt bin ich auf manche gute Interpreten und Songs (v. a. ältere italienische und griechische, die also nicht auf MTV laufen) in den letzten Jahren nur deshalb gestoßen, weil Youtube es ermöglichte, da einfach mal eben kostenlos reinzuhören. Hier stellt sich also die Frage nach der Abwägung: Urheberrecht vs. die Möglichkeit von Leuten, ihren musikalischen Horizont zu erweitern (ohne auf gut Glück irgendwelche CDs kaufen zu müssen).

    Kurz: Eine rigorose Durchsetzung des (der Epoche der handfesten Tonträger entstammenden) Urheberrechts würde das kulturelle Leben in einer Weise wieder einschnüren und verkomplizieren, die mir heute nicht mehr angemessen erscheint. Da könnte man das Internet im Grunde auch wieder abschaffen! Ich denke man sollte die Entlohnung von Berufsmusikern eher über pauschale Abgabe für die Nutzung von Youtube regeln, aber nicht Leute dazu zwingen, bei jedem einzelnen Song, bei jedem Kurz-mal-reinhören immer gleich eine Kaufentscheidung zu treffen.

  11. #10
    Benutzerbild von bremen

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    AW: Das Youtube Urteil - Das Ende ist nah

    Tja Luftgitarre,

    da ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Nachvollziehbar, aber illegal.

    Nach dem Urhebergesetz gibt es ein allgemeines kulturelles Erbe. 70 Jahre nach dem Tode des Urhebers.

    Alle anderen Beispiele, die du nennst, sind Verletzungen von Urheberrechten. Nur das Pfeiffen im Walde, das darfst du ebenso wie das Singen unter der Dusche. Auch deine Geburtstagsparty ist davon nicht betroffen. Ebensowenig wie dein Gitarrenunterricht bei der Volkshochschule. Denn die Vergütungspflicht betrifft nur die öffentliche Nutzung (übrigens auch bei freiem Eintritt...!).

    Jeder Gastwirt, jedes Kaufhaus, jede Diskothek, jedes Jugendzentrum und jedes Internetradio zahlt für die Nutzung von Musik. Und das nicht zu knapp. Warum dann ausgerechnet Google nicht?

    Deine Schülerband ist übrigens gut beraten, ihren Auftritt im Haus der Jugend zu organisieren. Denn dieses hat vermutlich einen Pauschalvertrag mit der GEMA und dann braucht sich die Schülerband um nichts zu scheren. Alles bereits erledigt. Würde die Schülerband in der Schule ein Konzert geben, müsste sie dieses gesondert bei der GEMA anmelden - und dafür bezahlen.

    Im übrigen ist diese ganze immer wieder hochkochende Diskussion völlig überflüssig. Niemandem wird seine Spielfreude an der Klampfe verboten, er darf sich sogar so oft auf die Bühne stellen wie er will - solange er seine eigenen Kompositionen zum Besten gibt. Nutzt er hingegen fremdes geistiges Eigentum, muss er dafür löhnen.

    Die Gesetze sind nunmal so und das ist gut so. Ein Recht auf Abwägung, wie von Dir gewünscht, gibt es nicht.

    Vielleicht hilft der Vergleich mit dem Verbot, bei Rot über die Ampel zu gehen. Jeder weiss darum und trotzdem missachten es viele. Auch eine Abwägung. Das Risiko liegt aber einseitig beim Fußgänger. Wenn er dabei überfahren wird, ist er der Unfallverursacher und dem Autofahrer gegenüber schadensersatzpflichtig (im schlimmsten Falle sogar die Erben...)

    In diesem Sinne: Augen auf im Straßenverkehr

    Thorsten

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