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Altmodische Ansichten ???!!!

Erstellt von synth66, 12.08.2003, 13:04 Uhr · 86 Antworten · 4.071 Aufrufe

  1. #31
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Ahlso, getz will ich abber auch ma....

    ich muss gestehen, daß ich auch noch haufenweise Fehler mache. Teilweise, weil die "alte" Schreibweise noch "drin" ist, und andererseits, weil ich manche Änderungen der Rächtschraiprefoam nicht nachvollziehen kann.

    Was mich aber doch immer wieder stört, ist die Tatsache, daß einige Leute an der Feldbusch-Gedenk-Schreibweise festhalten.

    Ich habe mal gelernt, (achtung Beispielsatz ) daß ich an deM Computer sitze der auf deM Schreibtisch steht, deN ich an das Fenster geschoben habe, damit ich mehr Licht habe.

    Oder habe ich da was verpasst, und die haben das "M" auch wegreformiert?

    Dialekte sind eine Sache. Die stören mich nicht. So kann man ja auch zeigen wo man herkommen tut


    Gruss Sonny

  2.  
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  3. #32
    Benutzerbild von synth66

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    Ich weiß, ich weiß, die Nacht war heiß (und die Gemüter anscheinend auch)...

    @midnight_angel
    Du beziehst Dich auf mein Posting 008, in dem ich sinngemäß schrieb, dass ich den Eindruck habe, dass....

    Das hat nichts mit sicherem oder scheinbarem Wissen zu tun, sondern ist einfach eine subjektive Vermutung, bei der ich mich auch täuschen könnte. Was das mit Arroganz und Überheblichkeit zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel.

    Im übrigen reibst Du dann aber auch noch mit markigen Worten falkenberg seine Interpunktionsfehler öffentlich unter die Nase. Auch nicht gerade ein Zeichen von Demut und Bescheidenheit.

    Und dann natürlich das Highlight: "Habt ihr eigentlich keine anderen Probleme, wie ein kleines, vollkommen harmloses Wort??"
    Die Mutter aller Phrasen zum Abtöten jeglicher Diskussion.

    Natürlich haben wir auch andere Probleme. Aber so ein Satz ärgert mich immer maßlos, da er alle, die sich bisher ihre Gedanken (und zwar egal über welches Thema) gemacht haben, von jetzt auf gleich dumm aussehen lässt. Deshalb kann ich das nicht unkommentiert so stehen lassen.

    Nochmal zurück zum eigentlichen Thema:
    Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand seine Beiträge umgangssprachlich verfasst. Im Gegenteil, die Diskussion hier hat ja gezeigt, dass solche Beiträge sehr witzig zu lesen sind und - zumindest bei mir - sympathisch rüberkommen (und zwar unabhängig ob Nord- oder Süddeutsch).

    Ich habe mich eben nur gefragt, warum in ansonsten normalsprachlich verfassten Beiträgen, das Wörtchen "net" (nur als ein Beispiel, das mir dabei eingefallen ist) so hartnäckig verwendet wird.

    Bounty hat ja dazu bereits einen Erklärungsansatz geliefert (IRC, Chat), den ich auch nachvollziehen kann. Aber vielleicht gibt es ja auch noch andere Gründe...

    Im übrigen habe ich das Gefühl, dass die Diskussion hier noch ganz interessante und witzige Wendungen nehmen könnte. Wäre doch schade, wenn man das abwürgen würde, oder ?
    Viele Grüße.

    synth66.

  4. #33
    Benutzerbild von hoodle

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    Mir fällt auf, dass mit zweierlei Mass gemessen wird.

    Zum einen wird das Wort 'net' kritisiert. Dieses Wort ist nicht bayerisch. Es ist im Süden Deutschlands ein allgemein gebräuchliches, umgangssprachliches Wort.

    Andererseits verwendet z.B. Falkenberg das Wort 'drauf' (lt. Duden umgangssprachlich für 'darauf').

    Und jetzt frage ich mich: Wo ist der Unterschied? Wo ist das Problem?

