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Radio in den 80 ern, wie Rias2...

Erstellt von Guinnes67, 01.08.2002, 22:15 Uhr · 56 Antworten · 10.775 Aufrufe

  1. #51
    Benutzerbild von Babooshka

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    Eine kleine Lanze muss ich jetzt aber mal für Radiomoderatoren der jüngeren Zeit brechen, die es leider inzwischen weitgehend auch nicht mehr gibt, die aber jetzt schon Kult sind und an die man sich auch in 10 Jahren noch erinnern wird.

    Wie gesagt, ich habe vor ein paar Monaten 16 Jahre in München abgeschlossen. Und von dort sind mir noch ein paar Radiosender in guter Erinnerung, die ich auch nicht vergessen werde. Da war zunächst einmal die Frequenz 89,0 FM, die sich die Sender Radio 2Day und Hit FM teilten. Ersteren Sender gibt es noch, zweiterer ist eingegangen, nachdem er massiv Mdoeratoren von 2Day abgeworben hatte, die dann mit in den Abgrund gerissen wurden und heute nicht mehr zu hören sind. Die beiden Sender wechselten sich jeweils im 6-Stundenrhythmus ab, wobei 2Day mehr auf Black Music, Hit FM mehr auf House und Trance setzte. Die Sender waren teilweise Berieselung (von der besseren Sorte; in den 90-ern gab es viel Black Music, die mir sehr gut gefiel), teilweise hatten sie aber auch feste Sendungen. Montag Abend z. B. saß ab 19 Uhr Mike the MC am Mikro, ein ehemaliger Army-Ami, der nun alte Funk & Soul-Titel spielte. Er legt wohl nach wie vor mittwochs im Münchner Park Café auf. Dienstag Abend gab es eine Sendung, deren Namen ich vergessen habe, moderiert von Matthias Modica, der Ungewöhnliches auflegte, was man nicht alle Tage im Radio hörte, aber dennoch dem Konzept von Black Music allgemein entsprach. Da war dann auch so einiges aus den 80-ern dabei. Anfangs gewöhnungsbedürftig, aber mittlerweile unvergessen: Angelo Buchwald mit seinen lockeren Sprüchen. Er bestritt jeweils mehrere Sendestunden am Tag und freute sich, wenn die Temperaturen wieder stiegen, weil er dann endlich wieder sein Sommerkleidchen anziehen konnte. Oder er plauderte locker über den anstehenden Grand Prix und darüber, was für ein Ereignis der war, als er so 14/15 war - "heute bin ich 20" (er ist Ende 30).

    Was ist wohl aus ihnen geworden? Zurück zu 2Day sind sie jedenfalls nicht mehr. Überhaupt hat sich 2Day sehr gewandelt. Sein Parallelsender B4 Classic Rock fürs Kabel hat sich auch im Äther durchgesetzt, wodurch auf dem ehemaligen Hip Hop-Terrain 2Day jetzt nur noch Altes, durchsetzt von ein wenig Neuem gespielt wird, oh Wunder. Herr Bertelshofer scheint auch in jene Jahre gekommen zu sein, wo er Chartmucke doof findet. B4 ist ein Sender ohne Werbe- und Moderationsunterbrechung, dafür kommt er vom Band. Was sich anhört, als würde man immer wieder seine eigenen Cassetten abspielen: Man weiß, auf Lied A folgt Lied B und darauf Lied C und Bobby Brown läuft ca. 5x am Tag. Auf 2Day läuft haargenau die selbe Musik, nur durch Moderation und Werbung unterbrochen und hie und da ein Lied von heute eingestreut. Wie blöd ist das denn bitte?

    Mitte der 90-er hatte Radio Energie München das Konzept eines Rock-Classic-Radios. Es wurden alte Sachen gespielt, aber auch neue, poppigere. Jeden Abend nach ca. 22 Uhr liefen ohne Werbeunterbrechung nur noch Klassiker der 70-er und 80-er, das war wunderbar. Die Kultshow auf Energie war Langemann und die Morgencrew, bestehend aus Markus Langemann, "Klara Unfug" (eine Berlinerin) und Michael "Bully" Herbig. Jawohl, Bully ist übers Radio groß geworden. Diese drei sendeten aus dem virtuellen knallgelben Morgenshowstudio, ließen Sitze in die Höhe beamen (djiiiiiiiii) und bekamen Besuch, der über den Fahrstuhl ins Studio schneite (dingdong! wuschschsch...). Und Bully wollte immer Leute über den Äther grüßen, aber eines der Gebote hieß *bombastische Ankündigungsmusik, düstere Stimme* "Du sollst nicht grüßen". Köstlich Langemanns Verkehrsansagen "Stau auf der A9 in Höhe der Ausfahrt Eching - ach, da kann man ja dann gleich mal rausfahren und einen Trölleborg kaufen" (in Eching befindet sich die Münchner Ikea-Niederlassung). Herrlich, wenn sie auf 20 Fingers "Short Dick Man" sangen "Wir tragen Cord-Cordhosen" oder auf die Bonanza-Melodie "Mehrwertsteuer, Umsatzssteuer Finanzamt..." Langemann und die Morgencrew gibt es schon lange nicht mehr, aber wenigstens gibt es ein oder zwei CDs davon. Langemann machte später einen Sender namens Relax FM mit ganztägiger Chillout-Musik, war nicht schlecht, hielt sich aber nicht lange.

