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Einfluss der Musik-Produzenten

Erstellt von Waves, 06.09.2006, 16:35 Uhr · 25 Antworten · 1.657 Aufrufe

  1. #1
    Waves
    Benutzerbild von Waves

    Einfluss der Musik-Produzenten

    Hi zusammen, hier im Forum tummeln sich ja auch viele Profis u. priv. Musik- Freaks die man als wandelnde Lexikons bezeichnen könnte...

    Warum dann nicht so einiges hinterfragen hab ich mich gefragt

    Dieser Thread soll dazu dienen speziell nur Musik-Produzenten zu nennen deren Handschriften die "gute technische Qualität" und/oder auch die künstlerischen Outputs der Interpreten im positiven Sinne deutlich mitbestimm(t)en.

    So dass oft geniale Produktionen dabei herauskamen die mehr die Handschrift des Produzenten als die der Künstler hatten.

    Aber bitte nicht nur diese nennen sondern eben auch diejenigen
    Produzenten/Interpreten (evtl. auch Platten) nennen die eben auch
    nicht in ihrer Kunst vom Produzenten eingeengt wurden.

    Das gute Ergenis zählt !

    Soweit ich weis lässt Trevor Horn Heutzutage seinen Acts wesentlich mehr
    gestalterischen Freiraum.

    Eben den Zusammenhang genialer Produzent = gutes oder geniales Produkt.

    Und, gibt es auch Gegenbeispiele? Neuer Produzent = Miese Platte?

    Wenige Beispiele der pos. Art:

    Rupert Hine - The Fixx, Saga
    Trevor Horn - FGTH, Propanganda
    Jim Steinman - Meat Loaf, Bonnie Tyler

    Ich freue mich auf viele Antworten !!

    Gruß, waves

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Elek.-maxe

    Registriert seit
    23.06.2004
    Beiträge
    4.624
    Zitat Zitat von Waves
    Hi zusammen, hier im Forum tummeln sich ja auch viele Profis u. priv. Musik- Freaks die man als wandelnde Lexikons bezeichnen könnte...
    Ich würde Lexika dazu sagen
    Und, gibt es auch Gegenbeispiele? Neuer Produzent = Miese Platte?
    Oh ja!
    Z.B.
    Human League - Crash - Produzenten: Jam&Lewis - Miese Platte, Künstler und Produzenten paßten überhaupt nicht zusammen, außer der Single "Human" gab es damit auch keine Erfolge.

  4. #3
    Benutzerbild von okinawa

    Registriert seit
    31.10.2004
    Beiträge
    1.752
    als positives beispiel würd ich Martin Hannett nennen, der haus- und hofproduzent früherer Factory Records tage, seinen einfluss hört man deutlich, wenn man die spät70er/früh 80er Factory sachen mal vergleicht, bands wie Joy Divison, Durutti Column, Section 25, The Names... gibt ne ganz gute seite mit umfassender discographie seiner produktionen. typisch ua der drumsound seiner produktionen.
    http://www.martinhannett.co.uk/

  5. #4
    Waves
    Benutzerbild von Waves
    Zitat Zitat von Elek.-maxe
    Ich würde Lexika dazu sagen
    Oh ja!
    Z.B.
    Human League - Crash - Produzenten: Jam&Lewis - Miese Platte, Künstler und Produzenten paßten überhaupt nicht zusammen, außer der Single "Human" gab es damit auch keine Erfolge.
    Danke für den Hinweis Elek.-maxe, Deutsch schreiben will schon gelernt
    sein

    Human League:
    Ich kenne von "Crash" auch nur "Human".
    Und der Titel ist wirklich sehr seicht/schwach, dann lag es hier also am falschen Tandem.
    Zu alter Grösse sind "Human League" danach leider aber nicht mehr aufgestiegen.

    Sers, waves

  6. #5
    Benutzerbild von NovalisHH

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    1.004
    Viele von Euch wissen, daß ich u.a. im Schlagerbereich journalistisch tätig bin... manche mögen dies akzeptieren, andere weniger... aber GERADE im Schlagerbereich ist der PRODUZENT meist mehr von Bedeutung als der KÜNSTLER/INTERPRET selbst.

