Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 38

Faule Kompromisse

Erstellt von bamalama, 05.02.2005, 13:39 Uhr · 37 Antworten · 3.623 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von J.B.

    Registriert seit
    04.10.2001
    Beiträge
    6.106
    Genial übrigens die Cindy & Bert-Version von Black Sabbath' Paranoid!

    Da haben sie mal gezeigt was musikalisch noch so alles in ihnen steckt!

    Gruß

    J.B.

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Benutzerbild von Veja

    Registriert seit
    13.10.2001
    Beiträge
    1.660
    Stimmt, das hieß bei denen glaube ich "Der Hund von Baskerville", die Version ist echt ganz witzig und gar nicht vergleichbar mit dem "Wenn Spaniens Gitarren immer wieder Sonntags erblühen in Malaga"-Krams...

    Peter Maffay ist ja auch nicht gerade glücklich mit seinen Hits in den 70ern und möchte ja auch lieber Rocker sein (was er in letzter Zeit ja auch ist...)

    Und Alexandra musste gezwungenermaßen "Sehnsucht (das Lied der Taiga), aufnehmen und war darüber wohl totunglücklich. Und ausgerechnet das wurde ihr größter Hit. Sie hat ihn aber aus Protest nie wieder live gesungen.

  4. #13
    Benutzerbild von Veja

    Registriert seit
    13.10.2001
    Beiträge
    1.660
    edit - aus Versehen 2 Mal gepostet, das Forum hing gerade irgendwie...

  5. #14
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585
    Zahlreiche waschechte Teenie-Stars der 70-er wollten das eigentlich auch gar nicht sein, sondern wurden dazu gemacht.

    Die Bay City Rollers, eine der ersten Boygroups überhaupt, konnten eigentlich ganz anständig Musik machen und hätten dies gerne der Öffentlichkeit mit ein paar fetzigeren Stücken unter Beweis gestellt, im entsprechenden Outfit natürlich. Aber sie mussten die von pubertierenden Mädchen umschwärmte Boygroup im Schottenkarolook spielen mit dem Image, keusch zu leben, nur Milch zu trinken und keine Drogen zu nehmen (wovon natürlich nichts wahr war).

    Bei David Cassidy, DEM Mädchenschwarm Anfang bis Mitte der 70-er schlechthin, war es noch krasser. Er war im Grunde seines Herzens ein Hippie, der auf Led Zeppelin und andere Hardrock-Bands stand, wild durch die Gegend poppte und keine Droge unausprobiert ließ. Gerne hätte er es seinen musikalischen Helden gleichgetan und wäre ein echter Rockstar geworden. Aber dann wurde er für die Fernsehserie Partridge Family entdeckt und musste fortan den fröhlichen High School Boy von nebenan spielen und jene teenagertauglichen Lieder singen, die ihm auf den Leib geschneidert wurden (und die zugegebenermaßen rückblickend gesehen ja auch irgendwie süß sind und einen sofort in die tiefen 70-er zurückkatapultieren). Und konnte nur noch heimlich mit Kumpel Alice Cooper zum Golfspielen gehen, denn Saubermann Cassidy, befreundet mit dem ach so jugendverrohrenden Cooper, das konnte und durfte natürlich nicht sein.

    Sowohl die Rollers als auch Cassidy haben übrigens dafür, dass sie so überaus berühmt waren und wirklich hart arbeiteten, nur ein paar lumpige Kröten verdient. Sehr jung, sehr naiv und ungebildet, vom Manager (Rollers) und Merchandising-Menschen (Cassidy) übern Tisch gezogen und abgezockt, blieben sie ziemlich ausgelaugt zurück mit ein bisschen Geld, das lediglich für ein paar Jahre reichte. Traurig sowas...

  6. #15
    Benutzerbild von bamalama

    Registriert seit
    28.03.2002
    Beiträge
    18.467
    JEFF LYNNE hat das E.L.O.-album balance of power (1986) nur noch widerwillig aufgenommen - die plattenfirma bestand auf die erfüllung des vertrags. dieses album ist ihm heute noch peinlich. verstehen kann ich das nicht: das album kommt zwar nicht an secret messages (1983) und time (1981) heran, kann sich meiner meinung nach aber trotzdem durchaus hören lassen.