    Es ist auch klar, dass das Wörtchen 'net' nur als Beispiel genannt wurde. Aber wie gesagt, vollständige in Dialekt verfasste Beiträge habe ich weder hier noch anderswo gesehen. Und dieses kleine Wort scheint ja doch einigen Leute sehr stark aufzustossen. Hier eine Zusammenfassung vorheriger Kritik:

    - Das rollt einem die Fussnägel hoch.
    - Das geht mir voll auf den Geist.
    - Der Verfasser weiss nicht wie das richtige Wort heisst.
    - Derartige Fragmente süddeutscher Dialekte finde ich eher ärgerlich.

    Des weiteren schreibt z.B. Falkenberg noch von "einer gewissen Überheblichkeit der Süddeutschen, in dem Sinne, dass das norddeutsche Hochdeutsch (auch das "echte" Hochdeutsch, wie es in Teilen Niedersachsens gesprochen wird) als "norddeutscher Dialekt" den süddeutschen Dialekten gleichgestellt wird."

    Sorry, von einer Überheblichkeit der Süddeutschen habe ich bisher noch nichts festgestellt. Vielmehr empfinde ich die Kritisierung des süddeutschen Dialekts, die eigentlich nur an der Abneigung des Wortes 'net' aufgeknüpft wird, als Überheblichkeit.

    Ich gehe sogar noch weiter. Ich war einmal in Hamburg bei entfernten Bekannten. Diese sind mir während meiner Erzählungen ständig in's Wort gefallen und haben mich korrigiert wie ich mich 'richtig' auszudrücken habe. Dies empfand ich jetzt nicht unbedingt als überheblich, aber doch als sehr unhöflich. Mir würde es nie einfallen,einen anderen zu korrigieren und ihm meine Ausdrucksweise aufzudrängen.

    Edit: Ich muss meinen letzten Absatz korrigieren. Wenn ich so darüber nachdenke, dann empfand ich das doch als überheblich.

  5. #34
    Benutzerbild von Scheul

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    Wir können ja ab morgen in unserem jeweiligen Dialekt schreiben. Und wenn es nur für einen Tag ist

    Mich stört es übrigens net, wenn das Wörtchen "net" oder sonstige umgangssprachliche Wörter benutzt werden. Da gibt es einige Posts (Impi) die ich teilweise von Grund auf nicht verstehe.

  6. #35
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Es lebe die Umgangssprache!

    Das meine ich ganz im Ernst. Denn die Sprache ist für die Sprechenden da, nicht umgekehrt. Die Sprache muß sich an den kommunikativen Bedürfnissen ihrer Benutzer orientieren (und nicht dem Benutzer via Duden vorschreiben, was seine kommunikativen Bedürfnisse zu sein haben). D. h. sie muß sich entwickeln und individuelle oder milieu-mäßige Besonderheiten wiederspiegeln dürfen.

    So war das im Falle der deutschen Sprache auch die allermeiste Zeit, bis um 1800 dann Goethe und die Grimm-Brüder daherkamen und sich die Duden-Sprache ausdachten, die dann im Zuge der Einführung der Schulpflicht und der Reichseinigung allgemeinverbindlich wurde.

    Diese Duden-Sprache ist nur zu zweierlei gut: Erstens dazu, daß der, der sie besser beherrscht, sich bildungs-snobistisch über die anderen mokieren kann. Zweitens kann jedes abweichende Lebensgefühl (das sich ja auch immer einer abweichenden Sprache bedient) in seiner Artikulation gehemmt werden. Die ganzen Jugend- und Subkultur-Dialekte der letzten Jahrzehnte, waren "laut Duden" ja alle "falsch", sogesehen war auch das in diesen Dialekten ausgedrückte Lebensgefühl "falsch".

    Ich jedenfalls lehne es ab, mir über Komma, Bindestrich und Groß&Klein-Schreibung den Kopf zu zerbrechen, und wenn ich finde, daß Wörter wie "cool" oder "abgefahren" passen (und v. a. die duden-deutsche Umschreibung viel zu umständlich wäre) benutze ich diese Wörter.

    Auch die Duden-Sprache ist nur ein Dialekt. Nämlich der der Szene der Deutschlehrer, Bildungsminister und Feuilleton-Schreiber.

