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Anleitung: Schallplatten digitalisieren

Erstellt von Eurobeat, 27.12.2006, 14:49 Uhr · 25 Antworten · 7.958 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Eurobeat

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    Anleitung: Schallplatten digitalisieren

    Um Mißverständnisse zu vermeiden: Diese detaillierte und ausführliche Anleitung zum Digitalisieren von Vinyls stammt nicht von mir !! Ich finde das Ganze nur so professionell und ausführlich dargestellt, dass es viele Fragen hier im Forum beantworten kann, vielen bei Problemen helfen wird und es nachweislich auch mit allen Tips und Tricks gut funktioniert.

    Also wer Interesse an diesem Thema hat:

    Inhalt




  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von DJ Cool-Line

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    Hallo Eurobeat.

    Jetzt hatte ich mir mal den Text in groben Zügen durchgelesen und finde Ihn eigentlich auch ziemlich professionell.
    Zwar verstand ich nicht genau, wenn man schon Wave Lab light hat, warum Er sich auch noch das Steinberg Clean zugelegt hatte, denn es ging ja um die Knackser, die Entknackst werden sollen ( das wird mit einem Deklicker durchgeführt ) der zwar schon beim Steinberg Clean enthalten ist, diesen aber auch als Plug In für Wave Lab gibt, weil das ein und dieselbe Firma ist, Steinberg eben.

    Aber als ich mir die Thematik: „Nassabspielen und Schallplattenreinigung“, durchlas, wurde mir mal wieder ganz übel!

    Nassabspielen.

    Der Grundgedanke beim Nassabspielen ist, dass mit einer Flüssigkeit, die Staubpartikel, die sich nicht mit der Bürste entfernen ließen, durch die Flüssigkeit „aufgespült“ werden und durch die Nadel und der Flüssigkeit, beim abspielen zur Seite gedrückt werden und somit ein besserer Klang, aber auch Knackser unterdrückt werden.
    Vorstellbar ist es, dass hier ein gewisser Aquaplaningfilm mit eine Rolle spielt, da man ein Knistern auch nicht hört.

    Wie der gute Mann da schrieb, Zitat: Als erstes reinige ich die Platte trocken mit Antistatikbürste. Das anschließende nasse Abwischen mit 100%iger Isopropanollösung (Apotheke), die ich auf ein Vileda-Mikrofasertuch geträufelt hatte, ergab keine umwerfende Verbesserung.

    Kann es auch nicht ergeben haben, da Er mit dem abwischen, den Staub der noch übrig blieb, in die Rille drückte und eine Isopropanollösung,
    – ich denke mal Er meint Isopropanolalkohol –
    ist vom Gedankengang schon mal richtig, da Isopropanolalkohol keine statische Aufladung bewirkt, aber für das Reinigen von Tonköpfen, wie Kassettenrekorder oder Tonbandmaschine gedacht ist!
    Ziemlich teuer der Liter, dürfte so bei 7 € liegen.

    Ironie an - So wie Er mit dem Kauf von Steinberg Clean mehr Geld ausgegeben hatte als wie nötig, hätte Er den Isopropanolalkohol auch vor der Apotheke in den Gully gießen können! - Ironie aus.

    Bevor man überhaupt eine Schallplatte „nass“ abspielt, sollte man sich als erstes einmal den Tonabnahmekopf mit Nadel anschauen.
    Sind zwischen der Nadel und dem Abnehmer nur 1 – 2 mm, wenn die Nadel auf der Schallplatte aufliegt, dann schickt man seinen Abnehmerkopf „baden“!
    Abnehmerköpfe vertragen das nicht und es kann auch zu Störungen, der Weiterleitung der elektrischen Ströme kommen.
    Meiner Erfahrung nach, eignen sich zum nass abspielen die „Shure“ M35s oder M35x, die eine ausreichenden Abstand besitzen.

