Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 20

Musikgeschmack mit 65 Jahren

Erstellt von new_romantic, 20.01.2010, 18:15 Uhr · 19 Antworten · 1.791 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von new_romantic

    Registriert seit
    24.09.2002
    Beiträge
    930

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    und genau diese grausige Musik, falls man es Musik nennen kann, hören Schwieger Eltern (sie Anfangs Posting)
    Ich kann absolut nicht verstehen wie man sowas naives Hirnschmelzendes gut finden kann oder dem Interpreten "abnehmen kann".
    Deswegen denke ich, daß ich mit 65 immer noch New Wave; Synthiepop etc. hören werde und die early eighties es als kreativstes Musik Jahrzent ansehen werde.

    Meine Eltern wiederum hören Klassik und Schlager was ich okay finde und verstehen kann.



    Zitat Zitat von Closelobster Beitrag anzeigen
    Zum Thema Volksmusik: ich denke auch, dass die derzeit gängigen Interpreten irgendwann kein Publikum mehr haben werden. Andererseits bekomme ich über ein Internetradio, in dem ein Freund von mir unregelmäßig sendet, doch mit, dass es da einige Nachwuchsbratzen gibt, die auf Heile Welt machen und sich so ne goldene Nase verdienen. Dazu zähle ich allerdings auch die Apresski/Ballermann/etc. Knallchargen wie DJ Ötzi, Olaf Henning, Michael Wendler (örks) und Konsorten sowie "Schlagersänger/innen" wie Andrea Berg.

    Denn es gibt immer noch eine nicht kleine Anzahl von Fans dieser Musik, die sich entweder in diese heile Welt flüchten, weil ihr Leben einfach zu trist ist, oder schlicht und einfach kein Englisch können (und davon gibt es mehr als viele glauben).

    Und solange die Kastelruther Spacken oder die Seidelheimer Sodomisten (oder wie auch immer) ausverkaufte Tourneen melden, sind auch genügend Fans da, auch für zukünftige Generationen. Und, ich befürchte, dass es den Mutantenstadl auch in 20 Jahren noch geben wird.

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Tja new romantic, es wird schon so sein, wie ich geschrieben habe: Deine Schwiegereltern wurden wahrscheinlich in ihrer Jugend mit deutscher Schlager- und Volksmusik sozialisiert und sind dabei geblieben, wahrscheinlich weil ihnen alles andere nicht so gut gefallen hat. Leute in dem Alter haben tatsächlich oft das Argument, dass sie die deutsche Sprache in der Musik bevorzugen, weil sie das englisch Gesungene ja nicht verstehen. (Wobei unsereiner ja gerade das oft schätzt, denn wer will schon immer den ganzen Quatsch sofort verstehen, den die da singen ) Meine Oma hat damals auch sehr gerne den Blauen Bock mit seiner Huppsassa-Musik geguckt und in ihrem Single-Album befand sich ausschließlich deutsch Gesungenes. Und ja, es ist ein bisschen heile Welt und gute alte Zeit für die Leute. Letzteres kennen wir ja auch schon recht gut, nur hat unsere gute alte Zeit einen anderen Soundtrack

    Closelobster ich denke, Schlager und Stimmungsmukke wird's auch in 20 Jahren noch geben. Schlagerfans gibt's immer noch jede Menge und wird's auch dann noch geben, bei DSDS z. B. hat's ja letztes Jahr dieses 16-jährige Mädchen gegeben, das sich als totalen Schlagerfan bezeichnete und damit auch recht weit gekommen ist. Und solange es Skihütten, Wiesn, Ballermann u. ä. gibt, wird's auch Stimmungsmukke geben. Ich sehe wirklich nur die Volksmusik als solche langsam aussterben, denn die wird meiner Meinung nach ausschließlich von Senioren gehört. Ich kenne keinen einzigen Volksmusikfan, der im Vor-Rentenalter ist.

  4. #13
    Benutzerbild von sturzflug69

    Registriert seit
    03.02.2003
    Beiträge
    2.276

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Ich höre die Sachen von früher heute kaum noch.Die stehen zwar im Regal,aber nur um zu protzen.(Hallo humblebee)
    Die aktuellen Sachen wie Killers,Winehouse,Mando Diao,Vampire weekend etc sind einfach zu gut;um mich grösstenteils mit den 80's zu beschäftigen.
    Denke ich werde wohl immer mehr die aktuellen Sachen hören.wohl auch mit 65,denn musikalisch kann mich kein Musikstil mehr schocken.Es war ja quasi schon alles mal da.

