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20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

Erstellt von bubu, 22.09.2011, 16:55 Uhr · 55 Antworten · 3.370 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Juju

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Denk ich auch. Selbst jemand, der längere Haare/Pilzköpfe hatte, sah ja meistens wie geleckt aus. Der Blondie hier (Kim Brown) hingegen hat eine richtig trashige, rebellische Frisur, struppelig und die vorderen Haare ins Gesicht. Und das im konservativen England der 60er. Das muss gewirkt haben wie der Trash-Look der Punks anno '77.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von bubu

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Zitat Zitat von Juju Beitrag anzeigen
    Nirvana fand ich nie so pralle. Die waren wie Offspring. Spätestens nach dem dritten Lied klang alles gleich, weil der Sound so unglaublich primitiv war. Pearl Jam oder die Stone Temple Pilots hatten da deutlich mehr zu bieten.

    Nirvana wurden übrigens so frisch/innovativ empfunden, weil die Renegades längst vergessen waren.



    Frisur und Grimassen sind sowas von Kurt-like. Das Video zeigt übrigens die Geburt des Headbangings. Wer glaubt, das sei eine Erfindung der Hard-Rock-/Metal-Szene, dürfte hier eines Besseren belehrt werden.
    Möchtest Du auch noch was zum eigentlichen Thema beitragen?

  4. #23
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Hier ist noch eine längere Dokumentation (Spielfilmelänge, 9 Clips auf Youtube) zum Thema Grunge:

    Hype! (1996) - documental grunge . subtitulado - PARTE 1 - YouTube
    (englisch; spanische Untertitel)

    Interessant finde ich die ersten Teile über die eigentümliche Alternative-Rock-Szene im abgelegenen und verregneten Seattle in den späten 80ern, damals von den Medien und dem Rest der Nation überhaupt nicht wahrgenommen.

  5. #24
    Benutzerbild von Juju

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Welches ist denn das Thema? Ob Nevermind es wert ist, so umjubelt zu werden? Sowas wird doch immer zwecks Vermarktung künstlich aufgebauscht. Da stehen Leute dahinter, die sich daran schließlich 'ne goldene Nase verdienen. Keine Ahnung, ob sowas nun diskussionswürdig ist. Man weiß doch einigermaßen, was dahintersteckt. Dafür braucht's aber keinen Nirvana-Thread. Das trifft doch bald auf jede Pop-Band zu.

    Auch die Frage, ob der Grunge die Rock-&-Roll-Welt durcheinanderbrachte, ist für mich eher unerheblich, wenn man bedenkt, dass der Punk und die New Wave das 15 Jahre zuvor auch schon taten. Viel interessanter finde ich, wie alter Wein in neuen Schläuchen serviert wird und es die Mehrheit oft gar nicht mitbekommt. Die Renegades sind ein prima Beispiel dafür.

  6. #25
    Benutzerbild von Juju

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Zitat Zitat von Veja Beitrag anzeigen
    Folgerichtig sind in den Jahren 1993 bis etwa 1997/98 kaum vernünftige Rock- und Metal-Scheiben erschienen, das ganze ist irgendwie etwas in den Underground abgedriftet, stattdessen waren plötzlich Grunge, Crossover, Nu Metal und dieser ganze Käse angesagt.
    Mag mir vielleicht jemand erklären, warum Crossover immer in die 90er verfrachtet und als schreckliche Scheiße abgetan wird? Crossover beginnt schon deutlich früher. Werft doch mal einen Blick auf die frühen 80er. Thrash Metal ist ein klarer Crossover-Stil, entstanden dadurch, dass Bands wie Metallica damit anfingen, Hardcore Punk mit der NWoBHM zu vermischen. Ein paar Jahre später: Run DMC und Aerosmith machen "Rap Metal". Wieder zwei Jahre später: Ministry und andere Gruppen wie Godflesh begründen den Industrial Metal. Alles Crossover. Selbst die 70er boten Crossover. The Clash, die Punk mit Reggae mischten usw.

  7. #26
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Zitat Zitat von Juju Beitrag anzeigen
    Alles Crossover. Selbst die 70er boten Crossover. The Clash, die Punk mit Reggae mischten usw.
    Wenn's danach geht, kann man "Crossover" zum ausgelutschtesten Begriff der Musikbranche erklären, denn der beginnt schon immer dann, wenn Genre-untypische Einflüsse mit eingeflochten werden. Und das dürfte es schon lange vor den 70ern gegeben haben.

  8. #27
    Benutzerbild von bubu

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Zitat Zitat von Juju Beitrag anzeigen
    Welches ist denn das Thema? Ob Nevermind es wert ist, so umjubelt zu werden?
    Nein, das Thema ist, warum das 20-jährige Jubiläum von Nevermind so begangen wird wie es begangen wird – unabhängig davon, ob Du Nirvana magst oder nicht und den Hype um die Band und das Album gerechtfertigt findest. Es geht um eine gesellschaftliche Analyse und nicht um Deinen persönlichen Musikgeschmack.

    Crossover ist doch kein Genre sondern nur ein Begriff für die Vermischung von Musikstilen. Und na klar gab's das nicht erst in den 90ern. Wenn Du gern darüber diskutieren möchtest, wie hohl die 90er und deren Musik waren, dann mach doch am besten einen eigenen Thread auf, ok?