    Nehmen wir einmal an, man spielt eine Schallplatte nass ab, indem Fall ruhig einmal mit Isopropanolalkohol, nicht ein bisschen da abgewischt, sondern mal mit einem Pinsel, während der Aufnahme immer frisch aufgetragen, dass man ein Flüssigkeitsfilm auf der Schallplatte sieht, die Aufnahme war bestens, kein Knackser, kein Scheuern, kein Knistern. Prima!

    Was aber war noch passiert?

    Durch das Nassabspielen, hat sich nun der Staub, der sich tief in die Rille, durch die Luftfeuchtigkeit abgesetzt hatte, an den Rand der Rille abgesetzt, der durch die Nadel herausgespült wurde.

    Wenn man die Schallplatte aber auch die Nadel mal eine Weile trocknen läßt, vielleicht einen Tag, dann wird man feststellen, dass die Nadel einen Staubklumpen aufweißt, der Steinhart ist und so wie es dann auf der Nadel aussieht, sieht es auch, am Rand der Rille aus!

    Danach kann man der Nadel ein nettes „Bad“ gönnen, damit sich der Schmutz wieder löst und die Scheibe kann man auch nicht mehr trocken abspielen!

    Das gilt es zu vermeiden!

    Ich hatte es schon geschrieben, Staub in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit setzt sich tief in die Rille ab und Knackser wenn auch geliebt gehasst, sollten bei der Aufnahme verhindert werden.

    Nun erst einmal eine Unterteilung.
    Als erstes sollte man eine Sichtprüfung machen, macht man sowieso, aber ich meine es kommt auf das Bild an.
    Sieht die Scheibe noch wie am ersten Tag aus, schwarz glänzend, besitzt aber Knackser, dann wird diese gleich nass abgespielt.
    Sieht sie diese matt, ja nicht weiß – vielleicht besser beschreiben so graulich aus, dann ist erst einmal waschen angesagt!

    Erst einmal zum waschen.

    Also der Hippytrick mit dem Rasierschaum, sollte man getrost zur Seite legen, da ich weiß um was es geht und da hilft auch kein Kriechöl, da das Kriechöl die Scheibe angreift, also Hände weg von Ölen oder alles was kriechen kann!

    Jetzt wird es lustig, dass ernsthaft zu umschreiben.
    Die ach so harte Verkrustung, die dort angesprochen wurde, ist nichts anderes als ein bestimmtes Körpersekret, dass aus der Nase kommt.
    Typischer Fall, den man als DJ kennt.
    Man schnäuzt sich die Nase, etwas von der seriösen Flüssigkeit bleibt an den Finger hängen, danach zum nächsten Scratch angesetzt, wo schon allein die Feuchtigkeit, für die Rille ausreichend ist zugepappt zu werden und siehe da ein netter Popel ist entstanden – ohne gepopelt zuhaben.
    Hinzu kommt auch die Schweißbildung an den Fingern und lustig ist es wenn die Ohrgänge wieder einmal verstopft sind und man auch Ohrenschmalz auf DJ Scheiben finden kann!

    Alle Körpersekrete, aber auch der Staub selbst, der so wie ich mal lesen konnte auch von Hautabreibungen her stammt, ist Grundlegend Wasser- und Fettlöslich.

    „Willst Du viel, dann spül mit Priel“ wäre an dieser Stelle angesagt und wer seine Scheiben mal anständig putzen will, sollte dieses genauso machen als ob er abwäscht.

    Das Wasser soll und kann 35 – 40 Grad haben, dass macht der Scheibe nichts, sorgt aber mit der wärme dafür, dass sich die Scheibe unter der Erwärmung ausdehnt und somit der Schmutz besser aus den Rillen entfernt wird.
    Bei harten Verkrustungen, aber auch bei normalen Reinigungen, lohn es sich die Scheiben erst einmal einzuweichen. Ich lege dazu 20 oder 30 Stück einfach übereinander. 10 Minuten sollten es schon sein, dann ruhig einmal das Wasser wechseln, wieder mit Priel und dann geht es ans eigene waschen.