  5. #14
    Benutzerbild von Lutz

    Registriert seit
    11.10.2002
    Beiträge
    6.815

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Zitat Zitat von Closelobster Beitrag anzeigen
    Kann Babooshka nur zustimmen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, nur weil das Alter es befiehlt, auf einmal nur noch Volksmusik oder Klassik zu hören..
    Geenau...

    Hey - schon die heutigen Omas und Opas sind oft nicht mehr die mit Hut & Stock und grauen Mänteln. Da hat sich sehr viel verändert...
    Die Mutter meiner Freundin ist jetzt so in dem Alter. Die Frau war in den Beatles-Heydays in Hamburg Stammgast im Starclub.
    Sie hat neulich mal ein paar CDs aufgelegt. Ne Scheibe von Johnny Cash mit Coverversionen (gab neulich ne *geniale* Doku auf Arte "J.Cash live at Folsom Prison" btw) und was von Cat Stevens. Fand ich alles super.

    Ich wüsste nicht warum ich mit 65 auf einmal irgendwelche Unsympathen-Mukke aus dem Mutantenstadel hören sollte. Dafür ist ne ganze andere Generation zuständig (gewesen?)...

    Zitat Zitat von cv-cd Beitrag anzeigen
    Was mir seit einiger Zeit auffällt, je älter ich werde, umso weniger Bock habe ich überhaubt eine CD oder LP aufzulegen. Das betrübt mich sehr! Ausgerechnet ich ... ein Musikfanatiker, wie er im Buche steht ... hmmm ... stand!
    .... seufz!
    Kommt mir bekannt vor - die Don Johnson Platte die ich "gewann", hab ich bis jetzt nur angespielt... (dass könnte aber auch an der Qualität von Dons Performance liegen *g*)

    Fazit:Ich werde also auch noch mit 65 gerne mal ne Ancaconda- oder Alice-Single von den Sisters auflegen. Und wie das passt!


    Lutz

  6. #15
    Benutzerbild von Antonio

    Registriert seit
    08.02.2003
    Beiträge
    213

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Mit dem Älterwerden habe ich bemerkt, dass mir Klassik gut gefällt. Nichtsdestotrotz bleibt der Schuster bei seinen Leisten und hört garantiert bis zum Abwinken gerne Italo Disco & Co.

    Auf Friede-Freude-Eierkuchen-Mukke a la Hansi Hinterseer muss man halt stehen und dieser präferierte Stil wird einem eingeimpft. Bei mir war´s ja auch nicht anders, als ich zum ersten Mal - leider viel zu spät - mit Italo Disco durch einen Freund in Berührung kam.

    An der Klassik erkennt man erst dieses fantastische Potential, das ein Komponist auszuschöpfen imstande ist.

    [ame=http://www.youtube.com/watch?v=Yj4WX6zAUy4]YouTube - Battle of Chintoka[/ame]

  7. #16
    Benutzerbild von lautlos

    Registriert seit
    18.08.2003
    Beiträge
    571

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Ich weiß zwar nicht, was ich mit 65 Lenzen hören werde, aber ich hoffe mein Stil hat sich bis dahin weiterentwickelt. Wär doch schade, immer nur die alten Kamellen hervorzukramen und der Umwelt damit auf die Nerven zu fallen.

    Besonders möchte ich meine Ohren bitten, mir bis zum seligen Abwinken beizustehen. Dafür verspreche ich auch, sie täglich mit dem auralen Samthandschuh zu massieren - sprich: nie zu laut und vor allem mit teurem Surround-Equipment für die richtige audiophile Stimmung sorgen.

    Zwei Ohren zu haben verpflichtet eben.

  8. #17
    Benutzerbild von new_romantic

    Registriert seit
    24.09.2002
    Beiträge
    930

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    eine andere Sache in dem Zusammenhang: Ist es nicht auch eine Frage des Anspruchs bzw. des Intellekts ob man Volkstümliche Musik hört oder Klassik oder Schlager. Wer Volkstümliche Musik gut findet ist meiner Ansicht nach nicht der Hellste oder rede ich mir das ein? Oder es ist wirklich nur eine Frage der Musik in der Jugend und des "Womit man groß wird" ?

  9. #18
    Benutzerbild von Christoph

    Registriert seit
    10.10.2001
    Beiträge
    3.330

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Hey new_romantic, mach dazu ein neues Thema auf! Diese These ist sehr gewagt und interessant. Auf jeden Fall wert, in einem extra Bereich diskutiert zu werden.

