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Jazzthread - Wer hört denn gerne Jazz?

Erstellt von DeeTee, 04.09.2006, 19:19 Uhr · 40 Antworten · 3.782 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von DeeTee

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    Idee Jazzthread - Wer hört denn gerne Jazz?

    Der Jazz-Thread

    Was ich schon länger vorhatte, aber erst jetzt geschafft habe: Im 80er-Forum einen Jazz-Thread zu starten.
    Es gibt ja schließlich nicht nur Popmusik, sondern auch andere Stile wie eben z. B. den Jazz.

    Wer von Euch hört denn gerne Jazz ?

    Was sind Eure diesbezüglichen Vorlieben (Stilrichtungen, Instrumente usw) oder Eure bevorzugten Interpreten/Interpretinnen?

    Die 80er waren bestimmt nicht das Jahrzehnt des Jazzes - viele haben gesagt, in diesem Jahrzehnt sei der Jazz gestorben (aber manche haben das in den 70ern zuzeiten des Fusion-Jazz auch schon behauptet). Ich selbst bin über den Pop der 80er zum Jazz gekommen. Meine Vorlieben waren schon immer im Bereich Sade, Matt Bianco, Shakatak, Mezzoforte u. a. Also solche 80er-Interpreten, die eingängige Jazzrhythmen in ihre Titel eingearbeitet haben. Daneben hatte ich einen Schulfreund, der selbst Klarinette gespielt hat und bei dem eben entsprechende Musik lief. Von ihm habe ich zum 18. Geburtstag seinerzeit ein ausgezeichnetes Doppelalbum geschenkt bekommen:
    Chuck Mangione - "Live at the Hollywood Bowl". Eingängiger smoothiger Jazz. Das war wohl Initialzündung Nummer 1, die zweite war im Jahr 1999/2000 eine Doku über Miles Davis, in die ich im TV eher zufällig reingezappt bin. Daraufhin bin ich den Laden und habe mir das angeblich beste Jazz-Album aller Zeiten gekauft: Miles Davis "Kind of Blue". Stimmt, es ist zweifellos genial und absolut empfehlenswert.
    Diese Mischung, angejazzter 80er-Pop + Chuck Mangione + Miles Davis, hat dazu geführt, dass ich mich in den letzten Jahren intensiver in diesen Musikbereich eingearbeitet habe und ich mittlerweile mehr Jazz als Pop höre. Meine Vorliebe liegt dabei zum einen im Bossa Nova und Westcoast-Jazz (zeitlich etwa 1955-1963) sowie im klassischen Vocal Jazz, wobei es mir da natürlich vor allem die großen Sängerinnen des Jazz angetan haben: Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan sowie nach Stimmungslage Billie Holiday.


    In den letzten Tagen sind bei mir gelaufen:

    Sergio Mendes and Brasil '65 - "Best of" (Bossa Nova)
    Wanda Sa - "Vagamente" (Bossa Nova)
    Ella Fitzgerald - "Something to live for" (Best of) (Classic Vocal Jazz)
    Stefanie Schlesinger - " What love is" (Vocal Jazz)
    Billie Holiday & Lester Young - "An fine romance. The complete joint recordings" (Classic Voval Jazz)
    Spyro Gyra - "Got the magic" (Fusion)
    Diana Krall - "Live at Montreal Jazz Festival" (Video-DVD)


    Noch eine Anmerkung (und Warnung) zu den Auswirkungen des Jazzhörens auf den Konsum von Popmusik. Wenn man viel guten Jazz hört, merkt man erst, wie erbärmlich schlecht viele 80er-Stars singen können bzw. wie simpel manche Musik dieser Zeit gestrickt ist. Ich hoffe, niemandem auf die Füße getreten zu sein, aber dieser Hinweis scheint mir im Vorfeld sinnvoll.

    Gespannt auf Eure Jazzerfahrungen
    grüßt
    DeeTee

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von J.B.

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    Also ich persönlich mag die Sachen von Paul Hardcastle seit den 90ern sehr gerne. Wenn man die dazu zählen darf. Seine 4 Solo-Scheiben (Hardcastle 1 - 4) und die Jazzmasters 1 - 5 sind genau mein Ding.

