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Abmahnwelle der Musikindustrie

Erstellt von Heiko, 25.04.2008, 08:48 Uhr · 17 Antworten · 1.366 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Heiko

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    Abmahnwelle der Musikindustrie

    ... nur am Rande ... das de Musikindustrie mittlerwile zwecks Emule und Freunden abmahnen läßt ist ja bekannt, aber so richtig realisiert hab zumindest ich das nicht. Jetzt hat es einen Bekannten von mir mir erwischt, mit 650 Dateien ... Kostenpunkt 5.600,- Euro.

    Ich hab das Schreiben mal angeschaut und das hat Hand und Fuß, selbst die genaue AUflistung der Dateien war dabei. Hier stellt sich mir als Laie dann nur die Frage, inwieweit es zuläßig war, sich Einblick in den Incomming-Ordner zu verschaffen.

    Laut Anwalt hat er wohl gute Chancen Strafrechtlich da raus zu kommen, aber um das zivilrechtliche wird er vermutlich icht rumkommen.

    Angeblich hatte diese WElle 40.000 Empfänger.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    AW: Abmahnwelle der Musikindustrie

    Zitat Zitat von Heiko Beitrag anzeigen

    Ich hab das Schreiben mal angeschaut und das hat Hand und Fuß, selbst die genaue AUflistung der Dateien war dabei. Hier stellt sich mir als Laie dann nur die Frage, inwieweit es zuläßig war, sich Einblick in den Incomming-Ordner zu verschaffen.

    Laut Anwalt hat er wohl gute Chancen Strafrechtlich da raus zu kommen, aber um das zivilrechtliche wird er vermutlich icht rumkommen.
    Es ist für mich immer wieder die Frage inwieweit solche Auflistungen überhaupt vor einem Gericht verwendet werden dürfen, da diese selbst auf illegalem Wege beschafft wurden, wie auch immer (eigener Server?).

    Nach dem letzten Urteil in dem eine Protokollierung als nicht zulässig angesehen wurde, dürften dahingehend gute Chancen bestehen.

    Ich finde es nur immer wieder ärgerlich ...

    650 Dateien ist sowas von lächerlich!!!

    Die Wertbemessung auch ... wenn man im Internet eine Datei für 99 Cent kaufen kann, darf der Streitwert auch nur maximal darauf aufbauen.
    Die Musikindustrie gibt hier eigentlich selbst die Vorgabe, was eine MP3-Datei kostet und zumindest dieser Wert darf "nur" pro Datei verwendet werden. Zudem muss die Musikindustrie dazu verdonnert werden, selbst für jeden dieser 650 Titel erstmal DAS RECHT NACHZUWEISEN. Für jede Datei, für die die Musikindustrie nicht selbst nachweisen kann, daß hier ein solches Recht an der Datei besteht, muß sich der Streitwert reduzieren.

    Statt gegen die Tauschbörsen vorzugehen, wird abermals bewiesen, daß man dazu nicht in der Lage ist !!!

    Man vergeht sich mal wieder "am gemeinen" Volk !!!



  4. #3
    Benutzerbild von knochn

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    AW: Abmahnwelle der Musikindustrie


  5. #4
    Benutzerbild von brandbrief

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    AW: Abmahnwelle der Musikindustrie

    Zitat Zitat von Heiko Beitrag anzeigen
    ...selbst die genaue AUflistung der Dateien war dabei. Hier stellt sich mir als Laie dann nur die Frage, inwieweit es zuläßig war, sich Einblick in den Incomming-Ordner zu verschaffen...
    Zitat Zitat von ICHBINZACHI Beitrag anzeigen
    Es ist für mich immer wieder die Frage inwieweit solche Auflistungen überhaupt vor einem Gericht verwendet werden dürfen, da diese selbst auf illegalem Wege beschafft wurden, wie auch immer (eigener Server?)...
    Da die heruntergeladenen Dateien in sogenannte SHARED FOLDER landen, sind sie auch sofort für andere Filesharing-Nutzer sichtbar (worauf ja auch das Prinzip einer Tauschbörse beruht).
    Da bedarf es nichtmal technischen Aufwand, um die Dateien eines Nutzer einzusehen.
    Da wird im LKA kurzerhand eine Ermittlungsgruppe gebildet, mit PCs ausgestattet und sich an der Tauschbörse angemeldet.
    Das kann man vielleicht als Emule-V-Leute bezeichnen.

