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Musikgeschmack mit 65 Jahren

Erstellt von new_romantic, 20.01.2010, 18:15 Uhr · 19 Antworten · 1.789 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von new_romantic

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    Musikgeschmack mit 65 Jahren

    wenn ich so sehe was Schwiegereltern an Musik hören kommt einem das pure Grausen und da frag ich mich was werde ich wohl mit 65 mögen. In den letzten 20 Jahren hat sich mein Musikgeschmack wenig geändert ( außer daß Minimalelectronic dazu gekommen ist). Werde ich mit 65 immer noch die frühen Front242 oder Cabaret Voltaire mögen? Passt das dann noch zum Alter?

    Ist nur so ein Gedankengang, was denkt ihr?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Naja, ich hätte als 15jähriger im Leben nie geglaubt, dass mir mal Musik von Udo Jürgens oder der 70er-Discosound gefallen würde. Fand ich damals alles Pfui.

    Nun bin ich vierzig und finde oben genanntes richtig klasse! Wer weiß schon was in 25 Jahren ist...

    Cooles Thema!

    Gruß
    musicola

  4. #3
    Benutzerbild von cv-cd

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    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Front 242, Cabaret Voltaire, ClockDVA, Skinny Puppy, usw., usw. ... mit 65????
    Klar ... die Enkel müssen in die flucht getrieben werden!
    Nun im ernst ... ich weiß es nicht! Was mir seit einiger Zeit auffällt, je älter ich werde, umso weniger Bock habe ich überhaubt eine CD oder LP aufzulegen. Das betrübt mich sehr! Ausgerechnet ich ... ein Musikfanatiker, wie er im Buche steht ... hmmm ... stand!
    .... seufz!

  5. #4
    Benutzerbild von new_romantic

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    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    das liegt aber auch an der mp3/Internetradio Geschichte und nicht nur an Dir cv-cd!

  6. #5
    Benutzerbild von Christoph

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    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Möglicherweise bleiben wir mit dem Musikgeschmack immer etwas hinterher. Schließlich finde ich inzwischen auch viele 90er wieder hörenswert.
    Der Blick zu meinen Eltern läßt mich da ganz entspant altern: meine Mama mag nach wie vor die Hits Ihrer Jugend und mein Papa lauscht auch gern entspannten Gitarrenpopbands aus der Jetztzeit.
    Musik, die ich nicht mag, wird es auch in 40 Jahren geben.

  7. #6
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Na ja.....ab und zu dreh ich auch mal Howard Carpendale auf (Laura Jane....geiler Anfang)

    Ich denke, mit 65 werde ich immer noch Sid-Sounds hören und meine Enkel in die Flucht treiben....

  8. #7
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Zitat Zitat von new_romantic Beitrag anzeigen
    Passt das dann noch zum Alter?
    *Prust* Also bitte, was soll DAS denn! Erstens gibt's ja wohl keine gesetzlich vorgeschriebene Musik, die zu hören sei, nachdem eine bestimmte Altersgrenze überschritten ist - huar, stellt euch das mal vor, wir müssten nach dem 60. Lebensjahr alle Volksmusik oder sowas hören! Und zweitens wäre mir das sowas von wumpe, falls irgendjemand meinen sollte, die Musik, die ich höre, würde nicht zu meinem Alter passen. Im Gegenteil, ich würde mich eher peinlich finden, wenn ich mit 60+ auf die dann angesagte Teeniemusik abfahren würde. Vielleicht würde ich mich dann ja auch noch so anziehen wollen wie die 18-Jährigen!

    Also ich denke, man wird es stinknormal finden, wenn wir als fitte Sechziger die Mukke unserer Jugend hören, schließlich geht das den Meisten so und es ist sozusagen üblich. Wobei gegen Horizonterweiterung ja nichts einzuwenden ist. Wir erzählen uns ja auch heute schon, welche aktuellen Lieder oder Alben wir gut finden, das wird in 15-20 Jahren nicht anders sein; es wird immer auch das eine oder andere dabei sein, was uns gefällt. Bei mir jedenfalls wird's genau so sein: 70-er, 80-er, paar 90-er und das eine oder andere aktuelle Lied, das mir gefällt, also im Grunde nicht anders als jetzt schon.

    new romantic ich nehme an, deine Schwiegereltern hören im Grunde auch nur die Musik ihrer Jugend bzw. einen ähnlichen Sound, nur aus der heutigen Zeit. Unsere Elterngeneration hörte in den 50-ern halt viel Schlager und Volksmusik-Ähnliches, das muss damals der Mainstream gewesen sein, was ja auch die Charts aus der Zeit zeigen. Klar, viele Leute unserer Generation finden das jetzt schei*e, aber nicht jeder hat einen ehemaligen Halbstarken zum Papa, der Rock 'n Roll hörte und hört oder eine Mama, die nach wie vor ihre Flowerpower-Musik oder ihre Beatlesplatten liebt - DAS würden wir vielleicht weniger grauenvoll finden

    Den Musikgeschmack meiner Eltern finde ich mittlerweile eigentlich ganz OK. Früher hörten sie neben klassischer Musik auch fast nur Schlager, was ich zur Zeit meiner musikalischen Erweckung gut und ab Teenageralter doof fand. Aber sie mögen auch ganz alte Sachen, Comedian Harmonists z. B. und da nähern wir uns wieder an. Vor allem mein Vater mag die alten Sachen von Rod Stewart, so wie ich, obwohl das schon nicht mehr in seine Jugend fällt. Also im Grunde ist das bei meinen Eltern ähnlich wie bei mir jetzt schon: Musik aus der Jugend und Horizonterweiterung mit dem einen oder anderen, was danach kam (oder auch davor war ).