    Zum Thema zurück: An mir stelle ich fest, daß sich "mit dem Alter" mein Geschmack mehr der Breite geöffnet hat. Die Extreme habe ich zwar nicht verbannt, aber es kommen gerade bei den älteren Sachen wieder Musikstücke dazu, die ich als Jugendlicher nicht gemocht, ja geradezu abgelehnt habe. Die Musik meiner Eltern war früher kein Thema für mich, inzwischen stehe ich den 60ern und 70ern doch sehr aufgeschlossen gegenüber. Plus die beste Musik von heute mache ich mir also um meinen Musikkonsum im Alter keine Sorgen (sofern ich noch was hören kann!).

    Sehr interessant ist aber auch die Frage, was mit Volksmusik passiert. Hier sehe ich mehrere Möglichkeiten: entweder die Zielgruppe stirbt tatsächlich aus und die Musik verschwindet.
    Oder aber diese Musik findet weiterhin genügend Anhänger, um sich selbst zu tragen. Dabei will ich mal noch zu bedenken geben, daß es ja auch Landstriche gibt, wo diese Musik tatsächlich gehört und gepflegt wird, wo sie regional sehr stark verwurzelt ist und sich das auch thematisch in den Liedern niederschlägt.
    Oder aber, diese Musik wird ins "deutsche Kulturgut" übernommen und geradezu gefördert (vgl. Volkslieder, klassische Musik, usw.). Wobei ich hier tatsächlich einen Unterschied zwischen den Werken eines Richard Wagner und denen eines Hansi Hinterseer sehe.
    Überlege nun gerade, ob mir Musiken einfallen, die "ausgestorben" sind... die Musik der 10er und 20er Jahre ist in etwa so ein Beispiel, da gibt es zwar eine Handvoll Fans, aber ich glaube, daß es da vor kurzem gerade so etwas wie ein Wiederentdecken gab. In den 80er und 90er Jahren, auch Anfang des Jahrtausends war das dagegen kaum ein Thema. Aber das ist eher Vermutung, gebt bitte Gegenbeispiele, wenn ich mich irren sollte. Und falls es zu Wagners Zeiten auch andere Musikrichtungen gab, dann sind sie wohl nicht überliefert worden wegen Erfolglosigkeit oder dem Wegsterben von Fans. Klassischer Fall von "ausgestorben".

  10. #19
    Benutzerbild von Antonio

    Registriert seit
    08.02.2003
    Beiträge
    213

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Zitat Zitat von Christoph Beitrag anzeigen
    Überlege nun gerade, ob mir Musiken einfallen, die "ausgestorben" sind... die Musik der 10er und 20er Jahre ist in etwa so ein Beispiel, da gibt es zwar eine Handvoll Fans, aber ich glaube, daß es da vor kurzem gerade so etwas wie ein Wiederentdecken gab.
    Zumindest meine Wenigkeit hört ob des nostalgischen Gefühls sehr gerne Lale Andersen - Lili Marleen.

    Hat irgendwie so ein schönes altes Flair.

    [ame="http://www.youtube.com/watch?v=-QBiBltfWEI"]YouTube - Lili Marlen - Lale Andersen[/ame]

    Erst mit 66 Jahren, da fangt das Leben an.

    [ame="http://www.youtube.com/watch?v=0zFP3Fi2Hv8"]YouTube - Udo Jürgens - Mit 66 Jahren 1977[/ame]

    Ihr werdet Euch noch wundern,
    wenn ich erst Rentner bin.

    Sobald der Stress vorbei ist,
    dann lang ich nämlich hin.


    Ohau,
    ohau,
    ohau.

    Dann feg ich durch die Gegend mit 110 PS.



  11. #20
    Benutzerbild von new_romantic

    Registriert seit
    24.09.2002
    Beiträge
    930

    AW: Musikgeschmack mit 65 Jahren

    Tja komisch es gibt da Interpreten, die man als Kind gut findet als Jugendlicher ganz gut findet (gabi wartete im park) (tausend jahre sind ein Tag) und jetzt auch noch gut findet wie Udo Jürgens

Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Ähnliche Themen

  1. Intellekt und Musikgeschmack
    Von new_romantic im Forum 80er / 80s - LABERFORUM / TALK ABOUT
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 16.03.2011, 12:56
  2. Vor 25 Jahren - 1982
    Von waschbaer im Forum 80er / 80s - LABERFORUM / TALK ABOUT
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 17.10.2007, 23:53
  3. Musikgeschmack der jetzigen "Jugend"
    Von new_romantic im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 40
    Letzter Beitrag: 23.09.2006, 16:01
  4. Die Hitparade vor 20 + vor 30 Jahren
    Von ICHBINZACHI im Forum MUSIK ALLGEMEIN / MUSIC GENERAL
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 17.08.2006, 02:10
  5. In zehn Jahren ist die CD tot
    Von brandbrief im Forum MUSIK ALLGEMEIN / MUSIC GENERAL
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 22.01.2006, 18:13