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Arbeitslosenzahl über 5 Millionen-Grenze gestiegen!

Erstellt von 666meng666, 02.02.2005, 00:07 Uhr · 17 Antworten · 998 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von 666meng666

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    Hamburg – Bittere Lage auf dem Arbeitsmarkt: Rund fünf Millionen Menschen hatten im Januar keine Arbeit – das ist Nachkriegsrekord!

    Der CSU-Vorsitzende Stoiber wirft der Bundesregierung „absolutes Scheitern“ bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vor.

    Die Vize-Vorsitzende des DGB, Engelen-Kefer, fordert von der Bundesregierung weitere Investitionen, um für zusätzlichen Schub in der Wirtschaft zu sorgen.

    Engelen-Kefer zu BILD: „Wir brauchen ein Ende vom Kürzen, Sparen und Angstmachen.“

    Die Unternehmen hätten die Pflicht, endlich mehr für Arbeitsplätze in Deutschland tun.

    Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt spricht sich für weitere Einschnitte im sozialen Netz aus. Fünf Millionen Arbeitslose sei eine „grausame Zahl“.

    Für Prof. Hans-Werner Sinn vom Ifo-Institut ist die Rekord-Arbeitslosigkeit angesichts der weltweit anziehenden Konjunktur ein „deutsches Sonderproblem“.

    Sinn zu BILD: „Einfache Arbeit ist durch die falsche Lohnpolitik der Gewerkschaften und die Lohnkonkurrenz des Sozialstaates zu teuer geworden.“


    Sinn warnt, daß die Arbeitslosigkeit weiter wachsen werde, weil die Reformen nicht ausreichten.

    Auch Prof. Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft verlangt weitere Reformen.

    Hüther zu BILD: „Wir brauchen u. a. längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich. Die Arbeitslosigkeit wird sich 2005 auf dem hohen Niveau von fünf Millionen stabilisieren."

    ---------------------------------------------------------

    Gerade was die letzte Aussage von Herrn Hüther betrifft, frage ich mich ob das wirklich sinnvoll wäre. Wenn man die Arbeitszeiten verlängert, fallen doch noch mehr Arbeitsplätze weg und es werden noch weniger Leute eingestellt. Ich bin der Meinung, dass nur durch eine Arbeitszeitverkürzung mehr Arbeitsstellen geschaffen werden können.

    Wie seht ihr das?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von McFly

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    Ich denke, man sollte hierbei nicht hyperventilieren. Es handelt sich lediglich um ein paar Zahlenspielereien. Die Medien lassen im Moment halt ein bischen den Eindruck entstehen, dass über Nacht mehere hunderttausend Menschen arbeitslos geworden sind. Das ist natürlich Käse. In der jetzt veröffentlichten Statistik sind halt arbeitsfähige Sozialhilfeempfänger mit eingerechnet worden.

    Wirtschaftsminister Clement sagte gerade nochmal, dass es "sogar noch mehr werden", wenn Leute die in Arbeitsbeschäftigungsmaßnahmen stecken, mit eingerechnet werde. Clement bracht es meiner Meinung nach auf den Punkt: In Deutschland haben faktisch 6,5 Mio. Menschen Probleme am massive Arbeitsmarkt. 5 Mio. Arbeitslose, knapp 1,5 in ABM.

    Die Zahlen mögen schlimm klingen. Tatsächlich gab es aber keine wirkliche Veränderung am Arbeitsmarkt, was die Berichterstattung in diesem Fall jedoch offenbar vermittelt. Gerade die Springer-Presse neigt ja in solchen Fällen gleich dazu einen "Skandal" oder eine "Katastrophe" o. ä. daraus zu machen.

    Also: locker bleiben.

    McFly

    EDIT: Rechtschreibkorrektur 01:02 uhr

  4. #3
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Eigentlich sind's ja auch nicht fünf Millionen Arbeitslose, sondern eher doppelt so viele, wenn man die ganzen Umschüler, Vorruheständler, Hausfrauen etc. mitzählt. Ansonsten bin ich der Meinung, dass keine große Partei zur Zeit einen Ansatz hat, die Probleme zu lösen. Angeregt durch dieses Forum begeistere ich mich mittlerweile für die Theorien Silvio Gesells (Natürliche Wirtschaftsordnung) und habe kürzlich angefangen, sein Hauptwerk zu lesen, komme wegen Prüfungsvorbereitungen nur nicht so richtig dazu... Von einigen seiner Ideen würde ich mir wesentlich mehr versprechen als von der Vielzahl an Forderungen, die tagtäglich durch die Massenmedien schwirren.