  7. #16
    Benutzerbild von bamalama

    Registriert seit
    28.03.2002
    Beiträge
    18.467
    der erfolgreiche produzent LESLIE MANDOKIE ist heute noch peinlich berührt, wenn man ihn auf seine zeit bei DSCHINGHIS KHAN anspricht...

  8. #17
    Benutzerbild von Petra67

    Registriert seit
    27.04.2004
    Beiträge
    415
    Nana Mouskouri gehört auch zu der Fraktion. Sie hat in den 60ern in New York ein Jazz Album aufgenommen, zusammen mit Quincy Jones. Ihrer Plattenfirma in Deutschland passte das nun überhaupt nicht und so ist das Album erst vor ein paar Jahren erschienen.
    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...582825-3962453

    Mein Mann hat die Platte und sie soll wirklich toll sein, ich hab sie leider noch nicht gehört.

  9. #18
    Benutzerbild von bamalama

    Registriert seit
    28.03.2002
    Beiträge
    18.467
    beinahe hätte DIANA ROSS´ 85er-album eaten alive lediglich 9 tracks enthalten. ROSS wollte keinen weiteren song im SUPREMES-sound veröffentlichen - so musste die diva vom produzenten BARRY GIBB erst überredet werden, den song chain reaction überhaupt aufzunehmen. ein glück, denn damit gelang ihr (zumindest in EUROPA) nicht nur der grösste hit in der zeit bei der firma RCA (1982 - 1987), sondern einer ihrer grössten erfolge überhaupt!


    27.08.06 PLAYLIST:
    AMANDA LEAR - "the sphinx" (3 CD), STEVIE NICKS - "enchanted" (3 CD), EIGHTH WONDER - "fearless", 16 BIT - "inaxycvgtgb", BARRY GIBB - "now voyager" (DVD), FANCY - "flames of love", BANANARAMA - "the very best of (Collector´s Edition)" (2 CD), BOOK OF LOVE - "book of love", JOHN WATTTS - "the iceberg model", TOTO COELO - "i eat cannibals & other tasty trax", BERLIN - "dancing in berlin", MIKE MAREEN - "let´s start now", COMPANY B - "company b", SILVER POZZOLI - "around my dream"


    p.s.:...momentan (immer noch) kein laden

  10. #19
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585
    Zitat Zitat von bamalama
    der erfolgreiche produzent LESLIE MANDOKIE ist heute noch peinlich berührt, wenn man ihn auf seine zeit bei DSCHINGHIS KHAN anspricht...
    Wohl wahr. Was ihn aber am meisten wurmt, ist, wenn z. B. in der Zeitung über ihn als Leslie "Dschingis Khan" Mandoki oder "Leslie Mandoki (war früher bei Dschingis Khan)" berichtet wird, also immer er im Atemzug mit Dschingis Khan, so als ob es ihn nicht alleine gäbe, als ob er sich seit Ende der 70-er nicht weiterentwickelt hätte. Er heißt immer "Leslie Mandoki? Ach ja, der Langhaarige von Dschingis Khan, jetzt weiß ich." Leslie hingegen ist nämlich kein verkannter Rocker, sondern ein Jazzer. In seinen eigenen Produktionen ab 1992, erst solo, dann mit "People", wird das auch deutlich - vor allem bei dem Soloalbum. Aber er war jung und brauchte das Geld. Er, der Absolvent des Budapester Konservatoriums, war mit Laszlo Bencker aus Ungarn geflüchtet und hatte keinen Pfennig in der Tasche. Da traf er auf Ralf Siegel, der fand ihn vor allem nett anzusehen und baute ihn in Dschingis Khan ein. Für Leslie bedeutete dies eine Menge verdientes Geld, von dem er sich letztendlich sein eigenes Studio finanziert hat - aber auch ein Stück verkaufte Seele in einem Karnevalskostüm mit einer Musik, die nicht die seine war.

  11. #20
    Benutzerbild von Stingray

    Registriert seit
    04.10.2001
    Beiträge
    803
    Auch auf die Gefahr hin, das ich jetzt was sage, was mir jeder übel nimmt ....

