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Jazzthread - Wer hört denn gerne Jazz?

Erstellt von DeeTee, 04.09.2006, 19:19 Uhr · 40 Antworten · 3.782 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Muggi

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    Ich habe mir jahrelang eingebildet, mit Jazz rein gar nichts anfangen zu können, allerdings habe ich einen entscheidenden Denkfehler gemacht, indem ich Jazz schlicht und einfach mit Dixieland gleichgesetzt habe, zu dem ich tatsächlich nach wie vor keinen Draht habe. Für einen Sachsen eine Todsünde, findet doch in der Landeshauptstadt das größte Dixielandfestival weit und breit statt. ( http://www.dixieland.de/ )

    Was so in etwa meinen Geschmack trifft, findet sich in den Kommissar Wallander-Hörspielen nach Henning Mankell (nicht die von Axel Milberg gelesenen Hörbücher!) also eine Art schwermütige Musik mit Trompete, Saxophon und Klavier. Da ich das schlecht beschreiben kann, hier mal eine Hörprobe:

    http://rapidshare.de/files/36245788/Track_10.mp3.html

    Vielleicht hat jemand Tips zu artverwandter Musik?

    PS: Die hier erwähnten Matt Bianco, Sade & Co. halte ich allerdings auch für puren Pop mit etwas Jazzelementen.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von DeeTee

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    Daumen hoch

    @Muggi:
    Ich habe Dein Beispiel angehört und würde es am ehestem dem Bereich "Smoothjazz" zuordnen. Wobei der Smoothjazz wahlweise eher melancholisch sein kann oder durchaus fröhlich. Im Prinzip liegst Du da nicht allzuweit von dem entfernt, was ich weiter oben dem Heiko empfohlen habe.
    Wenn's vor allem das melancholische Saxophon ist, das Dich anzieht, dann würde ich Dir für's Erste eine CD von Stan Getz oder Paul Desmond empfehlen. Falls es auch etwas älter sein darf: Lester Young.

    Zum Probehören, ob meine Zuordnung "Smooth Jazz" Deinen Geschmack trifft, gehe doch mal zu Shoutcast.com und suche den Sender "Smoothchoice".
    Falls es nicht zutrifft melde Dich noch mal bei mir.

    Grüße!
    DeeTee

  4. #23
    Benutzerbild von Muggi

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    Ich werde mich mal umhören, vielen Dank für den Tip!

  5. #24
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Zu empfehlen ist auch "Louis and the good book"von Louis Armstrong.Geniale Mischung aus New Orleans Jazz und Gospel.Ich kann wirklich nicht viele Lp's von Anfang bis Ende durch hören,aber das ist so eine.

  6. #25
    Benutzerbild von synmaster

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    Ich hoffe ja ich werde nicht zerstampft wenn ich hier auch mal den Acid Jazz einwerfe: Incognito, und die österreichischen Count Basie mit einer echten New Yorkerin als Sängerin! Somit nichts mit "englisch mit Wiener Akzent"

  7. #26
    Benutzerbild von röschmich

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    Ich mache mich jetzt los in meine Lieblingskneipe
    da ist jetzt JazzJamSession (kann das jemand auf Anhieb richtig und schnell (!) aussprechen?)

  8. #27
    Benutzerbild von synmaster

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    Zitat Zitat von Scheul Beitrag anzeigen
    Mit Jazz habe ich mich noch nie richtig beschäftigt. Für mich war SADE, SHAKATAK oder MATT BIANCO immer Pop. Aber wenn das unter Jazz läuft, dann mag ich das anscheinend.
    *grins*
    Naja, Shakatak ist nicht gleich Shakatak.

    Die sind ja auch nicht auf der Entwicklung stehengeblieben.
    "Down on the Street" und "Mr Manic & Sister Cool" anno 1984 *waren* Pop, aber die konnten ja noch mehr!

    Shakatak anno 90er/2000er ist gefällige, extrem unaufdringliche instrumentale Musik für gepflegte Nachmittage, z. B. wenn man Geschäftsfreunde zuhause einlädt

    Ganz böse Menschen bezeichnen das auch als Fahrstuhlmusik...

    Ich höre diese Art Musik auch im Radio als "Zweckmusik", z. B. wenn Kultursender noch irgendwie bis zu den Nachrichten paar Minuten überbrücken müssen

  9. #28
    Benutzerbild von murmel

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    Oh ich bin ein böser mensch

  10. #29
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Für Puristen vielleicht zu sehr Mainstream... Mir aber gefällt die aktuelle CD von Max Greger, Paul Kuhn und Hugo Strasser!

    Hier meine Rezension:

    Zusammengenommen wären sie sage und schreibe 243 Jahre alt – die bundesdeutschen „Swing Legenden“ Max Greger, Paul Kuhn und Hugo Strasser. Das Schlitzohr Max, schlicht genialer Tenorsaxophonist aus München, das gutmütige „Paulchen“, zwar in Wiesbaden geborenes, aber dennoch zutiefst Kölsches Original am Piano, und Perfektionist Hugo, seines Zeichens unzerstörbarer Klarinettist, der, wie Kollege Greger, ebenfalls in der „Weltstadt mit Herz“ zu Hause ist.

    Seit über 50 Jahren sind die drei Vollblutmusiker auf allen wichtigen Bühnen diesen unseren Landes aktiv – stilistisch angesiedelt, irgendwo zwischen klassischem Swing, wuchtigem Big Band Jazz, fröhlichem Pop, amüsantem Schlager und sogar traditionell Volkstümlichem. Immer wieder kreuzten sich im Laufe der vergangenen 50 Jahre ihre Wege, doch erst Anfang des neuen Jahrtausends entwickelte Ulrich de Veer, Manager des Rundfunkorchesters Kaiserslautern, die Idee, sogleich alle drei Jazz-Koryphäen gemeinsam – also, Max Greger, Paul Kuhl und Hugo Strasser, in Begleitung der legendären „SWR-Bigband“, die bereits kurz nach dem II. Weltkrieg unter der Bezeichnung „Erwin Lehn & sein Südfunk-Tanzorchester“ aus der Taufe gehoben worden war – auf ausgiebige Tournee zu schicken.

