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Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

Erstellt von waschbaer, 10.05.2011, 21:03 Uhr · 20 Antworten · 3.092 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von waschbaer

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    Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Ich gehe doch ab und an gerne mal essen, aber mein Problem ist, dass ich manche Sachen eben überhaupt nicht mag. So zählen dazu beispielsweise Rucola und - auch wenn es viele nicht verstehen können - Käse jeglicher Art. Ich habe schon als Kind nicht sonderlich gerne Pizza gegessen, eben weil da meistens mehr Käse als sonstiger Belag drauf ist.

    Also frage ich im Restaurant immer, ob bei den Speisen - wenn ich beispielsweise Pasta bestelle - ich diese ohne Käse haben kann.

    Heute bin ich in meiner Heimatstadt in ein neues Lokal gegangen, welches eben sehr gelobt wird, aber wovon bekannt ist, dass es preislich etwas angehoben ist. Auf der Speisekarte stand wörtlich: "Taglitelle mit gegrillten Riesengarnelen" zum Preis von 12,80 €. Klingt gut, dachte ich.

    Bestellung aufgegeben mit dem Hinweis, dass ich bitte keinen Käse über meine Nudeln möchte und gewartet. Die Bedienung meinte, dass das kein Problem sei.

    Nach etwa 30 Minuten kam das Essen: Statt Tagliatelle eben Spaghetti, zwischen die Spaghetti war Rucolablätter und dann tonnenweiswe Parmesanraspeln über den Nudeln. Das Einzige, was wirklich gut aussah und eben auch ganz gut war, waren die vier beigelegten Riesengarnelen.

    Als ich dann der Bedienung sagte, dass das nicht das ist, was ich bestellt habe (und ich war wirklich höflich), konnte die studentische Bedienung im neuen Gourmettempel bei uns gar nicht begreifen, dass ich das "wunderbare Gericht" nicht haben wollte. Und dann passierte genau das, was ich immer besonders dick habe. Zwei Frauen am Nebentisch mischten sich ein und meinten, dass das Essen doch super aussehen würde. Sicherlich sah es optisch ansprechend aus, aber es schmeckte mir eben nicht, weil Zutaten verwendet wurden, die so von mir nicht bestellt wurden.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe gesagt, dass ich das nicht zahlen werde und dass es eigentlich zum guten Ton gehört, wenn ein Gast nicht zufrieden ist, dass er zumindest einen Preisnachlass bekommt.

    Mal ganz dumm gefragt: Wie verhält man sich in solch einer Situation? Vorausgesetzt, dass man auch immer höflich bleiben möchte, aber doch bestimmt auftreten möchte.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    Mal ganz dumm gefragt: Wie verhält man sich in solch einer Situation? Vorausgesetzt, dass man auch immer höflich bleiben möchte, aber doch bestimmt auftreten möchte.
    Ich glaube, dass man mit so einem Kundenerlebnis heute leider immer rechnen muss und es kaum noch möglich ist aus so einer "Nummer" rauszukommen ohne sich zu ärgern. Ich sehe jedenfalls eine starke Tendenz da hin, dass man genau an den Orten wo man sich eigentlich entspannen und eine gute Zeit haben möchte immer wieder durch solche Begebenheiten verärgert wird und das ganze aufs Gegenteil hinaus läuft: Man regt sich nur noch über die Blödheit solcher Leute auf.

    M. E. liegt das am Verschwinden der "alten Schule" und der Entwertung der Jobs in diesen Dienstleistungssektoren. Es sind Aushilfsjobs, da bedient nicht mehr die Wirtsfrau oder die Tochter der Chefin in einem seit jahrzehnten etablierten Familienbetrieb. Irgendeine Person, die ein paar Euro nebenbei braucht und im Studium nach höherem strebt, macht ohne Bezug zum Betrieb und zum Kunden einen Job und der besteht daraus Essen von A nach B zu schaffen. Danach ist Feierabend, ob der Kunde wirklich zufriedengestellt wurde und wiederkommt ist der Aushilfe nicht ganz so wichtig. Trinkgeld gibts eh für den Ausschnitt.... so offenbar jedenfalls oft die Idee.

