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Amazon

Erstellt von SportGoofy, 27.11.2011, 14:28 Uhr · 17 Antworten · 1.481 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von SportGoofy

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    Amazon

    Gesetzeslücke: Amazon beschäftigt massenhaft Arbeitslose ohne Vergütung - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Werde dieses Jahr meine obligatorischen Bücher zu Weihnachten woanders kaufen

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von bremen

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    AW: Amazon

    Das ist leider nicht die erste Sauerei zu Lasten der Angestellten

    Ich kaufe schon lange nicht mehr bei Amazon

    Thorsten

  4. #3
    Benutzerbild von SportGoofy

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    AW: Amazon


  5. #4
    Benutzerbild von Sammy-Jooo

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    AW: Amazon

    Die Masche mit den Praktikanten wird ja nun nicht nur bei Amazon praktiziert, denn auch bei anderen Betrieben ist es inzwischen Mode geworden ausgerechnet zu Spitzenzeiten etliche Arbeitssuchende als "Praktikanten" zu beschäftigen und so eben Abgaben und Löhne zu sparen. So ähnlich ist es doch auch mit den "Probewochen" vor einer Einstellung. So etwas gab es vor ein paar Jahren auch nicht. Oder aber das die Einarbeitungszeit nicht bezahlt wird wird von einigen Firmen als Rechtens bezeichnet. So nach dem Motto: Wenn es dir nicht passt kannst du ja wieder zum Amt gehen.


  6. #5
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Amazon

    Mir ist noch nicht so ganz klar, wie mir durch diese Praxis nun eigentlich ein Schaden entstehten sollte und wo der Skandal ist.

    Vielleicht verschafft Amazon sich in Einzelfällen ja einen realen Kostenvorteil durch die Regelung des SGB. Aber was ist mit der großen Masse? Ich musste leider in den letzten Monate einige Mal als Begleitung mit zum "Job Center" und ich würde garantiert so ziemlich niemanden von den dortigen Stammkunden einstellen um von Tag1 an richtig zu arbeiten. Den meisten dort sieht man nunmal wirklich an, dass sie sich seit Jahren in Sozialhilfeverhältnissen eingerichtet haben und von einem geregelten Arbeitsleben weit entfernt sind. Man kann gar nicht anders als anzunehmen, dass diese seit Jahren abgehängten Menschen sehr wahrscheinlich nicht leistungsfähig sind. Die 2 Wochen Sponsoring vom Amt sind bei diesen Menschen die letzte kleine Chance, dass sich überhaupt noch ein Arbeitgeber mit Ihnen befasst und schaut, ob da nicht vielleicht noch ein Rest Leistungsfähigkeit vorhanden ist den man aktivieren kann.

    Zahlen muss das Amt für diese ALG2-Empfänger doch sowieso. Ich hätte als Steuerzahler und Einzahler in die Arbeitslosenversicherung also nichts gewonnen, wenn die Langzeitarbeitslosen stattdessen zu Hause sitzen und Amazon sich lieber Studenten und Hausfrauen als Aushilfen sucht. Und es ist mir lieber das Amt zahlt für reale Arbeit mit der Chance auf einen befristeten Aushilfsjob oder gar am Ende den Übergang in ein festes Arbeitsverhältnis, als für den 10. sinnlosen, von inkompetentesten Veranstaltern teuer abgerechneten Qualifizierungskurs für bessere Bewerbungen, PC-Führerschein und was weiss ich nicht alles.

    Ich finde den Deal mit dem Wiedereingliederungszuschuss im Gegenteil sogar völlig i.o. Für 2 Wochen Arbeitslohn vom Amt (das sonst sowieso zahlen müsste) geht der Arbeitslose für viele Wochen, Monate oder sogar manchmal ganz aus ALG2 raus oder muss nur noch aufstocken. Im Fall von neu aufgebauten Versandlagern wie in Rheinberg, sind auch viele Langzeitarbeitslose in eine feste Anstellung gekommen.

    Wo also bitte ist da der reale Nachteil für mich? Für mich ist das ein Skandal, den der Spiegel nun zur Weihnachts-Einkaufszeit hochkocht, nachdem die Regionalpresse sich daran schon vor Monaten abgearbeitet hatte.

    Wer insgesamt etwas gegen dieses System hat, muss das System anprangern. Es gibt z. B. in jeder größeren Stadt zu wöchentlichen Terminen eine Occupy-Demo, bei der man sowas anbringen kann. Einzelne Unternehmen zu boykottieren, weil sie wie jeder kleine Steuererklärungs-Optimierer das System für sich zu nutzen versuchen, ist in meinen Augen Nonsens. Alle arbeiten so.