    Was zunächst wie ein milder Faschingsscherz klang, entwickelte sich in Windeseile zu einem Publikumsmagneten per Excellanze. Eine nahezu vollständig ausverkaufte Konzertreise jagte die nächste; derzeit befinden sich die drei swingenden Niemals-Senioren, erneut in Kooperation mit der „SWR-Bigband“ und dem amerikanischen Vokalensemble „New York Voices“, einer Art „Manhattan Transfer des 21. Jahrhunderts“, auf einer umfangreichen Tour durch die bedeutsamsten Städte der Bundesrepublik, wobei z.B. in Berlin, München oder Ludwigshafen zwei, in Leverkusen sogar gleich drei Termine hintereinander anberaumt werden mußten.

    Grund genug für die Planegger Plattenfirma KOCH/Universal, eine vorläufige Werkschau der drei „Swing Legenden“ Made in Germany vorzulegen, welche die wichtigsten Beiträge und schönsten Momente aus ihren hochgradig aufregenden Liveshows beinhaltet und am 5. Januar diesen Jahres, als knapp 70minütige CD „Best of Swing Legenden“ dem einheimischen Schallplattenmarkt hinzugefügt wurde.

    Auf diesem durchwegs hochkarätigen Tonträger vernehmen wir die bekanntesten Schmankerl der Goldenen Swing-Ära, jeweils perfekt dargeboten von den einzelnen „Legenden“, jedoch nicht selten auch in Gemeinschaftsproduktion aller teilnehmender Superinstrumentalisten.
    Einleitend jagt die geradezu euphorisch musizierende „SWR Big Band“ im rasend schnellen „Tiger Rag“ die sprichwörtliche Raubkatze in schweißtreibender Manier durch die Gehörgänge der Fans, daraufhin verziert Altmeister Max Greger Fats Dominos einmaligen „Blueberry Hill“ mit einem auf sympathischste Weise knarzenden, knarrenden Saxophonpart.

    Klavierlegende Paul Kuhn nimmt sich dagegen, auch vokalistisch, Duke Ellingtons aus der Bühnenshow „Great Day“ stammenden, radikal urbanen Mid-Tempo-Swing „Without a Song“ vor, während sich Klarinettenass Hugo Strasser kongenial an Errol Garners bluesigem Slow Jazz „Misty“ versucht.
    Weitere allseits geläufige Standards, wie etwa Irving Berlins Oldtime-Gassenhauer „Alexander’s Rag Time Band“ (H. Strasser), Ellingtons knisternde Großstadtromanze „Mood Indigo“ (M. Greger), die fetzige Partyhymne Numero Uno, „Tequila“, oder des unschlagbaren „Sir Duke’s“ depressiver Mitternachtsschleicher „I’m in a Sentimental Mood (Greger/Kuhn) kommen im Verlauf des überaus gekonnt und trefflich zusammengestellten Programms ebenso zum Zuge, wie die in den 40er Jahren verfaßte, üppig vor sich hin swingende ‚Reise in die Vergangenheit’, „Sentimental Journey“ (Greger/Strasser), oder eine auf konsequent liebenswerte Weise aufgepeppte Version des irischen Traditionals „Amazing Grace“ (alle drei „Swing Legenden“). Zwischendurch erheben immer wieder die „New York Voices“ ihre ebensolchen und swingen, jazzen und jubilieren sich durch faszinierende Kleinode wie Richard Rodgers` „I could write a Book“ oder Benny Goodmans „Don’t be that Way“.

    Schlußendlich darf Paulchen Kuhn ein paar neuerfundene Reime zum Jahrhunderte alten Gospelevergreen „John Brown’s Body“ gesanglich intonieren, den ein weiteres Mal alle drei so hochbetagten wie hochbegabten „legendären Swinger“, mitsamt der „New York Voices“, sozusagen als „Rausschmeißer“ zelebrieren.

    „Best of Swing Legenden“ dürfte sich für viele Musikfreunde der unterschiedlichsten Gattungen als mehr als nur interessant erweisen: Der puristische Jazzfanatiker wird sich an der atmosphärischen, überwiegend originalgetreuen, niemals poppig verwässerten Interpretation der alten Klassiker erfreuen, der Schlagerfreak delektiert sich an den beruhigend unspektakulären und gleichsam so herrlich mitreißenden Arrangements und der für Neues offene Popfan macht, durch beide Faktoren verursacht, vielleicht erstmals in seinem Leben Bekanntschaft mit dem so unendlich breitgefächerten Spektrum des Jazz!


    Liebe Grüße aus HH

  11. #30
    Benutzerbild von Muggi

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    AW: Jazzthread - Wer hört denn gerne Jazz?

    Ich höre ja regelmäßig Podcasts (sehr zu empfehlen diese Übersicht, da bekommt man was für seine GEZ-Gebühren!) und vor einer Weile lauschte ich einem Interview mit dem Schauspieler Matthias Brandt (genau, der Sohn vom Willy), der als Musikwunsch "Naima" von John Coltrane äußerte. Das Stück hat mir sehr zugesagt und da habe ich mir gleich mal diese Compilation geleistet. Gefällt mir außerordentlich gut, dazu ein gepflegter Scotch und dem Relaxen steht nichts mehr im Wege!

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