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Warum ist R'n'b so erfolgreich und angesagt?

Erstellt von Heideland, 24.02.2004, 14:51 Uhr · 71 Antworten · 3.676 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Alyosha

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    ich finde es konservativ wenn man sich über Hiphop aufregt -

    es hört sich kleinkariert an zu sagen "Das ist doch keine Musik!", klingt wie die Mundweise von älteren Leuten (genauer: von Spießern)


    mich nervt ein Großteil dieser MTV-Hiphopper der letzten paar Jahre, aber früher hatte es doch einen ganz anderen Anspruch (sowas gibt's auch heute noch, nur eben vesteckter, nicht so sehr auf den großen Musik-Kanälen) -

    einer der BESTEN Songs der gesamten 90er Jahre war "CALIFORNIA" von 2PAC ))))

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Peter

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    Ich sehe das nicht als konservativ an sondern eher als Geschmacksache. Ich stehe nach wie vor dazu: für mich ist diese Art der akustischen Unterhaltung einfach nur primitiv. Oder wie soll man es sonst nennen, wenn in Videos z. B. mehrere Leute um eine brennende Mülltonne rumlaufen, irgendwelche Worter vor sich hinlabern, und das alles mit etwas Musik untemalt ist?
    Aber wie schon gesagt, dass ist halt alles Geschmacksache.

  4. #13
    Benutzerbild von Closelobster

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    *Ironie an* Irgendwo hab ich mal gelesen: Rap ist, wenn Neger sich über Kleinigkeiten aufregen. *Ironie aus*

    Ich persönlich kann mit R`n B, Rap/HipHop, Soul, Dancefloor etc. wenig bis gar nichts anfangen, das liegt aber eher darin bedingt, daß ich mit Musik aufgewachsen bin, die wenig bis gar nichts mit Black Music zu tun gehabt hat. Nur hat jede Generation eben eine Lieblingsmusik, die dann auch von den Radio- und Fernsehsendern teilweise inflationär propagiert wird (jetzt stellt sich natürlich wieder die Frage: haben MTV/VIVA/ffh etc. Schuld an dem Einheitsbrei oder ist die plattenkaufende Mehrheit Schuld). In den 70ern waen es Glamrock, Teenybop (kann sich noch jemand an Kenny und Slik erinnern) und Disco, in den 80ern NDW, Wave, Hi NRG, in den 90ern Britpop und Eurodance. Heute sind es eben Typen wie Beyonce, Stacie Orrico, Jay-Z, Eminem oder, ganz aktuell, Kevin Lyttle. In zwei Jahren wird es wieder was anderes geben, was gehypt wird ohne Ende, dann wird sich kein Mensch mehr an Orrico oder Lyttle erinnern.
    Ich höre mir außerdem tausendmal lieber Eminem oder Beyonce an als diese gecastete Scheiße a la Overground. In der Tat bin ich aber dazu übergegangen, fast ausschließlich nur noch CD`s im Auto zu hören und nur noch dann Radio einzuschalten, wenn Nachrichten und Verkehrsfunk sind.

  5. #14
    Benutzerbild von Heideland

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    Peter postete
    Ich sehe das nicht als konservativ an sondern eher als Geschmacksache. Ich stehe nach wie vor dazu: für mich ist diese Art der akustischen Unterhaltung einfach nur primitiv. Oder wie soll man es sonst nennen, wenn in Videos z. B. mehrere Leute um eine brennende Mülltonne rumlaufen, irgendwelche Worter vor sich hinlabern, und das alles mit etwas Musik untemalt ist?
    Aber wie schon gesagt, dass ist halt alles Geschmacksache.
    Nur zur Info:
    Rapper, die um eine brennende Tonne herumhüpfen, gibt es schon lang nicht mehr. Das war vor zehn Jahren noch angesagt, heute prollt man besser mit Autos, Goldkettchen und nackigen Mädchen rum.

  6. #15
    Benutzerbild von waschbaer

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    In der Tat bin ich aber dazu übergegangen, fast ausschließlich nur noch CD`s im Auto zu hören und nur noch dann Radio einzuschalten, wenn Nachrichten und Verkehrsfunk sind.
    Geht mir genauso. Die ganze Black-Sch..... nervt mich auch gewaltig.