    Ich finde es schon gut, wenn zu einer nicht zufriedenstellenden Leistung überhaupt was gesagt wird, denn oft sagen die Leute nichts und nehmen es einfach hin. So kann ja nichts besser werden, wird im Gegenteil immer schlechter. Wenn man nicht zufrieden war kann man das meiner Meinung nach auch äußern, solange man nicht ausfallend oder laut wird ist doch alles ok. Letztendlich kann die Bedienung ja auch u. U. selbst gar nichts dafür. Folglich sollte sie sich den Schuh aber auch nicht anziehen und einem was schönreden was man nunmal nicht haben will. Dafür braucht man sich doch nicht rechtfertigen. Ggf. kann man in diesem Fall aber doch auch durchaus zu einer kleinen Notlüge hinreissen lassen und die Leute fragen ob sie einen gleich in die Klinik bringen werden, wenn man nach Genuss des doch so lecker aussehenden Essens ihnen zu Liebe seinen allergischen Schock erleiden wird....

    Es scheint aber generell ein Phänomen zu sein, dass man als "Geschädigter" zum eigentlichen Problem wird und so gleich doppelt gestraft ist.

  4. #3
    Benutzerbild von chris74

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    Bestellung aufgegeben mit dem Hinweis, dass ich bitte keinen Käse über meine Nudeln möchte und gewartet. Die Bedienung meinte, dass das kein Problem sei.
    Also, mit meinem Laien-Rechtswissen mal kurz aus der Hüfte geschossen: "kein Käse" (und Parmesan ist zweifelsohne roher Hartkäse) war ausdrücklich Bestandteil des Vertrags, noch dazu hat Dir dies die Bedienung ja auch zugesichert mit "kein Problem". Entsprechend ist der Vertrag nicht erfüllt, solange die Pasta nur mit Käse geliefert wird. Soviel zum Grundverständnis.

    Demnach kannst Du ja zuerst mal höflich darauf hinweisen, daß Du gerne die Pasta, die zwar ganz toll angerichtest ist, einfach nur ohne Käse hättest ohne jetzt auf irgendwelchem Rechtsfirlefanz rumzureiten. Das wirkt einfach nur unangenehm von oben herab. Und wenn die Bedienung sich weigert, dann frag doch einfach höflich, aber bestimmt nach dem Geschäftsführer. Gerade wenn ein Laden neu aufmacht, möchte er doch möglichst viele zufriedene Kunden gewinnen, so daß sich herumspricht, wie toll der Laden doch ist. Also sollte ein Chef da vernünftigerweise kein großes Aufhebens machen.

  5. #4
    Benutzerbild von lastninja

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen

    M. E. liegt das am Verschwinden der "alten Schule" und der Entwertung der Jobs in diesen Dienstleistungssektoren. Es sind Aushilfsjobs, da bedient nicht mehr die Wirtsfrau oder die Tochter der Chefin in einem seit jahrzehnten etablierten Familienbetrieb. Irgendeine Person, die ein paar Euro nebenbei braucht und im Studium nach höherem strebt, macht ohne Bezug zum Betrieb und zum Kunden einen Job und der besteht daraus Essen von A nach B zu schaffen. Danach ist Feierabend, ob der Kunde wirklich zufriedengestellt wurde und wiederkommt ist der Aushilfe nicht ganz so wichtig. Trinkgeld gibts eh für den Ausschnitt.... so offenbar jedenfalls oft die Idee.
    Und damit liegst du goldrichtig...
    Ich beobachte diese Phänomen auch schon seit Jahren.
    In der Tat, es sind oftmals Aushilfsjobs und Madame Kellnerin (aber auch die männlich Fraktion kotzt mich tierisch an) denkt, sie wäre die Prinzessin.
    Es gibt verdammt wenig Bedienungskräfte, die ihren Job gerne ausüben. Viele bringen es auch rüber, dass sie ihren Job als das notwendige Übel ansehen.
    Ich kenne -Gott sei Dank- auch Ausnahmen.

    Aber was mir so oft in Berliner Gaststätten (dazu zähl ich alles, wo man flanieren kann und wo die Preisliste nicht bei der Currywurst anfängt....btw: meist ist man an den Currybuden noch König....kommt ins Gespräch und man hat das Gefühl, der Macker liebt sein Handwerk) unterkommen ist, wächst auf keine Kuhhaut.
    Grad bei denen (ja, sind oftmals leider die Mädels), die halbswegs pasabel ausschauen, denken wirklich, Brust raus, der Rest passt schon...

    Boahhh.....das werden Bestellungen vertauscht, Getränke vergessen oder falsch gebracht.
    Klassiker: ich trinke Getränke immer ohne Eis (ist schon kalt genug und drei Pfund Eis brauche ich nicht). Man, ich wiederhole das schon extra dreimal.........was bring Uschi?.....EIS all you can eat.

    Dann reagieren sie noch beleidigt, wenn man sie darauf anspricht.

