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EUROVISION Song Contest 2008

Erstellt von bamalama, 10.01.2008, 17:51 Uhr · 150 Antworten · 12.116 Aufrufe

  1. #51
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    AW: EUROVISION Song Contest 2008

    Aua, der Herr des Augsburger Lokalsenders, der das herausgefunden hat ist mir sogar noch persönlich bekannt.

    Aber die Ähnlichkeit der beiden Songs ist echt frappierend. Mir wäre es nicht aufgefallen, da ich den Originalsong gar nicht kenne.

    Finde beide Songs recht belanglos und hätte den No Angels mit diesem Song auch kaum irgendwelche Chancen im vorderen Bereich zu getraut. Wie es sich allerdings mit deren Bekanntheitsgrad in Osteuropa verhält, weiß ich nicht (und die scheinen ja einen Großteil der Punkte auszumachen). Aber irgendwie habe ich seit dem letzten Jahr völlig das Interesse an dem Wettbewerb verloren. Außer dem bescheuerten Truthahn-Song habe ich mir eigentlich noch nichts angesehen.

    Selbst den Vorentscheid habe ich erst nachträglich angesehen, weil ich an dem Abend lieber mit Freunden wegging. Cinema bizarre fand ich wirklich unterirdisch. Aber kein Song hat mich richtig angesprochen.

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von bamalama

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    Vorentscheide: Was lange währt...
    Es ist noch gar nicht so lange her, dass einem ESC-Beitrag die Disqualifikation drohte, wenn der zugehörige Tonträger vor der Finalsendung veröffentlich wurde. Mittlerweile ist die entsprechende Deadline auf den 1. Oktober des Vorjahres gelegt worden, und auch der Vorlauf für die Bestimmung der nationalen Beiträge wird immer länger. Manche Länder nutzen die gewonnene Zeit, um sich in aufwändigen Vorentscheidungsmarathons zu ergehen, andere sind froh, mehr Spielraum für die interne Entscheidungsfindung zu gewinnen. Doch nicht immer kommt mit der Zeit auch der Rat.

    Orient Light
    Bereits am 23. November 2007 hatte das niederländische Fernsehen NOS bekannt gegeben, dass Sängerin Hind ihr Land beim ESC in Belgrad vertreten würde. Die in Gouda geborene Halbmarokkanerin erlangte durch Erfolge in der Soundmix-Show und der niederländischen Ausgabe von DSDS öffentliche Bekanntheit und hat schon zwei Alben veröffentlicht. Die arabischen Einflüsse, die Hinds Musik üblicherweise prägen, werden in "Your Heart Belongs to me" recht zurückhaltend eingesetzt, und auch sonst ist dem Titel keine allzu orientalische Extravaganz vorzuwerfen. In Zeiten gefühlter islamischer Bedrohung sicherlich als ein Signal für gelebte Integration in den Niederlanden zu verstehen.

    Orient Full Flavour
    Auch die armenische Sängerin Sirusho steht seit November 2007 als Vertreterin ihres Heimatlandes fest. Die 20-Jährige gilt als aufsteigender Stern am armenischen Pophimmel und durfte beim ESC in Helsinki schon einmal die Punkte aus Eriwan durchgeben. Aus insgesamt vier Beiträgen wählten die Zuschauer in der nationalen Vorentscheidung den Titel "Qele Qele", eine eingängige Orient-Popnummer in bester Bollywood-Tradition. Der überwältigende Sieg mit 85,6 % der Stimmen ist wohl auch auf die einleitenden armenischen Textpassagen zurückzuführen: Sirusho bringt darin den Wind von den Bergen und das Licht der armenischen Sonne nach Belgrad. Eine weitere armenische Top-Platzierung beim ESC ist absehbar.