    Es ist vollkommen ausreichend , wenn man die Scheibe mit den Händen im Spülwasser abreibt, also kein Schwamm oder so benutzen.

    Vorsicht !!!!

    Danach muss die Scheibe abgespült werden, damit die letzten Reste, an Schmutz ausgespült werden. Dazu brauch man keine Dusche, ausspülen reicht.

    Aber und hier bezieht sich mein Vorsicht!!!
    Bitte mit warmen Wasser!!!!

    Zwar wird man feststellen, dass die Scheibe ein wenig instabil wird, aber die Scheibe sollte sich von der Aufwärmung langsam zurückkühlen können.

    Danach kann man die Scheibe auf ein Handtuch legen, damit Sie trocknen und abkühlen kann. Abtrocknen brauchst Du nicht, einfach trocknen lassen – hat einen Grund.

    Wenn jetzt die Scheibe abgekühlt und trocken ist, dann sollte Sie als nächstes ein Bad erfahren, was zu 50 % aus Spiritus und 50 % destillierten Wasser besteht. Ich muss ehrlich schreiben das Bad stinkt, aber mit diesem wird der Wasserkalk entfernt und danach kann man die Scheibe mit einem Geschirrtuch abtrocknen.

    So werden Scheiben, meiner Ansicht nach richtig gereinigt und man kann Sie nach dem Vorgang auch wieder trocken abspielen, Sie sehen dann auch „fast“ wie am ersten Tag aus und Ihr werdet erstaunt sein, was Ihr nach dem Waschvorgang für Ergebnisse hören werdet.

    Wenn jetzt aber eine Scheibe, einen Knackser hat, warum dann als erstes nass abspielen obwohl die Scheibe wie neu ausschaut?

    Es gibt einen Grundsatz in der Audio Tontechnik.
    Je sauberer man eine Aufnahme macht – also je minimierter der Knackser ist, um so weniger brauche ich, wenn der Knackser doch noch minimal zu hören ist, den Deklicker anzuwenden. Das ist deshalb wichtig, da auch der Deklicker dazu neigt, den Sound dumpf erklingen zu lassen.

    Das Mittel der Wahl, ist und bleibt Spülwasser. Einfach einen kleinen Topf mit ein bisschen Spülmittel, neben den Plattenspieler gestellt, mit einem Pinsel, abgetropft auftragen und wärmend der Aufnahme, darauf achten, dass der Wasserfilm immer gleichmäßig verteilt ist.
    Bitte den Pinsel leicht auf die Scheibe setzen, dass es nicht zu Schwankungen in der Geschwindigkeit kommt und den Flüssigkeitsfilm immer von außen nach innen schieben, da durch die Zentrifugalkraft sich dieser außen absetzen wird.

    Nach der Aufnahme die Scheibe noch mal anständig ausspülen und ins Spiritus- Wasserbad legen, mit der Hand abreiben, abtrocknen, austrocknen lassen und alles ist paletti !

    Hoffe Euch geholfen zu haben.

    Coolchen

  4. #3
    Benutzerbild von synth66

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    Hallo DJ Cool-Line,

    vielen Dank für die aufschlussreichen Tipps. Der Hinweis auf die Körpersekrete von DJs ist zwar eklig aber nachvollziehbar, seitdem sehe ich meine Platten, die ich gebraucht gekauft habe mit ganz anderen Augen.

    Da ich ähnlich vorgehe, hier mal meine Anmerkungen dazu:

    Ich habe einige Platten, die wohl früher einmal nass abgespielt wurden. Sie machen optisch eigentlich einen ganz passablen Eindruck, das ehemalige Nassabspielen kann man aber vor allem an der Auslaufrille gut erkennen (angetrocknete Flecken).

    Überall liest man ja das ehemals nass abgespielte Platten nie mehr trocken abgesoielt werden können. Ich kann das unterschreiben. Das zu hörende Geprassel ist wirklich nicht schön und im übrigen auch mit keinem Declicker den ich kenne, wirklick in den Griff zu kriegen.