  5. #4
    Benutzerbild von frasier

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    666meng666 postete

    Hüther zu BILD: „Wir brauchen u. a. längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich. Die Arbeitslosigkeit wird sich 2005 auf dem hohen Niveau von fünf Millionen stabilisieren."

    ---------------------------------------------------------

    Gerade was die letzte Aussage von Herrn Hüther betrifft, frage ich mich ob das wirklich sinnvoll wäre. Wenn man die Arbeitszeiten verlängert, fallen doch noch mehr Arbeitsplätze weg und es werden noch weniger Leute eingestellt. Ich bin der Meinung, dass nur durch eine Arbeitszeitverkürzung mehr Arbeitsstellen geschaffen werden können.

    Wie seht ihr das?
    Da die Stundenlöhne im Vergleich zur ausländischenn Konkurrenz zu hoch sind, muss entweder Die monatliche Arbeitszeit verlängert werden (bei gleichbleibenden Lohn) oder Arbeitszeit bleibt gleich und die Monatslöhne werden gekürzt.

  6. #5
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Soli abschaffen, die Kirchensteuer auch, die Arbeitnehmer versichern sich selber privat (was auch mehr Leistung bringt als die gesetzliche Versicherung), schon sinken die Lohnkosten für die Arbeitgeber ohne die Arbeitnehmer groß zu belasten und die Märchensteuer einheitlich auf 16% rauf (im Textil sind es schon 16%) ...

    Oder sehe ich da was falsch

    Arbeitszeitverkürzung ist schön und gut ... aber: 38,5 sollten üblich sein, ich arbeite zeitweise bis zu 50 Stunden die Woche (KEINE Überstunden, ich bin Teilzeitkraft). Meinem Chef ist es doch Wurscht, ob er meine Lohnnebenkosten für 50 Stunden bezahlt oder das Ganze für 2 Leute mit 25 Stunden. Stellt er noch jemanden ein, hat er nur einen mehr zu verwalten.

    Die neuen Ladenöffnungszeiten (hatten wir ja schon mal ) sollten ja auch mehr Personal bringen *lol* ... nüscht und noppes ... wir sind einer weniger im Laden und arbeiten mehr.

    Desweiteren frag ich mich: warum der Aufstand um die 5 Millionen ? Klar haben wir mehr Arbeitslose als vor 20 Jahren. Wir haben ja auch mehr Einwohner und die Betriebe mehr Maschinen und weniger Handarbeit. Die Arbeit von 3 Leuten leistet 1 Maschine.

    Ansonsten bin ich der (zugegeben radikalen) Meinung: von den 5 Millionen sind 3 Millionen zu dumm (faul, blöd wasauchimmer) sich richtig zu bewerben. Was wir manchmal für Bewerbungen bekommen ... *kopfschüttel* ... da ist ein Lebenslauf auf einer rausgerissenen Rechenheftseite noch das wenigste.

    Kleines Beispiel: Wir suchen eine Filialvertretung. Die Anzeige war 2 Wochen geschaltet. Zeitung UND Arbeitsamt. Bewerbungen: 11 ...Zum Gespräch geladen: 6 ...Der Rest aussortiert wegen: zu alt (55 aufwärts ... junge Mode), mehr als 5 Rechtschreibfehler in einem Satz oder Bewerbung auf Rechenkästchenpapier (Servietten hatten wir auch schon ).
    Zum Gespräch erschienen: 2 !!! Eine davon hatte nicht viel Zeit, da sie ihre Kinder aus der Schule abholen musste

  7. #6
    Benutzerbild von HellRaiser

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    kann mich dem kommentar von sonny nur anschließen.

    viele arbeitslose sind absolute schmarotzer. nichtsnutze die den staat ausnehmen wo sie nur können. diese leute sind es auch, die dazu beitragen das leute, die wirklich ohne ihr zutun arbeitslos werden und echt ein problem damit haben, keine kohle vom staat sehen oder nur wenig. obwohl sie mehr eingezahlt haben, als diese schmarotzer.