  7. #36
    Benutzerbild von midnight_angel

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    @synth66: okay, ich gebe zu, das ich mich ziemlich aufgeregt habe und deshalb "schärfer" formuliert habe, wie eigentlich beabsichtigt. Hier noch einmal das, was ich eigentlich sagen wollte: ich denke, daß es niemandem zusteht, (und jetzt kommts) das Verwenden von umgangssprachlichen Ausdrücken (der Name sagts ja schon, daß ist die Sprache, die im zwischenmenschlichen UMGANG verwendet wird) oder aber Rechtsschreibfehler bzw. Satzbaufehler bwz. Satzzeichenfehler zu kritisieren, weil keiner von uns perfektes Deutsch spricht oder schreibt. Nicht mal ich

    Wer mich kennt, der weiß, das ich niemals auf die Idee käme, jemanden wegen eines bestimmten Ausdruckes (es sei denn, dieser verletzt den guten Geschmack) oder eines sonstigen Fehlers in irgendeiner Art und Weise zu maßregeln. Sorry, aber es kommt für mich halt arrogant rüber, wie ihr das formuliert (das "Nicht-Wissen" der richtigen Schreibweise, die angebliche Überheblichkeit des/der Süddeutschen usw.).

    Und wer ein einziges Wort, das im übrigen von sehr vielen hier gebraucht wird, kritisiert, der muss es auch verkraften können, daß man seine z.B. Rechtsschreibfehler kritisiert. Oder habt nur ihr das Recht auf Kritik??

    Soderle, das war´s, was ich sagen wollte

    Greetz

  8. #37
    Benutzerbild von musicola

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    13.851
    Aus einem Videospieleforum:

    -----------

    in der Folter kammer musst du das schwert in den schlitz beim sarkofak stecken dann füllt sich der raum mit gas dann drehst du die statue in der mitte um 180 grad so lang einfach biss kein gas mehr kommt so dann kommt erst der teil mit dem schwert sorry oder ?? pfffffff lang ists her naja auf jeden fall öffnet sich der sarkofak und du merkst das du das schwert direkt in einen zombie gesteckt hast den erschiest du und da liegt dann die piano rolle drin wenn du die jetz im casino im piano einsetzt kriegste auch son item was war das nochmal ich glaub eh ne ameise und das rätsel im zimmer ist garnicht so schwer lies dir den block mit rechts links und so durch dreh an der uhr merk dir die zahlen und gib sie am pc ein dann schiebt sich der kasten zur seite und dann springt nochn bandersnatch durch die grosse scheibe

    -----------


    booaahhh....

    musicola

  9. #38
    Benutzerbild von hoodle

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    04.10.2001
    Beiträge
    1.775
    Die einzigen Satzzeichen sind die beiden Fragezeichen. He he he, das kann man nun wirklich kaum lesen.

  10. #39
    Benutzerbild von falkenberg

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    926
    Die Luftgitarre postete
    Es lebe die Umgangssprache!
    Das meine ich ganz im Ernst. Denn die Sprache ist für die Sprechenden da, nicht umgekehrt. Die Sprache muß sich an den kommunikativen Bedürfnissen ihrer Benutzer orientieren (und nicht dem Benutzer via Duden vorschreiben, was seine kommunikativen Bedürfnisse zu sein haben). D. h. sie muß sich entwickeln und individuelle oder milieu-mäßige Besonderheiten wiederspiegeln dürfen.
    Wer sagt denn, dass sie das nicht dürfte? Das, was hier im Forum geschrieben wird, ist Umgangssprache. Deshalb nehme ich mir auch das Recht heraus, manche nicht ganz hochsprachliche Begriffe zu benutzen und die Regeln der Grammatik gelegentlich etwas großzügig auszulegen. Auch muss ich hier nicht 100%ig alle Tippfehler und Zeichensetzungsfehler finden und korrigieren. Das machen die meisten so, und dagegen hat auch niemand was.

