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Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

Erstellt von waschbaer, 10.05.2011, 21:03 Uhr · 20 Antworten · 3.091 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Wir reden hier über hektische und schlechtbezahlte Jobs, die zusätzlich zu einem anderen Job oder einem Studium laufen und die i.d.R. mit keinerlei Aufstiegsperspektive verbunden sind. Sowas macht niemand freiwillig.
    Ich kann den Grundgedanken zwar nachvollziehen, denke aber wir gehen (fast) alle arbeiten weil wir das Geld brauchen und nicht weil uns nichts besseres einfallen würde. Insofern werden wir auch (fast) alle mit Geld gezwungen. Die mäßige Freiwilligkeit, in einem Land das auf Erwerbstätigkeit aufgebaut ist, kann also nicht als Rechtfertigung herhalten andere Menschen schlecht zu behandeln. Auch Hektik muss man beherrschen, sonst hat man in so einem Job einfach nichts verloren.

    Die schlechte Bezahlung liegt, im Gegensatz zu anderen Branchen, nicht in erster Linie am Kunden, ist er doch sogar in den meisten Fällen bereit guten Service, zu den zumeist recht anständigen Preisen, über ein angemessenes Trinkgeld zusätzlich zu honorieren. Adressat für evtl. Unmut bezgl. der Bezahlung ist also in erster Linie der Chef/Arbeitgeber, der lieber sein szeniges Protz-Cabrio bezahlt als die Mitarbeiter.

    Wenn sich der evtl. mit schlechtem Feedback verbundene Gang zum Chef nicht lohnt, weil man den Job eben neben dem Studium sowieso nur nebenbei macht, dann kann man für die Zeit dieses Nebenerwerbs auch mal die Zähne zusammenbeissen und die Kundschaft ordentlich behandeln. Die einzigen Kunden die in gewissem Maße Unfreundlichkeit verdient haben sind die, die ihrerseits unmögliches Verhalten an den Tag legen und glauben sich alles erlauben zu können. Wenn sich dann allerdings das Gehalt der Branche langfristig weiter nach unten bewegt, dann genau deswegen weil sich immer noch eine Arbeitskraft findet, die sich noch billiger verkauft und sittenwidrige Löhne akzeptiert. Ganz unschuldig sind die Betroffenen daran nicht, denn auch sich zu organisieren und für Mindestlöhne einzusetzen ist den in der Branche tätigen offenbar weitgehend fremd. Das könnte bedeuten, dass die Lage der Beschäftigten gar nicht so schlecht ist wie angenommen, d. h. der Leidensdruck ist offenbar noch nicht hoch genug um wirksam dagegen aktiv zu werden.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Die mäßige Freiwilligkeit, in einem Land das auf Erwerbstätigkeit aufgebaut ist, kann also nicht als Rechtfertigung herhalten andere Menschen schlecht zu behandeln. Auch Hektik muss man beherrschen, sonst hat man in so einem Job einfach nichts verloren.
    Die Wahrheit ist wohl eine ganz simple: Es gibt bei weitem nicht so viele Menschen, die für den angemessenen und stressresistenten Umgang mit anderen Zeitgenossen geschaffen sind, wie es eine Dienstleistungsgesellschaft erfordert. Dazu braucht es u. a. ein gewisses Maß an Empathie, und daran mangelt es nach meiner alltäglichen Erfahrung leider zuhauf. Das geht schon mit dem Lehrpersonal in der Schule los: Fachwissen ist das eine, Sozialkompetenz was ganz anderes. Schon zu meiner Schulzeit waren die Lehrer, die vom Charakter her für diesen Job geeignet sind, in der Minderheit. Und den ebenso simplen Umstand, dass es eben Jobs gibt, für die man schlichtweg geboren sein muss, wollen viele ja auch nicht wahrhaben und bilden sich ein, man könne alles erlernen. Nein, kann man nicht.

    Abgesehen davon ärgere ich mich schon seit zig Jahren über das, was auch die Hauptfigur meiner Lieblingsserie in einer der ersten Folgen seiner Tochter andeutet: "Geh heute mal los und versuch einen zu finden, der noch weiß, wie man eine Badewanne anständig verfugt."