    Also habe ich mir für solche Fälle einen Nassabspielarm besorgt (keinen neuen Nachbau, sondern den guten alten LencoClean). Leider aber mache ich da irgendetwas falsch oder es funktioniert wirklich nicht: Das Geprassel wird - wenn überhaupt - nur unwesentlich weniger.

    Vor diesem Hintergrund bin ich auf das Waschen umgestiegen. Ich weiche allerdings die Platten nicht wie Du ein (ich hätte größte Bedenken, dass sich die Label ablösen).

    Zunächst wird die Platte beidseitig vom oberflächlichen Staub befreit (Carbonbürste). Dann gehts ans Waschbecken. Mit einer Spülbrause werden beide Seiten befeuchtet (und auch wahrscheinlich bereits die ein oder andere Dreckportion ausgespült). Auf einem bereit gelegten möglichst fusselfreien Handtuch wird die Platte abgelegt und mit Schwamm und 1-2 Tropfen Spüli "geschrubbt" (besonders die Einlaufrille) und danach mit Wasser wieder ausgespült. Das wird mit beiden Seiten so gemacht. Am Schluss werden beide Platten seiten mit einem Microfasertuch vorsichtig abgerieben (nicht trocken gerieben).

    Dann kommt die "Hauptbehandlung":
    Die Platte wird auf einen ausrangierten Plattenspieler gelegt und mit einer selbstgemixten Reinigungsflüssigkeit aus Isopropanol, destilliertem Wasser und Netzmittel benetzt. Nach Verteilung der Flüssigkeit auf der Platte und kurzer Einwirkzeit wird die Platte abgesaugt. Ich habe dazu eine Staubsaugerbürste entsprechend umgebaut.

    Vor der Aufnahme wird die Platte einmal komplett durchlaufen gelassen, damit
    1. die Nadel den noch verbliebenen Dreck rausholt und
    2. die Einpegelung vorgenommen werden kann.

    Beim zweiten Durchlauf wird die Platte dann aufgenommen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Notwendigkeit die jetzt saubere Platte nochmal nass abzuspielen sehe ich nicht, denn

    1. stelle ich keine wirkliche Verbesserung fest
    2. "versaue" ich die Platte ja wieder

    Das mit dem Pinsel habe ich ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert, befürchte aber, dass mir dabei die Hand einschlafen würde.

    Nach der Aufnahme kommt die Platte in eine saubere antistatische Innenhülle und zurück ins Regal.

    Viele Grüße.

    synth66.

  5. #4
    Benutzerbild von DJ Cool-Line

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    Hallo synth66.

    Na da hast Du auch eine sehr gute Möglichkeit gefunden, die wirklich den letzten Rest an Staubanteilen rausspült.

    Wegen dem Einweichen, hatte ich bisher noch keine Probleme, dass sich das Label löst, es sind nur 10 Minuten, vielleicht mal mit einer Scheibe ausprobieren, die man sowieso wegschmeißen wollte, wann sich das Label löst.

    Das mit dem Pinsel, ist nicht so schlimm wie du glaubst, da die Flüssigkeit über die Rille zum Außenrand geführt wird. Bei einer Maxi, braucht man nur einmal Nachfeuchten und bei einer LP kann es schon 6 Mal sein, aber Du brauchst nicht denken, dass Du die ganze Zeit da einen Pinsel halten musst.
    Ein Plattenspieler dreht ja auch nicht mit 10.000 UpM!
    Obwohl der Gedanke auch nicht schlecht ist, dass über Zentrifugalkraft, der Dreck mit der Flüssigkeit bei 10.000 UpM regelrecht herausgeschleudert wird.
    Dann sieht zwar das Zimmer und man selbst dementsprechend aus, aber die Scheibe ist wenigsten sauber.

    Ich werde mir mal ein paar gehasste Scheiben schnappen, die bald die Mülltonne sehen werden und mal mit den Dingern herum experimentieren, was sonst so noch möglich ist.