  7. #6
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Amazon

    Mich stört vor allem dieser Absatz:

    Hans-Peter Klein (Name von der Redaktion geändert) war bereits im vergangenen Jahr in der Zeit vom 15. November bis 31. Dezember als Versandmitarbeiter bei Amazon in Werne beschäftigt. Bezahlt wurde jedoch nur der Dezember und dann gab es keine weitere Arbeit mehr. Im Sommer dieses Jahres schrieb Amazon erneut Stellen für Saisonkräfte aus und Hans-Peter Klein bewarb sich. Eine Stelle als Versandmitarbeiter bekam er jedoch nur unter der Bedingung, dass er erneut 14 Tage umsonst arbeiten musste, obwohl er die betrieblichen Abläufe noch gut genug kannte und er diesmal auch nicht eine sogenannte betriebliche Maßnahme vom Jobcenter zugewiesen bekommen hatte. Amazon sorgte dafür, dass genau diese Maßnahme des Umsonstarbeitens nachträglich vom Jobcenter abgesegnet wurde, weil Hans-Peter Klein zu diesem Zeitpunkt arbeitslos war.

  8. #7
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Amazon

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Mich stört vor allem dieser Absatz:...
    Für mich ist das ein politisch motivierter Skandal. Die Leute, die in den Job-Centern und Arbeitsagenturen in der Praxis ihre liebe Not haben Langzeitarbeitslose überhaupt mal zu vermitteln, wissen dass man das leider sehr pragmatisch sehen muss. Die wissen eben, dass der Staat für diese Menschen ohne Chance auf irgendetwas sowieso über Jahre ohne Gegenleistung zahlen muss, wenn sie zu Hause sitzen oder liegen bleiben. Was wäre so gewonnen? Und ausgerechnet ein SPD-Minister (welche Partei hat HartzIV etabliert?) macht jetzt auf empört?

    "Ich verstehe die Aufregung um Amazon nicht", sagt Werner Marquis, Sprecher der Regionaldirektion der Arbeitsagentur in NRW. "Wir können froh sein, das wir hier in NRW einen Arbeitgeber wie Amazon haben, der besonders viele Arbeitsplätze für ungelernte Kräfte anbietet. Die brauchen wir nämlich." Doch der NRW-Arbeitsminister sieht das anders: Wie in Medienberichten bekannt geworden sei, "wendet der Internethändler Amazon offenbar skandalöse Praktiken bei der Beschäftigung von Aushilfen an", ließ Guntram Schneider (SPD) am 10. November mitteilen.

    Hier entdeckt doch nur ein Landespolitiker einer Landes-(Minderheits)Regierung vermeintlich sein soziales Gewissen, um die linken Stimmenbeschaffer bei der Stange zu halten, seine Hamm-Werner Gewerkschaftskollegen mit Mitgliederwerbungs-Futter zu beglücken und den hartzIV-sensiblen Wähler bei der Stange zu halten, falls in nächster Zeit von der NRW-SPD Neuwahlen angestrebt werden sollten. Wirklich skandalös ist, dass diese heute ach so anständigen Leute es nicht geschafft haben, ihre so wahnsinnig sozialdemokratische Partei von den Hartz-Gesetzen abzubringen. Wenn man die Gabriels und Schneiders heute reden hört, könnte man meinen die CDU hätte HartzIV erfunden. Das war und ist skandalös, nicht das Amazon das Sozialgesetzbuch ausnutzt und dafür im Gegensatz zu allen anderen regulären Arbeitgebern damit lebt, dass da in der Mehrheit Leute kommen, die seit Jahren nicht mehr gearbeitet haben und auch nicht immer so wirklich daran interessiert sind das zu ändern. Ich erlebe das gerade um eine Ecke wieder, wie eine vom Amt vermittelte Person durch Minderleisten, zu spät kommen und Arbeitsverweigerung die Kündigung provoziert um wieder zu Hause bleiben zu können. Damit wird Amazon auch zu Genüge zu tun haben. Aber zum Zwecke des inszenierten Skandals, werden natürlich nur Einzelfälle rausgesucht, die sich für den Skandal gut ausschlachten lassen.

  9. #8
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Amazon

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Einzelne Unternehmen zu boykottieren, weil sie wie jeder kleine Steuererklärungs-Optimierer das System für sich zu nutzen versuchen, ist in meinen Augen Nonsens. Alle arbeiten so.
    Was, wenn es so wäre, kein Argument dafür ist. Ich bin auch aus anderen Gründen nicht mehr so zufrieden mit Amazon: Immer häufer wird mit der Hermes Schneckenpost versendet und bei "Zahlung auf Rechnung" zicken sie auch neuerdings rum (ja, ich hab immer alles schnell bezahlt ).