    Und aus den 80-ern schließlich sind mir Radio 1, Xanadu und Gong 2000 noch gut in Erinnerung. Auf einem dieser Sender, ich glaube Gong (der damals auch absolut nichts mit dem heutigen Chartmucken-Einheitsbrei zu tun hatte), gab es die Sendung "Kopfhörer", moderiert von - wer war es gleich? Armand Presser? Switcher, the Man with the Many Voices? Jedenfalls eine sehr angenehme, ja 5exy Stimme, gepaart mit ungewöhnlicher, teilwise abgedrehter Musik, die es nicht alle Tage zu hören gab. Das war noch was! Und sonntags wurden die American Top 40 übertragen.

    DAS waren alles Leute mit Format. Was ist aus ihnen geworden? Wo sind sie hin?

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von producer

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    Guinnes67 postete
    @producer

    bin ich auf dem Holzweg, wenn ich vermute, dass Du eines Jahrganges entstammst, der das Radio in den 80ern nur vom Erzählen her kennt?
    LOL! Ja, bist du. Mich würde nur mal interessieren, wie du zu dieser Annahme kommst?

    Guinnes67 postete
    Leute am Mikrofon, die es schaffen die Leute dazu zu bringen, wenigstens ab und zu wieder bewusst Radio zu hören. Das sind Leute, die keine peinlichen, kindischen und obercoolen Dummschwätzer sind sondern, die sich mit etwas Charme, Individualität und intelligentem Witz angenehm in eine Ecke des Erinnerungsvermögen ihrer Hörer Eingraben.
    Die kann man inzwischen mit der Lupe suchen. Durch die leider oft falsch verstandene 1:1-Umsetzung amerikanischer Formate hat sich der Linercard-Leser und Claimer entwickelt, dessen vornehmste Aufgabe es war und ist, maximal die Uhrzeit, die Station ID und den nächsten Song aufzusagen - und natürlich 3 mal pro Stunde auf die Mornigshow zu teasen. Seit ungefähr 10 Jahren geht das so. Wo also sollen neue Talente herkommen? Es gab nahezu keine Talentförderung mehr. Das moderne Radio hat also ähnliche Fehler gemacht wie die Plattenfirmen.

    Guinnes67 postete
    Genau die Gab es in den 80ern.
    Das sehe ich etwas anders.
    Ein kleines Beispiel: Ich habe kürzlich eine alte MC mit einem Mitschnitt der hr3 Hitparade mit Werner Reinke gefunden und mich unglaublich gefreut. Reinke war damals mein erklärtes Moderatoren-Vorbild, ganz knapp gefolgt von Thomas Koschwitz. Nach einer Viertelstunde hören dachte ich nur noch: Oh Gott! DAS haben wir damals als spannend und interessant empfunden?
    Wahrscheinlich nur, weil es kein anderes Angebot gab...

    Guinnes67 postete
    Weiterhin vermisse ich eine Programmstruktur, wie sie in den 80ern üblich war.
    Es gab also zu verschiedenen Tageszeiten, verschiedene Sendungen, wo ich ähnlich wie beim Fernsehen entscheiden konnte, ob ich mir die Sendung mal bewusst reinziehe, sie wie heute üblich nebenbei auf mich einwirken lasse oder eben abschalte.
    Natürlich gab es diese Programmstruktur. Was blieb den Sendern früher denn auch anderes übrig in einer Zeit, in der sie es jedem in jeder Altersgruppe "irgendwie rechtmachen mußten"? Und schau dir bitte mal die Hörerzahlen der Sender an, die heute noch ähnlich verfaren. Sorry, aber die hört effektiv kein Schwein.