    Coolchen.

  6. #5
    Benutzerbild von synth66

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    Zitat Zitat von DJ Cool-Line Beitrag anzeigen
    Obwohl der Gedanke auch nicht schlecht ist, dass über Zentrifugalkraft, der Dreck mit der Flüssigkeit bei 10.000 UpM regelrecht herausgeschleudert wird. Dann sieht zwar das Zimmer und man selbst dementsprechend aus, aber die Scheibe ist wenigsten sauber.
    Du wirst lachen, diesen Vorschlag habe ich irgendwo auch schon mal innerhalb eines ernstgemeinten Beitrags gelesen. Vorgeschlagen wurde, die Platte auf eine Borhrmaschine zu spannen und dann drehen zu lassen.

    Theoretisch müsste durch die Fliehkraft tatsächlich alles weggeschleudert werden. Aber stell Dir mal vor, die Platte löst sich und fliegt auf Deinen Hals zu...

    Viele Grüße.

    synth66.

  7. #6
    Benutzerbild von DJ Cool-Line

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    Interessant Ansicht, dass mal Gedanklich weiterzuverfolgen.

    Also wenn sich die Schallplatte von der Bohrmaschine löst und auf den Hals zufliegt, ist der Schallplattenwäscher einen Kopf kürzer - klarer Fall.

    Mir fällt aus dem KFZ Bereich ein, dass sich eine Unwucht bereits bei 80 km/h bemerkbar macht und eine Unwucht sich bei schnelleren Geschwindigkeiten auch zur Zerstörung der Schallplatte führen könnte, dass das Teil sich in 1000 Einzelteilen auflöst.

    Das heißt, dass bereits mit 1418 UpM eine Geschwindigkeit von 80 km/h erreicht ist und man ab 2000 UpM nur noch hoffen kann, dass ein das Teil nicht um die Ohren fliegt.

    Außerdem frage ich mich, wie sich die Wasser und Reinigungsspiele im Bezug Mensch und 220 V mit der die Bohrmaschine betrieben wird verträgt?
    Sicherlich ein FI Sicherung, kann da schon schützen, aber die hat kaum Jemand in seinem Hobbykeller.
    The Winner is: Die Bohrmaschine.

    Nein das ist alles zuviel Arbeit für den Rettungsdienst, als Gedanke nicht schlecht, aber zu Gefährlich. Schließlich will ich nach dem Reinigen die Scheibe hören und nicht das EKG Gerät auf der Intensivstation, wo meine Pumpe Musik macht.

    Piep piep Coolchen.

  8. #7
    Benutzerbild von Scheul

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    Hmm, ihr macht Euch einfach zu viel Arbeit. Warum kauft Ihr Euch nicht eine KNOSTI Reinigungsmaschine? Man muß da nicht die Flüssigkeit verwenden, die angeboten wird, sondern kann die Flüssigkeit nehmen, die SYNTH66 beschrieben hat.

    Habe ich seit Jahren schon und es geht recht fix. Nassabgespielte Platten werden wieder trocken abspielbar. Für "echte" Problemfälle gehe ich zu meinem Plattenladen des Vertrauens und lass sie dort mit einem Profigerät reinigen.

  9. #8
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Zitat Zitat von Scheul Beitrag anzeigen
    Hmm, ihr macht Euch einfach zu viel Arbeit. Warum kauft Ihr Euch nicht eine KNOSTI Reinigungsmaschine? Man muß da nicht die Flüssigkeit verwenden, die angeboten wird, sondern kann die Flüssigkeit nehmen, die SYNTH66 beschrieben hat.

