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Kopierschutz

Erstellt von Prof. Musik, 19.03.2002, 16:01 Uhr · 50 Antworten · 6.809 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Prof. Musik

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    Die EMI Electrola in Köln gehört zu jenen Plattenfirmen die - neben anderen (BMG) - z. B. durch ihre Preispolitik, immer wieder die Endverbraucherpreise von Tonträgern hochtreibt. Damit will ich sagen, daß derartige Firmen den Wiederverkäufern und Konsumenten diktieren was sie letztendlich zu löhnen haben für CDs etc. Aktuellstes Thema sicherlich immer noch, der "Kopierschutz" von neueren CDs. In England hatte man vor nicht allzu langer Zeit das gleiche Problem, aber die Leute haben sich das nicht gefallen lassen, und sind dagegen auf die Barrikaden gegangen - mit Erfolg! Offenbar scheint es so als wenn Deutschland das einzige Land ist in dem per Kopierschutz Geld für Tonträger regelrecht eingetrieben werden soll. Wer sich das gefallen läßt hat selber schuld. Es wird immer Möglichkeiten geben sich Tonträger anderweitig zu beschaffen. Es werden immer wieder Wege gefunden diesen Kopierschutz zu umgehen, und die Plattenfirmen legen sich meines Erachtens damit selbst ein Ei. Ich jedenfalls lasse mich von der Plattenindustrie nicht bevormunden!

    Wir können uns wirklich glücklich schätzen, daß es so etwas wie das Fraunhofer Institut gibt, die durch ihre Entwicklung von mp3 andere Wege aufzeigen. Auch wenn man mit mp3 nicht das Ziel verfolgte es den Raubkopierern leicht zu machen, so liegt die Verantwortung dafür wiederum bei den Plattenfirmen. Durch eine angemessene Preisstruktur würden viele Musik-Liebhaber auch verstärkter CDs kaufen, nur durch die Einschränkungen der Industrie wie Preis, Kopierschutz etc. wird es unterbunden. Ich frage mich sowieso, wie kann eine CD die morgen auf den Markt kommt (für ca. 20-25 Euro), nach einem Jahr (bei Karstadt auf dem Grabbeltisch) nur noch 60% oder weniger des eigentlichen VK-Preises kosten?

    Im übrigen bin ich kein Freund von 1:1 CD-Kopien, das reizt mich überhaupt nicht. Da stelle ich mir meine CDs lieber so zusammen wie es mir gefällt, auch wenn das letztendlich eine Schweinearbeit ist, so habe ich dann doch etwas unikates in der Hand.

    Wie ist eure Meinung zum Kopierschutz von CDs etc. ?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von
    Die hohen Preise der CDs werden immer damit begründet, dass der Plattenindustrie durch Raubkopien "hohe Verluste" entstehen. Doch hohe Preise bei CDs bewirken eben auch eine gewisse Unlust bei potentiellen Käufern, so dass die hohen Preise doch eigentlich auch ein Grund sind für die vielen Raubkopien. Wenn die Kopiergeschützen CDs wenigstens drastisch billiger wären, dann könnte man es ja noch irgendwie akzeptieren...
    Doch die Preise werden hoch bleiben und so werde ich wohl darauf verzichten kopiergeschützte CDs zu kaufen. Ich wüsste jetzt keinen anderen Weg sich dagegen zu wehren, als auf einen Kauf zu verzichten. Ausserdem kann man diese kopiergeschützten CDs trotzdem kopieren. Einen Weg gibt es immer...

    Gruß Matthias

  4. #3
    Benutzerbild von monofreak

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    Der hohe Preis resultiert nach Angaben der Plattenfirmen unter anderem auch daraus, daß nur 10% der Veröffentlichungen kostendeckend oder besser sind, 90% bescheren den Firmen also Verlust... (Wenn man nur vorher wüßte, welche...)

