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Altmodische Ansichten ???!!!

Erstellt von synth66, 12.08.2003, 13:04 Uhr · 86 Antworten · 4.048 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Feenwelt

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    @ synth66: Ich glaube, daß Du tatsächlich bei vielen Leuten recht hast: Manche wissen nicht mehr, wie bestimmte Wörter geschrieben werden. Bei einigen kann ich das vertragen, bei anderen nicht. Was auch die obigen Anmerkungen beweisen: Jeder hat andere Dinge, auf die er achtet. (Ich hasse zum Beispiel, wenn "voraus" mit 2 "r" geschrieben wird, also sowas wie "vorrausgesetzt".)
    Und zum Thema Sprachentwicklung: Ich maile ab und zu mit einem Forumsmitglied, der in meinen Augen HipHop-Slang schreibt: "Yo, man". Das finde ich zwar nicht schön, macht ihn aber authentisch - und damit wird es interessant, mit ihm zu mailen. Egal, ich schwafele gerade. Eigentlich hab ich alles zum Thema gesagt.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von falkenberg

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    Wenn "net" statt "nicht" geschrieben wird, hat das nichts mit sprachlicher Weiterentwicklung zu tun. Derartige Fragmente süddeutscher Dialekte finde ich eher ärgerlich. Berliner Dialekt geht ja noch (das ist wenigstens Hochdeutsch im weitesten Sinne), aber wenn hier süddeutsche Dialekte eingeführt werden, dann kommt der nächste mit Plattdeutsch, und dann hörts wirklich auf.

    Wesentlich ärgerlicher finde ich aber, dass sich manche offensichtlich nicht mal die Mühe machen, sich durchzulesen, was sie geschrieben haben. Wenn in jedem zweiten Wort ein Tippfehler ist oder die Satzzeichen rein willkürlich oder gar nicht gesetzt werden, wird das Lesen doch sehr erschwert.

  4. #13
    Benutzerbild von Feenwelt

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    Also, das, mit ! den Satz;zeichen hätte? auch mir. passierenkönnen.

    Und jeder mag halt (bayerisch für "eben") den einen Dialekt lieber (Ick find berlinern doof, wa?) als den anderen.
    Und ob plattdeutsch wirklich die Höhe ist, würde ich auch bestreiten wollen. Als jemand, der in Hamburg lebt, sehe ich da eher andere Dialekte als schwierig an.
    Ich finde, eine Geschmacksdiskussion führt hier wirklich zu weit.
    Was mich aber wirklich interessieren würde, falkenberg: Wieso hältst Du berlinerisch für "Hochdeutsch im weitesten Sinne", jedoch bayerisch oder andere Dialekte nicht? Ich kann nur ahnen, daß Du Dich da sprachtheoretisch auf sehr dünnem Eis befindest, lerne aber auch gerne jederzeit dazu.

  5. #14
    Benutzerbild von Bounty

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    ich denk mal, jeder der irgendwie buchstaben verschludert oder ausdrücke nutzt, die nicht überall in .de (hihi auch so eine sache aussem irc*g*) gebräuchlich sind, bedient sich da bei seinem dialekt. trotz 13 jahren berlin schlägt bei mir doch immer wieder der pott (ruhrgebiet) zu.
    ich find, solang man den andern noch versteht, und es nicht nur noch abkürzungen hagelt, isses ok.

    p.s.: ich find berlinern können nur die geborenen berliner wirklich und dann noch die aussm osten am besten. der westen hatte ja jahrzehntelang schon westdeutsche bemischungen

  6. #15
    Benutzerbild von falkenberg

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    Im niederdeutschen Sprachraum, also überall da, wo Plattdeutsch gesprochen wurde, wurde auch im alltäglichen Sprachgebrauch der Dialekt (nämlich Plattdeutsch in seinen vielen Varianten) weitgehend durch Hochdeutsch ersetzt. Dieses wurde dann mehr (z. B. Bochum, Hamburg oder Berlin) oder weniger (z. B. mittleres bis südliches Niedersachsen, aber ohne die Stadt Hannover) abgeschliffen. Es handelt sich dabei also nicht um alte Dialekte wie das Bayrische oder das Sächsische, sondern nur um Varianten des Hochdeutschen. Wenn jemand berlinert, dann ist das im Bemühen um einen Kompromiss im Sinne problemarmer Kommunkation also dem Fall gleichzusetzen, dass ein Bayer oder Schwabe versucht hochdeutsch zu sprechen. Es gibt bezüglich der Dialekte leider eine gewisse Überheblichkeit der Süddeutschen, in dem Sinne, dass das norddeutsche Hochdeutsch (auch das "echte" Hochdeutsch, wie es in Teilen Niedersachsens gesprochen wird) als "norddeutscher Dialekt" den süddeutschen Dialekten gleichgestellt wird.

