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Rolling Stone-Ranking: die 500 besten Alben aller Zeiten

Erstellt von bubu, 14.01.2004, 13:10 Uhr · 66 Antworten · 7.658 Aufrufe

  1. #41
    Benutzerbild von Torsten

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    @ bubu:
    Och, da mache ich mir nicht so große Sorgen. Ist doch schön, wenn man sich das Kind im Manne bewahrt hat.
    Na, seit der letzten langen Mail kennste ja mein Problem mit der Peinlichkeit…
    Also, der Internet-Umfrage (und im übrigen so ziemlich vielem, was RTL produziert) sehe ich weniger gespannt entgegen. Ich hatte an anderer Stelle schon mal mit bamalama eine Diskussion bzgl. der mangelnden Repräsentativität von Internet-Votes (hast du wahrscheinlich auch gelesen).
    Immerhin werden dort viele Tausende speziell aus den jüngeren Generationen abstimmen, sodass uns das zumindest einen kleinen Hinweis geben könnte. Das Wort "Repräsentativität" nehme ich schon gar nicht mehr in den Mund, denn ich halte selbst die TV-Quotenmessungen (die ja angeblich als ein Paradebeispiel für "Repräsentativität" gelten) für wenig aussagekräftig.

    Ist eben, wie auch der von mir erwähnte "Insel"-Thread, nur ein kleines Mosaiksteinchen. Aber vielleicht stellt sich ja auch heraus, dass ich mit meiner Einschätzung völlig danebenliege. Mal sehen, was du dann zu dieser Umfrage sagst…
    Auch dein Insel-Thread ist insofern keine saubere Umfrage, weil die Gefahr der Beeinflussung aller nachfolgender Postings durch vorhergehenden gegeben war. Diesen Eindruck hatte ich auch ein wenig in dem Thread (wie im übrigen nicht selten ganz allgemein hier in diesem und in anderen Foren).
    Tja… Angesichts der enormen Vielfalt, die dort an Titeln genannt wurde, kann ich diesen Eindruck nicht wirklich teilen. Im Übrigen traue ich den Usern zumindest in einem solchen Thread schon eine gewisse "Unabhängigkeit" zu, denn man möchte seine Lieblingsplatten dort ja auch irgendwie zur "Geltung" bringen...
    ...womit wir wieder bei den Äpfeln und Birnen sind. Was isst du lieber?
    Äpfel natürlich! … wenn ich gegen beides nicht mittlerweile eine Allergie hätte…

    Im Hinblick auf die Tatsache, dass wir in den letzten Posts in erster Linie über die persönliche Wertschätzung der Musik diskutiert haben, halte ich eine solche Differenzierung im Übrigen für elementar.
    Einigen wir uns einfach auf unentschieden?
    Kein Problem – solange du derjenige mit den abgeschlagenen Extremitäten bist…

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von bubu

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    Torsten postete
    Kein Problem – solange du derjenige mit den abgeschlagenen Extremitäten bist…

  4. #43
    Benutzerbild von Torsten

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    bubu postete
    Torsten postete
    Kein Problem – solange du derjenige mit den abgeschlagenen Extremitäten bist…
    Ich sehe, wir verstehen uns...

  5. #44
    Benutzerbild von bubu

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    Torsten postete
    bubu postete
    Torsten postete
    Kein Problem – solange du derjenige mit den abgeschlagenen Extremitäten bist…
    Ich sehe, wir verstehen uns...
    War doch nur 'ne Fleischwunde...

    Du musst auch immer das letzte Wort haben, was?

  6. #45
    Benutzerbild von Lutz

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    @Torsten + bubu

    Sehr schön zu lesen eure interessante Diskussion.

    Nur über ein Statement von Torsten (?) bin ich gestolpert:

    ABBA:

    "Viele hörten die Hits der Schweden lieber heimlich, denn es galt weithin als ausgesprochen kitschig und peinlich, sie zu mögen. "

    Von welchen Kreisen zu welchem Zeitpunkt sprichst Du? In meiner Umgebung die auch u.a. progressiv Rock wie Genesis (war in den 70ern bei den Kritikern hoch im Kurs) hörte, wurde ABBA immer sehr wohlwollend und anerkennend (schöne Melodien, unverwechselbarer Sound, sehr gut produziert) behandelt.

    Peinlich waren ganz andere Sachen....

    BTW: Nicht ohne Grund bekannte sich sogar der "Prince Of Darkness" himself, Andrew Eldritch (auch eher aus der intellektuellen Fraktion) noch in den 80ern zu seiner ABBA-Sympathie. Auf diversen Konzerten huldigten die Schwestern ABBA mit Coverversionen (Gimme, Gimme, Gimme!)



    Lutz

  7. #46
    Benutzerbild von Torsten

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    Lutz postete
    @Torsten + bubu

    Sehr schön zu lesen eure interessante Diskussion.

