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Warum ist R'n'b so erfolgreich und angesagt?

Erstellt von Heideland, 24.02.2004, 14:51 Uhr · 71 Antworten · 3.670 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von J.B.

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    Es gibt sie, die tollen Songs im weiten Fled der modernen Black-Music. Man muß sie nur mit der Lupe suchen! Auch gibt es gute Gruppen/Interpreten in dem Genre, wie z.B. Massive Attack.

    Für mich gibt es zwei Gründe, warum Black-Music so angesagt ist, wobei eigentlich beide unmittelbar miteinander zu tun haben.

    1. Die heutige Black-Music hat nur noch bedingt etwas mit der R'n'B Musik der früheren Jahre zu tun. Das was heute allles als Black-Music bezeichnet wird umfasst eigentlich schon wieder 5-6 Musikrichtungen, die jeweils wieder Unterkategorien haben. Bei der Masse an Bands in diesen ganzen Sektoren ist es kaum ein Wunder, dass es da Unmengen Schrott gibt.

    2. Weil eben so viele Unterschiedliche Musikstile plötzlich unter dem Begriff Black-Music zusammengefasst wurden, wird der Konsument (und hier vor allem die Jugend) umfangreich bedient.

    Zu jedem Härtegrad und zu jedem Klischee gibt es heute Bands oder Künstler aus dem "Black-Music"-Bereich! Da gibt/gab es die Fugees, N.W.A., Warren G., 2 Live Crew, Body Count, Jay-Z, Coolio, Naughty By Nature usw. . Die Liste läßt sich beliebig lang fortführen.

    Aber wenn man das Mal aufdröselt, kommen da so einige unterschiedliche Musikrichtungen raus. Rap, Hip Hop, Soul, Acid Jazz, Trip Hop, Funk, Metal, Soul oder auch Jazz mit all ihren Unterkategorien. Aber in der heutigen Zeit ist das alles Black-Music!

    Ich denke ein Grundproblem ist das Auftreten, bzw. das Verhalten der Künstler, die egal welche Musikrichtung sie unter dem großen Oberbegriff Black-Music machen, sich zu 80% pseudocool, proletenhaft, 5existisch, aggressiv, selbstverherrlichend, obszön, respektlos oder gewaltbereit darstellen! Da ist es dann auch egal, ob ihre Musik eigentlich eher Rap, Soul oder Funk ist. Und das ist wirklich traurig.

    Fragt mal die Kiddies von heute was eigentlich Black-Music ist. Tja Black-Music eben. Soul, Blues, Jazz????? Was ist denn das bitte?

    Ich hatte auf eine Fete in Stuttgart auf der ich aufgelegt habe folgendes Erlebnis! Die Fete war wohlgemerkt als 80er Fete ausgeschrieben.

    Es läuft gerade "Original Sin" von INXS und ich bin drauf und dran "Right On Track" von Breakfast Club nachzuschieben, als 2 ca. 17jährige Typen vor mir stehen und meinten ich solle doch Mal was Black-Music-mäßiges auflegen.

    Auf meine Frage welche Musikrichtung genau, kam ein "Na Black eben!", woraufhin ich dann genauer nachfragte, ob es nun Blues, Funk, Rap, Soul oder Acid Jazz sein sollte. Die haben mich angeguckt als ob ich von einem anderen Stern kommen würde.

    Die Krönung war allerdings, dass mir der eine dann noch eine Kassette unter die Nase hielt und meinte, die habe er aufgenommen und mitgebracht, damit ich sie laufen lasse! Ein Blick auf die Anlage hätte ihm vielleicht ganz gut getan .

    Fazit: Für viele Jugendliche von heute ist das, was für viele von uns noch differenzierte Musikrichtungen sind, Black-Music-Einheitsbrei, dabei ist es teilweise sogar egal, ob da nun Farbige oder Weiße oder Latinos oder sonstwer singen, gespielt von Menschen, die mehr und mehr einem einzigen Klischee (nackte Frauen/Männer, gefährliche Posen, obszöne Gesten, fette Autos, merkwürdige Kleidung, Gangstermäßiges Verhalten, Respeklosigkeit....) entsprechen, egal was für Musik sie machen.