    Bestätigen kann ich, dass unter Schülern als liebste Musikrichtung entweder Black oder Hip Hop angegeben wird. Klar, wenn man nichts anderes auf MTV oder Viva präsentiert bekommt, dann ist das ja klar. Auch auf Samplern, wie beispielsweise der Kuschelrock-Reihe ist es so, dass mittlerweile so viele aktuelle Black und R´n´B´-Titel drauf sind, dass man es schon gar nicht mehr hören kann
    .

    Der Fehler liegt meines Erachtens daran, dass diese neuen Black Stars ganz gewaltig wieder den "American dream" repräsentieren. Also, vom Tellerwäscher zum Millionär. Kaum einer, der nicht irgendeine Ghetto-Geschichte aus seiner Kindheit zu erzählen hat. Und ach wie schwer ist es doch bei mir gewesen. Und damals wäre ich fast erschossen worden und blablabla und überhaupt. So bekommt der Hörer unfreiwillig mitgeteilt: Wenn der das in seiner beschissenen Situation geschafft hat, dann muss er etwas besonderes sein. Ist er aber nicht unbedingt, sondern im Prinzip nur die US-Variante des Castings.

    Darüber hinaus haben sämtliche R´n´B-Stars und Black Stars bei jungen Leuten wohl eher den Nimbus des Bösen Buben bzw. des Wilden Mädchens, eine Rolle, die sie sicherlich auch gerne mal spielen würden, aber es sich aus egal welchen Gründen (gesellschaftliche Konventionen, mangelndes Selbstbewusstsein, ...) auch immer sich nicht trauen zu spielen. Ich verweise hierbei mal auf die herrliche Parodie "Ripoli" von Hape Kerkeling, in der er einen finnischen Rapstar auf Viva spielt und Moderatorin wie Publikum gnadenlos verarscht.

    Hinzu kommt noch die Vorliebe der jugendlichen Generation für Schimpfwörter (und die kommen nun einmal in vielen Hip Hop und Black Songs mehr als gehäuft vor). Mit die ersten Wörter die Schüler bei einem Schüleraustausch von ihren Partnern lernen, sind alles Wörter, die unterhalb der Gürtellinie anzusiedeln sind. Das ist halt cool für die Jüngeren. Daraus folgt, wenn ich einem Lied mehrfach Worte wie fuck, bitch oder ähnliches in härterter Gangart vorkommt, dann ist das schon automatisch cool. Auch hierbei verweise ich auf eine Parodie. Michael Mittermeier hat das Ganze mal herrlich in seinem Programm "Zapped" auf den Arm genommen und einen Ausflug nach Amerika beschrieben.

    Ich zitiere einen Bekannten von mir, der Anwalt ist (u.a. auch viel mit Strafverteidigung zu tun hat) und der meinte: "In unserer Gesellschaft haben wir mittlerweile eine Institutionalisierung der Checker-Kultur und der Black Culture und der damit verbundenen Hinwendung zum eher Primitiven. Traditionell überlieferte Werte sind uncool und unsere Medien leisten ihren Beitrag dazu, dass junge Leute das auch noch gut finden. Ich bekomme die Leute dann erst zu Gesicht, wenn es zu spät ist."

    Ich will damit nicht sagen, dass ich alles an Black Music als primitiv abstempeln möchte, aber die Ausnahmen (meines Erachtens z.B. Alicia Keys) halten sich doch sehr in Grenzen.

    Also mache ich es wie Closelobster: CD ins Auto rein und Verkehrsfunk. Ach so: In Augsburg gibt es doch noch tatsächlich einen Sender, den ich ganz gerne höre und der hat wirklich wenig Black in seinem Repertoire. Ist aber so ein typischer "Das Beste aus den 80ern, 90ern und die Hits von heute-Sender". Nachdem aber der Moderator der Morning Show sogar noch etwas älter ist als ich, ist die Musikauswahl dementsprechend und so kann ich mir das beim Frühstück gut anhören.