    Nicht zu vergessen die beiden Scheiben von Kiss The Sky! Geniale Musik für mich.

    Ansonsten höre ich immer noch recht gerne die Acid-Jazz Sachen die so Mitte der 90er aufkamen, wie z.B. Jazzmatazz, US3 oder MC Solar.

    Auch ein paar ältere Stücke von Herbie Hancock haben durchaus was für sich. Ebenso ist Herp Alpert ist nicht zu verachten.

    Von den älteren Sachen schätze ich Miles Davis, Sonny Listen und Charlie Parker sehr.

    Am allermeisten allerdings rotieren die Hardcastle-Scheiben bei mir im Player.

    Gruß

    J.B.

  4. #3
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Ich bin ein Fan des MPS und bedingt auch des ECM Labels.Mein absoluter Favourit ist das Dave Pike Set.
    Empfehlenswert auch Mangelsdorff und Michael Naura.

  5. #4
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Durch meinen Herrn Vater, der überaus jazzbegeistert war, bekam ich schon mit vier, fünf Jahren das Standardprogramm in Sachen Big Band Jazz/Boogie/Blues vermittelt.
    D.h. Benny Goodman, Glenn Miller, Ella Fitzgerald, Louis Armstrong, Gene Krupa, Lionel Hampton, Tommy Dorsey, Elmore James etc. lernte ich weit vor meinen ersten Erfahrungen mit Popmusik kennen. Dies lief bei uns zu Hause in den 70ern rauf und runter!

    Als Musikjournalist bin ich meinem Herrn Papa im Nachhinein äußerst dankbar dafür, daß er mich an derartige Klänge herangeführt hat, auch wenn sich meine eigene, heute Sammlung an Jazz-LPs auf höchstens 30, 40 Stück beschränkt und es sich hierbei auch zumeist nur um Best-of-Koppelungen o.g. Musiker und ähnlicher handelt.

    Erst 1987 - mein Vater war bereits drei Jahre tot - lernte ich die LP "Jumpin' Jive" von Joe Jackson kennen, die ich bis heute sehr schätze.

    Klar, daß ich 1984/85, wie sicherlich die meisten hier im Forum - immerhin war dies damals ja sehr "hip" - überaus intensiv New-Jazz-Klängen von Sade Adu über Matt Bianco bis Modern Romance oder Shakatak gehuldigt habe.
    Derartige LPs landen auch heute noch immer wieder auf meinem Plattenteller.

    Mit "modernem" Jazz - so ab 60er Jahre - kann ich dagegen nicht viel anfangen; ich habe mich damit auch nicht allzusehr beschäftigt - mein Vater konnte mit Free Jazz, Be Bop, gar Fusion o.ä. ebenfalls nichts anfangen.

    Letztlich finden sich ja auch viele Jazzeinflüsse im Popbereich - z.B. bei Udo Lindenberg, der immer wieder auf Big Band Jazz, New Orleans Jazz etc. zurückgriff.
    Oder Sinatras letzte Studio-LP "L.A. is my Lady" (1984 - das letzte Geschenk, das ich meinem Vater im Herbst 1984 vor seinem Tod machte) - ist dies "noch" Jazz/Swing oder "schon" Pop/Entertainment?

    Da der Weg von Jazz (v.a. Oldtime/Chicago/New Orleans Jazz) zu Blues nicht weit ist, ist letztlich jene "jazzige" Richtung, die ich - in alle möglichen Richtungen, Variationen, Spielarten - bis heute über alles liebe, nichts als der Blues

    Hier nun meine persönlichen "Jazz-Favoriten"

    1. Ella Fitzgerald - "Too darn hot"
    2. Benny Goodman - "Stompin at the Savoy"
    3. Glenn Miller Orchestra - "Tuxedo Junction"
    4. Benny Goodman - "Boogie Woogie Etude"
    5. Louis Armstrong - "High Society"
    Jazzstandards, die mir in verschiedenen Interpretationen ans Herz gewachsen sind:

    1. "St. Louis Blues"
    2. "Tiger Rag"
    3. "In the Mood"
    4. "Moonlight Serenade"
    5. "A Tisket - A Tasket" (auch und gerade schön in der "schrägen" Version von Stevie Ray Vaughan!)