    Ich denke da liegt das wahre Problem und auch die Antwort warum diese Msuik so erfolgreich ist. Sie bedient alle Musikstile , aber nur ein Klischee und zwar dass, was bei den meisten Jugendlichen von heute am angesagtesten ist, egal ob sie harte Musik mögen, funkige, böse oder ruhige.

    Gruß

    J.B.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von waschbaer

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    @Alyosha

    Ich glaube in gewissen Tätigkeiten wird man zwangsläufig "spießig", (auch wenn es diesen Ausdruck heute fast schon nicht mehr gibt). Er hat halt viel mit Leuten zu tun, die aus der Spur gekommen sind.

    Wenn du jetzt meinst, dass ich jeden der Black hört, als Halbkriminellen abstemple, dann liegst du falsch. Und sonstige evtl. weitergedachte Unterstellungen wie
    aber .... weißt schon
    , weise ich mal ganz weit weg und finde sie nicht in Ordnung.

  4. #23
    Benutzerbild von Alyosha

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    J.B. postetemerkwürdige Kleidung
    hä ?

  5. #24
    Benutzerbild von Alyosha

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    waschbaer postete
    @Alyosha
    Ich glaube in gewissen Tätigkeiten wird man zwangsläufig "spießig",
    sollte man aber nicht.

    (auch wenn es diesen Ausdruck heute fast schon nicht mehr gibt).
    obwohl er nach wie vor vielerorts die Realität ist.

    Er hat halt viel mit Leuten zu tun, die aus der Spur gekommen sind.
    es wäre müßig, jetzt das zu beurteilen - aber so ganz im Allgemeinen finde ich es nicht immer in Ordnung was so alles als "Spur" oder "außerhalb der Spur" definiert wird. Ist oftmals kleinkariert-konservativ.

    Wenn du jetzt meinst, dass ich jeden der Black hört, als Halbkriminellen abstemple, dann liegst du falsch.
    nein, das meinte ich nicht. Ich meinte das Wort "primitiv".

    Und sonstige evtl. weitergedachte Unterstellungen wie
    aber .... weißt schon
    , weise ich mal ganz weit weg und finde sie nicht in Ordnung.
    Wo ist da eine Unterstellung dran ?

  6. #25
    Benutzerbild von Heideland

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    Ich bin aber auch der Meinung, dass der ganze Rap-Kram massiv frauenfeindlich ist. Frauen werden als pures 5exobjekt hingestellt, das einfach nur dazu dient sich dabei aufzugeilen, sprich als Wichsvorlage zu funktionieren.
    Ich frage mich bei Sängerinnen wie Beyonce Knowles:
    Wo ist da der Respekt vor sich selbst? Kotzt es diese Leute denn nie an, dass sie sich tagtäglich bei jeder Veranstaltung extrem stoffarm kleiden müssen? Okay, sie müssen nicht, sie wollen...
    Die Jugendliche spricht das natürlich total an und umso besser, wenn die eine oder andere Rap-Lady daherkommt, mit ihrem Hintern wackelt und meint was besseres zu sein. Sie wollen in Wahrheit nur das eine und geben sich gleichzeitig total gleichgültig, um so möglichst viele Liebhaber abzubekommen, da sie genau wissen, dass dieses dominante Verhalten wirkt.
    Schlimm genug, dass dieser Musikstil extremst abgeflacht ist. Aber muss man denn wirlich gleichzeitig versuchen das mit der ewigen Masche "F***, F*** mich!" aufzupeppen?
    Von wegen prüde Amerikaner.

