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Arschgeweih - ein Spitzenkommentar dazu *megarofl*

Erstellt von DeeTee, 27.05.2004, 15:25 Uhr · 31 Antworten · 2.254 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von DeeTee

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    @Dave & Rosalie:

    Sorry, aber ich finde die Arschgeweihe genauso sinnlos und fast lächerlich, wie Ringe in der Nase (neudeutsch "Piercings") opder in anderen mehr oder weniger sichtbaren Körperteilen.
    Meinetwegen schimpft mich einen Spießer; in 20 Jahren sprechen wir uns dann wieder

    Grüße!
    DeeTee

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Babooshka

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    Ich würd mir keins machen lassen. Ist ja heutzutage genau wie Piercings absoluter Mainstream! Und icke, aussehen wie jede? Neeee!

  4. #13
    Benutzerbild von
    DeeTee postete
    @Dave & Rosalie:
    Sorry, aber ich finde die Arschgeweihe genauso sinnlos und fast lächerlich, wie Ringe in der Nase (neudeutsch "Piercings") opder in anderen mehr oder weniger sichtbaren Körperteilen.
    Das ist Dein gutes Recht! Übrigens: Wenn ich so durch die Stadt gehe, finde ich eine ganze Menge sinnloser und lächerlicher Sachen an einzelnen anderen Menschen. Vielleicht hat sogar schonmal jemand an mir etwas sinnlos oder lächerlich gefunden als er an mir vorbei gelaufen ist (was ich natürlich nicht glaube ;-). Was ich damit sagen will: Es bedarf keiner Piercings oder Tattoos, damit einige Leute lächerlich aussehen (manche sehen sogar völlig nackt und ungeschmückt besonders lächerlich aus). Übrigens sind Ohrringe genau genommen auch Piercings (habe sogar erst letztens den Begriff "Ear Piercings" an einem Laden gelesen!) und ich glaube nicht, dass so bald die Zeit kommt....

    Meinetwegen schimpft mich einen Spießer; in 20 Jahren sprechen wir uns dann wieder
    ...., in der man sie grundsätzlich lächerlich findet. Für Tattoos gilt das natürlich auch schon lange (schon Ötzi war tätowiert). Genauso wie es schon immer gilt, dass es gute und schlechte Tattoos gibt. Deshalb gibt es m. E. auch gute "Arschgeweihe" (nämlich solche, bei denen man eine persönliche, sorgfältige Motivwahl ausmachen kann, etwas was nicht 08/15 hingerotzt ist, weil es gerade jeder hat) und schlechte (08/15 Motiv aus dem Tattoo-Vorlagenheftchen des Ladens wo es gemacht wurde, schlecht gestochen und/oder am "falschen Hintern").

    M. E. hat das einfach nur etwas mit Geschmack zu tun. Im Sommer kann man in jeder größeren Stadt in relativ kurzer Zeit eine gewisse Zahl geschmackvoll tätowierter Frauen und Männer ausmachen. In dieser Zeit wird man ungefähr 5-10 Mal so viele Leute sehen, die ganz schlechte Tattoos tragen. Das gleiche gilt allerdings für die Kleidung aller untätowierten und tätowierten Leute. Nur würde es in dem Fall keiner für sinniger halten, dass die Leute besser nackt rumlaufen sollten (wofür man oft auch sehr dankbar ist). Und genau so handhabe ich es eben auch mit den Tattoos. Piercings kann man übrigens auch meistens wieder so entfernen, dass es nicht komisch aussieht. Und mit Tattoos kann man - wenn sie mit bedacht gewählt wurden - ganz gut alt werden. Wenn die Haut mal schlaff sein sollte und hängt, ist das mit und ohne Tattoo nichts mehr für den Strand.

    Gruß
    Dave

  5. #14
    Benutzerbild von DeeTee

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    Dave Bowman schrieb:
    Es bedarf keiner Piercings oder Tattoos, damit einige Leute lächerlich aussehen
    Wie wahr, wie wahr...