    Podgoricaer Allerlei
    Einen etwas anderen Weg zur Bestimmung des nationalen ESC-Beitrags hat Montenegro in diesem Jahr eingeschlagen: Ende Januar durften die Zuschauer aus sechs beliebten Künstlern ihren Favoriten küren, die Auswahl des Titels für Belgrad wurde hingegen von einer Fachjury vorgenommen. Montenegrinisch ist an "Zauvijek Molim te" (Ich werde dich ewig lieben) in erster Linie Interpret Stefan Filipovic, der sich bei der Vorentscheidung 2007 noch mit Platz zwei begnügen musste. Das Komponistenteam ist in Mazedonien zuhause und die Backgroundsänger stellten ihre stimmlichen Fähigkeiten schon für Slowenien und Kroatien zur Verfügung. Ansonsten merkt man dem rockig gemeinten Titel deutlich an, dass er sich noch in der Demo-Phase befindet.

    Bab-di-bap Di-ba-bap
    Das dramatisch schwindende Interesse der französischen Zuschauer am Eurovision Song Contest (sicherlich auch aufgrund der anhaltend miserablen Ergebnisse) hat die Fernsehverantwortlichen zum Durchgreifen bewegt: Nach langwierigen Verhandlungen wurde mit Sébastien Tellier ein namhafter Angehöriger der Elektro-Pop-Szene um die international erfolgreichen Gruppen Air und Daft Punk verpflichtet. Tellier soll den ESC in Frankreich wieder salonfähig machen und darf dazu seinen Titel "Divine" sogar in englischer Sprache vortragen. Wie es ihm gelingen wird, coole Clubatmosphäre auf die ESC-Bühne zu zaubern, ohne den Zuschauer zum spontanen Kühlschrankbesuch zu animieren, ist hoffentlich eine der großen Überraschungen dieses Wettbewerbs.

    Bailamos Compañeros
    Schon der Appell "Salvemos Eurovisión" (Lasst uns den ESC retten), unter dem die nationale Vorentscheidung firmierte, lässt erkennen, dass die Show auch in Spanien mit massiven Popularitätseinbußen zu kämpfen hat. Durch ein Online-Casting hoffte man, das öffentliche Interesse wieder anzukurbeln, doch statt des erhofften frischen Windes wehte dem spanischen Fernsehen Rodolfo Chikilicuatre in die Sendung, beliebter Late-Night-Talker und in punkto nationaler Popularität mit der irischen Truthahnpuppe Dustin auf Augenhöhe. Sein "Baila el Chiki Chiki" besitzt die Eingängigkeit von "Macarena" und ist auch politisch brisant. Einige Passagen des vermeintlichen Nonsens-Textes mussten nach Vorgabe der EBU geglättet werden. Völlig unberechenbar!

    Ljubljana Paixão
    Das Festival da Canção gehörte einst zu den prestigeträchtigsten Ereignissen der portugiesischen Musikwelt. Heute ist davon nicht mehr viel zu spüren, und große Namen meiden konsequent den Wettbewerb, der sich moderneren Musikrichtungen nur zögerlich öffnet. Für junge Talente wie die Operação-Triunfo-Siegerin Vânia Fernandes ist er allerdings noch immer attraktiv. Ebenso für eingefleischte ESC-Fans wie Komponist Andrej Babic, der nach Beiträgen für Bosnien, Kroatien und Slowenien mit "Senhora do Mar" nun auch einen portugiesischen Titel zu verantworten hat. Das Lied über die unglückliche Liebe zu einem verschollenen Seemann ist denn auch so klischeehaft geraten, dass man meinen könnte, Lissabon liegt auf dem Balkan.

    Hinter’m Kreml
    Spektakulär versprach in diesem Jahr die russische Vorentscheidung zu werden: Ganze 27 Teams aus dem In- und Ausland waren nach Moskau eingeladen worden, um dem größten Flächenland der Welt einen würdigen Kandidaten für den heiß ersehnten ESC-Sieg zu bescheren. Mit der Wahl von Dima Bilan scheint man nun auf der sicheren Seite, zumal seine selbst geschriebene Ballade "Believe" von Erfolgsproduzent Timbaland auf Gewinnerkurs gebracht wurde. Bilan wirkt reifer und nicht mehr ganz so betont jugendlich, sein Titel leider auch. An der Bühnenshow dürfte bis Belgrad noch ausgiebig gefeilt werden. Im Zweifelsfall gibt Carolin Fortenbacher sicher nützliche Tipps - die hatte so ein ähnliches Lied.

