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Queen - Ohne Freddie Mercury noch hörbar?

Erstellt von bubu, 17.04.2005, 18:54 Uhr · 36 Antworten · 3.997 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von musicola

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    Um es auf den Punkt zu bringen:

    Freddies Vermächtnis war wohl: "The Show Must Go On"!

    Für mich heisst das, dass ich hin und wieder eine der Scheiben von "Queen I" bis "Innuendo" einlege und mich daran berausche!

    Das Patchwork-artige "Made In Heaven"-Album besitze ich zwar auch, höre es aber eher selten...

    Andere Fans mögen das anders sehen und für jedes neue Live-Konzert, egal mit welchem Sänger, dankbar sein...


    Gruß

    musicola

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von musicola

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    Hier mal ein interessantes Review von plattentests.de:

    Heavy rotation

    Live-Comebacks von Bands, die vor knapp zwanzig Jahren zum letzten Mal den Tourbus beladen haben, sind bekanntermaßen grundsätzlich heikel. So richtig kritisch - vor allem moralisch - wird es aber, wenn der Frontmann bedauerlicherweise nicht mehr mit von der Partie sein kann, weil er gerade im Rock'n'Roll-Himmel mit John Lennon und Jimi Hendrix ein Skatturnier austrägt. Oder im Fall von Freddie Mercury mit Marilyn Monroe und Marlene Dietrich Prosecco trinkt. Dennoch entschloß sich die Hälfte der altehrwürdigen Rock-Giganten Queen, daß es ja nicht schaden könnte, noch einmal mit den alten Hits auf Tour zu gehen. Die Hälfte, das sind Gitarrist Brian May und Drummer Roger Taylor. Bassist John Deacon hatte keine Lust bzw. keine Geldsorgen bzw. verstanden, daß Queen-Konzerte ohne Freddie Mercury keinen Sinn machen.

    Der undankbare Job, Mercurys Platz einzunehmen, wurde Paul Rodgers angetragen. Dieser hatte in den letzten vierzig Jahren eine überschaubare Anzahl Hits, allen voran "All right now, mit seinen Bands The Free und Bad Company. So überschaubar, daß sie großzügig in die Setlist integriert wurden. Bei den Konzerten irritierte noch zusätzlich die kantige Präsentation einstudierter Freddie-Posen und ein äußeres Erscheinungsbild irgendwo zwischen Armin Rohde und Jürgen von der Lippe - mit Sicherheit aber Welten von Eleganz oder gar Charisma entfernt. Bei diesem Livemitschnitt "Return of the champtions" darf man seinen Mißmut nun ganz Paul Rodgers' bluesig deplazierten Motocross-Phrasierungen und unnötigen Lauten wie "Yeah-eah-eah!" oder "Whoo!" widmen.

    Überraschend: Die Soundqualität der Live-Platte entspricht nur der eines sehr guten Bootlegs. Nicht überraschend: Brian May liebkost noch immer meisterlich seine selbstgebaute "Red Special" - auch wenn seine obligatorischen Soli eher an angwierige, ausführliche Produktvorführungen erinnern. Erfreulich harmonisch fügt sich Paul Rodgers in den Queen-Harmoniegesang ein, was allerdings fast die einzige gute Nachricht ist - neben der Tatsache, daß darauf verzichtet wurde, das Konzert-Intro - "Lose yourself" von Eminem (!) - ebenfalls auf CD zu bannen. Am besten sind die Überreste einer der größten und innovativsten Rockbands aller Zeiten, wenn sie auf Rodgers verzichten: "'39" aus dem 1975er-Album "A night at the opera" wird nur von Brian May und seiner Akustikgitarre dargeboten. Ebenso "Love of my life", bei Konzerten in Originalbesetzung stets ein Fan-Favorit, weil Mercury bei jenem Lied immer feierlich den Publikumschor dirigierte. Natürlich singt dieser immernoch hingebungsvoll mit. Für Freddie.

    Roger Taylor intoniert nicht nur die von ihm geschriebenen Nummern "I'm in love with my car", "These are the days of our lives" und "Radio ga ga" (klatsch-klatsch), sondern auch einen neuen Song: "Say it's not true". Durchschnittsballade. Und natürlich Hymne irgendeiner Anti-Aids-Kampagne. Während "Bohemian rhapsody" treibt es dem passionierten Queen-Liebhaber endgültig die Tränen in die Augen: Meister Mercury wird hinzugemischt, die letzten Zeilen singen Mercury und Rodgers abwechselnd - schmerzlicher könnte man den Unterschied zwischen "A kind of magic" und, nun ja, Blues-Paule, nicht vor Ohren geführt bekommen. Und auch ohne diesen traurigen Höhepunkt ist Freddie Mercury während der gut zwei Stunden um ein Vielfaches präsenter, als Rodgers. Kurzum: Nachdem der liebe Herr Mercury nun wirklich schon genügend Grund hatte, im Grab zu rotieren, dürfte er seit "Return of the champions" in Dauerrotation übergegangen sein. Dank Paul Rodgers. This band called Queen - he just can't handle it.