    M. E. hat das einfach nur etwas mit Geschmack zu tun.
    Nun ja, sicherlich hast Du recht, aber der Geschmack kann eben eigenständig und wohl überlegt sein oder eben den Mainstream nachäffen bzw. irgendwelchen Trend- und/oder Jugendmagazinen. Und dann ist das eben nicht mehr so lustig.
    Vor allem gilt das in folgendem Fall:

    Piercings kann man übrigens auch meistens wieder so entfernen, dass es nicht komisch aussieht.
    Dem ist leider häufig nicht so. Es mehren sich die Fälle, wo junge Frauen, die sich vor 5 oder 6 Jahren haben diverse Piercings machen lassen, jetzt vor erheblichen Problemen stehen:
    - kosmetischer Art, z. B. Löcher in der Nase oder Lippe
    - medizinischer Art, z. B. Zungenpiercings, Brustwarzen etc.
    Tattoos sind (wenn hygienisch einwandfrei gemacht) weniger gefährlich, aber sind ohne medizinischen Eingriff ebenfalls lebenslänglich. Und wenn denn die Kinder in 10 oder 15 Jahren fragen: "Mama, warum kringelt sich da so eine dicke Schlange auf deinem Hintern?" - dann bin ich gespannt auf die Antwort (und zähle die Mütter, die sich wegen irgendwelcher Jugend-Mode-Torheiten am liebsten in den selbigen beißen würden).

    Und ein Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Piercing- bzw. Tattooanzahl ist evident; mit Ausnehmen in beide Richtungen.

    Grüße!
    DeeTee

  6. #15
    Benutzerbild von
    Und wenn denn die Kinder in 10 oder 15 Jahren fragen: "Mama, warum kringelt sich da so eine dicke Schlange auf deinem Hintern?" - dann bin ich gespannt auf die Antwort (und zähle die Mütter, die sich wegen irgendwelcher Jugend-Mode-Torheiten am liebsten in den selbigen beißen würden).
    Und ein Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Piercing- bzw. Tattooanzahl ist evident; mit Ausnehmen in beide Richtungen.
    Dann können wir ja von Glück sagen, dass z. B. George W. Bush (Yale-Absolvent) wahrscheinlich nicht tätowiert ist. Aber was soll das jetzt aussagen? Das ein höherer Bildungsstand vor unsinnigen Handlungen schützt (so ein Tattoo denn unsinnig ist, während Haare färben oder das Tragen eines Armani-Anzugs bei 40°C sinnig ist)? Warum nur haben uns dann die ganzen untätowierten Gebildeten in den letzten 30 Jahren mit ihrem kurzsichtigen Handeln derart in die Schei..e geritten? Bei Schröder bin ich mir allerdings nicht ganz sicher. Bis zum Einschlagen des zweiten Bildungswegs hatte er ja jede Menge Zeit sich ne' Schlange auf den Hintern tätowieren zu lassen.

    Wie dem auch sei. M. E. ist das ein hohles Totschlagargument. Ich habe durchaus einige Leute im Bekanntenkreis erlebt, die sich ein Tattoo nicht etwa wegen ihres Diploms verkniffen haben, sondern weil sie Bedenken hatten, dass ihre Kollegen anfangen dumm zu tratschen oder sie sich Karrierechancen verbauen. Die Ursache dabei ist auf das von Dir angeführte Denken zurückzuführen, aber nicht darauf, dass sich per se nur "Dumme" tätowieren lassen (sie dürfen sich trösten, immerhin heisst es ja, dass sie gut f**cken, wenn wir schon die Klischees, Vorurteile und Schubladendenken bemühen und pflegen)

    M. E. üben Tattoos aber gerade deshalb auch immer noch einen Reiz auf jene aus, die in jungen Jahren einfach nur rebellieren wollen: Eine pure Provokation gegenüber den sog. braven Spießern. Ausgerechnet dann, wenn Tattoos ein hierzulande akzeptierter und legitimer Körperschmuck im Range eines Ohrrings wären, wären Tattoos längst der Schmuddelecke entkommen, würden sich zur Rebellion nicht mehr eignen und die von Dir skizzierten Fälle würden seltener auftreten. Paradox nicht? Und ausgerechnet den Tattoo-Fans der "alten Schule", stinkt die Arschgeweih-Inflation auch noch genauso wie Dir.

