Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 18

Zenitalben

Erstellt von ihkawimsns, 06.01.2007, 23:35 Uhr · 17 Antworten · 1.181 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von ihkawimsns

    Registriert seit
    23.02.2004
    Beiträge
    3.938

    Zenitalben

    Wenn es sich nicht gerade um ein One-Hit-Wonder handelt, kann man bei vielen Künstlern einen Karriereverlauf beobachten, der in einem ganz bestimmten Album gipfelt, welches einen kommerziellen und / oder künstlerischen Höhepunkt darstellt. Einige Beispiele:
    • Berlin - "Count Three And Pray" mit Hits wie "Take My Breath Away" oder "Like Flames". Danach ging's bergab, die Vorgänger sind zwar auch nicht schlecht, waren aber zumindest hierzulande eher Geheimtipps.
    • ELO - "Time". Daran sollte eigentlich kaum ein Zweifel bestehen.
    • Human League - "Dare". Im Grunde laufen sie seit 1981 ihren damaligen Erfolgen hinterher, ohne sie je wieder (ganz) erreicht zu haben.
    • Pet Shop Boys - "Actually". In Fankreisen soll zwar "Very" als bestes gelten, da waren sie meines Erachtens aber schon auf dem absteigenden Ast.
    • Visage - "Visage". Der Nachfolger war nicht schlechter, aber im Großen und Ganzen ein kommerzieller Flop. Das dritte Album ist bis jetzt noch nicht mal auf CD veröffentlicht.
    Es gibt aber auch noch Interpreten, bei denen eine solch klare Zuordnung nicht möglich ist:
    • ABBA - eigentlich boten die ein recht konstantes Niveau. Höhepunkt ist für mich das "Super Trouper"-Album, aber das sieht wohl jeder anders.
    • Ärzte - "Das ist nicht die ganze Wahrheit" oder "Die Bestie in Menschengestalt"? Soll heißen: Das Album vor oder nach der Pause? Ich kann mich nicht entscheiden.
    • Kraftwerk - Auch nicht einfach. "Autobahn" wurde zwar vor einer Weile als angeblich bestes Album des Jahrhunderts prämiert, ich meine aber, dass sie sich zu diesem Zeitpunkt noch entwickelten. Ich sehe den Gipfel irgendwo zwischen der "Mensch-Maschine" und der "Computerwelt".
    • Ultravox - Stilbildner "Vienna" oder das (im Großen und Ganzen) Mainstream-Album "Quartet", welches kommerziell mindestens genauso erfolgreich war, bevor mit "Lament" die ersten kleineren Flops im Singlebereich kamen? Das Album dazwischen, "Rage In Eden", gilt wiederum als künstlerisch Wertvollstes.
    Gibt es vielleicht abweichende Meinungen zu meinen Beispielen?
    Was fällt euch sonst noch zu beiden (!) Rubriken ein?
    Bei welchen heute aktiven Künstlern erwartet ihr den Höhepunkt erst noch?

    Ich bin gespannt...

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Der Höhepunkt bei U2 ist für mich das "The Joshua Tree" Album. Der Nachfolger "Rattle And Hum" bestand ja aus Studio- und Live-Aufnahmen, und danach (ab "Achtung Baby") änderte sich der Musikstil in eine "elektronischere" Richtung.

    Ähnlich sehe ich es auch bei Depeche Mode, da könnte "Violator" der Höhepunkt gewesen sein, ein Album aus dem Jahr 1990 mit noch vielen 80er-Stilelementen und kommerziellen Hits, danach wurden die Folgealben auch "düsterer" vom Stil her und kommerziell etwas weniger erfolgreich.

    Marillion - das Album "Misplaced Childhood" war zum einen der Durchbruch in Deutschland, zum anderen sicher auch das erfolgreichste. Danach gab es ja auch nur noch 1 weiteres Studioalbum mit Fish als Sänger.