    Und ja, alle "streben" nach Höherem. "Ich mach das hier nur, um mein Studium zu finanzieren!". Interessant, hast du das bei der letzten und vorletzten Fußball-WM nicht auch schon erzählt?
    Es folgt ein Grinsen und ein Tomatenkopp (falls unter der Schminke erkennbar) der Bände spricht.

    Die Männer denken, sie wären die größten Checker.
    Durchgestylt, Pomade im Haar......na ja....sind ja auch nicht immer die blonden Hans Zimmer und co...

    Ich möchte auch nicht nach jedem Bissen gefragt werden, ob alles zu meiner Zufriedenheit ist.
    Es reicht mir eigentlich am Schluss, bevor ich bezahle.

    Gute Restaurants erkennt man ja daran, dass zwischendurch mal einer vorbeikommt.
    Zumindest sollte die Bedienung auch mal öfter durchs Bild laufen und mir zumindest das Gefühl geben, dass ich jederzeit mal ein Getränk oder sonstiges nachordern kann, ohne durchs Lokal brüllen zu müssen, weil Madame wieder mit dem männlichen Glasspüler am rumshakern ist.

    Trinkgeld habe ich früher immer gegeben...
    Ich/wir machen das jetzt nur noch, wenn sich das die Bedienung oder die Küche verdient haben.

    Ich bin echt kein Mosertyp aber mit diesen Tussys kann ich echt nix anfangen. Auch wenn mir die Glocken noch so ins Gesicht springen.
    Mittlerweile achtet man auf andere Dinge....
    (echt jetzt, Junge)
    Obwohl ich da das Essen und die Sprüche mit meinen Berliner Jungs vermisse:
    "Man, dumm wie´n Toastbrot, aber Titten bis Stettin.....warum tut die sich das hier an, könnte ihre Kohle doch leichter verdienen."

    Eine Bedienung hatten wir mal, die sah optisch aus wie "Baby" aus Dirty Dancing (ja, Jennifer Grey). Gleiche Nase, gleiche Gesichtform und die Frisur....
    Ber der haben wir zu Beginn immer gesungen: "The Time of my life"......wenn wir was nachbestellen wollten, sangen wir wieder..........
    Mein Gott, muss der das peinlich gewesen sein.....
    Aber sie war immer nett, professionel und hat sich auch immer ein Batzen Trinkgeld verdient....


    Derzeit mache ich das so, dass ich jedem Laden (insbesondere der Bedienung) ne zweite Chance gebe. Aber nach erneutem Fail sehen die uns nie wieder....
    Ich will nicht als König behandeln werden.........aber auch nicht wie ein Bittsteller.

    Leider beschwert man sich wohl wirklich zu selten.
    Beschweren heißt ja nicht immer rummeckern........sondern sachliche Kritik (zu salzig, zu viel Käse, den man nicht bestellt hat )
    Und das es oftmals keine Familienbetriebe mehr sind, wird nach zu viel Kritik vielleicht mal die Bedienung ausgetauscht.......besser wird es auch nicht unbedingt...

    Aber dennoch erlebe ich immer wieder Bedienungen, die sich echt Mühe geben, auch wenn sie es oftmals (an Nachbartischen etc) mit Arschlöchern zu tun haben...
    Sicher, man muss Profi sein.........aber bei den Hungerlöhnen, wundern mich das dann schon und man könnte seinen Hut ziehen.

    Dennoch war das früher irgendwie anders...
    Wenn man sagte "ist zu salzig, das habe ich nicht bestellt", dann wurde umgehend das Richtige gebracht, kein murren oder zicken....
    Es wurde sich im Namen des Kochs entschuldigt..
    Heute muss man ja das Gefühl haben, der Koch sabbert noch mal extra ins Essen.

  6. #5
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Ich esse auch keinen Käse. Was man sich manchmal anhören soll (ich höre ja aber nach dem ersten Satz nicht mehr zu), ist schon ganz schlimm. Besonders von Leuten, die es einen Dreck angeht und die damit nichts zu tun haben - aber ich schweife ab.

    Auch mir ist schon häufiger vorgekommen, daß ich Dinge extra abbestellt habe und diese trotzdem kamen. Gegessen habe ich nie davon. Gezahlt habe ich diese auch nicht, denn ich hatte es ja auch nicht bestellt. Mehrfach habe ich einfach die Lokalität verlassen. Oder versucht und schwupps wurde ich anständig bedient. Das funktioniert aber bei mir auch nur, wenn ich hungrig bin, lieber gehe ich ganz.

