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Die Zukunft der Popmusik - der "Altersfaktor"

Erstellt von DeeTee, 19.07.2005, 09:40 Uhr · 16 Antworten · 1.967 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Torsten

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    DeeTee postete
    Keiner mehr Interesse am Thema?
    Doch, aber momentan nicht so viel Zeit. Aber wieso äußerst du dich nicht zum bisher Geschriebenen?

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von DeeTee

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    Torsten postete
    Aber wieso äußerst du dich nicht zum bisher Geschriebenen?
    Guckt Du mal nach Post 07 in diesem Thread?!

    DeeTee

  4. #13
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    DeeTee postete
    So steht also dem "echten Bedürfnis" junger Menschen nach neuer "eigener" Musik zum einen die sentimentale Übermacht der ca. 30-60jährigen gegenüber.
    Noch interessanter als diesen demographischen Faktor (der sicherlich gegeben ist und durch die geringere Raubkopier-Neigung der Älteren noch verstärkt wird) finde ich allerdings, daß auch in den mehr jugendorientierten Musik-Bereichen, Techno und Hip-Hop, heute das Covern eines 80er-Hits der sicherste Weg zum Charts-Erfolg ist!

    Dies verweist m. A. n. darauf, daß es innerhalb des populärmusikalischen Dur/Moll-4/4-Takt-Rahmens im Laufe der Zeit halt immer schwieriger wird, neue und zugleich gute, eingängige Melodien zu finden. Das Problem heutiger Songschreiber ist v. a., daß die Beatles, ABBA und die ganzen 80er-Hitproduzenten schon vor ihnen da waren.

    Und außerdem zeigt es, daß junge Leute nicht in erster Linie ein Bedürfnis nach neuer, "eigener" Musik, sondern v. a. nach guter Musik mit Ohrwurm-Faktor haben. Sie sind zwar mit Techno und Hip-Hop aufgewachsen und in ihren Sound- und Rhythmus-Präferenzen entsprechend geprägt, aber jetzt, wo solchen Produktionen immer öfter 80er-Hit-Melodien hinzugefügt werden, finden sie das offenbar schon ansprechender als reine "unz-unz-unz"-Musik (mit Scooter-3-Ton-Melodie) oder reinen Hinterhof-Sprechgesang; und daß diese Melodien schon alt sind, ist ihnen offenbar egal.

  5. #14
    Benutzerbild von musicola

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    Die Luftgitarre postete
    (...)und daß diese Melodien schon alt sind, ist ihnen offenbar egal.
    In den meisten Fällen wissen sie es ja nicht mal...

    Interessant wäre es, mal in Erfahrung zu bringen, wie die heutigen Teenager darauf reagieren würden, wenn VIVA, MTV und Konsorten einen Monat lang bei jedem Videoclip eines Cover-Hits unter dem aktuellen Titel/Interpreten auch den Original-Interpreten nebst Titel (falls abweichend; z.B. Call on Me/Valerie)
    einblenden würden.

    Gruß

    musicola

  6. #15
    Benutzerbild von Torsten

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    DeeTee postete
    Torsten postete
    Aber wieso äußerst du dich nicht zum bisher Geschriebenen?
    Guckt Du mal nach Post 07 in diesem Thread?!

    DeeTee
    Oh, da hatte ich wohl extragroße Tomaten auf den Augen...

  7. #16
    Benutzerbild von Christoph

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    Die Luftgitarre postete
    ... Dies verweist m. A. n. darauf, daß es innerhalb des populärmusikalischen Dur/Moll-4/4-Takt-Rahmens im Laufe der Zeit halt immer schwieriger wird, neue und zugleich gute, eingängige Melodien zu finden. Das Problem heutiger Songschreiber ist v. a., daß die Beatles, ABBA und die ganzen 80er-Hitproduzenten schon vor ihnen da waren....
    Das schließe aus! In einer Oktave gibt es 13 Töne, das Ganze mal 6 (okay, nutzbar sind sie sicher nicht alle ). Darauf aufbauend 13 verschiedene Tonleitern (ist tatsächlich ein Uterscheid, ob "Alle meine Entchen" in D-Dur oder Es-Dur gesungen wird). Dann gibt es die verschiedenen Tonalitäten (tatsächlich mehr ausser Dur/Moll). Soviel zum Tonmaterial. Weiter geht es mit den Instrumenten, hier will ich gar keine Zahl nennen. Dann die Instrumentation, also die Mischung der einzelnen Instrumente, was das Klangbild ergibt. Und vielleicht mal noch ein paar musikalische Parameter wie Dynamik, Tempo usw dazu - ich glaube die Möglichkeiten zum Songwriting sind noch nicht annähernd ausgeschöpft.

    Der Punkt ist eher: Setze ich mich hin und probiere? Die Beatles haben es schliesslich auch getan, aber dafür sind sich heutige Künstler (will nicht wissen, wer wirklich einen Proberaum hat!) wohl zu schade oder zu ungeduldig.

    Also: daran liegt es nicht!
    Christoph

  8. #17
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    @Christoph:

    Aber bei Populär(!)-Musik geht es doch im Wesentlichen um eingängige (Refrain-)Melodien! Sound-Tüfteleien sind ja schön und gut, aber dadurch hat man noch keinen neuen Song. Um bei dem Beatles-Beispiel zu bleiben: Die Popularität der Beatles damals wie heute verdankt sich ja nicht ihren psychedlisch-experimentellen Anwandlungen (ab ´66), sondern den ungezählten 1A-Popmelodien, dem Umstand das auf ihren LPs fast gar kein "Füllmaterial" war.

    Wie nachrangig für die allermeisten Musikhörer der Sound gegenüber der Melodie ist, scheint sich mir auch darin zu äußern, daß es ja immer mehr Songs gibt, die sowohl in einer Rock- als auch in einer Pop- oder Dance-Version erfolgreich waren.

    Und was die Tonalität angeht: Man kann den altbekannten Dur/Moll/Blues-Rahmen natürlich in Richtung Jazz, World-Music u. v. m. erweitern. Die Frage ist nur: Wäre das dann noch Populär-Musik, waäre das noch Ohrwurm-fähig? Zugespitzt Kommt man dann nicht an eine Grenze, wo das Ganze nur noch nachts um 0:30 auf "arte" gesendet werden kann?

    Ich hab den Eindruck, daß zumindest die einfachen, "klassischen" Popmelodie-Tonkombinationen bald ausgeschöpft sind.

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