  4. #3
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Sorry, ich hatte da zu früh den Antwort-Button geklickt. Hier geht's weiter:

    Eine klare Zuordnung ist in meinem Fall nicht so möglich bei:

    Mike Oldfield, Pink Floyd und Genesis. Hier sind die Musikstile über die Jahrzehnte hinweg einfach zu verschieden. Mike Oldfield hatte für mich in jedem Jahrzehnt Höhepunkte, kommerziell dürfte "Discovery" der letzte Höhepunkt gewesen sein, denn ab den 90ern waren die Verkaufszahlen bei weitem nicht mehr so hoch. Bei Genesis vielleicht "Genesis" (1983), wenngleich mir die Aufnahmen aus den 70ern (mit Peter Gabriel) besser gefallen. Bei Pink Floyd ist für mich persönlich "The Wall" der Höhepunkt, aber es gibt genug Fans, die den Höhepunkt entweder a) schon zu "Dark Side Of The Moon" bis "Wish You Were Here" nennen würden, oder b) kenne ich einige, denen eher die "jüngeren" Werke gefallen, nämlich "A Momentary Lapse Of Reason" und "The Division Bell".

    Jean-Michel Jarre, da ist der Höhepunkt für mich bei den ersten drei Alben: Oxygene, Equinoxe und Magnetic Fields. Danach ging es auch abwärts, ein paar Versuche im selben Stil (Rendez-Vous, Chronologie, Oxygene 7-13) gab es noch mal, aber mit weniger Erfolg (siehe auch Mike Oldfield - Tubular Bells II, III, Millenium Bell, TB 2003).

    Ähnlich sehe ich es auch bei Kraftwerk. Hier gefällt mir die Ära Autobahn - Radioaktivität - Trans-Europa-Express - Mensch-Maschine am besten, für mich persönlich geht es bei der Computerwelt schon abwärts.

    Madonna hatte auch in den 90ern bis heute viele Erfolge. Für mich liegt der Höhepunkt jedoch bei "True Blue" oder "Like A Prayer", das ist auch nicht so einfach.

    Alphaville, da wird's auch schwierig. Wahrscheinlich dürfte das Debütalbum "Forever Young" der Höhepunkt sein. Mir persönlich gefallen die beiden Nachfolger in etwa genau so gut ("The Breathtaking Blue" vielleicht mit kleinen Abstrichen). Endgültig abwärts ging es ab dem 1994er-Album "Prostitute".

    Herbert Grönemeyer - ist es nun "Bochum" oder "Ö"? Irgendwie finde ich die Lieder von "Bochum" noch leichter zugänglich, obwohl es auf "Ö" auch noch einige Ohrwürmer gab. Das Album zwischen diesen beiden, "Sprünge", hat mir dagegen gar nicht zugesagt.

    Bei ABBA ist für mich auch das "Super Trouper" Album der Höhepunkt, jedoch habe ich von einigen schon gehört, dass es eher "The Visitors" sein könnte.

    Und bei Supertramp "Crime Of The Century", das sehen einige sicher auch anders (vielleicht "Breakfast In America"?).

  5. #4
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613
    Zitat Zitat von ihkawimsns Beitrag anzeigen
    ABBA - eigentlich boten die ein recht konstantes Niveau. Höhepunkt ist für mich das "Super Trouper"-Album, aber das sieht wohl jeder anders.
    Nicht unbedingt, zumindest werden bei ABBA nach meiner Erfahrung eigentlich nur die beiden letzten Veröffentlichungen "Super Trouper" und "The Visitors" genannt, wenn es um die Wahl ihres besten Albums geht. Das sehe ich genauso, und darunter wiederum gefällt mir "Super Trouper" auch besser als der Nachfolger.

  6. #5
    Benutzerbild von bubu

    Registriert seit
    29.05.2002
    Beiträge
    1.632
    Zitat Zitat von ihkawimsns Beitrag anzeigen
    Ärzte - "Das ist nicht die ganze Wahrheit" oder "Die Bestie in Menschengestalt"? Soll heißen: Das Album vor oder nach der Pause? Ich kann mich nicht entscheiden.
    Definitiv "Das ist nicht die ganze Wahrheit". Die Ärzte sind zwar immer noch gut, ebenso die Soloalben von Urlaub und B., aber das war der Zenit der Band. Das geniale Doppel-Livealbum "Nach uns die Sintflut" kurze Zeit später markiert das auch nochmal sehr deutlich.

    Rolling Stones: Da kann man sich streiten, ob es "Beggar's Banquet", "Let It Bleed" oder "Sticky Fingers" war. Ich kann mich schwer zwischen letzteren beiden entscheiden. "Sticky Fingers" finde ich runder, aber "Let It Bleed" ist Stones-typischer.

