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LIVE 8 (Live Aid II) am 2.Juli 2005

Erstellt von bamalama, 31.05.2005, 18:55 Uhr · 510 Antworten · 28.901 Aufrufe

  1. #451
    Benutzerbild von Torsten

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    @ Muggi:

    Kann mich dem von dir zitierten Posting weitgehend anschließen. Auch bei mir hat sich eigentlich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl des Besonderen eingestellt, allenfalls beim Auftritt der alten Pink Floyd-Riege blühte ein wenig das Herz auf.

    Neben vielen Künstlern, mit denen ich nix anfangen kann, ist dafür vor allem die überbordende Reizüberflutung verantwortlich, die bei so vielen synchron laufenden Konzerten zwangsläufig entstehen musste. Diese Hin- und Herschalterei sowie das Mitverfolgen über verschiedene Fernseh- und Internetkanäle war auf Dauer mehr Stress als Genuss...

    Mit diesen ganzen neumodischen Gitarren-Bands à la Keane, Coldplay, Travis & Konsorten kann ich auch nix anfangen - deren kaum unterscheidbares Geschrammel ist für mich von gleicher Belanglosigkeit wie das Gebölke diverser US-Rapper.

    Übrigens: Endlich mal ein weiterer Zeitgenosse, der die Parallelen zwischen Robbie und Freddie bemerkt...

  2.  
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  3. #452
    Benutzerbild von Lutz

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    Muggi postete
    Im Depeche Mode-Forum gab es, wie auch hier, viel Begeisterung, aber auch Kritik. Besonders interessant fand ich folgenden Beitrag:

    Madonna (toller Arsch), (...) (David Gilmores Kopf ist definitiv breiter, als Simons)! Und was war noch? Hm, hab ich vergessen.

    (...)

    Aber nein, es hat mir wirklich nicht gefallen!

    Yours
    After Eight
    [/quote]Wird bei euch im "DM" Forum immer so subtil gepostet? Vielleicht sollte euer Chef Nörgler ausser auf BUM & Head auch mal auf die Musik achten Na vielleicht braucht der DM-Jünger noch 20 Jahre um zu merken was für ein Magic Moment der Pink Floyd Auftritt war... Und ich bin nicht gerade ein AHA-Fan, aber auch ein Blinder hätte mitbekommen das es offensichtlich beim gurkigen Berliner Soundmixer technische Probleme gab (siehe rumfummeln vom Sänger mit dem "Knopf im Ohr").

    Das kannst ja mal ins DM-Forum forwarden

    Lutz

  4. #453
    Benutzerbild von Muggi

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    Och nö...unser Dr. No ist alles andere als ein verbohrter DM-Jünger, eher Duran Duran und 60er-Fan. Er schob dann noch was hinterher.

    Green Day waren ja wohl der Hammer , die mischten ganz Berlin auf.
    Ja, die hab ich vergessen auf der Positivseite zu vermerken (ich wollte aber auch mein Gesamtbild nicht zerstören )... Scissor Sisters fand ich auch ganz erfrischend. Da werd ich mal in die CD reinhören.

    Yours
    Nachtrag

  5. #454
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Torsten postete
    Diese Hin- und Herschalterei sowie das Mitverfolgen über verschiedene Fernseh- und Internetkanäle war auf Dauer mehr Stress als Genuss...
    Das hat in der Tat die Stimmung (für uns TV-Zuschauer) massiv beeinträchtigt!


    Davon angesehen finde ich aber, daß die in der Presse und in Internet-Foren allgegenwärtige Kritik an Live-Aid-2005 eher ein gutes Beispiel dafür ist, was mit dieser Generation nicht in Ordnung ist:

    Zwei Männer (und ein Kreis von Freunden und Mitarbeitern) stellen kostenlos das größte Rock-/Pop-Spektakel aller Zeiten auf die Beine und der Generation Handy fällt nix besseres ein als die kostenlosen Karten bei e-bay versteigern zu wollen oder aus einer gelangweilten Konsumentenhaltung heraus darüber zu lamentieren, daß bei diesem Festival noch andere als die persönlichen Lieblingsbands auftreten, und die Veranstalter und Künstler für die eigene snobistische, pseudo-intellektuelle Begeisterungsunwilligkeit verantwortlich machen zu wollen! Wenn z. B. dieser Autor aus dem DM-Forum meint, es sei bei Live Aid nicht um Afrika, sondern um den Zustand der Musikindustrie gegangen, dann hat er wohl vergessen, das Wort "ihm" einzufügen, denn anders ist dieses Sich-festbeißen an der vielseitigen Band-Auswahl - bei einem Konzert, das ja auf eine breite Öffentlichkeit abzielte! - nicht zu erkären. Und auch hab ich den Eindruck, daß der Wunsch, sich als anhand der schwächeren (oder - häufiger! - einfach nur nicht der eigenen Stilpräferenz entsprechenden) Auftritte als Musikkritiker zu profilieren, viel ausgeprägter ist, als die Freude an den Auftritten der eigenen Lieblingsbands.