  6. #5
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja

    AW: Abmahnwelle der Musikindustrie

    Zitat Zitat von brandbrief Beitrag anzeigen
    Da wird im LKA kurzerhand eine Ermittlungsgruppe gebildet, mit PCs ausgestattet und sich an der Tauschbörse angemeldet.
    Meinste wirklich?

  7. #6
    Benutzerbild von ndw1982

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    AW: Abmahnwelle der Musikindustrie

    @Heiko:

    Möglicherweise kommt dein Freund mit einem blauen Auge davon. Vor 2 Wochen gab es Änderungen im Urheberrecht:

    Außerdem wurde eine Begrenzung der Anwaltskosten für erste Abmahnungen wegen Urheberrechtsverstößen ohne gewerblichen Hintergrund auf 100 Euro beschlossen. Vorher hatten die Anwälte der Musikindustrie häufig Massen-Abmahnungen mit angedrohten Anwaltskosten von mehreren tausend Euro verschickt.
    Der komplette Artikel: http://www.tonspion.de/info.php?id=1837&stil=news

  8. #7
    Benutzerbild von brandbrief

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    AW: Abmahnwelle der Musikindustrie

    Zitat Zitat von LastNinja Beitrag anzeigen
    Meinste wirklich?
    Rein technisch natürlich gar kein Problem. Wie das rein rechtlich funktionieren soll...

    Vielleicht beauftragt die Musikindustrie die Staatsanwaltschaft und die schaltet zur Ermittlung das LKA ein. Allerdings müsste die Musikindustrie zu diesem Zeitpunkt schon irgendwelche Anhaltspunkte (Verdacht) haben, oder?
    Wenn ja, worauf beruft sich dieser Verdacht?

    Zumindest wollten uns Medien diese Methode schon mal weismachen.

    Im geschilderten Fall hat ein Anwalt wohl selbstständig die Ermittlungen aufgenommen und seine Kanzlei-PCs mit Filesharingsoftware ausgestattet???
    Und wenn der Provider noch die Zuordnung IP <> Nutzer rausrückt, ist der Abmahnbescheid in Sack und Tüten.

    Aber vielleicht weiß ja ein Mitarbeiter bei den bewaffneten Organen genaueres...

  9. #8
    Benutzerbild von Scheul

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    AW: Abmahnwelle der Musikindustrie

    Wer auf Tauschbörsen angemeldet ist, ist halt irgendwann selber schuld.

  10. #9
    Benutzerbild von SportGoofy

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    AW: Abmahnwelle der Musikindustrie

    Seit sich da andauernd irgendwelche Anwälte rumtreiben, die meinen ihr räusper hüstel
    bescheidenes Honorar aufbessern zu müssen sind Tauschbörsen keine Stelle mehr,
    wo man sich Musik runterladen sollte.

    Zumal es ja nun durch zahlreiche Veröffentlichungen ging und sich keiner
    mehr davon frei sprechen kann er habe das nicht gewußt
    (dass da ein paar fiese Käfer auf Nahrungssuche sind ).

    Und im Shared-Ordner 650 Titel zu haben das geht nu gar nicht.
    Das ist gefundenes Fressen für solche Leute.

  11. #10
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: Abmahnwelle der Musikindustrie

    Ich kopiere hier mal die Meldung rein, die ein Kollege bei HHH in unserem Mitarbeiterforum heute gepostet hat:

    Berlin – Am Freitag, 25. April, erscheint in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der "Süddeutschen Zeitung" und in der "taz" ein Offener Brief an die "Frau Bundeskanzlerin" zum "Tag des Geistigen Eigentums".

