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APPELL: Meidet M*diamarkt!!!

Erstellt von DeeTee, 05.11.2006, 09:30 Uhr · 38 Antworten · 2.721 Aufrufe

  1. #31
    Benutzerbild von Torsten

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    Ich frage mich, warum die grundsätzliche Thematik des Missbrauchs bestehender Gesetzeswerke zu niederen Zwecken nicht schon längst zu einer medialen Grundsatzdebatte geführt hat, wo doch sonst ständig mehr oder weniger empörungswürdige Themen durch die Schlagzeilen und Talkshows dieser Nation getrieben werden.

    Denn egal, ob es sich um solche Diskriminierungsangelegenheiten, spitzfindige Abmahnungsmethoden im Internetbereich oder schikanöse Klagewellen à la MediaMarkt handelt - es wird Zeit, dass all diese Winkeladvokaten öffentlichkeitswirksam geächtet werden. Sonst ist bald niemand mehr davor sicher, auf solche Weise zum Opfer profitgeiler Rechtsverdreher zu werden.

  2.  
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  3. #32
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    Ich finde, diese ganze Abmahnerei nimmt langsam traurige Formen an, ist ja schon fast zum Volkssport geworden!

    Ich meine, ne Abmahnung, wo sie hingehört, wegen offensichtlichen Verstößen gegen Urheberrecht z.B., sind gerechtfertigt, aber dass man mittlerweile wegen jedem kleinen Pups mit ner Abmahnung rechnen muss, ist irgendwie nicht die richtige Entwicklung.
    Wenn das so weiter geht, muss man ja direkt aufpassen, was man zu einem anderen sagt, könnte ja einer mitgehört haben und dann gleich mal abmahnen! Meinungsfreiheit ade!

    Wobei, da könnte man ja glatt wieder gegen klagen wegen Verstoß gegen das Grundgesetz!

    Thema Diskriminierung: Gut gedacht, aber wenn man das so liest, irgendwie nach hinten losgegangen! Gerade die Sache mit den Stellenausschreibungen finde ich ziemlich daneben! Hat ja vielleicht auch einen Grund, warum man die Zielgruppe gleich in der Anzeige einschränkt, als Dikriminierung würde ich das gar nicht mal sehen! Spart ja letztlich dem Bewerber auch Zeit und Geld, wenn er sich nicht erst auf die Stellen bewirbt, die er eh nicht bekommt, weil er eben nicht ins Team passt oder sonst für die Arbeit nicht geeignet ist! Und den Unternehmen spart es Zeit und Arbeit, solchen Bewerbern nicht absagen zu müssen!

    Aber dann gibt es ja wieder solche Hanseln, die alles auf die Goldwaage legen müssen und sinnlos abmahnen und klagen! Für wirklich wichtige Sachen hat unsere Justiz bald keine Zeit mehr!

    Armes Deutschland!

  4. #33
    Benutzerbild von MaxiMan

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Mit Abmahnungen kann sich ja nun offenbar auch wirklich jeder bereichern:
    Nun beschäftigt sich der SPIEGEL mit einem Thema, das in den Unternehmen seit einigen Monaten in gleicher Weise polemisierend behandelt wird. Man sollte die Aufgeregtheiten etwas runterfahren, denn:

    Zitat Zitat von Spiegel Online
    Rechtskräftige Urteile gibt es drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes noch nicht.
    -----

    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Denn egal, ob es sich um solche Diskriminierungsangelegenheiten, spitzfindige Abmahnungsmethoden im Internetbereich oder schikanöse Klagewellen à la MediaMarkt handelt - es wird Zeit, dass all diese Winkeladvokaten öffentlichkeitswirksam geächtet werden.
    Verzeihung aber was hat Dich geritten, in einem solchen Rund-um-Schlag auszuteilen. Für „spitzfindige Abmahnungsmethoden“ mag es kritikwürdiges Verhalten von „Winkeladvokaten“ geben aber „Diskriminierungsangelegenheiten“ sind lediglich die in Anspruch genommenen Rechte von gesetzgeberischen Vorgaben. Und was ist bitteschön dabei, wenn die Personabteilung künftig bei Stellenausschreibungen etwas mehr Hirnschmalz einsetzen muss. Statt pauschal zu schreiben „Alter bis 35 Jahre“ formuliert man eben an fachlichen Qualifikationen orientierte Texte. Denn: Es darf weiterhin differenziert (und indirekt diskriminiert) werden, nur eben nicht nach den Kriterien des AGG.

    1. Beispiel: Ein Unternehmen beschäftigt mehrere Mitarbeiter an Bildschirmarbeitsplätzen. Diese sind einheitlich ausgestattet. Ein Mitarbeiter ist Brillenträger (Behinderung im Sinne des AGG) und fordert unter Verweis auf das AGG einen größeren Bildschirm. Bekommt er ihn? Nein, denn das AGG schreibt die Gleichbehandlung vor, nicht die individuell gewünschte Behandlung.