    Übrigens habe ich schon sehr häufig erlebt, dass der Bildungsstand nicht unbedingt mit Intelligenz gleichzusetzen ist (ich verweise nochmal auf meinen ersten Absatz), weshalb es für mich immer wieder sehr gewagt erscheint, bestimmte Leute mit diesem Argument in eine gewisse Ecke drängen zu wollen.

    Das gleiche gilt für das "Mutter"-Argument: Nicht jede Mutter muss - auch nicht nach mehreren Geburten - auseinander gehen wie ein Hefekuchen - eher die wenigsten können dagegen gar nichts tun. Und wenn über der Spieldecke auf einmal Schatten ist, weil Mama mit ihrem Hintern in der Größe von zwei Wasserbällen einfach einen fiesen Schatten wirft, ist die tätowierte Schlange immerhin das einzige was die Frau Mama noch vor der Frage: "Mama, warum hast Du eigentlich so einen fetten Arsch?" schützt (sorry für die direkte Wortwahl) und wird so auch eher zum kleineren Problem. Solche Argumente empfinde ich, im Bezug auf andere, etwas vorgeschoben. Wenn man selbst davor Angst hat und sich deshalb nicht tätowieren lässt ist es ja ok und wenn man es nicht macht, weil es einem nicht gefällt, ist es sowieso ok. Aber andere Leute deswegen in irgendeine Schublade zu stecken muss doch echt nicht sein.

    Ansonsten bekommt heute jede Dritte Frau kein Kind mehr, dass nach der Schlange auf dem Hintern fragen könnte. Das mag zwar nur der Preis sein, den wir für eine verfehlte Wirtschafts- und Familienpolitik und die weitgehend realisierte Gleichberechtigung zu zahlen haben, ändert aber nichts daran, dass ein großer Teil von Frauen ungeachtet einer Geburt (und fast alle Männer) mit ihrem Körper machen können was sie wollen. Es gibt nichts zu bereuen, wenn man sich das vorher einmal genau überlegt. Anzunehmen, dass die meisten Tattoos unüberlegt sind und bestimmt noch bereut werden, entspricht vielleicht eher der eigenen ablehnenden Haltung, dem "es sich nicht anders vorstellen können" und der Kenntnis einiger Negativbeispiele, aber nicht unbedingt der mehrheitlichen Erfahrung "Tattoo-Erfahrener".

    Deshalb sollte man meines Erachtens zwei Dinge unterscheiden: Übermütiges, sinnfreies zupflastern mit irgendeinem x-beliebigen Tattoo (das vermutlich nicht ein Leben lang glücklich macht) oder überzeugtes tätowieren mit einem Motiv, dass eine tiefere Bedeutung hat und damit etwas inneres nach aussen trägt. Wenn man keinen Unterschied machen will, kann man auch ganz einfach sagen, dass man es nicht gut findet und muss das nicht mit Vorurteilen und Klischees belegen. Ich finde es erschreckend, wieviel Toleranz-Blabla für jeden Scheiss gepredigt wird und wie selbstverständlich vorurteilbehaftet es dann bei vermeintlich alltäglichen Dingen zugeht. Ich bin froh mich von so etwas nicht blenden zu lassen, sonst wäre mir nicht zuletzt eine tolle Partnerschaft entgangen (übrigens mit einer Akademikerin, natürlich eine Ausnahme...).

    Grüße
    Dave

  7. #16
    Benutzerbild von TactX

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    Ist der Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Tattoos/Piercings wirklich evident?