    Ein toller Fall war schon des öfteren, daß ich Apfelsaft bestellt habe und stattdessen verwässertes Zeug mit Sprudel bekomme. Ohne, daß ich eine "Schorle" bestellt hätte.
    Eine Thekentussi (die war echt mehrfach nicht ganz sauber) wollte das zum Anlass nehmen, ordentlich lauten Streit anzufangen. Ohren zu und weg.

    Was sich unbeteiligte ohnehin oft einmischen, geht mir gewaltig gegen den Strich. Wenn ich z.B. nach dem Essen einen (jedweden alkoholischen) Digestif ablehne, da ich keinen Alkohol trinke, stelle ich schon automatisch die Ohren auf Durchzug, weil ohnehin von irgend einer unqualifizierten Seite Dünnpfiff zu erwarten ist.

  7. #6
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    M. E. liegt das am Verschwinden der "alten Schule" und der Entwertung der Jobs in diesen Dienstleistungssektoren. Es sind Aushilfsjobs, da bedient nicht mehr die Wirtsfrau oder die Tochter der Chefin in einem seit jahrzehnten etablierten Familienbetrieb. Irgendeine Person, die ein paar Euro nebenbei braucht und im Studium nach höherem strebt, macht ohne Bezug zum Betrieb und zum Kunden einen Job und der besteht daraus Essen von A nach B zu schaffen. Danach ist Feierabend, ob der Kunde wirklich zufriedengestellt wurde und wiederkommt ist der Aushilfe nicht ganz so wichtig. Trinkgeld gibts eh für den Ausschnitt.... so offenbar jedenfalls oft die Idee.
    Ja, die Ironie ist die, dass heutzutage immer von "Dienstleistungsgesellschaft" und "Serviceorientierung" geredet wird, in Wirklichkeit aber der Service in allen Bereichen deutlich schlechter ist als zu den Zeiten, in denen es diese Schlagwörter noch gar nicht gab. Siehe auch: Callcenter-Falschauskünfte, Bahnhöfe ohne Personal, Kaufhäuser ohne Personal ect.

    Die schnöde Wirklichkeit ist, dass wirtschaftlicher Wettbewerb heute eben nicht primär über die Qualität - schon gar nicht über weiche Qualitätsmerkmale wie Service - stattfindet, sondern über den Preis. Auch in großen, alten Traditionsunternehmen wird der Kunde heute am Telefon von mal eben dahin gesetzten 'Call-Center-Agents' abgewimmelt, auch in renommierten Restaurants wird der Gast heute von ständig wechselnden Aushilfskräften bedient, die nebenbei noch studieren oder andere Jobs haben. Service darf eben nicht mehr als 8, max. 10 € pro Arbeitsstunde kosten.

  8. #7
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Ja, die Ironie ist die, dass heutzutage immer von "Dienstleistungsgesellschaft" und "Serviceorientierung" geredet wird, in Wirklichkeit aber der Service in allen Bereichen deutlich schlechter ist als zu den Zeiten, in denen es diese Schlagwörter noch gar nicht gab. Siehe auch: Callcenter-Falschauskünfte, Bahnhöfe ohne Personal, Kaufhäuser ohne Personal ect.
    Richtig.... und immer öfter wird man für den "Service" extra zur Kasse gebeten. Es ist noch nicht die Regel, aber ich habe es z. B. nun auch in Restaurants und anderen Orten wo man es nicht erwartet (z. B. Kino) erlebt, dass man für den Gang zum WC extra zahlen darf. Andernorts schränkt man wiederum plötzlich den Service ein und nimmt keine Tisch-Reservierungen < 4 Personen mehr an. Wie man so an Stammgäste kommen will ist mir ein Rätsel, die kommen ja selten in Gruppenstärke wieder.
    ´
    Zitat Zitat von lastninja Beitrag anzeigen
    Und damit liegst du goldrichtig...
    Ich beobachte diese Phänomen auch schon seit Jahren.
    In der Tat, es sind oftmals Aushilfsjobs und Madame Kellnerin (aber auch die männlich Fraktion kotzt mich tierisch an) denkt, sie wäre die Prinzessin.
    Es gibt verdammt wenig Bedienungskräfte, die ihren Job gerne ausüben. Viele bringen es auch rüber, dass sie ihren Job als das notwendige Übel ansehen.
    Ich kenne -Gott sei Dank- auch Ausnahmen. [...]Und das es oftmals keine Familienbetriebe mehr sind, wird nach zu viel Kritik vielleicht mal die Bedienung ausgetauscht.......besser wird es auch nicht unbedingt...
    Das ist eigentlich auch noch so eine Änderung der Gastrolandschaft: Früher wurden viele Betriebe von Generation zu Generation weitergegeben. Entweder haben die Nachkommen das Lokal übernommen oder ein Kellner oder Koch hat sich über lange Zeit hochgearbeitet und irgendwann eine eigene Gaststätte übernommen, vielleicht klein angefangen und dann expandiert.