    Die Luftgitarre postete
    Diese Duden-Sprache ist nur zu zweierlei gut: Erstens dazu, daß der, der sie besser beherrscht, sich bildungs-snobistisch über die anderen mokieren kann. Zweitens kann jedes abweichende Lebensgefühl (das sich ja auch immer einer abweichenden Sprache bedient) in seiner Artikulation gehemmt werden. Die ganzen Jugend- und Subkultur-Dialekte der letzten Jahrzehnte, waren "laut Duden" ja alle "falsch", sogesehen war auch das in diesen Dialekten ausgedrückte Lebensgefühl "falsch".
    Das grenzt nun doch an Verfolgungswahn. Du unterstellst, dass sich Leute mit besseren Kenntnissen der deutschen Sprache über andere mit geringeren Kenntnissen lustig machen. Das mag im Einzelfall vorkommen (auch hier), ist aber doch eher unüblich und gilt auch als unhöflich. Und dafür wurde der Duden gemacht? Wohl kaum.

    Ein abweichendes Lebensgefühl (was auch immer das in dieser Pauschalisierung sein soll) hat zwar auch eine abweichende Sprache zur Folge. Die Abweichungen betreffen aber meist nur den Wortschatz, seltener Grammatik und Satzbau, die Zeichensetzung in der Regel gar nicht, weil man die nur in der Schriftsprache braucht. Daraus eine oppositionelle Haltung zum Duden und zur deutschen Sprache zu machen, ist ziemlich überzogen. Hemmen lässt sich da sowieso niemand.

    Die Luftgitarre postete
    Ich jedenfalls lehne es ab, mir über Komma, Bindestrich und Groß&Klein-Schreibung den Kopf zu zerbrechen, und wenn ich finde, daß Wörter wie "cool" oder "abgefahren" passen (und v. a. die duden-deutsche Umschreibung viel zu umständlich wäre) benutze ich diese Wörter.
    Hat jemand was dagegen? Glaub ich nicht. "Cool" steht im Duden, "abgefahren" in der Nebenbedeutung noch nicht (ich habe allerdings nicht die neueste Auflage). Der Duden folgt der Sprachentwicklung in weitaus größerem Ausmaß, als die meisten Leute mitkriegen (und weiter, als den meisten Deutschlehrern lieb ist). Beispiele: die aus dem Englischen übernommene Bedeutung von "realisieren" wurde legalisiert, "benützen" wurde legalisiert, und das Bürokratendeutsch der DDR auch (z. B. "auf etwas orientieren"). Aber da der Duden für Dich in erster Linie Feindbild zu sein scheint, wirst Du sowas nicht bemerken.

    Die Luftgitarre postete
    Auch die Duden-Sprache ist nur ein Dialekt. Nämlich der der Szene der Deutschlehrer, Bildungsminister und Feuilleton-Schreiber.
    Dialekt ist in erster Linie ein Kriterium der gesprochenen Sprache. Schon von daher ist diese Aussage unhaltbar. Im übrigen ist die "Duden-Sprache" die Sprache all derer, die sich in hochsprachlicher Weise schriftlich äußern müssen. Und das sind weitaus mehr Menschen, als Du aufgezählt hast.

    Gegen umgangssprachliche Äußerungen im Forum hat doch niemand was. Wohl aber gegen Sätze, die völlig unstrukturiert und daurch kaum noch nachvollziehbar sind. Es sind aber nur wenige, die das praktizieren.

  11. #40
    Benutzerbild von J.B.

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    @ musicola

    Für dieses Beispiel muss man sich als RE-Spieler echt schämen . Ach wie gut dass niemand weiss....

    Da bestätigt sich wieder das Klischee, dass solche Games verblöden oder ebensolche Individuen anziehen .


    Ansonsten bemüht sich meine bescheidene Wenigkeit durchaus sich jederzeit adäquat zu artikulieren oder sich zumindest einer untadeligen Ausdrucksweise zu befleissigen, um andere Individuen nicht unnötig inkommedieren zu müssen, denn das wäre ja unentschuldbar dreist, wenn ich mich erfrechen würde eben jenes geflissentlich zu ignorieren. Oder so

    Gruß

    J.B.

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