    2. Beispiel: Ein Mitarbeiter erleidet im Privatleben einen Unfall und benötigt von nun an einen Rollstuhl. Das ihn beschäftigende Unternehmen hat aber nur Treppen, keine Lifte oder Fahrstühle. Kann der Mitarbeiter nach AGG (!) den Einbau eines Fahrstuhles fordern? Nein, denn gefordert ist lediglich die Gleichbehandlung.

    Ich habe den Gesetzestext jetzt nicht hier liegen, deswegen abschließend nur sinngemäß der Hinweis, dass es eine Klausel gibt, in welcher zur Bewertung der Diskriminierung auch die Umstände und Schwere des jeweiligen Falles einzubeziehen sind.

  5. #34
    Benutzerbild von SonnyB.

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    http://www.laut.de/vorlaut/news/2006...3663/index.htm

  6. #35
    Benutzerbild von Torsten

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    Tja. Ignoranter, einfältiger und arschlöchriger hätten sich die Werbefritzen vom MM bei der Songauswahl für die aktuellen TV-Spots aber auch kaum anstellen können. Vermutlich war hier wieder die Abteilung "jung, dynamisch, achseltrocken" am Werk, die weder Ahnung von Musik noch die winzigste Prise Fingerspitzengefühl hat.

  7. #36
    Benutzerbild von schubser

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    aber so BL*D sie auch sind, sie haben es geschafft. Man redet über die Werbung und die Firma.

  8. #37
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von just music Beitrag anzeigen
    Ich finde, diese ganze Abmahnerei nimmt langsam traurige Formen an, ist ja schon fast zum Volkssport geworden!

    Ich meine, ne Abmahnung, wo sie hingehört, wegen offensichtlichen Verstößen gegen Urheberrecht z.B., sind gerechtfertigt, aber dass man mittlerweile wegen jedem kleinen Pups mit ner Abmahnung rechnen muss, ist irgendwie nicht die richtige Entwicklung.
    Es gibt Hoffnung... aber da die meisten Kollegen der Bundesjustizministerin ja selbst Anwälte sind, wird man mal sehen müssen, was aus dem Vorstoß der Ministerin wird:

    Brigitte Zypries will "dem Missbrauch bei den Abmahnungen" nicht länger zusehen und in solchen Bagatellfällen zumindest die Anwaltsgebühren, die Advokaten von privaten Surfern fordern, bei Erstabmahnungen per Gesetz auf 50 Euro begrenzen.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,448817,00.html

    Die Anwaltslobby bringt sich da jedenfalls schonmal in Position:

    Die Anwaltslobby hält derlei Gebaren für völlig in Ordnung - und will den Zypries-Vorstoß verhindern. Mitunter verlangten Kollegen tatsächlich zu hohe Gebühren, aber darunter dürfe nicht die gesamte Anwaltschaft leiden, heißt es bei der Bundesrechtsanwaltskammer. Zwar seien 700 Euro plus Lizenzgebühr für "eine Stadtplankachel" etwas viel, räumt Urheberrechts-Experte Paul Hertin ein. Für angemessen hält der Rechtsanwalt etwa 250 Euro. Aber weniger dürfe es nicht sein, denn "Strafe muss sein".

    M. E. ein nettes Eigentor, dass der "Experte" seiner Lobby da geschossen hat. Denn zum Strafen sind Anwälte m. E. nicht da und auch nicht befugt. Wenn das der beste vorgeschobene Grund für horrende Abmahngebühren sein soll, dann hat er sich damit erledigt.

    PM

  9. #38
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    Könnte aber auch nach hinten losgehen, ich sehe da die Gefahr, dass es noch mehr Abmahnungen geben wird als bisher!

    So nach dem Motto, wenn die jetzt nur noch 50€ bringen, dann müssen wir eben paar mehr verschicken!
    Wahrscheinlich werden die dabei auch noch spitzfindiger werden und wirklich jedes kleinste Bit untersuchen, ob daran nicht irgendwer anders ein Recht hat!

    Was mich mal interessieren würde, wie hoch der Anteil der Abmahnungen ist, bei denen tatsächlich der Rechteinhaber dahinter steht, und wieviele nur einfach so von einem Anwalt gestellt werden, weil ja irgendwer anderes die Rechte besitzt, also ohne eigentlichen Auftrag des Rechteinhabers!

  10. #39
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Und dann würde mich mal interessieren, ob in solchen Fällen überhaupt abgemahnt werden darf?! Wenn es den Urheber überhaupt nicht stört?

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