    The Who: Das war wohl ganz klar "Tommy"

    Pink Floyd: Für mich auch ganz klar "The Wall"

    Marillion: "Misplaced Childhood"

    Beatles: sehr schwierig. Viele schwärmen ja immer von "Sgt. Pepper". Ich finde "White Album" und "Abbey Road" wesentlich besser. Ich sage mal "Abbey Road"

    Bryan Adams: "Reckless"

    U2: Da gibt es für mich ausnahmsweise zwei Zenite. Einen vor der Metamorphose - "Joshua Tree" - und einen danach - "Achtung Baby". Selten so eine mutige, radikale und gelungene Verwandlung einer Band erlebt.

    Iron Maiden: "The Number of the Beast"

  7. #6
    Benutzerbild von DeeTee

    Registriert seit
    19.12.2001
    Beiträge
    1.928

    Pfeil

    David Bowie "Ziggy Stardust" (1972) und "Heroes" (1977)

    Van Morrison: "Beautiful Vision" (1982)

    Grace Jones: "Nightclubbing" (1980)

    Dire Straits: "Brothers in arms" (1985)

    DeeTee

  8. #7
    Benutzerbild von NovalisHH

    Registriert seit
    12.02.2003
    Beiträge
    1.004
    Talk Talk - "It's my Life"
    The Cure - "The Head on the Door"
    The Damned - "Phantasmagoria"
    Mink de Ville - "Sportin' Life"
    u.v.a.

    weitere "Zenit-Alben" folgen.... aber nach den (bisher) genannten kam nichts ordentliches mehr....

    Liebe Grüße aus HH

  9. #8
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585
    Prince: Sign o' the Times

    Supertramp: Breakfast in America

    Genesis: dieses No Name-Album mit Mama drauf

    Jean-Michel Jarre: Zoolook

    Michael Jackson: Bad

    Pink Floyd: ich muss leider auch The Wall sagen, obwohl ich das Album nicht mag. Keine Ahnung, warum. Die Musik ist qualitativ hervorragend. Aber irgendwie habe ich ein gestörtes Verhältnis zu dem Album.

    Mike Oldfield: für mich persönlich Five Miles Out, obwohl er auch danach noch viel gute Musik gemacht hat.

    Alan Parsons Project: für mich persönlich Eye in the Sky, obwohl - siehe Mike Oldfield.

    Abba: objektiv wahrscheinlich The Visitors, für mich persönlich The Album.

    Phil Collins: Face Value. Mein absolutes Lieblingsalbum von ihm. Für mich kommt danach nichts mehr.

    Dire Straits: ich muss leider auch Brothers in Arms sagen, obwohl ich das Album wirklich überhaupt nicht mag.

    U2: The Joshua Tree

    Yes: 90125

  10. #9
    Benutzerbild von Muggi

    Registriert seit
    08.02.2004
    Beiträge
    2.559
    Für den Moment mal die Kurzform, da ich irgendwann auch mal ins Bett muß. Ich äußere mich nur zu Bands/Solisten von denen ich alle Alben besitze, da ich das am Besten einschätzen kann.

    ABBA - The Visitors (1981)

    Anne Clark - Hopeless Cases (1987)

    a-ha - Scoundrel Days (1986)

    Air - Moon Safari (1998)

    And One - Bodypop (2006)

    Ärzte, Die - Das ist nicht die ganze Wahrheit (1988)*

    Beatles, The - Magical Mystery Tour (1967)

    Camouflage - Bodega Bohemia (1993)

    Coldplay - Parachutes (2000)

    Cure, The - Disintegration (1989)

    Deine Lakaien - Deine Lakaien (1986)

    Depeche Mode - Songs Of Faith And Devotion (1993)

    De/Vision - Mono5ex (1998)

    Distain! - [li:quid] (1996)

    Doors, The - The Doors (1967)

    Enigma - The Cross Of Changes (1993)

    Enya - Shepherd Moons (1991)

    Erasure - Chorus (1990)

    Front 242 - 05.22.09.12 Off (1993)

    Guns N' Roses - Appetite For Destruction (1987)

    Helge Schneider - Live! The Berlin Tapes (1998)

    Herbert Grönemeyer - Ö (1988)

    Inchtabokatables, The - Inchtomanie (1992)