    Das ist natürlich etwas überspitzt - aber wenn ich sehe, dass man sich über enttarnte Blender à la Guttenberg echauffiert, muss ich entgegenhalten: Das findet man in allen Teilen der Gesellschaft, auch in der Arbeitswelt des Normalbürgers - egal, ob Verwaltungsangestellte, Blödmarkt-Verkäufer oder eben Kellner.

  4. #13
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    @Maxe

    Hallo Leidensgenosse. Dann kennst du ja die ganzen dummen Sprüche, wie: "Oh, du weißt ja gar nicht was gut ist" oder "So was Blödes".

    Seltsam, wenn man Vegetarier ist und kein Fleisch ist, dann wird das weitestgehend akzeptiert. Wenn man hingegen keinen Käse isst, stößt man weitestgehend auf Unverständnis und ständig haben manche Leute das Gefühl, einen missionieren zu müssen, weil ich ja ihres Erachtens angeblich den besten Geschmack der Welt verpasse.

    Gestern Abend habe ich meinem Unmut über das Restaurant noch in einem E-Mail an den Restaurantmanager Kund getan und habe sachlich geschildert, dass es mich stört, wenn eine Zusage, die mir gegeben wurde, nicht eingehalten wurde. Bin ja mal gespannt, ob ich je eine Rückantwort erhalten werde. Und falls ja, was für eine.

    @PM

    Volle Zustimmung, dass die "alte Schule" dadurch verloren geht, weil es eben nur noch "Jobs" und keine "Berufe" mehr sind. Die Studentin, die sich mir als Gast häufig nur als Teller tragende Minirockmieze mit Tittenblick präsentiert hat leider nur in den seltensten Fällen eine große Identifikation mit dem Geschäft, in dem sie arbeitet.

    Sehr nervig finde ich es auch, dass wenn etwas mal nicht passt (man fragt zum Beispiel höflich nach, wie lange es noch dauert bis das Essen kommt oder ob es sein kann, dass mein Getränk vergessen wurde, weil ich schon 30 Minuten auf mein Weizen warte), dann kommt sofort als Entschuldigung, dass sie ja eigentlich Lehramtsstudentin ist und eigentlich hier nur jobbt. Ehrlich, das ist mir im Moment relativ egal, denn im Moment sehe ich in ihr keine Studentin, sondern die Frau, die mir hoffentlich bald das von mir gewünschte Getränk bringt. Wenn sie dabei auch noch freundlich ist und irgendetwas wie "Zum Wohl" sagt, dann gibt es danach auch gerne ein Trinkgeld.

    @lastninja

    Ja, ich gebe mittlerweile auch nicht mehr automatisch ein Trinkgeld, sondern wirklich nur noch, wenn ich mit dem Service / den Speisen zufrieden war. Als ich kürzlich in einem Augsburger Steakhaus war und ein Steak mit einer Ofenkartoffel bestellte (und stattdessen Pommes als Beilage bekam), habe ich die Bedienung drauf hingewiesen und diese entschuldigte sich höflich und brachte nach wenigen Minuten das gewünschte. Die Pommes konnte ich übrigens auch behalten. Das fand ich klasse und ich bekam sogar zum "Nachtisch" einen Espresso auf Kosten des Hauses. Das war wirklich guter Service.


    @Luftgitarre

    Wenn ich aber oft überfordert bin und eben ungern Kundenkontakt habe, weil es da auch mal Beschwerden geben kann, dann darf ich auch als Student nicht in einem solchen Job arbeiten. Da gibt es genug andere Jobs, in denen ich keinen Kundenkontakt habe und dann evtl. auch mehr verdiene.

  5. #14
    Benutzerbild von Laschek

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    Seltsam, wenn man Vegetarier ist und kein Fleisch ist, dann wird das weitestgehend akzeptiert.
    Akzeptiert ja, aber die dummen Sprüche muss man sich oft genug trotzdem anhören. Ich hab im Laufe der Zeit so den Eindruck gewonnen dass das bei manchen Leuten eine Reaktion ist auf eine fast schon panische Fleischesverlust-Angst die sie gegenüber einem Vegetarier überfällt
    So wie viele (vor allem Männer) schon fast panisch reagieren wenn es um Homo5exualität geht und sie befürchten es könnte den geringsten Anlass geben man könnte sie für "andersrum" halten.
    Will sagen, die Fleischfresser fürchten die Veggies mehr als umgekehrt
    (Und ja, ich bin Vegetarier, aber nicht schwul, das möchte ich noch betonen )

    Ich denke auch dass sich die Gesellschaft mittlerweile eher an Vegetarier gewöhnt hat, Menschen die keinen Käse essen scheinen mir dagegen recht selten, ich persönlich hab bisher einen einzigen kennengelernt. Vielleicht reagieren die Leute deswegen so.