    Heute gibt es anscheinend viele Aussteigertypen, die mit 40 als völlig Fachfremde an etwas Geld gekommen sind (erarbeitet, geerbt etc.) und es ne gute Idee finden mal ein Lokal aufzumachen. Dann kaufen oder mieten sie sich irgendeinen Laden, richten den vielleicht noch schick ein, casten ein paar Miezen nach Optik und ordern von der Zeitarbeitsfirma ihres Vertrauens irgendeinen Küchenhorst, der mit auftauen und warm machen vertraut ist. Das wars..... Die spielen Gastronom und haben die ganz hochfliegenden Träume. Leider wird das wohl zunehmend die Regel, neben der Ausbreitung der ganzen Ketten. Aber ich erwische mich dabei, wie ich da immer öfter hingehe. Bei Maredo, Block House & Co. weiss man zumindest, dass man einen gewissen Mindeststandard bekommt und wird nicht völlig enttäuscht. Gerade in fremden Städten greift man so nicht ins Klo.

    Aber gerade in kleinen Städten gibts ein Glück noch alteingesessene Restaurants wo man bedenkenlos hingehen kann, ansonsten machen die meistens recht bald wieder zu.

  9. #8
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von lastninja Beitrag anzeigen
    Es gibt verdammt wenig Bedienungskräfte, die ihren Job gerne ausüben. Viele bringen es auch rüber, dass sie ihren Job als das notwendige Übel ansehen.
    Ja nun, genau das ist ein solcher Job auch!

    Wir reden hier über hektische und schlechtbezahlte Jobs, die zusätzlich zu einem anderen Job oder einem Studium laufen und die i.d.R. mit keinerlei Aufstiegsperspektive verbunden sind. Sowas macht niemand freiwillig.

  10. #9
    Benutzerbild von lastninja

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Ach wenn das so ist, dann kann ich meinen Job ja auch so lustlos ausüben, weil die Aufstiegsperspektiven genauso mau sind....und hektisch isses auch immer...und nur unzufriedene Kunden, die mir jeden Tag meinen Job erklären und alles besser wissen.
    Und mit Familie ist das Einkommen die oft zitierte geregelte Armut...


    So sehe ich das nicht...
    Natürlich machen die das freiweilig.....wer zwingt sie denn?
    Sie sich selbst, weil sie diesen unterbezahlten Job machen müssen? Soll ich die jetzt noch bemitleiden? Nee, oder?
    Andere schaffen das doch auch normal, trotz Hektik, Studiumstress, Kinder und noch die eigenen Geschwister morgens zur Schule bringen aber vorher noch den 20 km langen Schulweg vom Schnee räumen...

    Nee...das ist doch keine Entschuldigung, weil sie als "Aushilfe" keine Perspektive haben. Die Aushilfen (Studierte or what ever) wollen/möchten sich ein Zubrot verdienen......
    Hat nie einer gesagt, dass Arbeit ein Ponyhof ist. Schon gar nicht in der Gastronomie, obwohl es dort genug Tage gibt, wo man sich dort die Eier schaukeln kann, sofern man welche hat.

    Und selbst die Angestellten........hallo, freie Berufswahl....
    Früher hat man gesagt, wenn es dir nicht passt, dann kündige doch (musste ich mir auch damals anhören).
    Na ja....vielleicht waren wir damals nicht solche verwöhnten Weicheier...
    Wenn ich Frust hatte, dann hab ich es nicht an den Kunden weitergegeben....
    Sandsack oder mal ne Runde joggen bewirkt Wunder.....

  11. #10
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von lastninja Beitrag anzeigen
    Natürlich machen die das freiweilig.....wer zwingt sie denn?
    Der Markt.

    Soll ich die jetzt noch bemitleiden?
    Ja.

    Früher hat man gesagt, wenn es dir nicht passt, dann kündige doch (musste ich mir auch damals anhören).
    Na ja....vielleicht waren wir damals nicht solche verwöhnten Weicheier...
    Und damals in Ostpreußen bekamen die Knechte auch manchmal vom Gutsherrn was mit der Knute, hat noch nie geschadet usw.

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