    Sprachenvielfalt par excellence
    Große Überraschung herrschte 2003, als Belgien mit einem Lied in Fantasiesprache beinahe den ESC für sich entscheiden konnte. Großes Gemaule herrscht nun, weil Belgien dieses Experiment noch einmal wagt. Doch "O Julissi na Jalini" hat nicht den keltischen Wohlklang des vokallastigen "Sanomi", sondern greift bewusst slawisch anmutende Konstruktionen auf. Dabei steckt der Titel des sechsköpfigen Musikkollektivs Ishtar (benannt nach der babylonischen Göttin der Liebe) voller Anspielungen an die Musikkultur der Roma, die in ganz Europa große Beliebtheit genießt. Hier hat jemand seine Hausaufgaben gemacht! Und vielleicht ganz nebenbei das nationale Klischee von Belgien entworfen – möglichst europäisch sein.

    http://www.ndrtv.de/grandprix/news/2...d_spanien.html

  4. #53
    Benutzerbild von bamalama

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    Zitat Zitat von SonnyB. Beitrag anzeigen
    Mal sehen ob die No Angels überhaupt antreten oder ob Frau Faltenmeier nachrückt. Der Song soll nämlich geklaut sein.
    Pressemitteilung: "Disappear" der "No Angels" ist kein Plagiat!

    Der Song "Disappear", mit dem die No Angels den deutschen Vorentscheid im Ersten zum Eurovision Song Contest gewonnen haben, ist kein Plagiat. Er wurde dem NDR bereits im Dezember 2007 von der Plattenfirma Universal vorgelegt. Der Song "Break the Silence" von Steffi List wurde erst danach, am 10. Januar 2008, in Stefan Raabs Show veröffentlicht. Die Komponisten von "Disappear" bestätigen zudem, dass die Melodie bereits im Januar 2006 komponiert, aber nicht veröffentlicht wurde. Im November 2007 wurde sie mit einem Text versehen und für die No Angels fertiggestellt, kurz darauf wurde der Song dem NDR als Grand Prix Bewerbung eingereicht und akzeptiert.

    Ein Plagiatsvorwurf braucht darüber hinaus einen Kläger, der sich um sein geistiges Eigentum gebracht fühlt. Eine solche Beschwerde liegt dem NDR von keiner Seite vor, weder von der Interpretin des Liedes "Break the Silence", noch von den Autoren dieses Liedes. Die Rechte von "Break the Silence" liegen überdies bei derselben Plattenfirma - Universal -, die auch die No Angels vertritt.

    Unabhängige Gutachter bestätigen, dass die Analyse der Melodien nur eine Ähnlichkeit in einer sehr kurzen Sequenz erkennen lässt, die aber für einen Plagiatsvorwurf nicht ausreicht, sondern im Rahmen der in der Popwelt tagtäglich vorkommenden ähnlichen Anmutungen bleibt. Die grundsätzliche Ausrichtung der beiden Songs ist aber völlig unterschiedlich.

    Ralf Quibeldey, Leiter der Redaktion Talk und Unterhaltung des NDR: "Wir sind überzeugt, dass der Song "Disappear" von den No Angels in allen Punkten den Richtlinien der EBU für den Eurovision Song Contest entspricht und kein Plagiat ist. Wir freuen uns, dass mit den No Angels international bekannte Stars für Deutschland in Belgrad antreten, und drücken ihnen und uns allen fest die Daumen."

    http://www.ndrtv.de/grandprix/news/2...tsvorwurf.html

  5. #54
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    Das Teilnehmerfeld für Belgrad ist komplett

    Last but not least: San Marino, Schweden und Serbien haben entschieden
    Mit dem Finale des schwedischen Melodifestivals am vergangenen Samstag ist der Vorentscheidungsmarathon für den Eurovision Song Contest in Belgrad zu Ende gegangen: Alle 43 Beiträge stehen nun fest. In den kommenden Wochen werden die Teams um die teilnehmenden Künstler an Auftritt, Kostüm und Choreographie feilen, um in den Halbfinalsendungen und gegebenenfalls auch am Samstagabend eine gute Figur zu machen. Als letzte haben Serbien, San Marino und Schweden ihre Interpreten bestimmt. Ein durchaus spektakulärer Abschluss – wenn auch nicht unbedingt aus musikalischer Sicht.