    Und was die durch die Medien gehenden Zweifel an der Glaubwürdigkeit und dem Nutzen betrifft: Man mag fragen, ob Exporterleichtungen für die Entwicklungsländer wirklich in die Zukunft weisen (denn in der Vergangenheit haben Strategien des exportgestützten Wachstums v. a. zu devisenbringenden Cash-Crop-Monokultur-Plantagen geführt, die zur Ernährung der eigenen Bevölkerung und dem Aufbau regionaler Wirtschaftskreisläufe nichts beitragen) und man mag kritisieren, daß sich die Live8-Veranstalter zu sehr vor den Karren von Politikern wie Tony Blair spannen lassen (denen es bei ihrem "Engagement für Afrika" natürlich in erster Linie um die zukünftige Zahlungsfähigkeit dieser Länder geht); aber wenn Medien, in denen das Thema Armut-in-der-Dritten-Welt in letzten 15 Jahren nicht mehr vorgekommen ist (weil es wohl "out" war) jetzt nichts wichtigeres zu tun haben, als reflexartig die Kritik am "Gutmenschentum" abzuspulen und ergänzend noch die Kritikpunkte von Dritte-Welt-Aktivisten aufgreifen, mit denen sie normaler Weise nie reden würden, und wenn solche Presse-Leute dann Bob Geldof u. Co. Selbstgefälligkeit(!) vorwerfen, dann ist das einfach nur widerlich.

  6. #455
    Benutzerbild von F.G.T.H.

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    gleich gehts los mit Pink Floyd Stream-London

  7. #456
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Die Luftgitarre postete
    ... die eigene snobistische, pseudo-intellektuelle Begeisterungsunwilligkeit ...
    Ich nehme mich aus diesem Teil der Publikumsbeschimpfung keineswegs aus. Ich hab zwar mit Freude die TV-Übertragung geguckt, aber trotzdem das Gefühl vermisst, an einem historischen Ereignis teilzuhaben. Und da kam mir im Laufe des Morgens der Gedanke: Ist der Fehler vielleicht in unseren Köpfen? Sind wir zu einfach "cool" geworden, als daß wir einen historischen Moment noch erfassen könnten?[/quote]

  8. #457
    Benutzerbild von Lutz

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    Die Luftgitarre postete
    Torsten postete
    Diese Hin- und Herschalterei sowie das Mitverfolgen über verschiedene Fernseh- und Internetkanäle war auf Dauer mehr Stress als Genuss...
    Das hat in der Tat die Stimmung (für uns TV-Zuschauer) massiv beeinträchtigt!
    Wobei dazu (zusätzliches Gezappe mit Internet-Streams) ja niemand gezwungen war, das (und *dann* noch gleichzeitig hier posten?) hätte mich wohl auch eher genervt...

    Ich hab's mir gemütlich im Wohnzimmer am TV (Phoenix) reingezogen - und auch nicht alles, sondern ungefähr die Zeiten der Rosinen (Madonna, Pink Floyd) abgepasst. Es kommt immer auf die Dosis an - selbst mein Leibgericht Lasagne kommt mir zu den Ohren raus wenn ich davon zuviel konsumiere..

    BTW: Vielleicht hat mir deshalb auch Sting (obwohl ich nicht soooo der Fan bin) sehr gut gefallen. Als *nicht* Dudelradio-Hörer (die besten Hits der 70er, 80er, BLABLABLA) habe ich z.B. "Every breath...." vorher lange nicht mehr gehört...

    Ansonsten kann ich Dein Posting nur unterschreiben!

    Lutz

  9. #458
    Benutzerbild von Torsten

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    Die Luftgitarre postete
    Die Luftgitarre postete
    ... die eigene snobistische, pseudo-intellektuelle Begeisterungsunwilligkeit ...
    Ich nehme mich aus diesem Teil der Publikumsbeschimpfung keineswegs aus. Ich hab zwar mit Freude die TV-Übertragung geguckt, aber trotzdem das Gefühl vermisst, an einem historischen Ereignis teilzuhaben. Und da kam mir im Laufe des Morgens der Gedanke: Ist der Fehler vielleicht in unseren Köpfen? Sind wir zu "cool" geworden, um einen historischen Moment zu erfassen?
    [/quote]Der intellektuelle Dünkel und die überhebliche Satire mancher Feuilletonisten ist mir auch zuwider, und ein Mann wie Bob Geldof hat weiterhin meinen ganzen Respekt. Dennoch muss man natürlich immer auch die kritische Frage stellen, was mit einer solchen Aktion wirklich erreicht werden kann.