    Wurde in den 80ern ein Schlager von z.B.
    Ralph Siegel/Bernd Meinunger
    Hanne Haller/Bernd Meinunger
    Joachim Horn-Bernges
    Candy de Rouge/Günter Mende

    produziert, besaß er zumeist eine (für einen Schlager betrachtet) überaus hohe musikalische wie (teilweise) auch lyrische Qualität.

    Saßen z.B.
    Jean Frankfurter
    Jack White
    Stein/Jass
    etc.

    hinter den Reglern, stand das Kommerzielle weit über dem Künstlerischen.

    Dies dürfte im internationalen bzw. Popbereich kaum anders gewesen sein.

    Wenn eine Platte von Alan Tarney produziert war - z.B. Cliff Richard, Leo Sayer, Alvin Stardust - konnte man sie letztlich unbesehen kaufen. Denn Tarney stand für klassische, unspektakuläre, aber überaus eingängige und sympathische britische Popmusik.

    Auch Jim Steinman (eher Rock) und Stephe Hague (eher Pop/Synthipop) zähle ich zu den internationalen Produzentenlegenden der 80er

    Gruß aus HH

  7. #6
    Benutzerbild von IchBinDeinCyan

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    22.08.2006
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    95
    Zitat Zitat von Waves
    Soweit ich weis lässt Trevor Horn Heutzutage seinen Acts wesentlich mehr
    gestalterischen Freiraum.
    Weiss nicht, ob man das so sagen kann. Ich hab schon in dem einen oder anderen Interview gelesen, dass Trevor Horn im Studio ein Despot und Controllfreak gewesen sein soll. Auch die Produktion von "Slave To The Rhythm" soll ein Desaster gewesen sein. Zumindest wenn man Grace Jones glauben darf. Zumindest hatte sie sich das ganze anders vorgestellt. Aber in dem Fall ist es ja nun ziemlich egal, denn "Slave To The Rhythm" ist ja ein Meisterwerk.

    Anderes Beispiel: STOCK/AITKEN/WATERMAN. Da waren die Produzenten wichtiger als die Künstler, zumindest gegen Ende der Achtziger. Das Anliegen der drei Herren war ja zunächst etwas MOTOWN-ähnliches zu erschaffen. Also Songs und Sounds, wo man auf Anhieb erkennt, aus welchem Stall sie kommen. Was ja nun kein schlechtes Anliegen ist und sie haben ja einige Knaller geschaffen. Gegen Ende haben sie allerdings die ganze Sache versaut, weil sie zu wahllos wurden, was die Künstler anging (zum Beispiel: Sabrina Salerno... die trällernde Körbchengröße.) Ausserdem war es unklug Pete Waterman, dieses unterbelichtete Großmaul, an die PR-Front zu schicken. Die Produktionen selber entstanden ja weitgehend aus den Händchen von Stock und Aitken. Waterman selber war daran nur minimal beteiligt. Und bis heute sind sie ein Phänomen, wo sogar der erbittertste Hasser zähneknirschend eingesteht, dass der eine oder andere Song nicht mal sooo übel war (siehe Boy George).

  8. #7
    Benutzerbild von Babooshka

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    15.11.2002
    Beiträge
    7.585
    Prefab Sprout wurden zum Teil von Thomas Dolby produziert und diese Handschrift hört man auch (positiv) raus.

  9. #8
    Waves
    Benutzerbild von Waves
    Wow okinawa ! Danke !!
    Genau sowas habe ich gesucht. Der Link ist genial, was man da alles
    für Wave Bands dieser Ära findet.

    Martin Hannett war mir noch unbekannt, ich wusste nur grob dass "Factory"
    im Übergang 70/80er damals Pionierarbeit leistete.
    Die vielen mir unbekannten Martin Hannett Produkte gilt es für mich zu erforschen.