    Never change a winning team
    Wenn Auftritte bei den nationalen Vorentscheidungen anderer Länder einen Wertungsvorteil bringen, hat Charlotte Perelli ihre Punkte aus Deutschland sicher. Wenig überraschend entschied die 33-jährige Sängerin das schwedische Melodifestival zum zweiten Mal für sich. Bereits im Vorfeld galt Perelli, die 1999 als Charlotte Nilsson den Eurovision Song Contest in Jerusalem gewann, als haushohe Favoritin. Wenig überraschend auch ihr Song "Hero", der genau so klingt, wie man es von einem Melodifestival-Titel erwartet: Ein stampfender Poprhythmus mit geigenlastigem Arrangement einschließlich schlagertypischer Rückung – Windmaschine inklusive. Nach der "The Ark"-Pleite eine sichere Bank für Belgrad. Oder?

    Ethno-Ballade mit Interpretationspotenzial
    Die Welt schaut auf Serbien, und das nicht nur als Gastgeber des ESC 2008. Kaum eine andere nationale Vorentscheidung hat im Ausland für ähnlich umfangreiche Berichterstattung gesorgt. Und wenn Nachrichtenredakteure sich mit Kultur beschäftigen, finden sie gerne einen politischen Zusammenhang. Der ist bei "Oro", dem Klagelied einer jungen Frau um ihren Geliebten, schnell hergestellt. Dabei unterscheidet sich die Ethno-Ballade kaum von anderen Werken ihres Komponisten Zeljko Joksimovic und auch textlich werden keine nationalistischeren Töne angeschlagen als in der allgemein sehr heimatverbundenen serbischen Popmusik üblich. Die zusätzliche Publicity dürfte Interpretin Jelena Tomasevic allerdings nicht ungelegen kommen.

    Selbsthass singt für San Marino
    Das ESC-Debüt des Zwergstaates im Herzen Italiens war ein lang gehegter Wunsch vieler Fans. Wer von den Sanmarinesen allerdings gefällige Canzoni mit Schmacht und Schmelz erwartete, wurde nun bitter enttäuscht: Bei seiner ersten Teilnahme präsentiert sich San Marino mit einer düsteren Rockballade der Band Miodio (Ich hasse mich). Die fünf jungen Männer sind gegenwärtig in Italien sehr erfolgreich und präsentieren eine Musik, die vor allem durch virtuose Instrumentierung besticht. "Complice" klingt für ein Liebeslied ausgesprochen resignativ. Man merkt, dass sich das kleine Land jung und modern präsentieren möchte, dabei aber einen gewissen Anspruch wahren will. Für den italienischen Markt ideal, für Resteuropa vielleicht noch zu ungewohnt.

    http://www.ndrtv.de/grandprix/news/2..._schweden.html

  6. #55
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    EUROVISIONs-charts:

    von 0 auf platz 12: NO ANGELS - disappear
    von 0 auf platz 20: MARQUESS - la histeria
    von 0 auf platz 44: CINEMA BIZARRE - forever or never
    von 0 auf platz 71: FORTENBACHER - hinterm ozean

  7. #56
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    die NO ANGELS starten auf platz 4:

    Die NO ANGELS gehen beim Finale des "Eurovision Song Contests" in Belgrad mit ihrem Song "Disappear"an vierter Stelle ins Rennen. Das wurde am 17. März per Los in der serbischen Hauptstadt entschieden. NDR-Delegationsleiter Manfred Witt, der in Belgrad die Live-Übertragung der Auslosung verfolgte: "Die Startnummer vier für die 'No Angels' klingt zunächst nach Lospech, aber ein guter Song und eine gute Präsentation haben von jedem Startplatz aus alle Chancen." Auch in der Reihenfolge der Abstimmung der Länder im Finale wurde Deutschland auf Platz 4 gelost - von insgesamt 43.