    Nur über ein Statement von Torsten (?) bin ich gestolpert:

    ABBA:

    "Viele hörten die Hits der Schweden lieber heimlich, denn es galt weithin als ausgesprochen kitschig und peinlich, sie zu mögen. "

    Von welchen Kreisen zu welchem Zeitpunkt sprichst Du? In meiner Umgebung die auch u.a. progressiv Rock wie Genesis (war in den 70ern bei den Kritikern hoch im Kurs) hörte, wurde ABBA immer sehr wohlwollend und anerkennend (schöne Melodien, unverwechselbarer Sound, sehr gut produziert) behandelt.

    Peinlich waren ganz andere Sachen....

    BTW: Nicht ohne Grund bekannte sich sogar der "Prince Of Darkness" himself, Andrew Eldritch (auch eher aus der intellektuellen Fraktion) noch in den 80ern zu seiner ABBA-Sympathie. Auf diversen Konzerten huldigten die Schwestern ABBA mit Coverversionen (Gimme, Gimme, Gimme!)



    Lutz
    Im Nachhinein haben sich viele wohlwollend über ABBA geäußert. Diejenigen - speziell unter der männlichen Bevölkerung -, die das in den 70ern schon taten, gingen ihrer Vorliebe für die Schweden-Truppe aber tatsächlich oft heimlich nach. Das erfährt man im Verwandtenkreis, und das erfährt man auch in ABBA-Dokus oder der Biographie.

    Stellvertretend dazu zwei Statements aus der auch dir bekannten BBC-Doku:

    "Es war das Jahr des Punkrock. Am liebsten hätten wir ABBA geköpft, und ich hätte dabei die Axt geschwungen. Ich konnte diese ganze Musik nicht leiden. Diese Mädels reichten einem schon. Wir haben überhaupt nicht wahrgenommen, dass hier eine der besten Popgruppen aller Zeiten heranwuchs." (Bono Vox)

    "ABBA stand für alles, was man nicht leiden konnte. Sie stellten die junge Generation in Frage und ließen keine eigene Meinung zu. Der Gedanke, dass Mami und Papi die Melodien im Badezimmer des eigenen Vorortheimes pfiffen, brachte einen sofort in Opposition." (Malcolm McLaren)

    Und auch heute noch kann man für seine ABBA-Sympathien durchaus belustigte oder gar verächtliche Kommentare ernten. Deshalb ist in der Biographie völlig zurecht zu lesen:

    Im Laufe der Zeit hat sich die Einstellung zu ABBA verändert, und man denkt mit Wohlwollen an sie zurück, jedoch immer noch aus den falschen Gründen. Die meisten Leute setzen beim Griff nach dem "Gold Album" ein schuldbewusstes, warmes Lächeln auf. "Ich liebe ABBA", gestehen sie hinter dem Fahrradschuppen. "Oh ja, ich auch", antwortet das Fahrrad, und beiden kichern verschämt. Aber entscheidend ist, was zwischen den Zeilen steht. Stillschweigend akzeptiert man, dass es durch und durch kitschig ist, heutzutage auf ABBA zu stehen. Da wird Geschmacklosigkeit eben für gut befunden, genau wie die Vorstellung, dass vergängliche Popmusik, angeblich schamlos, simpel und nichtssagend, möglicherweise aus sich selbst heraus einen bleibenden Wert hat. ABBA-Fans sind die einzigen, die diesen seltsamen und vollkommen unbegründeten Hang haben, sich zu rechtfertigen.

    (...) Und so ist ABBAs Musik zu ihrer Zeit niemals ernst genommen worden, und auch wenn die Jahre ein freundliches Licht auf ihr Image und ihr Andenken geworfen haben, wird die Musik noch immer nicht ernst genommen. Nicht so, wie sie es verdient hätte.


    Und gerade der letzte Satz ist doch auch in diesem Thread in gewissem Maße durchaus bestätigt worden...

    Lutz postete
    Peinlich waren ganz andere Sachen....
    Welche denn...?

  8. #47
    Benutzerbild von Closelobster

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    Na... wer als Junge auf die Bay City Rollers stand, der war komplett untendurch und Zielscheibe für Spott und Hohn. Marianne-Rosenberg-Fans und Leute die sich offen zum Schlager bekannten waren auch beliebte "Opfer". Da war die ABBA-Fraktion (zu der ich 1975 - 1977 auch zählte) erheblich weniger Problemen ausgesetzt. Klar gab es Geläster von der Status Quo - und der Neu/Can-Ecke, aber das hielt sich in Grenzen.

  9. #48
    Benutzerbild von musicola

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    Torsten postete
    Ich versuche mal, in meiner Eigenschaft als ABBA-Sympathisant mit einer "leidenschaftlichen Rationalität" an die Sache ranzugehen:
    Kann es sein dass du nicht doch ein wenig mehr als nur ein
    ABBA Sympathisant bist?

  10. #49
    Benutzerbild von Lutz

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    Torsten postete
    Lutz postete
    @Torsten + bubu

    Sehr schön zu lesen eure interessante Diskussion.