    J.B.O. - 5ex 5ex 5ex (2000)

    Jean-Michel Jarre - Zoolook (1985)

    Klee - Jelängerjelieber (2004)

    Knorkator - Tribute to uns selbst (2000)

    Kraftwerk - Die Mensch-Maschine (1978)

    Leningrad Cowboys - Go Space (1996)

    Melanie C - Northern Star (1999)

    Melotron - Sternenstaub (2003)

    Mortiis - The Stargate (1999)

    Oasis - (What's The Story) Morning Glory? (1995)

    OMD - Dazzle Ships (1983)

    Oomph! - Oomph! (1992)

    Pet Shop Boys - Behaviour (1990)

    Project Pitchfork - IO (1992)

    Purple Schulz - Purple Schulz (1990)

    Rammstein - Reise Reise (2004)

    Silly - Bataillon d'Amour (1986)

    Talk Talk - It's my Life (1984)

    Ten Sharp - Under The Water-Line (1992)

    Vaya Con Dios - Time Flies (1992)

    Wolfsheim - No Happy View (1992)

    :wumpscut: - Bunkertor 7 (1995)

    X-Perience - Take Me Home (1997)



    * Die Ärzte finde ich ganz schwer einzuschätzen, die Zeiten vor und nach der Pause sind für mich zwei verschiedene Welten, die ich schlecht vergleichen kann, ich mag sie aber beide.

  11. #10
    Benutzerbild von Closelobster

    Registriert seit
    26.04.2002
    Beiträge
    2.292
    Da kann ich einiges nicht unkommentiert lassen... die Zenitalben für mich:

    The Beatles - Revolver Für mich der absolute Höhepunkt, vor allem wegen "Eleanor Rigby", "Taxman", "She said she said", "Tomorrow never knows". Rubber Soul war das erste herausragende Album und nach Revolver kamen, von "Let it be" mal abgesehen, nur Spitzenalben. Aber: Sgt. Pepper hätte es ohne Revolver nie gegeben.

    ABBA - Super Trouper Die Superschweden hatten 1980 den absoluten Höhepunkt. Natürlich gabs davor hervorragende Songs, aber eben kein Album von so hoher durchgängiger Qualität. The Album oder Arrival sind wegen solch gruseliger Ausfälle wie "Dum dum diddle" oder dem "Girl with golden hair"- Minimusical keine Konkurrenten. Auch "The visitors" fand ich bedeutend schwächer.

    ELO - Out of the blue Der herausragende Punkt einer Linie, die mit "New World Record" beginnt, mit "Discovery" weitergeht und mit "Time" endet (den Xanadu-Soundtrack lass ich mal außen vor). "Sweet talking woman", "Turn to stone", "Wild west hero"... zeitlose Klassesongs, mit denen die von "Time" nicht mithalten können.

    U 2 - War Bono at his very missionary best... wobei, ähnlich wie bei ELO, eine Linie von qualitativ hochwertigen Alben zu sehen ist: October, War, Unforgettable fire, Joshua Tree. Danach ging es leicht bergab.

    OMD - Architecture & Morality Ich halte Dazzle Ships nicht für das Zenitalbum, im Gegenteil. A & M hat neben Klassikern wie "Souvenir" und "Maid of Orleans" noch Perlen wie "She´s leaving" und "New stone age" (schön schräg) zu bieten.

    Ultravox - Rage in Eden Ein richtig schlechtes Album haben Ultravox nie abgeliefert, weder unter John Foxx noch unter Midge Ure. Hier liegt es wahrscheinlich an meiner persönlichen Präferenz. "Vienna" ist auch mehr als genial.

    Big Country - Steeltown Ein absolutes Wahnsinnsalbum. Hier sind die hohen Erwartungen, die ich nach ihrem Debut "The Crossing" hatte, bei weitem übertroffen worden. Kein einziger schwacher Song. Bei "The Seer" konnten sie das Niveau noch in etwa halten, danach kam nichts wirklich überzeugendes mehr

    Killing Joke - Night time Die Alben vorher und nachher kann man getrost in der Pfeife rauchen, außer wenigen Songs pro Album ist nichts erinnernswertes dabei. Nur bei diesem Album haben Jaz Coleman & co. ein Meisterwerk abgeliefert. 8 Songs der Spitzenklasse.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte