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Grand Prix Eurovision

Erstellt von waschbaer, 25.05.2002, 13:41 Uhr · 14 Antworten · 2.032 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Grand Prix Eurovision

    SonnyB. postete:


    http://www.bild.t-online.de/BTO/leut...o=2600530.html

    Gegen die Stimmen-Schacherei


    Neue Regeln für den
    Eurovision Song Contest

    Wird der Schlager-Grand-Prix endlich wieder ein fairer Wettbewerb?

    Millionen Fernsehzuschauer waren empört über die Schummelei beim „Eurovison Song Contest“. Weil sich die osteuropäischen Länder frech die Punkte zuschoben, landete unser Sänger Roger Cicero (36) in Helsinki nur auf Platz 19.

    Die Stimmen-Mafia aus dem Osten soll jetzt mit neuen Regeln gestoppt werden.
    Die 42 Teilnehmer haben sich sieben Monate vor dem nächsten Finale in Belgrad auf zwei Halbfinales statt einem und den Einsatz einer Jury geeinigt.
    Manfred Witt, Grand-Prix-Redakteur des NDR: „Die Entscheidung, künftig zwei Halbfinal-Runden abzuhalten, könnte zu einem ausgewogeneren Verhältnis der teilnehmenden Länder führen.“
    Ähnlich positiv äußerte sich der Verantwortliche der Europäische Rundfunk- und Fernsehunion (EBU), Svante Stockselius: „Wir sind überzeugt, dass ein zweites Halbfinale den Eurovision Song Contest in Zukunft stabilisiert.“
    Für das Finale gesetzt werden nicht mehr die zehn Erstplatzierten des Vorjahres, sondern nur noch das Siegerland - und wie bisher die vier größten Beitragszahler für den Wettbewerb. Das sind Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien.
    Beim diesjährigen Wettbewerb wurden einschließlich der serbischen Grand-Prix-Siegerin Marija Serifovic mit „Molitva“ neun der zehn obersten Plätze von den im Wettbewerb relativ neuen osteuropäischen Ländern belegt.
    Das hatte zu heftigen Unmutsäußerungen bis hin zu Rückzugsdrohungen aus den traditionell starken Grand-Prix-Teilnehmern aus Skandinavien und den Benelux-Staaten geführt.
    Massive, von unabhängigen Experten aber zurückgewiesene, Kritik kam aus westeuropäischen Ländern auch, weil der Wettbewerb angeblich durch das gegenseitige „Zuschanzen“ von Punkten innerhalb der osteuropäischen Länder für die westeuropäischen Teilnehmer nicht mehr zu gewinnen sei.
    Die beiden Halbfinales werden in Zukunft per Losverfahren zusammengesetzt.
    Wie gewohnt entscheiden die Zuschauer der Teilnehmerländer per Telefonabstimmung über die Punktevergabe, wer auf die Platze eins bis neun und damit ins Finale kommt.
    Bei den jeweils zehnten Plätzen entscheidet eine Jury im Saal, welcher von beiden Songs der 24. Finalteilnehmer wird.
    Manfred Witt: „Mit der neuen Lösung, die der NDR unterstützt hat, erhofft man sich ein gute Mischung, ähnlich wie in der Fußball-Champions-League.“
    Die neuen Regeln beim Grand Prix lassen nun hoffen, das auch wir endlich wieder eine faire Chance haben, den Wettbewerb zu gewinnen.



    Und gleich zum Relativieren hinterher:

    http://www.bildblog.de/2515/allein-gegen-die-mafia

    Auf interessante Widersprüche stößt, wer den Fehler macht, sich auf Bild.de über die neuen Regeln beim Eurovision Song Contest informieren zu wollen. Einerseits heißt es da:
    Gegen die Stimmen-Schacherei. (…)
    Wird der Schlager-Grand-Prix endlich wieder ein fairer Wettbewerb? (…)
    Weil sich die osteuropäischen Länder frech die Punkte zuschoben, landete unser Sänger Roger Cicero (36) in Helsinki nur auf Platz 19.
    Die Stimmen-Mafia aus dem Osten soll jetzt mit neuen Regeln gestoppt werden.
    Und andererseits steht im selben Artikel:
    Massive, von unabhängigen Experten aber zurückgewiesene, Kritik kam aus westeuropäischen Ländern auch, weil der Wettbewerb angeblich durch das gegenseitige "Zuschanzen" von Punkten innerhalb der osteuropäischen Länder für die westeuropäischen Teilnehmer nicht mehr zu gewinnen sei.
    (Alle Hervorhebungen von uns.)
    Der Widerspruch lässt sich leicht erklären: Das zweite Zitat stammt wörtlich aus einer dpa-Meldung, die den Kern des Artikels bildet. Um daraus eine Bild.de-Meldung zu machen, haben die Autoren einfach den Unsinn vom unfairen Wettbewerb und einer Ost-"Mafia" dazu geschrieben.
    An der Dominanz der osteuropäischen Länder in diesem Jahr hätte sich, wie berichtet, fast nichts geändert, wenn nur westeuropäische Länder hätten abstimmen dürfen. Und in den beiden Vorjahren hatten keine Länder des ehemaligen Ostblocks gewonnen.
    Auch der letzte Satz des Bild.de-Artikels stammt nicht von den Agenturen. Er lautet:
    Die neuen Regeln beim Grand Prix lassen nun hoffen, das auch wir endlich wieder eine faire Chance haben, den Wettbewerb zu gewinnen.
    Lassen sie das? Die Änderungen betreffen fast ausschließlich die Qualifikation für das Finale. In diesem Jahr hatten sich dabei nur osteuropäische Länder durchsetzen können. NDR-Redakteur Manfred Witt erklärt die Änderungen deshalb so: "Das ist ein Versuch, das Finale ausgeglichener zu besetzen." Deutschland ist aber ohnehin — wie bisher — für das Finale gesetzt. An "unseren" Chancen werden die neuen Regeln also vermutlich wenig ändern.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    AW: Grand Prix Eurovision