    Die anderen vier Länder, die bereits für das Finale feststehen, starten auf Platz 2 (Großbritannien), 19 (Frankreich), 22 (Spanien) und 23 (Serbien). Wer die übrigen Teilnehmer des Finales sind - insgesamt treten dort 25 Länder an -, entscheidet sich in den beiden Halbfinalen am 20. und 22. Mai. Diese werden im NDR Fernsehen zu sehen sein.

  8. #57
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    alle teilnehmer auf einen blick:

    1. Halbfinale (20. Mai):

    Startplatz Land Interpret Titel

    01. Montenegro Stefan Filipovic - Zauvijek volim te
    02. Israel Boaz Mauda - Ke'ila kan
    03. Estland Kreisiraadio - Leto svet
    04. Moldau Geta Burlacu - A Century Of Love
    05. San Marino Mi Odio - Complice
    06. Belgien Ishtar - O julissi na jalini
    07. Aserbaidschan Elnur Guseynov - Day After Day
    08. Slowenien Rebeka Dremelj - Vrag naj vzame
    09. Norwegen Maria Haukaas Storeng - Hold On Be Strong
    10. Polen Isis Gee - For Life
    11. Irland Dustin the Turkey - Ireland douze points
    12. Andorra Gisela - Casanova
    13. Bosnien-Herzegowina Elvir Lakovic Laka - Pokusaj
    14. Armenien Sirusho - Qele qele
    15. Niederlande Hind - Your Heart Belongs To Me
    16. Finnland Teräsbetoni - Missä miehet ratsastaa
    17. Rumänien Nico & Vlad Mirita - Pe-o margine de lume
    18. Russland Dima Bilan - Believe
    19. Griechenland Kalomira Sarantis - Secret Combination

    2. Halbfinale (22. Mai):

    Startplatz Land Interpret Titel

    01. Island Euroband - This Is My Life
    02. Schweden Charlotte Perrelli - Hero
    03. Türkei Mor ve ötesi - Deli
    04. Ukraine Ani Lorak - Shady Lady
    05. Litauen Jerominas Milius - Nomads In The Night
    06. Albanien Olta Boka - Zemrën lamë peng
    07. Schweiz Paolo Meneguzzi - Era stupendo
    08. Tschechische Republik Tereza Kerndlova - Have Some Fun
    09. Weißrussland Ruslan Alehno - Hasta La Vista
    10. Lettland Pirates Of The Sea - Wolves Of The Sea
    11. Kroatien Kraljevi ulice & 75 Cents - Romanca
    12. Bulgarien Projekt deep Zone & Balthazar - DJ, Take Me Away
    13. Dänemark Simon Mathew - All Night Long
    14. Georgien Diana Ghurtskaia - Peace Will Come
    15. Ungarn Csezy - Szívverés
    16. Malta Morena - Vodka
    17. Zypern Evdokia Kadi - Femme fatale
    18. Mazedonien Vrcak & Adrian Gaxha - Vo ime na ljubovta
    19. Portugal Vânia Fernandes - Senhora do mar

    Finale (24. Mai):

    Startplatz Land Interpret Titel

    02. Großbritannien Andy Abraham - Even If
    04. Deutschland No Angels - Disappear
    19. Frankreich Sébastien Tellier - Divine
    22. Spanien Rodolfo Chikilicuatre - Baila el Chiki-Chiki
    23. Serbien Jelena Tomaševiæ - Oro

  9. #58
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    Eurovision Song Contest 2008: Die Videos der Teilnehmer
    Hier können Sie alle Videos der diesjährigen Teilnehmer sehen. Klicken Sie einfach auf den Namen des Landes. Die Länder sind nach ihrem englischen Namen alphabetisch sortiert, so findet sich Weißrussland am Anfang der Liste, da es auf Englisch Belarus heißt.

    http://www.ndrtv.de/grandprix/teilne...ll_videos.html

  10. #59
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    Lächeln "Disappear" erklettert europäische Charts