    Eine Analyse in den USA hat den Firmen empfohlen, das Kopierproblem nicht mit Kopierschutz, sondern mit einem Preis von 10 Dollar für NEUE CDs zu lösen.


    Ich frage mich sowieso, wie kann eine CD die morgen auf den Markt kommt (für ca. 20-25 Euro), nach einem Jahr (bei Karstadt auf dem Grabbeltisch) nur noch 60% oder weniger des eigentlichen VK-Preises kosten?
    Das sind meistens aus dem Programm gestrichene Sampler aus der TV Werbung (Just The Best etc.), da ist es günstiger, die Überplanbestände zu verramschen, als sie zu entsorgen. Meist werden die Cover solcher Overstocks auch mit CUT OUTs versehen (angesägt, gelocht), damit will man erneute Retouren der Händler vermeiden.

  5. #4
    Benutzerbild von hoodle

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    Hallo Prof. Musik,

    das habe ich mir auch schon oft gedacht. Wenn die Plattenfirmen endlich mal faire Preise machen würde, dann würden die mit Sicherheit viel mehr CD's verkaufen. Und die Verluste durch Raubkopien die die immer ermitteln, das ist in meinen Augen eine Milchmädchenrechnung. Nicht alles was kopiert wird würde normalerweise gekauft werden.

    10 Euro für ne CD, das wär ein Preis den ich liebend gerne bezahlen würde. Aber 16 Euro aufwärts finde ich wirklich unverschämt. Und es bei weitem nicht so, dass nur die ollen 0815-Sampler auf dem Wühltisch landen. Da sind sehr wohl auch CD's bekannter Künstler dabei. Und das oftmals wirklich innerhalb relativ kurzer Zeit, aber auf jeden Fall erst, nachdem man den höheren Preis bezahlt hat. Schade eigentlich, aber die Plattenbosse werden es wohl nie verstehen.

    Viele Grüsse!!

  6. #5
    Benutzerbild von kruemelman

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    Ich frag mich eh was das mit dem Kopierschutz soll, da es ja eh nix bringt. Man muß sich einfach nur die neueste PC-Welt oder ähnliches besorgen und bekommt alles auf der Heft-CD das man braucht, um jede CD zu kopieren inklusive Anleitung für DAUs. Warum also aufregen. Was man machen kann, ist ganz gezielt die Firmen zu boykotieren ( schreibt man das so? ), da hat man aber einiges zu tun. Was viel schlimmer ist, ist, daß die EU vorhat das Urheberrecht zu ändern und Softwarepatente wie in Amerika einzuführen. Das heißt für die Entwickler freier Software und damit meine ich nicht nur Linux und so, sondern auch alle anderen, die kleine sinnvolle Hilfsprogramme schreiben, die den großen Firmen,allen voran M$, nicht in den Kram passen verklagt werden und da sich die freien Entwickler wegen Geldmangels nicht wehren können, werden wir wieder ein Stück unserer Feiheit verlieren. Es wird auch darauf hinauslaufen, daß jeder, der CDs kopiert sich strafbar macht. Ähnlich ist es auch mit dem Regionalcode bei DVDs. Der Code ist reine Schikane um die Geldquellen nicht zum Versiegen zu bringen. Es ist z.B. Händlern untersagt DVDs in Länder mit anderen Codes zu vertreiben, bzw bei uns untersagt, sie in größerem Maßstab zu vertreiben. Soviel zu Verbraucherschutz in den USA und was noch alles auf uns zukommen wird. Warum sich also über so eine Pillepalle aufregen, wenn es um unsere persöhnliche Freiheit geht.
    Noch ein Tipp für alle, die Probleme mit Kopierschutz haben und noch ein altes CD-Rom daheim rumliegen haben. Baut es mal ein und es kann sein, daß ihr plötzlich keine Probleme mehr habt. Die sind nämlich zu alt und haben nicht so viele Funktionen wie die neuen, deshalb lassen sie sich nicht so schnell verwirren wie die neuen. Also Rechner aufgeschraubt und gegrabbt was das Zeug hält. Ich hatte übrigens noch nie Probleme mit CDs kopieren, vielleicht weil ich noch Win 95 bzw Linux benutze, das eh viel toleranter als die M$ Produkte ist, was komische Tocs angeht.
    Hans-Jörg
    P.S. Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, aber denkt mal über meine Worte nach.