    Zum Service: ich weiss nicht recht, schlechten Service gab es mit Sicherheit früher auch schon zuhauf, eventuell ist man heute schlicht etwas sensibilisierter weil einen überall die Werbung von tollem Service, Kundennähe, Prima da, und Prima dort volltönt. Ist vielleicht die Erwartungshaltung etwas zu hoch?
    Keine Ahnung, Beispiele von schlechtem Service hätte ich jedenfalls zuhauf, sei es der PC-Techniker der sich weigert die Garantie(!)reparatur vorzunehmen nachdem ich von der Arbeit zuhause bin weil er ja dann Überstunden machen müsste, der Baumarktmitarbeiter der Kunden anpflaumt die sich erdreisten ihn anzusprechen während er Regale auffüllt, Monteure die unnötige aber sauteure Wartungsverträge ausführen und Dreck und Unordnung hinterlassen, PC Händler die zweimal hintereinander die falsche Ware versenden weil sie ja nicht auch noch nachkontrollieren können wo sie doch schliesslich alleine sind, Reifenhändler die einem PKW Reifen verkaufen obwohl man welche mit LKW Spezifikation braucht (und man als Laie den Unterschied nicht kennt), Kneipen die einem Bananenweizen verkaufen dass zu 99% aus B-Saft besteht (), etc.pp.
    Beschweren hat oft genug auch keinen Sinn, speziell bei großen Firmen landet man bei i-welchen Pappnasen im Callcenter, man kommt ja gar nicht erst an die relevanten Personen ran.
    Ich schwanke da immer so zwischen und .

    Und mal ganz ehrlich, nicht nur kellnernden Studenten (oder soll ich korrekter "Studierenden" schreiben ) geht ihr Job doch am ***** (EDIT wow, das Forum hat Autozensur, da stand A R S C H ) vorbei, ich sehs z.B. jeden Tag auf der Arbeit ("was soll ich denn noch alles machen", "nicht meine Aufgabe"). Oh Mann.

  6. #15
    Benutzerbild von chris74

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Wenn sich dann allerdings das Gehalt der Branche langfristig weiter nach unten bewegt, dann genau deswegen weil sich immer noch eine Arbeitskraft findet, die sich noch billiger verkauft und sittenwidrige Löhne akzeptiert. Ganz unschuldig sind die Betroffenen daran nicht, denn auch sich zu organisieren und für Mindestlöhne einzusetzen ist den in der Branche tätigen offenbar weitgehend fremd. Das könnte bedeuten, dass die Lage der Beschäftigten gar nicht so schlecht ist wie angenommen, d. h. der Leidensdruck ist offenbar noch nicht hoch genug um wirksam dagegen aktiv zu werden.
    Ich glaube, der Leidensdruck ist bei vielen durchaus sehr hoch. Die Angst, das bischen Job, welches man hat, noch verlieren zu können, noch viel größer. Bei Schlecker ist es z. B. Gang und Gäbe, alle Mitarbeiter, die einen Betriebsrat gründen wollen, sofort zu entlassen. Und zwar mit allen haarsträubenden Mitteln. Auch Netto hat sich gewehrt. Allerdings vergebens. Es wurden doch Betriebsräte gegründet. Es hat diese Mitarbeiter aber einiges an Nerven gekostet. Das stehen halt viele nicht durch. Auch bei Air Berlin solltest Du das Wort Betriebsrat lieber nicht in den Mund nehmen. Ich will damit sagen, daß das mit dem "sich zur Wehr setzen" in Serviceberufen durchaus nicht immer so einfach ist, wie Du das schilderst. Leider wird arbeitgeberseitig gerne mit Angst als Drohmittel gearbeitet, und das fruchtet halt in den allermeisten Fällen ziemlich schnell und gut.