    Nur über ein Statement von Torsten (?) bin ich gestolpert:

    ABBA:

    "Viele hörten die Hits der Schweden lieber heimlich, denn es galt weithin als ausgesprochen kitschig und peinlich, sie zu mögen. "

    Von welchen Kreisen zu welchem Zeitpunkt sprichst Du? In meiner Umgebung die auch u.a. progressiv Rock wie Genesis (war in den 70ern bei den Kritikern hoch im Kurs) hörte, wurde ABBA immer sehr wohlwollend und anerkennend (schöne Melodien, unverwechselbarer Sound, sehr gut produziert) behandelt.

    Peinlich waren ganz andere Sachen....
    Im Nachhinein haben sich viele wohlwollend über ABBA geäußert. Diejenigen - speziell unter der männlichen Bevölkerung -, die das in den 70ern schon taten, gingen ihrer Vorliebe für die Schweden-Truppe aber tatsächlich oft heimlich nach.
    Also als ich oben von "meiner Umgebung" sprach, meinte ich schon in den 70ern. Also nicht erst im Nachhinein. Da habe ich echt nix negatives über ABBA gehört.

    Du fragst was wirklich peinlich war? Da ist mir Closelobster z.B. mit "Bay City Rollers" schon zuvor gekommen

    Oder schalte einfach eine Musikladen oder DISCO Folge aus dem Jahre 1977 an! Voila - 80-90 Prozent - ultrapeinlich - aber eben nicht ABBA, die in jeder Hinsicht herausragend waren und sind!

    BTW: Wenn DISCO mal wieder auf 3Sat wiederholt wird, mach ich mal ein paar Screengrabs - würde auch gut zum Mode-Thema passen.

    Das erfährt man im Verwandtenkreis, und das erfährt man auch in ABBA-Dokus oder der Biographie.

    Stellvertretend dazu zwei Statements aus der auch dir bekannten BBC-Doku:

    "Es war das Jahr des Punkrock. Am liebsten hätten wir ABBA geköpft, und ich hätte dabei die Axt geschwungen. Ich konnte diese ganze Musik nicht leiden. Diese Mädels reichten einem schon. Wir haben überhaupt nicht wahrgenommen, dass hier eine der besten Popgruppen aller Zeiten heranwuchs." (Bono Vox)
    BTW: Bono im Zusammenhang mit Peinlichkeit - das wäre noch mal ein extra Thread wert

    Klar das die Punks in den 70ern ABBA sch**** fanden. Aber ich und mein Umfeld (Alter 12-20 Jahre so um 1977/78) haben wie gesagt ABBA schon damals so als richtig gute Allroundband erlebt, die viele Altersgruppen vereinen konnte...

    Da war es z.B. mit "The Sweet" schon schwieriger eine breite Zustimmung zu finden

    Mir war ABBA nie peinlich - sogar in meiner "Düster" Zeit in der zweiten Hälfte der 80er nicht... Da hörte ich sonst so: Sisters (s.o.), Red Lorry Yellow Lorry, Wall of Voodoo, etc

    ABBA-Fans sind die einzigen, die diesen seltsamen und vollkommen unbegründeten Hang haben, sich zu rechtfertigen.

    (...) Und so ist ABBAs Musik zu ihrer Zeit niemals ernst genommen worden, und auch wenn die Jahre ein freundliches Licht auf ihr Image und ihr Andenken geworfen haben, wird die Musik noch immer nicht ernst genommen. Nicht so, wie sie es verdient hätte.[/color][/b]

    Und gerade der letzte Satz ist doch auch in diesem Thread in gewissem Maße durchaus bestätigt worden...
    Ich würde es sogar umdrehen: Wer in den 70s ABBA *nicht* mochte gehörte irgendwie nicht dazu. Ich kann mich noch sehr gut erinnern als ich bei einem Geburtstag eingeladen war und ein ABBA-Video (eines der ersten Clips wie man sie heute kennt) lief - war das cool!

    @Closelobster

    Da war die ABBA-Fraktion (zu der ich 1975 - 1977 auch zählte) erheblich weniger Problemen ausgesetzt. Klar gab es Geläster von der Status Quo - und der Neu/Can-Ecke, aber das hielt sich in Grenzen.
    Genau - Status Quo Ecke - so what...


    Lutz

  11. #50
    Benutzerbild von Torsten

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    musicola postete
    Torsten postete
    Ich versuche mal, in meiner Eigenschaft als ABBA-Sympathisant mit einer "leidenschaftlichen Rationalität" an die Sache ranzugehen:
    Kann es sein dass du nicht doch ein wenig mehr als nur ein
    ABBA Sympathisant bist?
    Nein, das kann schon deshalb nicht sein, weil ich echtes Fantum zutiefst verabscheue. Das geht so weit, dass ich auch nie auf die Idee kommen würde, irgendeinen Promi mit einem Autogrammwunsch zu belästigen. Menschen, die anderen Zeitgenossen in extremer Weise huldigen, sind in meinen Augen ziemlich arme Würstchen...
    (Ich glaube, das wird mein Lieblings-Smiley... )

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