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Ein Sakrileg!!

Erstellt von D-Joy, 09.11.2005, 03:08 Uhr · 11 Antworten · 1.383 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von D-Joy

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    Hallo.

    Ich hab vorhin auf der Arbeit ein suuuuuper tolles neues Cover gehört und mir hat's fast die Zehennägel gerollt. Lucie Silvas hat "Nothing Else Matters" gecovert. Das ist für mich fast wie Gotteslästerung. Demnächst fällt noch jemandem ein, "Music" von John Miles zu covern....


    Was gibt's da denn sonst noch so an verhunzten Coverversionen von Melodien, die eigentlich unter Artenschutz gestellt gehören?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Veja

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    @ D-Joy

    "Music" wurde bereits 1999 von Intrance, die Anfang der 90er einen Hit mit "Te quiero (puta)" einen Hit hatten, gecovert. Die Coverversion war zwar nicht so richtig schlecht, aber angesichts des Originals doch eine ziemliche Frechheit...

  4. #3
    Benutzerbild von Torsten

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    Eine der schlimmsten musikalischen Vergewaltigungen der letzten Jahre: "American Pie" von Madonna.

    Der Klassiker von Don McLean gehört zu den Songs, die nur im Original ihre spezielle Wirkung entfalten. Mit ergreifender Melancholie zeichnet McLean sein ganz eigenes, verschrobenes Bild von Amerika und dessen Musik, kaum ein anderer Text der Popgeschichte enthält so viele zu enträtselnde Anspielungen.

    Madonna hingegen interpretiert den Song ohne sichtbaren Bezug zur Story so glatt und beliebig wie irgendeinen Allerwelts-Titel, was diesem einzigartigen Stück Zeitgeschichte völlig unangemessen ist. Für jeden, auf den das Original seit jeher seine besondere Wirkung entfaltet, ist Madonnas Version so vezichtbar wie ein Magengeschwür.

  5. #4
    Engel_07
    Benutzerbild von Engel_07
    D-Joy postete

    Was gibt's da denn sonst noch so an verhunzten Coverversionen von Melodien, die eigentlich unter Artenschutz gestellt gehören?
    Kennst du nicht diesen Thread hier?????????????????????????????
    http://best-of-80s.de/forum/showtopi...ighlight=cover
    Und hast du in den letzten 5 Jahren kein Radio gehört? Du Glücklicher!

    Von "Nothing Else Matters" und "One" gab es auch in den 90ern schon Dance-Versionen, die allerdings nur in Tanztempeln liefen und es nicht in die Charts geschafft haben. Die Interpreten habe ich jetzt nicht so schnell parat.

  6. #5
    Benutzerbild von ChiMag

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    Torsten postete
    Eine der schlimmsten musikalischen Vergewaltigungen der letzten Jahre: "American Pie" von Madonna.

    Der Klassiker von Don McLean gehört zu den Songs, die nur im Original ihre spezielle Wirkung entfalten. Mit ergreifender Melancholie zeichnet McLean sein ganz eigenes, verschrobenes Bild von Amerika und dessen Musik, kaum ein anderer Text der Popgeschichte enthält so viele zu enträtselnde Anspielungen.
    Frage: War nicht der Tod von Buddy Holly, Big Bopper und Ritchie Valens die Inspiration für diesen Song? (Wobei ja das gesamte Album American Pie eine Homage an die drei verstorbenen Musikgrößen war?!). Das bei dem Song auch anders geartete Anspielungen und 2-3 mehr oder weniger z.T. bösartige Anspielungen drin sind/sein sollen, hat man doch erst später - ich sags vorsichtig - hinein interpretiert?! Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, danke - aber ich bin bis gerade eben immer von eben diesen einem Fakt ausgegangen (in Erinnerung an u.a. Buddy Holly und das es mit dem Tod von ihm in der Musik bergab ging).



    Und zum Thema .. auch wenn es den anderen Thread schon gibt und ich dort bisweilen regelmäßig Schockzustände erleide .. die Coverversion des Barry Manilow Songs Mandy durch Westlife ist für mich ebenfalls ein absolutes Verbrechen - so vollkommen ohne Intensität, Gefühl oder sonstige eigentlich Lied bestimmende Eigenschaften. Runter geleiert ohne Ende und dann auch noch ein Stück, dass seinerzeit bestimmt 10 x am Tag mind. gespielt wurde, was die Situation nicht wirklich verbessert hatte .

  7. #6
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    ChiMag posteteFrage: War nicht der Tod von Buddy Holly, Big Bopper und Ritchie Valens die Inspiration für diesen Song? (Wobei ja das gesamte Album American Pie eine Homage an die drei verstorbenen Musikgrößen war?!).
    Diese Interpretation kenne ich auch und habe sie textlich auch so aufgenommen.

    Zu den Sakrileg-Coverversionen:
    Hier sehe ich (im Gegensatz zum Scheiß-Coverversionen-Thread), daß nur Lieder, die in ihrer Originalinterpretation etwas besonderes sind, oder in ihrer Stimmung nicht geändert werden sollten für diesen Thread geeignet.