    Insgesamt sehe ich es schon so, daß wir zwar servicemäßig in Deutschland besser dastehen als noch vor ca. 10 oder 20 Jahren, jedoch noch nicht da angelangt sind, wo wir hinwollen. Das liegt einerseits daran, daß viele gar nicht bereit sind, mehr für Dienstleistung bzw. Produkte zu bezahlen, da ja Geiz so geil ist. Sehr stark allerdings auch daran, daß Arbeitgeber halt lieber eine billige Arbeitskraft einstellen, die zwar nicht alles kann, dafür aber wenig kostet. Und es kam ja erst wieder in den Nachrichten, daß die Löhne gemessen an der Inflation im letzten Jahrzehnt gesunken sind. Dann haben wir mittlerweile auch das Problem, daß viele einfach zu wenig Geld haben, folglich nur noch dort einkaufen, wo's am billigsten ist, und damit die Lohn-und-Qualitäts-Abwärtsspirale weiter verstärken. Ich habe selbst einen Serviceberuf (den ich übrigens sehr gerne ausübe), aber dies setzt halt einiges voraus: innere Motivation (die muß man schon selbst mitbringen! Daran hapert es leider sehr oft!), faire Bezahlung, Schulungen (die kosten den Arbeitgeber halt nunmal Geld) und Kundschaft, die es über den Preis auch zu würdigen weiß.

  7. #16
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen

    Die schlechte Bezahlung liegt, im Gegensatz zu anderen Branchen, nicht in erster Linie am Kunden, ist er doch sogar in den meisten Fällen bereit guten Service, zu den zumeist recht anständigen Preisen, über ein angemessenes Trinkgeld zusätzlich zu honorieren. Adressat für evtl. Unmut bezgl. der Bezahlung ist also in erster Linie der Chef/Arbeitgeber, der lieber sein szeniges Protz-Cabrio bezahlt als die Mitarbeiter.
    Das ist richtig. Aber soweit denken die meisten nicht. In diesen kleinen Dienstleistungsbetrieben (Restaurants, Callcenter, Pizza-Service ect.) ist der Chef i. d. R. allmächtig, seine Vorgaben betr. Lohn und Arbeitsdichte eine unhinterfragbare Naturgegebenheit. Vordergründig sind es daher die "die nervigen Kunden", die den Stress verursachen - und nicht der Chef, der seinen Laden mit zu wenig und ungeschultem Personal führt.

  8. #17
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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Nebenbei gesagt: In Serviceberufen hat man es i.d.R. doch nicht Unhöflichkeit zu tun, denn die meisten dortigen Angestellten haben gar nicht den Mut ihre Verärgerung offen zu zeigen. Das Problem dort ist eher Inkompetenz: dass Dinge vergessen oder vertüttelt werden oder dass falsche Auskünfte gegeben werden oder dass Angestellte nicht wissen, was sie in bestimmten Situationen machen sollen.

    Die Unhöflichkeit i. e. S. ist eher auf Behörden und in den öffentlichen Verkehrsbetrieben zuhause, also da wo die Angestellten schwer kündbar sind und die 'Kunden' keine Wahl haben.

  9. #18
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Die Unhöflichkeit i. e. S. ist eher auf Behörden und in den öffentlichen Verkehrsbetrieben zuhause, also da wo die Angestellten schwer kündbar sind und die 'Kunden' keine Wahl haben.
    Unhöflichkeit bzw. mangelnde Empathie findet sich in allen Berufsfeldern, das ist keine Besonderheit von Behörden oder monopolistischen Einrichtungen. Für den Umgang mit Kunden sind nun mal wesentlich weniger Menschen geschaffen, als von einer Medien- und Dienstleistungsgesellschaft benötigt werden. Es wird zwar versucht, dem mit antrainierten Verhaltensweisen entgegenzuwirken, aber das kann echte Herzlichkeit nicht ersetzen. Man denke an die roboterhaft runtergedudelten Höflichkeitsfloskeln mancher ALDI-Kassiererinnen - ich kann auf diese unehrliche Freundlichkeit nach US-Muster jedenfalls gut verzichten.

  10. #19
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Man denke an die roboterhaft runtergedudelten Höflichkeitsfloskeln mancher ALDI-Kassiererinnen - ich kann auf diese unehrliche Freundlichkeit nach US-Muster jedenfalls gut verzichten.
    Zumindest über derlei kann man bei den Busfahrern der Hamburger Verkehrsbetriebe nicht klagen. "Nä! Aufn 20er kann ich nicht rausgeben" ... "Nö! Keine Ahnung welche Linie Sie da nehmen müssen" ... im Winter sollen ja auch schon wartende Fahrgäste vor dem parkenden Bus, dessen Fahrer noch Brötchenpause hatte, erfrohren sein ...