    Erstunliches undurchdachtes Durcheinander ...

    Dadurch würde sich doch im Grunde gar nichts ändern ...

    Telefonvoting bleibt ... vom Abstimmungsmodus im Finale wird auch nicht weiter geschrieben ... vermute mal es dürfen weiterhin "alle Länder" abstimmen.

    Ich stelle mir dabei sogar noch ein größeres Debakel vor.

    Okay ... Deutschland , England, Frankreich, Spanien sind dabei ...
    aber was ist wenn alle anderen westeuropäischen Länder im Halbfinale ausscheiden ??? Dann sind die "großen Vier" mit einmal auf sich alleine gestellt.

    Zumindest Schweden, Dänemark, Irland , die ja auch zu den großen des ESC gehören, könnten einfach so rausfliegen ... und dann ... wird es nur noch schlimmer als es sowieso schon war.

    Vielleicht sollte man ja wenigstens die Italiener doch mal davon überzeugen wieder teilzunehmen ... die fehlen sowieso schon ... wenn bei diesem ESC ein erneuter Eklat eintritt, dürfte der ESC wohl aussterben.

    Die osteuropäischen Länder haben ja mitunter ganz gute Beiträge gehabt.
    Und ehrlich gesagt waren die der Westeuropäer nicht gerade so, daß man diese gut finden mußte. Diesen falschen Patriotismus gegenüber dem Cicero-Beitrag sollte man mal ganz schnell wieder vergessen.

    Jury ... ich dachte erst hurra ... aber, daß die nur über einen Teilnehmerplatz entscheiden soll, macht es wiederum lächerlich.

    Es bleibt, wie es oft genug bei diesen Themen gefordert wurde ...

    Telefonvoting durch Jurys in den Ländern ersetzen. Einen Schritt rückwärts wagen, entgegen den technischen Möglichkeiten ... und im Finale dann auch einen Rückschritt ... "nur" die Teilnehmerländer dürfen stimmberechtigt sein.

    Vor allem und wenigstens das Problem wurde erkannt, sollten die Felder ausgeglichener sein ... in den Halbfinals schon Setzlisten machen, in denen
    Länder, die bisher freundschaftliche Punkte vergeben haben, ganz einfach trennt ... zum Beispiel Griechenland und Zypern und auch Deutschland und die Türkei ... anhand der Statistiken müssen diese Punkteschieber ermittelt werden ... dürfte eigentlich nicht so schwer sein.
    Und die räumliche Aufteilung sollte auch ein großes Gewicht haben bei der Einteilung. Lose ??? Gut das Deutschland nicht verlost wird

  4. #13
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Grand Prix Eurovision

    ... ob das wirklich die Rettung für die arrivierten (West-)Nationen ist, wage ich zu bezweifeln.

    Ich wäre wirklich mittlerweile am liebsten für einen Rückzug der großen Nationen (wie es beispielsweise Italien schon vor Jahren getan hat) und dann evtl. einen eigenen Contest nur unter diesen Nationen, im Prinzip so etwas wie ein international erweitertes San Remo Festival.

  5. #14
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: Grand Prix Eurovision

    Nach No-Angels-Pleite
    Grand-Prix-Moderator Hermanns schmeißt hin

    Der deutsche Vorentscheid des Eurovision Song Contests wird künftig ohne Moderator Thomas Hermanns stattfinden. Der 45-Jährige will den Weg für einen Neuanfang der Sendung freimachen. Nach dem katastrophalen Abschneiden der No Angels in Belgrad will der NDR das Regelwerk des Vorentscheids ändern.
    Der Rest der News und Quelle: http://www.welt.de/fernsehen/article...eisst_hin.html

  6. #15
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Grand Prix Eurovision

    Zitat Zitat von SonnyB. Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel:
    Die Pleite der No Angels beim Eurovision Song Contest in Belgrad hat eine erste Konsequenz: Ein offenbar genervter Thomas Hermanns gibt nach drei Jahren die Moderation des deutschen Vorentscheids und der begleitenden Sendung des Grand-Prix-Abends auf. Er werde nicht mehr durch die Sendungen führen, sagte der 45-Jährige dem Online-Medienmagazin "DWDL". Er fügte hinzu: "Ich will ja kein Masochist werden."
    Hermanns' Entscheidung wundert mich nicht. Wer genau hinsah, konnte an dem Abend und vor allem nach der Veranstaltung in einigen Momenten sehen, dass er im Vergleich zu früher lustlos und etwas angenervt war.

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