    Zahlen können so nüchtern sein, aber an ihnen zerbröselt so manches Gerücht und viele Klischees. Beispielsweise, dass der ESC nichts mit aktuellen Entwicklungen in den Charts zu tun habe. Und dass eine bessere Auswahl - wie sie, so will es das Vorurteil, Stefan Raabs Bundesvision Song Contest besorge - der Popularität des Events gut tun würde. Wir dürfen sehr aktuell bilanzieren: Alles nur unzulängliches Gemurmel

    "Disappear" steht in den momenten Singlecharts (früher hätte man gesagt: in der Hitparade) auf Platz 4, in der Vorwoche Platz 12. Tendenz: steigend. Auch in Österreich und Polen konnten die No Angels ins Konzert der meistgehörten Songs der Woche einsteigen. Europäisch gerechnet steht "Disappear" auf Platz 21. Trend, sieben Wochen vor dem Finale von Belgrad: ebenfalls steigend. Sie sind erfolgreicher als im Vorjahr Roger Cicero, dessen "Frauen regier'n die Welt" es in den Charts bestenfalls auf einen sehr respektablen 7. Platz brachte.

    Wie den No Angels, die mit ihrem Siegestitel aus dem Vorentscheid den größten Erfolg seit ihrem Comeback notieren können, geht es auch ihren Rivalen. Ist ja keineswegs so, dass sie nicht ihren Vorteil aus dieser Show gezogen hätten. Marquess' "La histeria" steht auf dem 19. Platz der deutschen Singlecharts, Carolin Fortenbacher, den No Angels nur hauchdünn unterlegen, auf Platz 44, Cinema Bizarre dürfen für ihren Song "Forever or never" einen 70. Platz in Anspruch nehmen - und auch der leicht in Hamburg untergegangene Tommy Reeve hält sich auf Platz 88 mit seinem "Just One Woman".

    Unterm Strich heißt das: Es gab keinen deutschen Vorentscheid wie diesen, bei dem alle Titel sich in den Charts einreihen konnten - kein Füllmaterial ist auf der Strecke geblieben, wie es in der Musikindustrie sehr präzise wahrgenommen wird. In der Schlussfolgerung bedeutet dies, dass auch im kommenden Jahr Künstler wieder Lust haben werden, sich an einem Vorentscheid zu beteiligen - eine Platzierung unterhalb der Siegesstufe muss keine Rufschädigung bedeuten.

    Die No Angels sind bei manchen Sendern längst auf Heavy Rotation, das heißt, ihr Lied wird rauf unter runter gespielt - das verspricht eine exzellente Quote für den 24. Mai, wenn der ESC aus Serbiens Hauptstadt übertragen wird.

    In den Internetforen laufen die Diskussion, dies nur noch nebenbei, heiß, wer auf welchem Platz in Belgrad landen wird. Zu den No Angels heißt es lapidar von den allermeisten: Sie krachen nach ganz oben. Falls nicht alle Hitparaden lügen!

    http://www.ndrtv.de/grandprix/blog/

  11. #60
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    Achtung, Kuriosa!

    Seit einiger Zeit kursiert nun die offizielle Previewliste der Eurovision mit allen 43 Acts, die dieses Jahr in Belgrad die Krone des Grand Prix erringen wollen. Der allgemeine Eindruck: kein schlechter Jahrgang. Was aber moniert wird, ist die Häufung an Kuriositäten, an Skurrilem und Auffälligem. Manche sagen gar, die, an denen sie sich stören, versuchen gar nicht erst, durch eine Komposition samt Text plus Anmut zu überzeugen, sondern durch schiere Unernsthaftigkeit.