  7. #26
    Benutzerbild von waschbaer

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    Fazit: Für viele Jugendliche von heute ist das, was für viele von uns noch differenzierte Musikrichtungen sind, Black-Music-Einheitsbrei, dabei ist es teilweise sogar egal, ob da nun Farbige oder Weiße oder Latinos oder sonstwer singen, gespielt von Menschen, die mehr und mehr einem einzigen Klischee (nackte Frauen/Männer, gefährliche Posen, obszöne Gesten, fette Autos, merkwürdige Kleidung, Gangstermäßiges Verhalten, Respeklosigkeit....) entsprechen, egal was für Musik sie machen.

    Ich denke da liegt das wahre Problem und auch die Antwort warum diese Msuik so erfolgreich ist. Sie bedient alle Musikstile , aber nur ein Klischee und zwar dass, was bei den meisten Jugendlichen von heute am angesagtesten ist, egal ob sie harte Musik mögen, funkige, böse oder ruhige.
    Volle Zustimmung. Vor allem das Klischee möchte bedient sein. Und genau diese Mischung aus Obszönität, Respektlosigkeit, Coolness (siehe auch Coolios Auftritt in der Comeback-Show, der dann nicht einmal von den Juroren oder der SEndeleitung geahndet wurde) der Interpreten sowie gewünschtem Reichtum (gapaart aus fetten Autos und schönen Frauen) macht diese Musikrichtung derzeit wohl so erfolgreich.

    @J.B.

    Deine Beobachtung mit Auflegen auf Feiern, die als 80er-Feiern ausgeschrieben sind, kann ich auch nachvollziehen. Ist mir auch schon mal passiert. "Spiel doch mal Hip Hop oder Black" sind oft gehörte Sätze und die zumeist jugendlichen Leute, die Wünsche äußern, wissen wohl gar nicht, auf was für einer Art von Party sie gelandet sind.

    Zählst du Massive Attack unter Black? Die mag ich echt recht gerne. Ich dachte immer, dass die unter Trip Hop fallen.

  8. #27
    Benutzerbild von J.B.

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    @ Alyosha

    Die Kleidung, die die meisten dieser Musiker/innen, respektive Tänzer/innen trage finde ich einfach merkwürdig.

    Hosen, um die sie jeder Ladendieb ob des Stauraums beneiden würde, Tops, deren Nähte wohlaus Titangarn bestehen, Reisverschlüsse, die zu 90% Attrappen sind, Röcke, die von der Gürtelindustrie gefertig werden, Schuhe, die man bequem im Strassenbau einsetzen könnte, wenn die Planierraupe wieder streikt, usw. usf.

    Wie gesagt ich finde solche Klamotten merkwürdig. Andere würden sie als idiotisch, geil, pseudocool, hammermäßig, extrem cremig, bescheuert oder abgefahren bezeichnen.

    Da ich kein passendes Wort für meine Meinung zu diser Kleidung gefunden habe, schrieb ich merkwürdig.

    That's all

    J.B.

  9. #28
    Benutzerbild von J.B.

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    @ waschbaer

    Lies mal genau, was ich geschrieben habe .

    Heute fallen die unterschiedlichsten Musikrichtungen unter den Oberbegriff Black-Music.

    Massive Attack gehört also im heutigen (fälschlichen) Sinne des Begriffes "Black-Music" dazu, obwohl ich es eher eine Mischung aus Hip Hop, Soul, ein wenig Funk und Rap bezeichnen würde .

    Gruß

    J.B.

  10. #29
    Benutzerbild von Alyosha

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    hey- ich finde daß SEAN PAUL ein großer Lichtblick in der heutigen Musikszene ist !!



  11. #30
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Genauso wie die Black Eyed Peas.

    Sean Paul ist nicht soo schlecht, aber die genannten Eigenschaften für Hip Hopper treffen zum Teil auch auf ihn zu.

    "Shake that thing, Miss Kana Kana,
    Shake that thing, Miss Annabella,
    Shake that thing, yo Donna Donna,
    Jodi and Rebecca."

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