    Ich bin jetzt bei www.bol.de. Beide Bestellungen sind extrem schnell rausgegangen, der Kauf auf Rechnung ist auch kein Problem. Irgendwas sagt mir, dass ich mit denen zufriedener sein werde als mit Amazon.


    Lutz

  10. #9
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Amazon

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Was, wenn es so wäre, kein Argument dafür ist.
    Es geht ja nicht darum etwas schönzureden. Ich bin nur der Meinung, dass viele Boykottaufrufe aus sog. ethisch/moralisch/ökologischen Gründen eigentlich nur Aktionismus sind und vor allem kontraproduktiv. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf ein vermeintlich schwarzes Schaaf und lenken doch nur alle von ganz verbreiteten Problemen in einer ganzen Branche ab. Manchen Boykottlern macht es vielleicht ein gutes Gefühl aktuell am Pranger stehende Konzerne zu boykottieren. Aber die Konzerne bei denen sie aufgrund tagesaktuelller Empörtheit stattdessen kaufen sind deshalb noch keinen Deut besser. Sie stehen halt nur gerade im Schatten oder lassen sich nicht so schön an den Pranger stellen.

    Ich bin auch aus anderen Gründen nicht mehr so zufrieden mit Amazon: Immer häufer wird mit der Hermes Schneckenpost versendet und bei "Zahlung auf Rechnung" zicken sie auch neuerdings rum (ja, ich hab immer alles schnell bezahlt ).
    Ich bin jetzt bei www.bol.de. Beide Bestellungen sind extrem schnell rausgegangen, der Kauf auf Rechnung ist auch kein Problem. Irgendwas sagt mir, dass ich mit denen zufriedener sein werde als mit Amazon.
    Ja gut, das mit der Hermes Schneckenpost würde mich auch sehr nerven. Ich frage mich ja, wie die es bei den PRIME-Kunden auf einmal hinbekommen in 24h zu liefern. Es war sogar heute gegen 11:20 Uhr ein gut gelaunter, zu Scherzen aufgelegter Hermes-Bote da!?

    Also ich kann nichts dagegen sagen, wenn man aus Unzufriedenheit mit dem Service den Anbieter wechselt. Ich halte es nur für fragwürdig wenn man meint, damit ein gutes Werk zu tun. Da macht man sich bei den meistens durchgängigen Branchenverhältnissen dann m. E. mehr was vor.

  11. #10
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Amazon

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Es geht ja nicht darum etwas schönzureden. Ich bin nur der Meinung, dass viele Boykottaufrufe aus sog. ethisch/moralisch/ökologischen Gründen eigentlich nur Aktionismus sind und vor allem kontraproduktiv. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf ein vermeintlich schwarzes Schaaf und lenken doch nur alle von ganz verbreiteten Problemen in einer ganzen Branche ab. Manchen Boykottlern macht es vielleicht ein gutes Gefühl aktuell am Pranger stehende Konzerne zu boykottieren. Aber die Konzerne bei denen sie aufgrund tagesaktuelller Empörtheit stattdessen kaufen sind deshalb noch keinen Deut besser. Sie stehen halt nur gerade im Schatten oder lassen sich nicht so schön an den Pranger stellen.
    Also ich hab schon in der Grundschule gelernt, dass es kein Argument ist, wenn man was ausgefressen hat, mit dem Finger auf andere zu zeigen, al la "XY schubst ja auch die anderen Kinder"

    Jeder sollte IMO bei *sich* anfangen und überlegen wen und was man mit seinem Geld unterstützen will.
    Das ist IMO kein Ablenken sondern ein erster wichtiger Schritt.

    Ich schlage jetzt zwei Fliegen mit einer Klappe (s.o.) und unterstütze sowas hier nicht mehr:






    Auch so einen Discounter würde ich nicht unterstützen:




    ....auch nicht die Zeitung mit den großen Buchstaben durch mein Geld sponsorn, die davon lebt die Persönlichkeitsrechte anderer zu verletzen...

    ard - methoden der bild zeitung - YouTube


    Wenn dieses Posting bewirken sollte, dass nur *ein* Lurker aus der breiten Masse (die hier immer nur liest und nie etwas schreibt) sein Kaufverhalten überdenkt, hätte sich für mich dieser Beitrag schon gelohnt.

    Lutz

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