    Besonders in die Augen und Ohren fallen vier Beiträge: Spanien mit einem lärmenden Lied über ein Stück Gefieder; außerdem Estland mit einem sprachenkunterbunten Stück, welches mit serbischen wie deutschen Schnipseln die Zeremonie des ESC auf die Schippe zu nehmen scheint; Belgien wartet mit dem zweiten Lied innerhalb von fünf Jahren auf, das sich einer Kunstsprache bedient und außerdem wie eine Kreuzung aus dem Sechzigerjahrehit "Dominique" der singenden Nonnen von "Soeurs Sourire" und Flughafenmusik der Fünfziger sich anhört. Und den Vogel, den truthahnigen Vogel buchstäblich, schießt Irland ab - ein Komödiant in der Rolle des Truthahns bemächtigt sich der Eurovisionsbühne. Bis auf die Belgier kommen sie alle mehr oder weniger laut daher - und das deutet auf den Grund der Auswahl dieser Lieder in ihren Ländern hin. Es geht um pure Aufmerksamkeit, ums Auffallen und ums Bemerktwerden.

    Weitere Kuriose verdienen ebenfalls Beachtung: Bosnien & Herzegowina zum Beispiel. Sonst ein sicherer Lieferant von schwermütig balkanesischer Kost oder aufgetriedelter Discomunterkeit nach Art des optimistischen Vorkriegssarajewo, kommen sie auch verspaßt daher.

    Zunächst sind - bis auf das exjugoslawische Land - alle Länder wie Irland und Spanien auffällig, weil sie in den vergangenen Jahren nicht nur keinen Erfolg hatten, sondern sogar mit krassen Misserfolgen nach Hause fahren mussten. Spanien? Ein Witz, wenn man sich der Zeiten erinnert, als noch die Mocedades die Richtschnur absteckten oder Anabel Conde. Oder Belgien: ein einziges Suchen und Rätseln um das, was europäisch Punkte verspricht. Mit anderen Worten: Diese Beiträge gibt es nur, weil diese Länder offenbar die Hoffnung aufgeben haben, mit einst sicherem Gespür die europäischen Juroren- oder Anrufergemüter zu berühren.

    All dieser Krawall ist ja in Deutschland nicht unbekannt. Als Dschinghis Khan 1979 vom damals genialen Ralph Siegel in die Spur geschickt wurden, ja schließlich gewannen, war das Gekreisch groß: Hat denn das alles noch Geschmack und Schlager zu tun? Hatte es. Siegel ahnte, dass die Ästhetik der Village People ("YMCA") gängig ist - und seine Retortengruppe war eine kluge, zeitgenössische Reaktion auf diesen Sound, der aus Amerika zu uns kam. Und außerdem: Dass der ESC Geschmack und Schlager zu verkörpern hat, stand auch nie in den Regeln - das dachten sich die Puristen und Eiferer immer nur.

    Auch Guildo Horn galt bei uns immer als unernstes Veräppeln der hehren Idee der Eurovision. In Wahrheit hat er seine Performance sehr ernst genommen – und zum Dank gab es ja den siebten Platz. Ebenso Verka Serduchka – voriges Jahr auch nicht gerade die Verkörperung der ESC-Klassik. Und das Ende von ihrem Auftritt? Kommerziell der stärkste Act bis hin zu Plattenverkäufen im United Kingdom.

    Da mag sich schließlich Dana (nicht International, sondern die von "All Kinds Of Everything") noch so schämen für ihren Eurovisionstruthahn, noch so fordern, dass Irland auf einen Start verzichtet: Er wird ins Rennen gehen - und nur Gott allein weiß, ob das gut geht. Das Publikum will es: In allen Ländern, die vermeintliche Kuriosa nach Belgrad schicken, war die Anteilnahme an der Vorentscheidung größer denn je. Es ist ja ohnehin nicht ausgemacht, dass diese Lieder baden gehen. Die Serduchka wurde Zweite, Horn wie erwähnt Siebter, Alf Poier für Österreich landete 2003 in Riga auch extrem weit vorne - und die belgische Kunstsprache fand sich in Riga gar auf dem zweiten Platz wieder.

    Will sagen: Mancher Act kam als Scherz zum ESC-Finale – und verließ es als Sieger. Hätte denn wirklich irgendeiner mit Lordi, den singenden Spielzeugen nach liebster Kinderart, gerechnet? Eben. Helsinki und ganz Finnland haben sich gefreut. Und wir auch. Oder?

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