  9. #8
    Benutzerbild von Closelobster

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    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Kann Babooshka nur zustimmen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, nur weil das Alter es befiehlt, auf einmal nur noch Volksmusik oder Klassik zu hören. No way. Ich werde mit Sicherheit auch in 20 Jahren noch New Wave und Gitarrenpop hören. Wenn ich überlege, dass sich mein Musikgeschmack in den letzten 20 Jahren nur unwesentlich geändert hat - dann wird das auch auf nicht absehbare Zeit so bleiben. Auch was die aktuelle Musik angeht: es gab immer mal Zeiten, wo ich die aktuelle Musik wirklich gut fand (zuletzt 2005/2006). Und ich werde die aktuellen Charts auch weiterhin verfolgen, auch wenn es gerade derzeit wenig gibt, was mir 100 % gefällt.

    Meine Eltern sind auch ein hervorragendes Beispiel für die These: Du hörst was Du in Deiner Jugend gehört hast, plus wenigem was aus späteren Jahrzehnten dazugekommen ist. Mein Vater hört Rock`n Roll, Rockabilly, Folkrock, aber auch ABBA, Sailor, a-ha, Runrig, Dubliners und ABC. Meine Mutter war nie der große Musikfan, aber sie hört nachwievor Pop und Rock der 50er und 60er Jahre, Boney M; ABBA und seit 45 Jahren ist sie Fan von Udo Jürgens und Paul McCartney. Inclusive Livekonzerte und allem was von den beiden neu produziert wird. Und noch ein Beispiel: meine Oma meinte 1986, im Alter von 68 Jahren, ich möge ihr doch eine Cassette von Big Country zusammenstellen. Und meine Uroma war 1980 noch auf Konzerten von Udo Lindenberg und Torfrock. Sie war da kühle 83 Jahre alt.

  10. #9
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Obercoole Oma und Uroma!

    Meine Eltern und ich hören übrigens mittlerweile ganz gerne denselben Radiosender, natürlich einen, der vorwiegend Oldies spielt. OK, für sie ist der wahrscheinlich das kleinste Übel in der Berliner Rundfunklandschaft, da es hier keinen Sender gibt, der Schlager spielt. Wobei ihnen das viele in Noten gepackte Liebesgesülze auf Bayern 1 früher im Urlaub aber auch irgendwann auf die Nerven ging

    Im 70-er Jahre Forum gibt's ja den einen oder anderen, der auf die 60 zugeht oder sie bereits überschritten hat. Und ich kann von ihnen berichten, dass sie freiwillig wohl keinen einzigen Ton Volksmusik hören würden. Einer von ihnen ist beispielsweise vor allem Jazzfan und hört gerne französische Chansons - ebenfalls alles aus seiner Jugend übernommen, der andere war und ist Fan des Rock der 60-er und 70-er und steht auf, wie würde Scheul sagen: Gitarrengeschrammel. Also auch hier wieder ein gefestigter Musikgeschmack, aus der Jugend übernommen. Es wird also wohl voraussichtlich niemand plötzlich Volksmusikfan, nachdem die Wechseljahre überstanden sind Der Musikgeschmack wächst und festigt sich über Jahrzehnte, da wird es wohl nicht so sein als wüchse man aus der Kindheit raus und hat mit der Zeit keine Lust mehr, mit Spielzeug zu spielen.

    Was mir allerdings dabei durch den Kopf geht: Stirbt die Volksmusik in Anbetracht der vorgenannten Tatsachen bald aus? Die Senioren von heute hören mitunter gerne Volksmusik, aber irgendwann werden sie nicht mehr sein und wir werden als neue Senioren nachrücken. Und wir haben mit Volksmusik so gar nichts am Hut. Die heutigen Volksmusikstars Mross, Hertel, Silbereisen usw. werden auch irgendwann zu Senioren. Wie lange werden sie noch erfolgreich Musik machen und verkaufen und wird es Nachfolger für sie geben, alldieweil es ja dann anscheinend keinen Bedarf mehr dafür geben wird? Nun ja, ich für meinen Teil werde das Fehlen des Musikantenstadls schon irgendwie überleben Aber trotzdem ist so eine Entwicklung ganz interessant.

  11. #10
    Benutzerbild von Closelobster

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    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Zum Thema Volksmusik: ich denke auch, dass die derzeit gängigen Interpreten irgendwann kein Publikum mehr haben werden. Andererseits bekomme ich über ein Internetradio, in dem ein Freund von mir unregelmäßig sendet, doch mit, dass es da einige Nachwuchsbratzen gibt, die auf Heile Welt machen und sich so ne goldene Nase verdienen. Dazu zähle ich allerdings auch die Apresski/Ballermann/etc. Knallchargen wie DJ Ötzi, Olaf Henning, Michael Wendler (örks) und Konsorten sowie "Schlagersänger/innen" wie Andrea Berg.

    Denn es gibt immer noch eine nicht kleine Anzahl von Fans dieser Musik, die sich entweder in diese heile Welt flüchten, weil ihr Leben einfach zu trist ist, oder schlicht und einfach kein Englisch können (und davon gibt es mehr als viele glauben).

    Und solange die Kastelruther Spacken oder die Seidelheimer Sodomisten (oder wie auch immer) ausverkaufte Tourneen melden, sind auch genügend Fans da, auch für zukünftige Generationen. Und, ich befürchte, dass es den Mutantenstadl auch in 20 Jahren noch geben wird.

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