    Weitere Labels nach meinem Geschmack: "Mute", "Rough Trade" und "4AD".

    @NovalisHH, das war ein sehr interessanter Einblick!
    ---------------------------
    Ich bin begeistert über die Resonanz u. d. erstklassigen Infos hier im Forum und
    dass auch tatsächlich Insider der Branche wie NovalisHH oder bamalama
    vertreten sind.

    Damit hat das Forum richtig Substanz.

    Ich möchte mich bei "allen Forums Teilnehmern" im voraus bedanken.

    Musste ich mal loswerden.

    Gute Nacht Gruß aus der Frankenmetropole Nürnberg, waves

  10. #9
    Waves
    Benutzerbild von Waves
    Zitat Zitat von Babooshka
    Prefab Sprout wurden zum Teil von Thomas Dolby produziert und diese Handschrift hört man auch (positiv) raus.
    Hi verehrte Babooshka (von der ich hier schon soviel lesen durfte).
    Du hast natürlich recht.

    Ich besitze die beiden Prefab Sprout CDs "Steve McQueen" und "Jordan".
    Es sind beides von Dolby produzierte Perlen die deutlich seine Handschrift tragen.
    Ich sollte die beiden Scheiben eigendlich in Gold einfassen lassen

    Thomas Dolby ist ein kreativer Gigant des elektr. 80er Wave-Pops.
    Wo nimmt der nur seine Sound Ideen her?
    Musik zum abheben, OK. Ich ufere schon wieder aus hier.

    Gruß von waves nach good old Berlin

  11. #10
    Waves
    Benutzerbild von Waves
    Zitat Zitat von IchBinDeinCyan
    Weiss nicht, ob man das so sagen kann. Ich hab schon in dem einen oder anderen Interview gelesen, dass Trevor Horn im Studio ein Despot und Controllfreak gewesen sein soll. Auch die Produktion von "Slave To The Rhythm" soll ein Desaster gewesen sein. Zumindest wenn man Grace Jones glauben darf. Zumindest hatte sie sich das ganze anders vorgestellt. Aber in dem Fall ist es ja nun ziemlich egal, denn "Slave To The Rhythm" ist ja ein Meisterwerk.

    Anderes Beispiel: STOCK/AITKEN/WATERMAN. Da waren die Produzenten wichtiger als die Künstler, zumindest gegen Ende der Achtziger. Das Anliegen der drei Herren war ja zunächst etwas MOTOWN-ähnliches zu erschaffen. Also Songs und Sounds, wo man auf Anhieb erkennt, aus welchem Stall sie kommen. Was ja nun kein schlechtes Anliegen ist und sie haben ja einige Knaller geschaffen. Gegen Ende haben sie allerdings die ganze Sache versaut, weil sie zu wahllos wurden, was die Künstler anging (zum Beispiel: Sabrina Salerno... die trällernde Körbchengröße.) Ausserdem war es unklug Pete Waterman, dieses unterbelichtete Großmaul, an die PR-Front zu schicken. Die Produktionen selber entstanden ja weitgehend aus den Händchen von Stock und Aitken. Waterman selber war daran nur minimal beteiligt. Und bis heute sind sie ein Phänomen, wo sogar der erbittertste Hasser zähneknirschend eingesteht, dass der eine oder andere Song nicht mal sooo übel war (siehe Boy George).
    Hi IchBinDeinCyan, leider ist mir der betreffende Künstler entfallen auf dem sich das bezeiht. Es war nichts aus den 80ern sondern eine aktuelle Produktion. Und die Info war so dass Trevor seinen unendlichen Maschinenpark dezent bzw. wohldosiert einsetzte.
    Ich denke der gute Mann hat dazugelernt.
    Die Sache mit Grace Jones lässt mich schmunzeln. Da hätte ich gerne im Hintergrund das Mäuschen gespielt um zu sehen wie Sie den Trevor an die Gurgel geht.
    Immerhin ist Sie 1,80 gross u. ein animalisches Biest!

    Super Info, auch bez. S.A.W. !

    Gruß, waves

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