  7. #16
    Benutzerbild von Heideland

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    Der letzte mir bekannte Rapper, der wirklich aus der Gosse kam war 2 Pac, aber es musste ja so kommen, dass der irgendwann jemanden vor die Flinte läuft.
    Was mich besonders ankotzt ist die Tatsache, dass verdammt viele Leute, die R'n'B oder Black hören, äußerst eingeblidet und arrogant sind und keinerlei andere musikalische Meinungen zulassen.
    Versucht mal einem 17 jährigen, pupertären Girlie (nicht allgemein, sondern ein Beispiel aus der Zicken, Möchtegernmodel und Prollfraktion) zu erklären was Wave ist. Die werden sich vielleicht 15 Sekunden damit auseinandersetzen und dann war's das auch schon.
    Was mich auch extrem erschreckt ist ein weit verbreiteter Hass auf Homo5exualität bei diesen Schichten. Ich bin zwar nicht schwul, aber toleranter geht's bei mir eigentlich nicht mehr

    Was glaubt ihr wie oft ich schon folgendes zu hören bekam, wenn mal 80er Mucke lief, und das ist jetzt kein Witz, sondern traurige Wahrheit:
    "Bäh, mach dieses schwule Gehäule aus, das ist ja nicht zum aushalten."
    So nach dem Motto "Seit wann singen Männer in höheren Tonlagen".
    Als wenn man heute nur seine Männlichkeit immer dadurch stärken muss indem man immer den coolen Obermacker raushängen lässt. Traurig

  8. #17
    Benutzerbild von waschbaer

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    Was glaubt ihr wie oft ich schon folgendes zu hören bekam, wenn mal 80er Mucke lief, und das ist jetzt kein Witz, sondern traurige Wahrheit:
    "Bäh, mach dieses schwule Gehäule aus, das ist ja nicht zum aushalten."
    Das Wort "schwul" ist für viele Schüler mittlerweile gleichbedeutend mit "beschissen", "zum Kotzen" oder "furchtbar".

    Beispiele:

    "Jetzt haben wir wieder Mathe. Voll schwul."

    "Ich hab den Last Samurai gesehen. Schwuler Film mit Schlitzaugengeballere. Viel zu wenig Action".

    "Der Anzug ist voll schwul."


    Ich finde diese Ausdrucksweise auch schlimm, aber ich höre sie leider sehr, sehr oft. Wenn man beispielsweise Eltern darauf anspricht, dann kommt häufig nur ein: "Ach, die Kinder sind nun einmal heute so."

  9. #18
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Black ist auch nicht so meine Welt. Vielleicht 10 % der Lieder sind gut, der Rest, speziell die R&B-Titel, wo fünf verschiedene Stimmen durcheinander singen und sich dabei noch überschlagen, gehen mir auf den Zeiger. Aber wenn mal ein melodisches Stück herauskommt, wo sich das in Grenzen hält, hör' ich auch mal gerne hin. Ein Beispiel ist da Wayne Wonder mit "No Letting Go". Kam aber leider hierzulande nicht über Platz 31 hinaus.

  10. #19
    Benutzerbild von Alyosha

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    Peter postete
    wenn in Videos z. B. mehrere Leute um eine brennende Mülltonne rumlaufen, irgendwelche Worter vor sich hinlabern, und das alles mit etwas Musik untemalt ist?
    Sorry aber ich finde diese Betrachtungsweise einseitig-verzerrt.

  11. #20
    Benutzerbild von Alyosha

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    waschbaer postete
    Ich zitiere einen Bekannten von mir, der Anwalt ist (u.a. auch viel mit Strafverteidigung zu tun hat) und der meinte: "In unserer Gesellschaft haben wir mittlerweile eine Institutionalisierung der Checker-Kultur und der Black Culture und der damit verbundenen Hinwendung zum eher Primitiven. Traditionell überlieferte Werte sind uncool und unsere Medien leisten ihren Beitrag dazu, dass junge Leute das auch noch gut finden. Ich bekomme die Leute dann erst zu Gesicht, wenn es zu spät ist."
    Ich will damit nicht sagen, dass ich alles an Black Music als primitiv abstempeln möchte, aber die Ausnahmen (meines Erachtens z.B. Alicia Keys) halten sich doch sehr in Grenzen.
    Mich erschreckt das was ich hier lese. Vielleicht findet der Anwalt die Sachen "primitiv" weil er ein Spießer ist. Also nicht daß der Großteil der heutigen Kommerz-Rapmusik von MTV mich interessiert, aber .... weißt schon.

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