  4. #23
    Benutzerbild von Vonkeil

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    in der tat interessant.
    stimme zugegeben einigen aufgeführten thesen zu...

  5. #24
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie
    Warum nur?Warum nur,kann man nicht einfach etwas grandioses einfach so stehen lassen(und damit in guter Erinnerung)??????????
    Queen(Orginal),war etwas besonderes!!!!!Freddy Mercury,war ein toller Sänger und Frontmann!!!!

  6. #25
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    musicola postete
    Hier mal ein interessantes Review von plattentests.de:

    Überraschend: Die Soundqualität der Live-Platte entspricht nur der eines sehr guten Bootlegs.
    Die scheinen eine andere Auflage als ich zu haben. Ich hab' mir es zwar verkniffen, die 2CD zu holen, aber die DVD habe ich - und die klingt aber sehr ordentlich aufgenommen.
    Wenn man ein Queen-Konzert auf CD und DVD haben möchte, das nach gutem Bootleg klingt, sollte man zu "At Wembley" greifen.

  7. #26
    Benutzerbild von Vonkeil

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    also ich besitze 2CD und DVD und bin der meinung, dass bei der DVD der sound um einiges besser ist als auf der CD.

    gleich beim ersten anhören der CD fand ich, dass die drums viel zu sehr im hintergrund dümpeln (kaum höhen!), die gitarre zu vordergründig ist und daher der sound sehr breiig klingt!
    es fehlt hier einfach der drive, den beispielsweise "live at wembley" soundtechnisch ausgemacht hat - und da spielt roger taylor's schlagzeugspiel nunmal eine tragende rolle...

    auf der DVD scheinen sie dieses problem behoben zu haben, denn die klingt in der tat ordentlich!

    @elek-maxe
    findste echt, dass die wembley nach bootie klingt?? von allen queen-live-alben gefällt mir das soundtechnisch am besten?!

  8. #27
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    Dann hab' ich ja den richtigen Kauf getätigt!

    @vonkeil: Die Doppel-CD rauscht jedesmal ungeheuer, wenn Freddies Mikro aufgezogen wird, das war bei dem Original-Video nicht der Fall, das hätten die mal besser anders bearbeitet.

  9. #28
    Benutzerbild von djrene

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    Ich habe Queen mit Paul Rogers an Neujahr erstmals gesehen und gehört und finde das durchaus gelungen. Das Paul ein großartiger Sänger ist brauchte ja niemand zu sagen, das ist bekannt. Was ich jedoch gut fand, ist daß er die Songs so singt wie es eben Paul Rogers tun würde und nicht versucht wie Freddie zu klingen. Das würde nämlich böse in die Hose gehen. Und irgendwie finde ich die Diskussion, ob da ein anderer singen darf und es immer noch Queen ist, etwas an den Haaren herbei gezogen. Dann dürfte es verdammt viele Bands nicht mehr geben die Musiker aufgrund von Todesfällen oder Ausstieg verloren haben. Angefangen bei den Stones (nun gut, da sind die wichtigsten Protagonisten geblieben), über Journey, natürlich Bad Company , Black Sabbath, AC/DC usw. usw.

  10. #29
    Benutzerbild von Torsten

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    djrene postete
    Und irgendwie finde ich die Diskussion, ob da ein anderer singen darf und es immer noch Queen ist, etwas an den Haaren herbei gezogen. Dann dürfte es verdammt viele Bands nicht mehr geben die Musiker aufgrund von Todesfällen oder Ausstieg verloren haben. Angefangen bei den Stones (nun gut, da sind die wichtigsten Protagonisten geblieben), über Journey, natürlich Bad Company , Black Sabbath, AC/DC usw. usw.
    Mercury war der Jahrhundertsänger im Rock- und Popbusiness schlechthin - mit einem solchen Kaliber konnte sich eben nur Queen schmücken. Insofern gar nicht vergleichbar mit ausgetauschten Besetzungen in anderen Bands.

  11. #30
    Benutzerbild von djrene

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    Für mich war er das eben nicht.

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