    Wenn ja: liegt es am Intellekt des "Eigentümers" oder doch eher an gesellschaftlichen Zwängen?

    Menschen mit höherem (Aus-)Bildungsstand sind allgemein auch in höher dotierten Jobs zu finden. In diesen wird durchschnittlich gesehen nun mal auch mehr auf "gesellschaftkompatibles" und politisch korrektes Aussehen/Auftreten geachtet - durch diesen Anpassungsdruck sind die Möglichkeiten individueller Entfaltung jeglicher Art wiederum stark eingeschränkt....
    Viele Berufsgruppen haben nunmal einen vorgeschriebenen Dresscode, der meist mehr als nur die Kleidung einschließt.

    Es mag sein, dass eine Vielzahl der heute Heranwachsenden sich irgendwann mal über etwaige "Jugendsünden" ärgert, aber tun wir das nicht alle? - manche dieser "Sünden" sind nur nicht sofort für Jeden ersichtlich...
    Ein Tattoo sollte grundsätzlich wohlüberlegt sein, das Motiv erst recht.
    Nichts ist schlimmer als ein hingepfuschtes uninspiriertes Gekrakel eines drittklassigen Tätowierers, das dieser dann als "Tribal" verkauft.
    Das Motiv sollte in Form, Farbe und Größe zum Träger passen - und auch zu dessen Persönlichkeit / Erscheinungsbild.
    Ein guter und seriöser Tätowierer wird umfassend und offen beraten und im Zweifelsfalle auch den Auftrag ablehnen. Wer darauf nicht hört: selbst Schuld!

    Hat man sich nun also ernsthaft durch o.g. Punkte gearbeitet und eine bewußte Entscheidung getroffen, wird man auch bis ins hohe Alter Freude an seinem Tattoo haben und dazu stehen können. Daran ist dann auch nichts "Tragisches", da bei einem kleinen alten Runzelzwerg ein Tattoo den Gesamteindruck auch nicht mehr weiter nach unten ziehen kann....^^
    Ich habe aber im Gegenteil den Eindruck gewonnen, dass Tattooträger bis ins Alter allgemein ein höheres Körperbewußtsein an den Tag legen, sich besser in Form halten und seltener aus dem Leim gehen (sieht ja auch irgendwie blöd aus, wenn die Mona Lisa auf dem Bauch irgendwann die Mundwinkel hängen läßt... )
    Und meist sind die Hinterm-Rücken-Tuschler und Mit-dem-Finger-Zeiger eher ein Fall für die Stilberatung.....

  8. #17
    Benutzerbild von Torsten

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    Dave Bowman postete
    Übrigens habe ich schon sehr häufig erlebt, dass der Bildungsstand nicht unbedingt mit Intelligenz gleichzusetzen ist (ich verweise nochmal auf meinen ersten Absatz), (...)
    Nicht immer, aber immer öfter...
    Ich erinnere mich an einen Artikel über diverse MENSA-Mitglieder, die dabei auch interviewt und u. a. gefragt wurden, woran sich nach ihrer Meinung hohe Intelligenz festmacht. Neben unterschiedlichsten Antworten gab es einen Punkt, der von allen genannt wurde: Überdurchschnittliches Interesse an sämtlichen Wissensgebieten.

    Und genau das ist das entscheidende Verbindungsglied zwischen Intelligenz und Bildung; denn wer sich für nix interessiert, kann auch nichts wissen. Demnach stehen, trotz gewisser Ausnahmen (wenn jemand z. B. schlicht nicht die Chance erhält, sich fortzubilden), Intelligenz und Bildung in den meisten Fällen durchaus in einer wechselseitigen Abhängigkeit. Die Fälle, in denen das eine autonom vom anderen existiert, sind nach meiner Erfahrung deutlich in der Minderheit (wenngleich durchaus vorhanden).