    Wenn ich diese miesmutig dreinschauenden, eher knurrenden als sprechenden Gestalten hinter dem Lenkrad sehe, ertappe ich mich mal bei dem Gedanken, das ein ganz kleines bißchen neoliberale Hire&Fire-Drohung da vielleicht doch nicht verkehrt wäre. *g*

  11. #20
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Ärger im Restaurant - Wie reagieren?

    Also die Berliner Busfahrer sind da eigentlich eher humorvoll und ich kann es keinem von ihnen verdenken, wenn er nach der 1574. Bitte, doch den Bereich vor der Ausstiegstür freizumachen, damit er diese schließen kann, irgendwann losbollert. Klar, Muffköppe gibt es unter ihnen auch, aber ich bin gottseidank noch nicht oft an solche geraten. Dabei ist der Berliner ja als der Muffkopp schlechthin verschrien. Oft denke ich auch, es wird so aus dem Wald rausgeschrien, wie reingeschrien wird.

    OK, das war jetzt offtopic. Zu dem Restaurantthema kann ich nicht groß was beitragen, nur dass es absolut berechtigt ist, sich zu beschweren, wenn man ein Essen nicht so bekommt, wie man es bestellt hat. Das ist mir bislang selten passiert und wenn, dann nur in deutschen Restaurants, in solchen gehe ich aber sehr selten essen. Der absolute Knaller in diesem Zusammenhang war das Restaurant im Schloss Schwerin. Dort hatten wir mal ein Kollegentreffen und da es ziemlich teuer war, bestellten fünf von uns einen so genannten Sommersalat mit Entenbrust, Früchten und Himbeer-Vinaigrette. Es kamen fünf Sommersalate, die alle unterschiedlich aussahen und auch unterschiedlich groß waren (ich hatte natürlich den kleinsten erwischt). Unter einem riesigen Salatblatt versteckt einige dünne Scheibchen Entenbrust, der eine Teller hatte viele Früchte einer Sorte, von dem der andere kaum was hatte und die Himbeer-Vinaigrette fehlte gänzlich. Auf Nachfrage wurden Essig und Öl auf den Tisch gestellt. Auf weitere Nachfrage irgendwas zusammengemixt, was noch nicht mal rosa aussah. Und das Ganze für 10 Euro! Dafür bekomme ich normalerweise beim Inder eine komplette reichhaltige Mahlzeit mitsamt Getränk. Wir hingegen waren nach dem Essen hungriger als vorher. Der Organisator des Treffens, der damals in Schwerin wohnte, ist dann nochmal zurückgegangen in das Schlossrestaurant, um sich zu beschweren und wie er berichtete, ist man ihm da sehr arrogant gekommen von wegen, tja, da haben Sie Pech gehabt, das kann man jetzt auch nicht mehr ändern. Entschuldigung, Entschädigung, Gelöbnis der Besserung? Ach wo! Und dieses Schlossrestaurant ist eher nichts, wo die Studenten jobben, das ist schon alleine wegen seiner Lage prestigeträchtig (und wie gesagt entsprechend teuer), also erwartet man, dass anständig gearbeitet wird. Die Servierdamen waren auch alle schon aus dem Studentenalter raus. Ebenfalls in Schwerin, wollte ich mir vor der Rückfahrt in einer Pizzeria (deutsch geführt) noch eine kleine Pizza besorgen. Es dauerte über eine Stunde, bis die die Minipizza gebacken bekamen (im wahrsten Sinne des Wortes diesmal), am liebsten wäre ich in die Küche gegangen und hätte mir meine Pizza selber gebacken. Nein, der Laden war nicht proppevoll, überhaupt nicht. Bei sowas werde ich sauer. Und ja, wenn ich ein Essen ausdrücklich ohne irgendwas bestelle, werde ich auch sauer, wenn es "mit" geliefert wird, dann fühle ich mich nicht ernst genommen. Waschbär, deine Abneigung gegen Käse kann ich nachvollziehen, ich esse auch nur einige wenige Käsesorten, vor anderen schüttelt es mich ganz gewaltig. Mit Käse Bestreutes oder Überbackenes mag ich aber ganz gerne, dazu verwendet man ja keinen Feta oder Schimmelkäse oder Camembert *ih*

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