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Arbeitsrecht - hat da jemand Ahnung?

Erstellt von justmusic, 16.06.2006, 16:40 Uhr · 106 Antworten · 7.121 Aufrufe

  1. #61
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    Na ist bloß ein letzter Monat, weil ich zum 1.4. woanders anfange, viel interessanter wird ja die monatliche Aufwandspauschale, die ja noch vom Februar aussteht! Ohne das Geld bin ich ziemlich aufgeschmissen!

    Und Insolvenzausfallgeld ist ja auch nicht das volle Gehalt!

    Man man man, warum muss sowas eigentlich immer mir passieren!

  2.  
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  3. #62
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von just music Beitrag anzeigen
    Eigentlich hatte ich gehofft, mal etwas länger in einer Firma zu bleiben, und nu so was: Insolvenz
    Kennt jemand nen Anwalt in Nord-NRW, der sich damit auskennt?
    Ob sich das lohnt?

    Letztendlich stehen Deine Ansprüche auf Gehaltszahlung in der Insolvenz ziemlich weit oben. Wenn sich irgendwo Geld findet, wird es auch als Gehalt fließen. Theoretisch könntest Du jetzt Zinsen auf das ausstehende Gehalt fordern, aber was bringt das schon... Auf den Anwaltskosten bleibst Du am Ende auch sitzen wenn nichts zu holen ist.

    Das Insolvenzausfallgeld entspricht meines Wissens fast dem Nettogehalt. Allerdings rennt man auch dem nach Beantragung noch ewig hinterher.

    PM

  4. #63
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    Hab mich grad etwas belesen:

    Insolvenzausfallgeld wird erst nach Beginn des Insolvenzverfahrens gezahlt, und das kann bis zu 3 Monate nach Insolvenzanmeldung sein.

    Meines Wissens ist gestern Insolvenz angemeldet worden, kann also mit dem Geld noch dauern.

    Weitergehende Ansprüche wie Reisekosten müssen direkt beim Insolvenzverwalter angemeldet werden.
    Insolvenzverwalter gibt es ja auch erst nach Beginn des Verfahrens, kann also noch dauern.
    Meine Aufwandspauschale fällt da hinein, würde ich mal sagen, ist ja letztlich nix anderes als Kosten für Unterkunft und Fahrtkosten.
    Allerdings habe ich die bisher immer für zwei Monate vorfinanzieren müssen, sprich, der Januar ist abgerechnet, das Geld brauche ich, um jetzt den März zu finanzieren. Das Geld für Februar kommt dann normalerweise Ende März usw.
    Egal wo ich jetzt unterschreibe, ich werde wieder erstmal vorfinanzieren müssen, fragt sich nur, wovon, Ende März ist bei mir Finale!

    Und was den Anwalt angeht, hab doch ne Rechtschutzversicherung. Mir geht es auch weniger um einklagen oder so, sondern um ne Beratung, was jetzt wann zu tun ist, damit ich nix falsch mache und mich um meine Ansprüche bringe.

  5. #64
    Benutzerbild von DeeTee

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    Nur am Rande: Bei solchen Fragen hilft die Rechtsberatung der Gewerkschaft auch weiter. Und die sind vom Fach!

    DeeTee

  6. #65
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    Dazu müsste man aber in der Gewerkschaft sein ...

  7. #66
    Benutzerbild von DeeTee

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    Jetzt weißt Du, wofür das sinnvoll sein kann.

    DeeTee

  8. #67
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    Na toll, und wie oft tritt so ein Fall ein? Sonst hab ich ja nix davon!

  9. #68
    Benutzerbild von DeeTee

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    Hmmm, im Grundprinzip bin ich immer versichert in der Hoffnung, dass der Versicherungsfall nicht eintritt - die Versicherung habe ich trotzdem.