  7. #6
    Benutzerbild von PASST

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    @monofreak: Das Argument, das du von den Plattenfirmen zitierst, ist nicht richtig glaubwürdig. In den 80ern haben (Vinyl-)Platten etwa 20,-DM gekostet. Die Rentabilitätsregel von 10:90 müsste dann damals ja dramatisch positiver ausgesehen haben. D.h. also erstmal, dass mit Einführung der CDs die Firmen eine Hölle an mehr Geld verdient haben.
    Aber an dieser Rentabilitätsregel ist schon was dran, da es diese pauschale Regel mit dem 20 zu 80 Verhältnis gibt, d.h. mit 20% deiner Produkte erziehlst du 80% deines Umsatzes - aber das nur nebenbei bemerkt.

    Ich wüsste wirklich mal gerne mit welchen Argumenten diese Preispolitik betrieben wird? Vor allem im Zusammenhang gesehen, dass Platten damals viel günstiger waren.

    Ein über das Thema schon lange grübelnder, PASST

  8. #7
    Benutzerbild von PASST

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    @Prof.Musik: Ich habe mir früher auch nur die besten Stücke einer CD kopiert, habe dies aber inzwischen aufgegeben. Unter anderem aus Zeitgründen, aber auch, da ich gemerkt habe, dass ich nach einiger Zeit die anderen nicht kopierten Stücke des Albums auch ganz gut finde. Und da das Kopieren heutzutage schnell und günstig ist, ziehe ich, bis auf Sampler, nur noch 1:1 Kopien von Alben.

  9. #8
    Benutzerbild von hoodle

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    Vor allem wurden uns damals die CD's mit Bonus Tracks schmackhaft gemacht, und jetzt? Oftmals haben die heutigen Alben eine Laufzeit von weit unter 60 Minuten. Recht wenig Musik für das hartverdiente Geld.

    Und bei Amazon kostet dieser TV-Musik-Sampler stolze 23 Euro. Okay, es ist eine Doppel-CD, aber früher kostete eine Doppel-CD knapp unter 40 DM. So sind es immerhin rund 45 DM. Da ist doch mal wieder eine Preiserhöhung drin. Ganz toll.

  10. #9
    Benutzerbild von monofreak

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    @ passt:
    Ja klar, früher waren Platten billiger als CDs heute, Videos billiger als DVDs heute. Das muß auch so sein.
    Der Golf IV kostet auch mehr als der Golf I oder II.
    Diese neuen Produkte sind ja auch besser (nicht immer auch die Inhalte...)
    Das ist die ganz normale Inflation. Warum soll die gerade an der Musikbranche vorbeigehen? Auch dort fordern die Mitarbeiter mehr Gehalt, steigen Kosten für Produktion (der Musik, nicht des Tonträgers) und Vertrieb.

    Allerdings ist eines für den Endkunden nur schwer nachzuvollziehen: Der Preis der reinen Herstellung im Verhältnis zum Endpreis. Was da noch alles dazugehört, weiß er ja nicht. (okay, da kann man bestimmt was einsparen)
    Und wenn der Kunde dann noch hört, wie viele Millionen Mariah Carey für die nächsten Alben von Virgin Vorschuß bekam, und wieviele dann nochmal dafür, daß sie sie nicht macht (weil das erste gefloppt ist) ...........

  11. #10
    Benutzerbild von
    nun die CD ist vielleicht qualitativ besser als die LP (so wie möglicherweise der neue Golf), aber früher war die Musik halt einfach besser. Das hat einen Preis von 20 DM für eine LP gerechtfertigt.

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