    Hatte aber nur eine Randbemerkung sein sollen, Dialekte sollten hier nicht unbedingt ein Thema sein. Aber das "net" nervt nun mal.

  7. #16
    Benutzerbild von Babooshka

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    Bounty postete
    p.s.: ich find berlinern können nur die geborenen berliner wirklich und dann noch die aussm osten am besten. der westen hatte ja jahrzehntelang schon westdeutsche bemischungen
    Also icke hab Berlinan von meene Oma jelernt. In West-Berlin. Da is nüscht von wejen Eenfluss aus Wessiland!

    Und det "net" nervt inna Tat janz jewaltich! Wennet man nur die Bayern schreiben würden, dit wär ja OK, aba nee!

  8. #17
    Benutzerbild von Bounty

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    ich find 'nich' auch besser als 'net'

  9. #18
    Benutzerbild von hoodle

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    Was ich jetzt nicht ganz verstehe, stört ihr euch jetzt einzig und allein an dem Wörtchen 'net'? Ich kann mich z.B. nicht daran erinnern ganze Sätze oder gar Postings in badischem Dialekt verfasst zu haben. Eigentlich fallen mir auf Anieb gerade mal drei Wörter ein, die euch die Fussnägel hochrollen könnten.

    net = nicht
    bissel = bißchen
    dran = daran

    Ausserdem möchte ich noch sagen, dass die Frage, welchen Dialekt man symphatischer findet wohl eine reine Geschmacksfrage ist. Und ich finde, dass ein Dialekt keine Verrohung der deutschen Sprache, sondern die Pflege der regionalen Kultur und des regionalen Sprachgebrauchs ist. Was meinst ihr, wieiviel Mundartdichter euch auf's Dach steigen, wenn sie das von der Verrohung der deutschen Sprache lesen.

    Ich finde es viel unangenehmer, wenn ganze Postings nur in Kleinschreibung oder ohne Satzzeichen verfasst werden. Diese Art der Schreibweise finde ich aus Gründen der schlechten Lesbarkeit wirklich als kritisierbar. Aber das simple Wörtchen 'net'?!?!? Oder habt ihr noch andere Beispiele? Vielleicht ist mir das auch gar nicht (!) bewusst.

    Edit: Beim nochmaligen Durcharbeiten dieses Threads fiel mir noch ein, dass ich nicht erwähnt habe, dass mir das Wort 'nicht' sehr wohl bekannt ist.

  10. #19
    Benutzerbild von
    @ synth66

    "wenn ich mich im Internet bewege und vor allem in Foren lese, fällt mir immer wieder auf, dass die deutsche Sprache manchmal sehr "freihändig" gehandhabt wird. Mein Unmut richtet sich dabei weniger gegen inzwischen wohl eingebürgerte Abkürzungen wie z. B. cu oder mfg oder den Gebrauch von Emoticons. Vielmehr wundere ich mich darüber, dass vor allem umgangssprachliche Elemente Einzug in die geschriebene Sprache halten."

    Ich bin jetzt fast schon 8 Jahre online. Am Anfang habe ich mich noch häufiger in Chats aufgehalten (das war bevor sie sich auf "Hallo?", "m/f check", "Wie alt seid ihr?", "Fiiiiickööööön" reduzierten ;o). Kurze Zeit später war eigentlich immer ein Instant Messenger auf, wenn ich online war. Da es eine Art schriftliches Telefonat darstellt, gewöhnt man sich schonmal einen umgangssprachlichen Slang an. "Heute abend bestell' ick mir glaubich noch ne' Pizza und dann hau' ick mich vorn Fernsehn" - teilweise auch absichtlich etwas ins "assige" runtergezogen. Am Telefon bedient man sich auch verschiedener Tonlagen, verschiedener Dialektmittel etc. um einen bestimmten Satz in einer besonderen Form rüberzubringen (ich mache das jedenfalls gerne ;o). Sei es besonders gewählt, sei es besonders platt, sei es besonders dumm, sei es besonders cool... Wenn ich am Telefon einen auf Berliner mache, um meiner Verärgerung über etwas eine humorige Einlage zu geben, sage ich "Ick glob ick spinne, eh, wat soll n' ditte?". Warum sollte ich das "online" nicht tun und stattdessen ein trockenes "Ich glaube ich spinne, was soll das denn?" rüberreichen - das kommt gleich drei Nummern härter rüber als gewollt.