    Auch wenn ich die derzeitige Tätigkeit der Gewerkschaften kritisch betrachte, halte ich diese Form der arbeitsbezogenen Solidarität für überaus wichtig. Entsprechend bezahle ich monatlich ein Prozent von meinem Bruttoeinkommen (was ich allerdings auch von der Steuer absetze ).

    Aber es wird ja niemand gezwungen ...

    DeeTee

  10. #69
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von just music Beitrag anzeigen
    Na toll, und wie oft tritt so ein Fall ein? Sonst hab ich ja nix davon!
    Gerade für Arbeitnehmer in kleineren Internet-Buden und sonstigen "Irgendwas mit Web-, neuen Medien, IT und Design"-Dienstleistern mit 5,10,20 Angestellten und den häufig anzutreffenden "Ich zahle alles, also bin ich das Gesetz"-Chefs, wäre ein gewisser Organisationsgrad der häufig massenhaft mit Überstunden, verfallendem Urlaub und mickrigen Gehältern versehenden Quasi-Leibeigenen eigentlich mal ganz sinnvoll. Wenn ich sehe mit was für Gehältern sich viele da abspeisen lassen, welche Überstunden sie dafür schieben und das oft schon der geringe gesetzliche Urlaub noch teilweise verfällt, dann ist das nicht gut fürs gesamte Gehaltsniveau. Oben drauf bleiben so Kleinigkeiten wie das Arbeitszeitgesetz oft völlig selbstverständlich unbeachtet und keiner traut sich aufzumucken.

    Die Gewerkschaften haben teilweise einen ganz schönen Hau und das Funktionärstum ist auch nicht dolle, aber an der Basis wird gegen das alltägliche Ausbeutertum noch ganz gut angegangen (siehe Aktionen gegen gewisse Lidl-Filialen usw.).

    PM

  11. #70
    Benutzerbild von Minne

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    Zitat Zitat von just music Beitrag anzeigen
    Na toll, und wie oft tritt so ein Fall ein? Sonst hab ich ja nix davon!
    Die letzte Unstimmigkeit in einem Betrieb mit der erfolgten Kündigung liegt doch noch gar nicht so lange zurück.

    Ich möchte zwar keine Debatte, (Pro und Contra) über Gewerkschaften ins Leben rufen doch sollten wir froh sein das es sie gibt.

    Ich zahle meinen Beitrag gerne, wie Dee Tee schon anführte, auch aus der Sicht heraus das ich froh bin das es Tarifverträge gibt und ich auch anständig entlohnt werden möchte. Ich kann nicht einfach einen Tariflohn einfordern, den die Gewerkschaften ausgehandelt haben ohne das ich dieser angehöre (meine Sicht).

    Bei meiner Gewerkschaft zahle ich zwar auch 1,15 % vom Bruttolohn als Beitrag, darin enthalten ist sogar eine Unfallversicherung mit Krankenhaustagegeld.

    So aber nun wieder zu deinem Problem:

    Ob dein Arbeitgeber die Insolvenz schon angemeldet hat kannst du hier nachsehen:https://www.insolvenzbekanntmachungen.de

    Bei meiner letzten Insolvenz (ich habe drei mitgemacht) konnte die Gewerkschaft mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter (der wird wenige Tage nach Insolvenzantrag bestellt) schnell handeln und die ausstehenden Gelder per Fremdfinanzierung (Bank) bezahlen. Das Geld kam genauso pünktlich wie sonst auch.

    Gibt es in dem Unternehmen einen Betriebsrat ?
    Falls die Insolvenz noch nicht angemeldet ist, kann man eventuell noch rechtzeitig einen ins Leben rufen.Dazu müsst ihr mit der Gewerkschaft sprechen.
    Wäre wichtig für Sozialplanverhandlungen zumindest für Mitarbeiter die schon länger dabei sind.

    Wie steht der Chef zu seinen Mitarbeitern ?
    Wenn er ihnen wohlgesonnen ist kann man auch hier dafür sorgen das die Mitarbeiter keinen finanziellen Schaden erleiden.

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