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Warum ist R'n'b so erfolgreich und angesagt?

Erstellt von Heideland, 24.02.2004, 14:51 Uhr · 71 Antworten · 3.662 Aufrufe

  1. #71
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Die Luftgitarre postete
    Selbstverständlich ist es legitim, Bafög in Anspruch zu nehmen und gleichzeitig den Staat zu kritisieren!
    Da hast Du recht, aber die Leute, die ich da kenne, kritisieren den Staat nicht nur, sie philosophieren konkret über seine Abschaffung (sie sind Anarchisten). Sie haben dabei die Vorstellung, dass sich (entgegen meinen eigenen Überzeugungen) alle sozialen Probleme von allein lösen, weil ja dann alle freiwillig für eine bessere Gesellschaft arbeiten - Friede, Freude, Eierkuchen.

    Aber weil sie natürlich keine Machtbasis haben, um diese Ideen umzusetzen (und hoffentlich auch nie eine kriegen), integrieren sie sich, so gut es geht, in diesen Staat. Und das schließt eben z.B. auch BaföG mit ein. Insofern sind sie wirklich angepasst.

  2.  
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  3. #72
    Benutzerbild von Alyosha

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    462
    Die Luftgitarre posteteWas ja (wenn es Rechtspraxis wäre) bedeuten würde, daß politisch andersdenkende durch die Streichung sozialer Leistungen bestraft werden würden! In einer pluralistischen Demokratie sind aber soziale Leistungen und Fördergelder keine Belohnung für politische Konformität (Was ja auf ein Klientel-System hinausliefe!), sondern ein davon losgelöster Rechtsanspruch der Bürger. Punkt.
    was bin ich froh daß du das sagst.


    @Alyosha
    Deine These, daß Musik- und Kleidungsstile nichts mit gesellschaftlichen Einstellungen zu tun haben, halte ich für falsch. Es geht natürlich nicht immer um Politik (aber auch das bei einigen, etwa The Clash),
    aber glaubst du denn daß der Sound der Musik, oder die Kleidungsstile, direkt mit den politischen Meinungsäußerungen was zu tun haben ?? Daß diesleben Leute SONST ganz andere Musik spielen würden, und auch anders angezogen wären ?? The Clash und so ??

    aber in jedem Fall doch immer ein Stück weit um ein jeweils spezielles Lebensgefühl und die sicht- und hörbare Abgrenzung von jenen Milieus, die offenbar "irgendwie anders drauf" sind.
    es war bei mir nie so; und habe auch sehr viele andere Leute kennengelernt in die genau das reingedeutet wird, und die das aber bestreiten. Es kann sein daß sie sich "abgrenzen" indem sie mit bestimmten Leuten einfach nichts zu tun haben wollen. Aber kann man denn sagen "Die Musik- und Kleidungsstile hängen ja ebenfalls unmittelbar damit zusammen. SONST würden ja dieselben Leute andere Musik und Stylings mögen." Kann man sowas sagen ??
    Das ist bei mir und bei einer Unzahl von Leuten die ich kennengelernt habe (bzw. Musiker deren Interviews und Statements ich gelesen habe) nicht der Fall.

    Zum Beispiel gibt es aus der frühen Punkbewegung haufenweise Anti-Hippie-Statements, in denen folgende Kritik-, bzw. Abgrenzungs-Punkte immer wieder auftauchen:
    - die ganze aus der Hippie-Bewegung entstandene Kultur-Szene (Pink Floyd u, ä.) sei überintellektualisiert, habe sich von von den Wurzeln des Rock´n´Roll und den Jugendlichen der Unterschicht entfernt und
    das und alles andere was du aufgezählt hast, mag ja stimmen. Das war die Meinung der Punker über die Hippies. Aber ... es tut mir leid, mir kann das niemand weismachen daß dieselben Leute sich ja sonst anders angezogen und andere Musik gespielt hätten.
    Kann man denn nicht einfach sagen: "Die Leute der Punk-Zeiten haben das gemacht was sie doch OHNEHIN gemacht hätten, und GLEICHZEITIG haben sie eben auch die Hippies kritisiert." Das ist ein Satz der in meinen Ohren so banal-einfach klingt, aber viele Leute haben total das Problem damit.
    Ich sehe die Meinungsäußerung als Abgrenzung, aber nicht die Musik die man spielt und die Stylings die man sich zulegt.


    - die Hippies seien zu wohletablierten und gemütlichen langhaarigen Bürgern geworden, ihre Rebellion zur leeren Pose verkommen ("Jim Morrisson starb in der Badewanne.")
    ich sehe die Doors-Musik nicht als Rebellion, auch Jim Morrisons Schlangenlederhose nicht. Ich habe diese Sichtweise nie verstanden. Es können bestimmte Meinungsäußerungen der Doors-Mitglieder "Rebellion" sein. Aber man kann doch nicht sagen: "Wenn es kein Establishment, keine Spießer gäbe, dann wäre ihre Kultur und ihre Musik anders !!"



    spiegele insbesondere nicht mehr das Lebensgefühl der zunehmen von Arbeitslosigkeit betroffenen "No-Future"-Generation wieder
    das "no future" hat Johnny Rotten so gemeint, daß es "keine Zukunft gibt, wenn man so weitermacht wie bisher." Es bedeutet nicht daß er ein Pessimist war/ist. Im Gegenteil, der war immer sehr positiv drauf, und viele andere Punker auch.
    Und daß die alle von sozialen Problemen betroffen waren, ist ein Gerücht das die Presse in die Welt gesetzt hat. Die müssen sich ja auch überlegen wie eine Überschrift aussehen soll und so.
    Und ich finde: auch WENN oft wirtschaftlich-soziale Probleme angesprochen wurden, kann man nicht gleich daraus schließen daß gleich die "komplette Sache" nur deswegen existiert ... die Leute beziehen immer gleich alles auf die GANZE Sache ....

    Das "Punk" übersetzt sowas ähnliches wie Müll heißt (die Übersetzung mag zwar ungefähr stimmen, aber dieses Wort war im englischen Sprachraum nicht sehr verbreitet - die meisten Leute kannten es auch gar nicht), muß ja nicht heißen daß die Leute sich als "Abfall der Gesallschaft" oder ähnliches sahen. Für sehr viele war es einfach nur so "dahingesagt".
    Und außerdem verbreiten sich solche Wörter auch extrem schnell, das darf man dabei auch nicht vergessen, und schon alleine deswegen sollte man sehr vorsichtig damit sein, eine "Bedeutung" hineinzuinterpretieren.

    Vielleicht haben MANCHE von ihnen das "Müll" auch so gemeint daß irgendetwas nicht glatt, auber und langweilig ist. Überhaupt, die Bedeutung von Wörtern ist wandelbar, und das soll ja auch so sein.

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