    Dass der Funke nicht richtig übersprang, liegt aus meiner Sicht an musikalischer Langeweile und übertragungstechnischer Reizüberflutung. Zudem können große Plätze wie der Hyde Park auch nicht mit der einzigartigen Stadion-Atmosphäre mithalten, wie sie 1985 in Wembley vorherrschte - allein der Blick aus der Hubschrauber-Perspektive vermittelte mir 1985 wesentlich mehr Gänsehaut als gestern.

    Und wie gesagt - wenn einen die Musik nicht vom Hocker reißt, kommt eben auch nicht die große Begeisterung auf.

    Am besten gefielen mir:

    - Pink Floyd (ein toller Re-Union-Auftritt)
    - Robbie Williams (der einzige Superstar dieser Tage, der das Wort auch wirklich verdient)
    - Annie Lennox (grandios wie immer)
    - Madonna (mit besserer Gesangsleistung als befürchtet)
    - Black Eyed Peas (da kam mal richtig Wumms und Stimmung in die Bude)
    - Green Day (eigentlich nicht so mein Fall, aber die rockten ordentlich ab)
    - Zucchero (klasse Stimme)

    Ich glaube nicht daran, zu cool für eine gewisse Begeisterungsfähigkeit geworden zu sein. Vielmehr mache ich dafür das Fehlen dessen verantwortlich, was in unserer schnelllebigen Zeit kaum noch zu verzeichnen ist: Charme...

  10. #459
    Benutzerbild von bubu

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    Schließe mich Luftgitarres Posting vorbehaltlos an.

    Es ging doch gar nicht darum, möglichst erstklassige Bands aufzustellen. Wer spielen wollte, dem hat Bob Geldof bestimmt nicht verboten, das auch zu tun. Dann noch rumzunörgeln, dass die jungen Bands ja alles so scheiße seien und nicht das Gefühl gehabt zu haben, etwas ganz ganz epochales gefühlt zu haben, ist tatsächlich eine typische Generation-Golf-Ich-AG-Haltung.

    Am peinlichsten fand ich es aber, Bob Geldof noch Rassismus vorzuwerfen. Was heißt peinlich - das macht mich eigentlich nur fassungslos.

    Die Initiatoren haben die heutigen Technologien und den heutigen Medien- und Politikstil exzellent für sich genutzt. Ich fand' es klasse, am Rechner live dabei sein zu können, hin- und herzuzappen zwischen Konzerten über die ganze Welt verteilt und die Website, die Online-Listen- und Unterschriftenaktionen, SMS-Beteiligung, etc. fand' ich von vorne bis hinten gut durchdacht und ausgearbeitet.

    Wirtschaftsinteressen und -mächte regieren heutzutage die Welt mehr denn je. Insofern finde ich es clever, am neuralgischen Punkt - den G8-Staaten - anzusetzen. Und warum nicht versuchen mit den Politikern zusammenzuarbeiten anstatt immer nur gegen sie? Das stern-Interview mit Bono und Herbert Grönemeyer war diesbezgl. sehr aufschlussreich.

    Im Übrigen sind sich Geldof, Bono und Co. sehr wohl bewusst, dass Korruption das Hauptproblem darstellt. Daher hat mich die vermeintliche "Kritik" von Henryk Broder u.a. sehr geärgert - so naiv ist doch keiner, der sich wie Geldof seit Jahrzehnten mit Afrika beschäftigt, dass er das nicht wüsste. Die vorgebrachte Kritik, die Geldof und Co. entgegenschlug, war in meinen Augen blanker Zynismus und Miesmacherei.

  11. #460
    Benutzerbild von Torsten

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    bubu postete
    Die Initiatoren haben die heutigen Technologien und den heutigen Medien- und Politikstil exzellent für sich genutzt. Ich fand' es klasse, am Rechner live dabei sein zu können, hin- und herzuzappen zwischen Konzerten über die ganze Welt verteilt und die Website, die Online-Listen- und Unterschriftenaktionen, SMS-Beteiligung, etc. fand' ich von vorne bis hinten gut durchdacht und ausgearbeitet.
    Für mich ist das der entscheidende Grund, warum die Veranstaltung den vor mir angesprochenen Charme vermissen ließ: Zerrissen über zehn Veranstaltungsorte und etliche Empfangskanäle, konnte gar nichts anderes als Hektik in der Beobachtung entstehen - zumindest dann, wenn man sich nicht nur auf wenige Acts reduzierte, sondern die Veranstaltung in all ihren Facetten erleben wollte.

    Nein, die Veranstaltung spiegelte den Zeitgeist exemplarisch wider: Multimedial, rastlos und irgendwie beliebig. Dafür dürfte unsere Generation dann allerdings tatsächlich verantwortlich sein...

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