    Liebe Grüße aus HH

  6. #5
    Benutzerbild von röschmich

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    Meine beiden Foren stehen auch für Jazz offen. Aber das Interesse ist wohl eher bescheiden. Auch der freie nichtkommerzielle Radiokanal für den ich auch arbeite hat noch keine echte Jazz-Sendung.
    Als ich noch Arbeit und Geld hatte, besuchte ich mindestens einmal im Monat den "Jazz-Club" im Studentenclub TURM unserer Stadt. Dort traten für recht wenig Geld auch einige wirkliche internationale Größen der Szene auf. Leider bin ich da was Namen angeht, ein wenig vergesslich. Aber z.b. Günther Fischer, der auch Filmkomponist ist, habe ich dort öfters gesehen ebenso Friend and Fellow, Till Brönner, oder Jazzin the Blues, Pascal von Wroblesky und Angelika Weiz mit den unterschiedlichsten Begleitformationen habe ich schon Live gesehen.
    Einmal im Monat findet in meiner Lieblingskneipe/Kaffee eine Jazz/Jam Session statt:
    jeden zweiten Donnerstag im Monat im Kaffeeschuppen in der kleinen Ulrichstraße in Halle bei freiem Eintritt

  7. #6
    Benutzerbild von Heiko

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    Ja, Jazz ist schon ne feine Sache. Extrem fein und regelmäßig im Player sind:

    - Fourplay
    - Larry Carlton,
    - The Ripingtons
    - Lee Ritenour
    - Groover Washington Jr.
    - Sadao Watanabe

    gibt noch viele mehr, aber die sind so meien Favourten ... kann mir jemand weiteres empfehlen, wa sin die Richtung ob aufgeführter geht?

  8. #7
    Benutzerbild von DeeTee

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    Pfeil

    @Heiko:

    Wenn Du auf diesen Stil stehst (ist als "Smooth Jazz and Lounge" zu bezeichnen), dann dürftest Du bei den folgenden Interpreten fündig werden:

    Boney James
    Chris Botti
    Chuck Loeb
    Dave Koz
    David Sanborn
    Fattburger
    Jonathan Butler
    Kirk Whalum
    Paul Jackson Jr.
    Peter White
    Richard Elliot
    Spyro Gyra
    Steve Cole

    Etwas klassicher im Jazz-Sinne:
    Paul Desmond
    Stan Getz
    Chet Baker

    Diese Musik bekommst Du übrigens völlig kostenlos ins Haus geliefert via Shoutcast.

    Falls Du noch Geburtstagswünsche brauchst, empfehle ich Dir zwei Sampler:





    Viele Grüße!
    DeeTee

  9. #8
    Benutzerbild von DeeTee

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    Unglücklich

    So wenig Interessenten an Jazz? Das kann ich bei Anwesenheit von so vielen Musikfans gar nicht glauben!

    DeeTee

  10. #9
    Benutzerbild von Scheul

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    Mit Jazz habe ich mich noch nie richtig beschäftigt. Für mich war SADE, SHAKATAK oder MATT BIANCO immer Pop. Aber wenn das unter Jazz läuft, dann mag ich das anscheinend.

    Und solche Sachen "Smooth Jazz and Lounge" höre ich auch ganz gerne. Am liebsten Compilations vom Label Hed Kandi.

    "Free Jazz" mag ich überhaupt nicht (Das ist doch das, wo man meint jeder spielt was anderes?). Ist mir zu wirr, obwohl wahrscheinlich jeder Musiker ein Meister seines Instrumentes ist.

  11. #10
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    3.938
    Bei Jazz muss ich immer an Gangsterfilme denken. Oder an Fahrstühle.

    Im Ernst: Ähnlich wie bei der Black-Ecke scheint beim Jazz der Rhythmus wichtiger als die Melodie zu sein, weswegen sich bei mir beizeiten Langeweile einstellt. Allerdings gestehe ich diesem Genre zu, dass es normalerweise ein gutes Stück stil- und anspruchsvoller ist als R&B. Von Hip Hop einmal ganz zu schweigen.

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