    Ich finde es natürlich schade, bzw. sogar auch schlmm, wenn Musiker von Ihren Geldgebern mit härteren Gangarten zu etwas gezwungen werden, was sie eigentlich gar nicht tun wollen. Aber so richtig bemitleiden kann ich sie (die Musiker) dabei doch nicht.
    Letzten Endes ist ein Musiker, der in mit seiner Kunst Geld verdienen will (oder muss) auch nur jemand, der was für sein Geld tun muss. Wenn dabei Mittel angewand werden sollten, die unschön sind, wie vielleicht Schläge androhen o.ä., ist das natürlich nicht so fein, aber in der Arbeitswelt muss man halt für sein Geld was tun und es geht auf Konzerten u.ä. um viel Geld und auch um viele Arbeitsplätze nebenbei.
    Und wenn ein Musiker nun z.B. einen Schlager nach dem anderen zum besten geben muss, weil er nur damit seine Kohle verdienen kann (denn seine flotten Gitarrenriffs will vielleicht niemand hören), dann sollte er sich überlegen, ob es besser ist, den 'Mist' zu spielen und damit seine Brötchen vielleicht sogar mehr als nur gut zu verdienen, oder ob s dann nicght sinnvoll wäre sobald wie möglich (nach Vetragsablauf) sich etwas anderes zu suchen und seine kreativen Ideen in seiner Freizeit zu realisieren, wie jeder 'normale' Mensch auch.

    Klar spielen in den kreativeren Berufen auch noch andere Faktoren mit, die einem Musiker das Leben schwer machen (können), wie z.B. Geltungsbedürfniss, sucht nach Erfolg, usw. und deswegen will ich das auch nicht pauschalisieren, aber jeder von uns hat so seine Probleme.

    Und wenn ich dann daran denke, das es viele Väter auf dieser Welt gibt, die jeden Tag malochen müssen um ihre Familie durchzubringen, oder sonstirgendetwas unangenehmes Arbeiten tun müssen, damit die Familie über die Runden kommt, dann finde ich es zwar äußerst traurig, wenn erfolgreiche Musiker sich wegen mangelelndem Erfolges u.ä. zu Tode trinken, aber mt etwas Sinn und Verstand hätten sie ihr Leben sicher deichseln können.

    Ich denke da nur an Draffi Deutscher, von dem ich hörte, das er in sein Geld nie sinnvoll angelegt hat, sondern alles nur versoff und verfeierte und später nie damit zurecht kam, das seine Karriere lange zu Ende war.
    Ich kannte den Man nicht und weiss auch nicht, ob das stimmt, aber wenn es so gewesen ist, dann denke ich: das hätte nicht sein müssen.

    Wie gesagt, ich will das nicht pauschalisieren und erfolgreiche Musiker stehen im Gegensatz zu 'normalen' Menschen im Rampenlicht und sind ganz anderen Stressistuationen ausgesetzt als in anderen Berufen. Aber deswegen verwende ich auch bewußt im ganzen post den Begriff 'Musiker' und nicht Künstler, denn wenn jemand unbedingt mit seiner Musik Geld verdienen will, dann wird die Kunst zum Beruf und somit muss derjenige sich dessen Bewußt sein und das Leben und die Arbeit dann auch in Kauf nehmen.

    Es gibt sicher auch genug Gegenbeispiele, wo wahre Künstler mit ihrer Musikkunst tatsächlich den Nerv des Publikums treffen und ihr Leben lang das spielen können, was sie sich wünschen und dabei bleiben sie dann auch noch so halbwegs auf dem Teppich.

    Ui, ganz schön lang geworden, mein post und dabei hab ich doch keine Zeeeit :-), aber ich bin mal gespannt, wieviele von Euch mich jetzt für meine Meinung steinigen werden :-) Trotzdem sei nochmal gesagt, ich will das nicht auf jedes unzufriedene Musikerschicksal münzen, das maße ich mir nicht an, aber es gibt sicher einen ganzen Haufen von erfolgreichen Leuten, für die ich kein Mitleid habe, wenn sie sich im Privatleben nur besaufen o.ä., weil sie Ihre Karriere doch eigentlich so ankotzt.

Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Keine Kompromisse
    Von Kamikaze im Forum 80er / 80s - VERANSTALTUNGEN / EVENTS
    Antworten: 51
    Letzter Beitrag: 04.07.2004, 14:08