    Unterzeichner sind Künstler und Medienschaffende aus kreativen Bereichen wie Musik, Film und Buch. Dazu gehören aus dem Musikbereich beispielsweise 2raumwohnung, Götz Alsmann, Till Brönner, Herbert Grönemeyer, Max Herre, Udo Lindenberg, Peter Maffay, Reinhard Mey, Michael Mittermeier, Rosanna Rocci, Sasha, Ralph Siegel, Söhne Mannheims, Tokio Hotel und Stefan Waggershausen.

    Hier der Offene Brief zum Tag des Geistigen Eigentums im Wortlaut:

    "Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
    morgen ist der Tag des Geistigen Eigentums. Als Komponisten und Musiker, Schriftsteller und Verleger, als Schauspieler und Filmemacher begrüßen wir es sehr, dass mit diesem Tag das Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums gestärkt werden soll. Denn leider müssen wir täglich mit ansehen, wie das Recht auf einen angemessenen Schutz unserer Werke missachtet wird. Vor allem im Internet werden Musik, Filme oder Hörbücher millionenfach unrechtmäßig angeboten und heruntergeladen, ohne dass die Kreativen, die hinter diesen Produkten stehen, dafür eine faire Entlohnung erhalten.

    So wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland über 300 Millionen Musikstücke illegal aus dem Internet heruntergeladen. Zehnmal mehr, als legal verkauft wurden. Mehrere Millionen Menschen bedienen sich regelmäßig aus Internet-Tauschbörsen und anderen illegalen Quellen im Netz. Und obwohl damit nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Allgemeinheit durch Steuerausfälle und Arbeitsplatzverluste geschädigt werden, schaut der Staat bisher nahezu unbeteiligt zu.

    In China setzen Sie sich vorbildlich für die Interessen der deutschen Industrie beim Thema Produktpiraterie ein. Bitte tun Sie das auch in Deutschland für mehr Respekt vor dem Schutz geistigen Eigentums. Denn als einziger Weg, sich zur Wehr zu setzen, bleibt Künstlern, Kreativen und den beteiligten Industrien bisher nur die Möglichkeit, gegen die Anbieter illegaler Produkte juristisch vorzugehen. Geistiges Eigentum ist aber – so hat es der Chef des gleichnamigen Bilderimperiums Mark Getty einmal formuliert – das Öl des 21. Jahrhunderts. Dahinter verbirgt sich die Erkenntnis, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft schon heute und vor allem in Zukunft Motor für Wachstum und Wohlstand ist. Ohne Musik und Hörbücher bräuchten wir keine iPods, ohne Filme keine Flachbildfernseher, ohne Breitbandinhalte keine schnellen Internetzugänge.

    So entfallen allein 70 Prozent des Internetverkehrs in Deutschland auf die – leider meist illegale – Tauschbörsennutzung. Aber während beispielsweise die milliardenschwere Telekommunikationsindustrie massiv von der Nutzung illegaler Inhalte profitiert, verweigert sie beim Schutz geistigen Eigentums die Verantwortung. Auf europäischer Ebene erkennen immer mehr Länder, dass die massenhafte individuelle Rechtsverfolgung im Internet nur eine Zwischenlösung sein kann und technologischer Fortschritt und der Schutz geistigen Eigentums nicht im Widerspruch zueinander stehen dürfen. Frankreich und England gehen hier mit beispielhaften Initiativen voran. Dort sind Internetprovider sowie die Musik- und Filmindustrie aufgefordert, unter staatlicher Aufsicht gemeinsam mit Verbraucher- und Datenschützern Verfahren zum fairen Ausgleich der Interessen aller Beteiligten zu entwickeln.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, wir wissen, dass auf einem solchen Weg viele politische und rechtliche Hürden zu überwinden sind. Deshalb bitten wir Sie: Nehmen Sie sich dieses Themas an und machen es zur Chefsache. Denn während etablierte Künstler noch von den Erfolgen der Vergangenheit zehren können, trifft die Internetpiraterie vor allem junge Nachwuchstalente. Langfristig wird so die kulturelle und kreative Vielfalt in unserem Land abnehmen und wir verspielen eine unserer wichtigsten Zukunftsressourcen."

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