    auch die schulabgänger, die sich auf lehrstellen bewerben kann man größtenteils vergessen. was die teilweise für eine allgemienbildung haben, ist nicht mehr schön. früher hat man in der schule noch gelernt. heutzutage ist es doch nur noch ein laufsteg, um seine tollsten neuen klamotten zu präsentieren oder eine verwahrstelle für kinder, deren eltern keine zeit haben.

    ein großer kritikpunkt sind die firmen selber. warum müssen die alle ins ausland gehen? klar, weils günstiger ist. aber hauptsache sich subventionen vom staat einsacken und nach ein paar jahren den laden dicht machen und im ausland wieder aufbauen.

    wenn das so weiter geht, kann deutschland privatinsolvenz anmelden.

  8. #7
    Benutzerbild von Scheul

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    SonnyB. postete
    Soli abschaffen, die Kirchensteuer auch, die Arbeitnehmer versichern sich selber privat (was auch mehr Leistung bringt als die gesetzliche Versicherung), schon sinken die Lohnkosten für die Arbeitgeber ohne die Arbeitnehmer groß zu belasten und die Märchensteuer einheitlich auf 16% rauf (im Textil sind es schon 16%) ...
    Die Kirchensteuer hilft aber nicht dem Arbeitgeber seine Lohnkosten zu senken. Das ist jedem Arbeitnehmer sein Privatvergnügen.

    Beim Rest: OKAY, wann fangen wir damit an?

  9. #8
    Benutzerbild von Torsten

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    Es sollte vor allem begriffen werden, dass man die Lage längst nicht mehr als nationale Angelegenheit behandeln kann, sondern als globales Phänomen; nunmehr streiten sich die Bewerber auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr nur mit inländischer, sondern mit weltweiter Konkurrenz um die Jobs. Denn die etlichen Millionen Chinesen beispielsweise, die zukünftig auch in Lohn und Brot stehen wollen und für die Firmen deutlich billiger zu haben sind, interessiert es herzlich wenig, wie es mit unserem Sozialstaat bergab geht - uns hat es in den Jahren nach dem Krieg, in denen Deutschland sich Wohlstand erarbeitete und darin sonnte, ja auch nicht gejuckt, wie's den Menschen in anderen Teilen dieser Welt erging, die keine Jobs hatten.

    In einem marktwirtschaftlich organisierten System wird es immer Gewinner und Verlierer geben, zumal gewinnorientiertes Wirtschaften naturgemäß auf Rationalisierung und damit der Vernichtung von Arbeitsplätzen ausgerichtet ist. Aufgrund diverser Faktoren, u. a. der rasanten Entwicklung von Kommunikationstechnologien wie dem Internet, wächst die Weltgemeinschaft immer mehr zum viel zitierten "globalen Dorf" zusammen, weshalb die Karten zur Bestimmung dieser Gewinner und Verlierer völlig neu gemischt werden. Nunmehr ist daher eine Zeit angebrochen, in der die Deutschen aus ihrem einstigen Sozial-Paradies herausgerissen werden und sich mit der ungemütlichen Realität konfrontiert sehen, dass die Bedingungen auf diesem internationalen Arbeitsmarkt deutlich härter geworden sind...

  10. #9
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Scheul postete
    Die Kirchensteuer hilft aber nicht dem Arbeitgeber seine Lohnkosten zu senken. Das ist jedem Arbeitnehmer sein Privatvergnügen.
    Nicht ? Zahlt da nicht der Arbeitgeber auch einen Anteil ? Das dachte ich immer. Ich habe noch nie Kirchensteuer gezahlt, daher weiss ich das nicht so genau

  11. #10
    Benutzerbild von frasier

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    Torsten postete

    In einem marktwirtschaftlich organisierten System wird es immer Gewinner und Verlierer geben, zumal gewinnorientiertes Wirtschaften naturgemäß auf Rationalisierung und damit der Vernichtung von Arbeitsplätzen ausgerichtet ist. ...
    Mal angenommen, der technische Entwicklung schreitet genauso wie bisher auch in Zukunft voran, wo siehst du (grob geschätzt) die Arbeitslosenquote in 30 oder 50 Jahren? (mal ohne Globalisierungseffekte)

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