    Hierzu möchte ich folgende Titel nennen, die man besser nicht neu einspielen sollte:

    Autobahn - Kraftwerk (hier gibt es eine Version des Balanescu Quartetts, die ich sogar noch in großen Teilen akzeptieren kann)
    Tubular Bells - Mike Oldfield (schon die Orchesterversion von Oldfield leitete den Sinn etwas fehl, weitere Neuinterpretationen von ihm störten auch eher den Sinn der eigentlichen Komposition.)
    Bohemian Rhapsody - Queen (wer hier (und es gab leider einige) eine Neuinterpretation wagt, soll vorher mal den Text vollständig erklären...)

    Öhm, die Titel waren alle aus den 70ern

    Deshalb jetzt weitere und zuerst eins aus den 60ern:
    All you need is Love - The Beatles (dieses Statement sollte man John Lennon allein zubilligen)
    Do they know it's Christmas - Band Aid (Das Lied ist in sich kitschig, darum glaubt man eigentlich niemand außer den Erstinterpreten die Intention.)

    etc.

  8. #7
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    ChiMag postete
    ... die Coverversion des Barry Manilow Songs Mandy durch Westlife ist für mich ebenfalls ein absolutes Verbrechen - so vollkommen ohne Intensität, Gefühl oder sonstige eigentlich Lied bestimmende Eigenschaften. Runter geleiert ohne Ende und dann auch noch ein Stück, dass seinerzeit bestimmt 10 x am Tag mind. gespielt wurde, was die Situation nicht wirklich verbessert hatte .
    Tja, Barry M. hat hier aber selbst ein altes Lied neu aufgenommen.
    Aber er hat es würdig interpretiert.

  9. #8
    Benutzerbild von ChiMag

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    @ Elek.-maxe

    Ich weiß das Mandy aus Brandy von Scott Englisch entstand (war doch so?!) .. und der gute Scott war schon 1971 am Werke (war noch vor meiner ZEit ). Denoch gefällt mir die Manilow Version um ein vielfaches besser .. und die war ja wiederum die Grundlage für Westlife, die eben ihren Job so gar nicht gut gemacht haben.

  10. #9
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Die VErsion von Scott English heißt übrigens Brandy und ist auf Trojan Records erschienen.

  11. #10
    Benutzerbild von Torsten

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    ChiMag postete
    War nicht der Tod von Buddy Holly, Big Bopper und Ritchie Valens die Inspiration für diesen Song? (Wobei ja das gesamte Album American Pie eine Homage an die drei verstorbenen Musikgrößen war?!). Das bei dem Song auch anders geartete Anspielungen und 2-3 mehr oder weniger z.T. bösartige Anspielungen drin sind/sein sollen, hat man doch erst später - ich sags vorsichtig - hinein interpretiert?! Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, danke - aber ich bin bis gerade eben immer von eben diesen einem Fakt ausgegangen (in Erinnerung an u.a. Buddy Holly und das es mit dem Tod von ihm in der Musik bergab ging).
    Der Einfachheit halber zitiere ich mal aus Frank Laufenbergs "Rock- und Poplexikon":
    Don McLean galt als introvertiert, als Narziss mit Gold-LP. "American Pie" war eine Superstory, die in der ganzen Welt von jedem, der mit Musik zu tun hatte, interpretiert wurde. Was gab es nicht alles zu enträtseln! Meinte Don mit dem Hinweis auf "Jumpin' Jack Flash" wirklich, dass die Rolling Stones zu denen gehören, die die Rockmusik getötet haben? Sehr wahrscheinlich! Auch die Beatles oder die Byrds werden in die Pfanne gehauen.

    Überhaupt: Am 3. Februar 1959 ist die Musik gestorben. Nicht ein Musiker ist an diesem Tag mit einem kleinen Flugzeug abgestürzt, sondern die komplette Musik. Von Buddy Holly ist die Rede, der sicher eine wichtige Komponente in der Geschichte des Rock'n'Roll war, aber auf keinen Fall die wichtigste. Da gab es ganz andere Musiker, die die Wege des Rock'n'Roll bereitet haben. Vorwiegend Schwarze, die schon Rock'n'Roll spielten, als die Weißen nicht einmal genau wussten, was denn mit dieser Bezeichnung gemeint sein könnte.

    Das Cover der LP "American Pie" zeigt die Richtung von Don McLean an: ein erhobener Daumen, der mit Stars und Stripes bemalt ist. Im Lied wird es noch deutlicher: es geht um eine Zeit, als die jungen Amerikaner noch stolz auf ihr Land waren. Die 50er-Jahre waren die Zeit, in der es laut Don McLean so amerikanisch zuging, wie Apfelkuchen amerikanisch ist: "as American as apple pie".

    Die Beatles, die Stones, Elvis Presley, die Byrds - alle machten die schöne alte Musik kaputt. Janis Joplin war eine Ausnahme, aber kaum, dass Don McLean die Frage an sie richten konnte, was es denn Neues unter Gottes schönen Sängern gäbe, drehte sie sich selbst heim.

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