    "Was soll das ? Lernt man das heute so ? Ist das schick und nur irgendwie an mir vorbeigegangen ?"

    Bitte fühle Dir jetzt nicht auf die Füße getreten. Aber es gibt Foren im Netz, in denen würdest Du Leute treffen, denen Du die Fußnägel hochrollen würdest, denn Du "plenkst"! Plenken (vom englischen "blank") heisst u. a., ein Leerzeichen vor ein Satzzeichen zu setzen. Was soll das denn? Lernt man das heute so? ;o) Es schreibt eben jeder gerne, wie er es gewohnt ist (und von mir aus, kannst Du plenken so viel Du magst! ;o).

    @ D-Joy

    "ich muss mich dann auch immer wieder wundern, dass es Leute gibt, die dutzenden Fehler in ihre Posting s hauen, und dabei noch klug rüberkommen wollen. In meinen Augen beißt sich das zwar etwas, aber was solls."


    Ich habe schon Leute kennen gelernt, die waren unheimlich klug (was auf jeden Fall besser ist, als heimlich schlau zu sein ;o), schrieben aber ein richtig grottiges Deutsch. Nicht nur, dass sie wirklich alles falsch schrieben was man falsch schreiben kann, man erhielt auch den Eindruck, den Text eines Kindes zu lesen. Trotzdem waren das unglaubliche Mathematik-Genies. Von daher beisst es sich in meinen Augen nicht. Es gibt sogar ein paar Zeitgenossen, die sind "verbal", die Eloquenz in Person. Schriftlich bringen sie aber nichts gleichwertiges zu Stande.

    Ich selbst habe das Problem, dass ich in meinem früheren Job jahrelang nichts großartiges schreiben musste (abgesehen von ein paar Post-It Notes "lalala hat angerufen und den üblichen Besprechungsnotizen). Du werkelst jahrelang in der IT vor Dich hin und kannst n' tolles C++ Programm schreiben. Aber wie das jetzt mit der ganzen "tollen" deutschen Grammatik nochmal war, fällt Dir nicht mehr so recht ein, wenn Du dann doch wiedermal was größeres schreiben sollst.

    Wenn man nicht gerade der Grammatik-Gott ist, der automatisch alles richtig schreibt, hat man in einem Forum auch gar nicht den Drang und den Nerv, jegliche fragliche Satzkonstruktion nochmal genau zu prüfen. Hier schreibt man nunmal nicht für die Ewigkeit, sondern für den Moment. In ein paar Wochen verschwindet ein Posting immer weiter hinten und interessiert nicht mehr besonders. Man schreibt hier ja kein Buch für alle Zeiten, selbst wenn die Beiträge irgendwo noch vor sich hingammeln. Wenn ich telefoniere, lege ich mir auch nicht jeden Satz 100% korrekt zurecht und korrigiere mich ständig, wenn ein Satz eine unerwartete Wendung nimmt und nicht mehr so 100% zum Anfang passt. Wenn man hingegen eine Präsentation oder Rede hält, bereitet man sich ganz anders darauf vor, was und wie man etwas sagen möchte.

    Meine Meinung dazu........ )

    Dave

  11. #20
    Benutzerbild von midnight_angel

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    @synth66: deine Aussage, das diejenigen, welche das Wort "net" benutzen, einfach oft nicht mehr wissen, das es richtig "nicht" heißen muss, ist an Arroganz und Überheblichkeit kaum zu überbieten. Woher nimmst du dieses scheinbare Wissen???

    @Falkenberg: so, Berliner Dialekt ist hochdeutsch im weitesten Sinne?? Auf welchem Planeten lebst denn du??? Wenn ein Berliner so richtig loslegt, versteht den keiner mehr. Genauso, wenn ein Kölner plötzlich mit "kölsch" beginnt oder ein Niederbayer oder ein Pfälzer oder oder oder....mit seinem Dialekt loslegt. Berlinerisch ist genauso ein Dialekt und bei "starken" Gebrauch genauso wenig hochdeutsch wie jeder andere Dialekt.

    Du schreibt außerdem, daß du es ärgerlich findest, daß viele Satzzeichen nicht gesetzt werden, aus welchem Grund auch immer. Dann empfehle ich dir, lese doch deine Postings mal durch. Ich kann dir mindestens fünf Satzzeichen (in deinem Fall Kommata) nennen, die du "nicht gesetzt" hast. Erstmal den Balken aus dem eigenen Auge ziehen, bevor du auf den Splitter im Auge des anderen deutest.

    Habt ihr eigentlich keine anderen Probleme, wie ein kleines, vollkommen harmloses Wort??

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