    Habe ich seit Jahren schon und es geht recht fix. Nassabgespielte Platten werden wieder trocken abspielbar. Für "echte" Problemfälle gehe ich zu meinem Plattenladen des Vertrauens und lass sie dort mit einem Profigerät reinigen.
    Als alter Vinyl-Freak bin ich mit der KNOSTI Reinigungsmaschine seit Jahrzehnten überaus zufrieden. Zwar ist die Anschaffung einer solchen recht teuer (ca. 60 Euro) und ist auch die dazugehörige Lösung mit ca. 20 Euro nicht unbedingt als günstig zu bezeichnen... ABER:

    Ich nutze lauwarmes Dest-Wasser, spritze einwenig konventionelles Geschirrspülmittel in dasselbe - schon hat meine Lösung Marke Eigenbau die selben positiven Effekte, wie das teure Original von KNOSTI!

    Liebe Grüße aus HH

  10. #9
    Benutzerbild von DJ Cool-Line

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    Nun über die Maschine hatte ich auch gutes gehört und lass mich gerne eines besseren belehren.

    Persönlich und das sind so meine Erfahrungen mit Maschinen, würde ich sie nur für das 2. Bad einsetzen und wie vorher die Schallplatten im Spülbecken waschen. Das aus folgendem Grund:
    Zum einen löst sich der Schmutz, im normalen Spülwasser sehr gut und ist auch da wo Er hingehört, im nähe des Abflusses nicht in der Maschine.

    Die Kombination destilliertes Wasser & Spülmittel, betrachte ich dagegen etwas mit Skepsis, da auch Spülmittel zum verhärten neigt und einen „Film“ auf der Schallplatte hinterlässt.
    Aber wer viele Schallplatten hat, sollte über die Anschaffung der Maschine einmal nachdenken.

    Grüße Coolchen

  11. #10
    Benutzerbild von synth66

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    Obwohl die KNOSTI in Hifi-Kreisen meist verteufelt wird, halte ich sie vom Grundprinzip her für gut. Die Reinigungsbürstchen sind wohl zum Reinigen sehr gut. Der Labelschutz ist zwar nicht das Non-Plus-Ultra, hält aber wohl die große Masse der Reinigungsflüssigkeit vom Label fern.

    Trotzdem hat sie meiner Meinung nach zwei große Nachteile:

    1. Das Drehen der Platte in einem Bad ist zwar sehr komfortabel, bedeutet aber auch einen immens hohen Flüssigkeitsverbrauch. Manch einer filtert die Brühe nach einer Wäsche, um sie dann noch einmal zu verwenden. Ich bin mir dabei nicht ganz sicher, ob es wirklich möglich ist, sämtliche Schmutzpartikel zu filtern, oder ob sich die Platten bei der nächsten Wäsche nicht doch in einer "Dreckbrühe" drehen.

    2. Das Grundprinzip der KNOSTI sieht vor, dass die Platten in einem Ständer lufttrocknen. Hierbei besteht die Gefahr, dass Schmutz, der nicht vollständig gelöst wird, wieder festbackt. Ich würde die Platten nach einer KNOSTI-Wäsche mindestens mit einem Microfaser-Tuch trockenreiben oder noch besser absaugen.

    Natürlich gibt es dann auch noch die sogenannten professionellen Plattenwaschmaschinen, die bei 350 Euro anfangen und bis in den vierstelligen Bereich hineingehen. Die lassen es natürlich zu, höchstkomfortabel mit einem guten Ergebnis zu waschen.

    Für mich persönlich ist das aber erstens zu teuer und zweitens im direkten Vergleich keine nennenswerte Steigerung des Reinigungsergebnisses. (Vergleich Platte selbstgereinigt - Platte bei einem Händler auf einer Maschine gereinigt).

    Im übrigen sollte man auch festhalten, dass es Platten gibt, die aufgrund früherer falscher Benutzung gar nicht zu reinigen sind. Wenn eine Platte jahrelang durch zu hohe Auflagekraft und/oder falscher Justage des Tonabnehmers "ausgefräst" wurde, kann man soviel schrubben wie man will. Abgesehen von der optischen Sauberkeit wird man kein akustisches Erfolgsergebnis erzielen. Diese Platten kann man dann eigentlich nur noch als Wandschmuck verwenden.

    Viele Grüße.

    synth66.

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