  9. #28
    Benutzerbild von Juju

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Zu Crossover hatte und hätte ich auch nichts Divergentes behauptet. Generell lässt sich jede Genre-Überschneidung als Crossover klassifizieren. Auch kann ich mich nicht daran erinnern, die 90er als Zeitalter der Hohlmusik bezeichnet zu haben. Ganz im Gegenteil. Ich finde, die 90s hatten beinahe so viel zu bieten wie die 80s.

    Zitat Zitat von Dr. Peter Venkman Beitrag anzeigen
    Es geht um eine gesellschaftliche Analyse
    Ob da nun ein zehn- oder zwanzig-jähriges Jubiläum begangen wird, es ändert nichts an dem zuvor Geschriebenen. Nirvana ist doch keine Ausnahmeerscheinung! Alle paar Jahre wird wieder irgend'ne Band aus dem Grab geschaufelt oder irgend 'ne Platte bejubelt. Vielleicht steht gerade mal wieder die x-te Best-of an. Als nächstes wird wahrscheinlich der Britpop als das letzte große Ding abgefeiert und dasselbe Geschwalle findet sich zum Oasis-Debüt. Oder Nine Inch Nails' Pretty Hate Machine darf wieder als das große revolutionäre Ding der vergangenen 20 Jahre herhalten.

    Dass Underground und Overground nur noch schwer voneinander zu trennen sind, ist schon seit den 80ern nichts Neues mehr. Vielleicht begann das auch alles schon längst mit den 5ex Pistols und The Clash, die von den damaligen Major-Labels unter Vertrag genommen wurden. Ich weiß nicht, was daran sonderlich neu sein soll. Solche Artikel, wie sie im Eingangspost verlinkt wurden, werden in Auftrag gegeben, irgendwer liest sie, stimmt zu und fühlt sich an seine Jugendjahre zurückerinnert - ein potenzieller Käufer. Andere runzeln die Stirn und blättern sie einfach weg, weil sie wissen, dass sich Grunge problemlos durch Britpop, Trip Hop oder sonstwas ersetzen lässt. Dafür braucht's 'ne wissenschaftliche Analyse? Separat für das Nevermind-Album?

  10. #29
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Zitat Zitat von Juju Beitrag anzeigen
    Viel interessanter finde ich, wie alter Wein in neuen Schläuchen serviert wird und es die Mehrheit oft gar nicht mitbekommt. Die Renegades sind ein prima Beispiel dafür.
    Ich finde Dein Renegades-Posting für die musikhistorische Einordnung von Nirvana, und somit auch für diesen Thread, btw, *sehr* interessant.

    Lutz

  11. #30
    Benutzerbild von bubu

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    AW: 20 Jahre "Nevermind" – ääähm ja?!

    Ich finde Jujus Renegade Posting bringt keine neuen Erkenntnisse zur musikhistorischen Einordnung Nirvanas. Dass in der Musik nie etwas aus dem Nichts entsteht, ist eine Binse. Postings nach dem Motto: Band XY hat das Gleiche aber vor 35 Jahren auch schon mal gemacht, daher ist Band YX überbewertet, sind ziemlich sinnlos und in meinen Augen meistens nur Klugscheißerei.

    Im Übrigen sehe ich auch nicht in den Renegades ein Proto-Nirvana. Es gab sehr viele Bands zu der Zeit, die ähnlich lange Haare hatten, rumbangten und auch einen ähnlichen Sound hatten. Schon mal Live-Auftritte von The Who gesehen? Wenn Du die These aufstellen willst: Kurt Cobain hat sein Outfit und seinen Sound bei den Renegades abgeguckt, dann liefere Belege. Wenn nicht, dann lass es und freu Dich meinetwegen drüber, dass Du für Dich der Meinung bist, der Typ hat seinen Ruhm nicht verdient. Aber irgendwelche Videos aus den Tiefen des Netzes auszugraben, in denen man vermeintliche Übereinstimmungen findet, bringt uns hier nicht weiter und lenkt nur vom Thema ab. Das Thema heißt nicht: War Nirvana überbewertet oder ist Nirvana eine tolle Band gewesen. Sondern das Thema bleibt nach wie vor: Wieso hat die Welt auf Nirvana und Nevermind so reagiert wie sie reagiert hat und warum reagiert die Welt heute noch auf Nevermind so wie sie reagiert.

    Interessanter finde ich Deine darauffolgenden Postings. Allerdings klingen sie ziemlich verbittert. Siehst Du Großentwicklungen in der Musik immer nur als großes Abkassieren der bösen Labels (was sie natürlich zweifellos immer versuchen)? Oder fragst Du Dich manchmal auch, warum die Menschen gerade zu dieser Zeit gerade auf diese Musik so reagiert haben – unabhängig davon, ob Du diese Musik magst oder nicht. Die Frage nach dem alten Wein in neuen Schläuchen siehst Du für meinen Geschmack rein kulturpessimistisch. Du solltest weiter fragen, nach dem dem zeitgeschichtlichen Kontext und warum der alte Wein offenbar erst später schmeckte.

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