    Guinnes67 postete
    Außerdem möchten meine Ohren nicht ständig mit diesen, für meinen Geschmack hässlich gesungenen oder besser gejammerten Erkennungsjingles gequält werden.
    Warum das so ist, hast du ja schon gut erklärt. Warum manche Sender allerdings wirklich solche ausgemachten Scheußlichkeiten absenden, verstehe ich auch nicht. Aber der Trend geht inzwischen sowieso eher zu gesprochenen IDs, der Gesang wird dich also auf absehbare Zeit nicht mehr so quälen.

    Guinnes67 postete
    Nur fällt mir auf, dass sich die heutigen Radiomacher sich nicht so intensiv mit der Musik beschäftigen.
    Falsch! Die Musikredaktionen beschäftigen sich heute intensiver mit der Musik als jemals zuvor. Warum? Weil ein Sender letztlich davon lebt, welche Musik er spielt. Moderatoren, Jingles, Nachrichten, Beiträge, Veranstaltungen - alles toll, aber völlig uninteressant, wenn du die falsche Musik spielst. Der Erfolg eines Senders entscheidet sich zu über 90% über die Musik. Der Rest sind Goodies. Klingt hart, ist aber so.

    Nie war die Musikforschung im Radio so aktuell und teuer wie heute. Wenn du also immer wieder die gleichen 500 Titel hörst liegt das daran, daß die von der Musikforschung befragten Leute sagen, daß sie diese Musik toll finden...

    Guinnes67 postete
    Kurz noch was zur Musik der 80er im Radio.
    Das geht schnell. Ein bis 5 Musikredakteure stellen Laufpläne mit ihren persönlichen Favoriten zusammen, erinnern sich manchmal an (aus ihrer subjektiven Sicht) längst vergessene Perlen, wurschteln noch ein paar Empfehlungen der Plattenfirmen dazwischen und füllen den Rest mit öfter gewünschten oder "anspruchsvollen" Titeln. Fertig. Würde heute niemand mehr hören. Nicht, weil ich das meine, sondern weil es faktisch belegbar ist.

    Guinnes67 postete
    Um nicht als verklärter Nostalgiker dazustehen, möchte ich noch hinzufügen, dass ich auch einige Radiosterne kenne, die sich durch etwas mehr Leuchtkraft vom Radiosternenhimmel abheben.

    Genannt seien hier:

    Berlin 88 8 und die Rockantenne aus Bayern.

    In diesem Sinne schalte ich erst mal ab und bin gespannt, wie Ihr die Sache seht.
    OK, dann schauen wir uns die beiden mal genauer an. Näheres dazu gibt es übrigens auch hier (Beitrag 009): http://www.die-80er-jahre.de/forum/s...ime=1061482823

    88,8 wird gebührenfinanziert. Es ist nahezu wurscht, was die in ihrem Programm machen, sie müssen sich keine Gedanken darüber machen, daß das Geld nächsten Monat nicht mehr reicht. Ich persönlich finde es gut, daß es solche Spartenradios gibt, die außerhalb des Dudelbreies existieren und Hörern eine Oase der Ruhe und Entspannung bieten können, frei von finanziellen Zwängen. Ein Privatsender kann das nicht.

    Die Rock Antenne wird aber tatsächlich von einem Privaten Anbieter (Antenne Bayern) veranstaltet. Huch! Wie geht denn das? Ganz einfach. Der Sender ist die verschärfte Form von Werbung. Allerdings nicht für sich selbst, sondern um die technische Plattform "DAB" zu bewerben. Gesponsort wird das ganze von der Landesmedienanstalt. Die zahlt die Studios und die Übertragungskosten. Das Personal für den Betrieb wird von Antenne Bayern gestellt - das sind allerdings die geringsten Kosten, die übrigens auch als zusätzliche Belastung über die Steuern wieder abgesetzt werden können.

    Liebe Grüße vom
    producer

  4. #53
    Benutzerbild von Guinnes67

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    @producer,

    okay, dass mit dem Jahrgang nehme ich zurück ;-)

    Du bringst Fakten, die sich nicht umstoßen lassen. Klar alles ändert sich, und das nicht immer zum Vorteil.

    Deshalb wollen wir wenigstens ab und zu an die alten 80er erinnern. Dazu ist diese Seite da.

    Mich würde mal interessieren, woher Dein fundiertes Wissen übers Radio stammt?

    Gruß Guinnes67

  5. #54
    Benutzerbild von producer

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    @Guinnes67
    Zunächst mal: Respekt! Ich habe mir die RIAS-Seite angesehen und staune. Das hat sicherlich einen Haufen Arbeit gemacht... Bei diesem Ergebnis hat sich der Aufwand sicherlich gelohnt.

    Guinnes67 postete
    okay, dass mit dem Jahrgang nehme ich zurück ;-)
    Konnte ich mich also doch als "alter Sack" qualifizieren.

    Kurz zurück zu unserem Thema.
    In den letzten 20 Jahren hat sich, durch das Aufkommen der privaten Konkurrenzsender (Radio und TV), die Werbung und - nicht zu vergessen - das Internet, einiges geändert.

    Situation in den 80ern im TV: ARD, ZDF und ein bis 3 empfangbare 3. Programme. Wer hoch genug oder nah genug wohnte, konnte auch das DDR-Fernsehen empfangen.

    Im Radio sah es etwas besser aus, eine ordentliche Antenne vorausgesetzt. Ich habe damals alle hr- und NDR-Programme empfangen, dazu mit etwas Mühe Bayern 3 und Radio Luxemburg.

    Die heutige Situation kennen wir ja alle. Viele bunte, laute TV-Sender, Musiksender, Nachrichtensender, Wetterfernsehen, christliche Sender etc. Überall läuft belastende Werbung, Trailer, Wackelkameras, Schwurbel-Interviews usw. Im Radio werden wir mit den immer gleichen Superhits und tollen Promotions mit Millionengewinnen zugedudelt.

    Kann man denn den Hörern (oder besser gesagt Konsumenten) böse sein, wenn sie ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach mal "dicht" sind und die Reizüberflutung einfach abschalten? Nein, natürlich nicht. Also hat sich mit dem Wandel der immer schneller werdenden Gesellschaft auch das Radio geändert. Vom informierenden, manchmal gern auch belehrenden Medium für alle Alters- und Interessensgruppen hin zum belanglosen Dudelsender ohne Anspruch, der möglichst einfach nebenbei konsumierbar ist.

    Ich kann mich an Zeiten erinnern, als ich mein Zimmer abgeschlossen habe, damit mich niemand bei bestimmten Radiosendungen stört! Es gab pro Woche so 3 oder 4 Sendungen, die ich um Gottes Willen niemals verpassen durfte! Immer gespannt, immer mit dem Finger auf der Record-Taste. Ich habe Postkarten geschrieben, um meinen Lieblingshit in den Hitparaden zu platzieren und bei Gewinnspielen mitgemacht.
    Heute undenkbar. Wofür auch?

    Heute läuft im Radio immer die gleiche Soße, alle spielen das gleiche und unterscheiden sich nur noch durch die Jingles. Das haben wir der "breiten Masse" zu verdanken, deren Musikbandbreite einem Schnürsenkel gleicht, die begeistert neue verzichtbare Superstars wählt und die Platten der BigBrother-Stars kauft. Genau diese Menschen sind es aber, von denen ein wirtschaftlich orientierter Betrieb (Privatsender) lebt. Je mehr Menschen den Sender einschalten, desto höher die Werbepreise (ok, das ist jetzt stark vereinfacht, nicht in jedem Fall verhält es sich so, es hängt von erheblich mehr Faktoren ab, aber das würde jetzt zu weit führen), desto höher mein Gewinn, desto sicherer die Arbeitsplätze usw.

    Schlimm an der derzeitigen Lage finde ich folgendes:
    Die Sender kommen aus dieser mißlichen Lage nicht wirklich raus, auch wenn sie das wollten (und glaub mir, die meisten wollen wirklich!). Wie soll ich einen reizüberfluteten, uninteressierten Hörer dazu bekommen, mir zuzuhören, wenn er nach spätestens 45 Sekunden "Gelaber" woanders wieder nach Musik sucht?

    Wer nicht weiß und erlebt hat, wie Radio sein kann, vermisst nichts an den heutigen Programmen und versteht auch den Kult nicht, der um die alten Moderatoren oder Sendungen betrieben wird. Er kennt es nicht anders... Wie soll ich also das Bedürfnis nach anspruchsvollerem und abwechslungsreicherem Radio wecken können?

    Der Hörerschwund findet übrigens hauptsächlich in "unserer" Altersgruppe statt. Die jungen hören nach wie vor, ebenso wie die Gruppe 50+. Es verabschieden sich aber immer mehr Hörer aus den Bereichen 30 - 49, also genau diejenigen, die das alte Radio noch kennen. Wie bekomme ich die wieder zurück, ohne die anderen, die mir die Butter aufs Brot bezahlen zu verlieren? Ein Teufelskreis.

    Um deine letzte Frage zu beantworten:
    Ich bin selbst seit ungefähr 16 Jahren einer dieser bösen Radiomacher, sowohl bei öffentlich-rechtlichen als auch bei Privatsendern. Im Moment arbeite ich für einen landesweiten Privatsender, der selbstverständlich auch nur das beste von gestern, heute und übermorgen...blablabla.
    Intern weiß man, daß man sich relativ schnell und sicher in den Boden dudelt und bitte glaub mir, wenn ich dir sage: Der Großteil der Radioleute würde lieber gestern als heute etwas an der Situation ändern, jeder Sender wäre gern führend und anerkannt in den Bereichen Musik, Nachrichten, allgemeinen Informationen und wo auch immer. Aber das Publikum nimmt es nicht an...

    Viele Grüße vom
    producer

  6. #55
    Benutzerbild von Guinnes67

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    @producer,

    danke für Deine zwei, wirklich sehr interessanten Beiträge zum Thema.

    Mein absoluter Respekt dafür, wie ehrlich Du, gerade weil Du Radiomann bist, mit dem Schlamassel des Radios heut zu Tage umgehst.

    Achso, schon nach Deinem ersten Beitrag war mir zu, sagen wir 68% klar, dass Du weisst, wovon Du sprichst bzw die Sendeanstalten nicht nur von außen kennst.

    Es grüßt Dich

    Guinnes67

  7. #56
    Benutzerbild von tommunich

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    So - nach längerer Abwesendheit bin ich auch mal wieder da.
    Der Threat hier hat mich vor einigen Monaten schon mal beschäftigt, da auch ich die Hörfunklandschaft hier im Großraum München immer mehr veröden sehe...
    Ich erinnere mich noch an die Zeit, als wir vom nördlichen Stadtrand Münchens aus entweder auf die nächstmöglichen Erhebungen oder Richtung Süden gefahren sind, um Anfang der 90er "unseren" Radiosender Radio M1 zu empfangen. Für mich der Piraten- und Privatsender schlechthin. Leider ging er vor kurzem wohl endgültig vom Sender. Dieser kleine Sender hat die vom BR geprägte Landschaft gewaltig aus den Fugen gebracht und eben solche "Stars" wie Armand Presser (später Energy und jetzt wohl Radio FFB 106,4) hervor gebracht....
    Die "Charakter-Köpfe" der Radiosender verschwinden meist zeitgleich mit dem "Stil" in der Musik. Der Langemann ging nach einem Streit mit Bully Herbig und der Sendeleitung von Energy zu Relax FM. Bully war da schon einige Wochen weg, bevor der Langemann auch mir nichts dir nichts kommentarlos verschwunden ist... Die Nachfolger "MorningMacher" wie auch der "Wachmeister Nick" sind Flops (gewesen). Einzig auf Radio Gong wird durch die Morgen-Show mit Mike Thiel seit gut 10 Jahren ein konstant gutes Programm geboten. Viele Bestandteile des Programms sind solche Dauerbrenner geworden, daß ein Wegfall nur schwer zu verkraften wäre... Alle anderen Münchner Formate dazu sind allenfalls ne billige Kopie bzw. reichen bei weitem nicht an diese Show ran... Gut - der musikal. Einheitsbrei drückt hier auch rein - aber mal im Ernst - wo kann man sich denn ganzjährig (meist zu so wichtigen Zeitpunkten wie 6 Monate bis Weihnachten usw.) "Last Christmas" wünschen und bekommt es gespielt ???
    Ich empfehle allen, die morgens nichts gutes im Radio finden unter www.radiogong.de rein zu hören - von 4:53 bis 8:53 - vor allem kurz vor 8 - mit der Shitparade (mittlerweile 3 CDs zu bekommen) ists das Beste, was man zum Wachwerden hören kann...
    @Babooshka
    Bist Du noch in München ??
    Deine Meinung zu Gong heute hätte mich interessiert... Meiner Meinung nach neben Radio FFB der "hörbarste" Sender im Großraum München.

  8. #57
    Benutzerbild von Babooshka

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    Nee, ich bin nicht mehr in München. Gong fand ich früher mal gut, später dann war's nicht mehr mein Ding. Ich gehe dabei aber alleine von der Musik aus, zu Moderation und sonstigen Programmen kann ich nichts sagen, weil ich den Sender kaum noch gehört habe. Ich hörte halt meistens B4 Classic Rock trotz der Endosschleifenbänder. Wenigstens gab's so gut wie keine Werbung. Und wie gesagt, NRG so um 1994 und die Frequenz 89,0 so um 1995/96 rum fand ich einfach genial. Aber das war für mich sowieso eine sehr gute Zeit in München.

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