    Ach ja: Die von dir erwähnten Eseleien politischer Entscheidungsträger (ich bin übrigens der Meinung, dass Politiker oftmals die geringste Schuld an gewissen Zuständen tragen!) mögen auf den ersten Blick nicht von Intelligenz zeugen. Allerdings haben es diese Leute immerhin in eine Machtposition geschafft, die es ihnen überhaupt erst ermöglicht, diese Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen. Hierfür darf durchaus ein gerüttelt Maß an wie auch immer gearteter Intelligenz unterstellt werden. Ob dies ausreicht, um dann tatsächlich langfristig vernünftige Politik zu betreiben, steht auf einem anderen Blatt...

  9. #18
    Benutzerbild von
    Torsten postete
    Ach ja: Die von dir erwähnten Eseleien politischer Entscheidungsträger (ich bin übrigens der Meinung, dass Politiker oftmals die geringste Schuld an gewissen Zuständen tragen!) mögen auf den ersten Blick nicht von Intelligenz zeugen. Allerdings haben es diese Leute immerhin in eine Machtposition geschafft, die es ihnen überhaupt erst ermöglicht, diese Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen. Hierfür darf durchaus ein gerüttelt Maß an wie auch immer gearteter Intelligenz unterstellt werden. Ob dies ausreicht, um dann tatsächlich langfristig vernünftige Politik zu betreiben, steht auf einem anderen Blatt...
    Genau deswegen habe ich dieses Beispiel aufgegriffen. Immerhin geht es hier ja im Kern um das Thema Tattoos und mittlerweile darum, wer sie sich hauptsächlich stechen lässt und wer sie später bereut.

    Politiker und Wirtschaftslenker brachte ich ins Spiel, weil sie zweifelsohne meistens über einen hohen Bildungsabschluss verfügen (Ausnahmen wie Rau und Müntefering sind eine aussterbende Art, bald werden wir nur noch von Anwälten und Lehrern regiert - man merkt es an unseren vielen Gesetzen: kompliziert und bevormundend), andererseits aber eben gerade nicht für ein Denken bekannt sind, das langfristige Entwicklungen und Wendungen in ihre Handlungen einbezieht. Das wäre aber zunächst mal die Einzige Qualität, aufgrund derer es einleuchtend sein könnte, dass Menschen mit einem höheren Bildungsabschluss *wegen* ihrer Bildung nicht tätowiert sind. Also sind entweder fast alle Politiker und Manager tätowiert (Unser Ex-Bundespräsi dürfte ja sogar, hat ja keinen besondere Abschluss) oder es muss nicht so viel miteinander zu tun haben, wie DeeTee meint. Sonst müsste sich die höhere Bildung auch im besseren Abschätzen anderer Dinge, die man später bereuen könnte, niederschlagen. Und in der politischen und wirtschaftlichen Geschichte der letzten 30 Jahre gibt es eine ganze Menge zu bereuen, dass mit etwas Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein zu vermeiden gewesen wäre. Übrigens leiden deutsche Studenten recht häufig (1/5) unter psychische Auffälligkeiten wie Suchtverhalten, Essstörungen oder Depressionen - teilweise signifikant höher als der Bevölkerungsdurchschnitt. Das Loblied der Vernunft gegenüber dem "doofen Hauptschüler" haben sie also nur bedingt verdient.

    Ich bin hier - wie schon ausgeführt - eher der Ansicht von TractX. Zumal der eher anspruchsvoller Tätowierte tatsächlich ein besseres Verhältnis zu seinem Körper und seiner Figur zu haben scheint als der Durchschnitt. Die Leute haben ja nunmal auch vor, ihre Kunstwerke zu zeigen. Damit meine ich nicht die schmuddelig tätowierten (Typ Daueralkoholisiert, Unterarm-Tattoos in der Art von Telefongesprächskritzeleien) und MitläuferInnen (deren Tattoos oft das kleinste Problem sind).

    Dave

  10. #19
    Benutzerbild von Pallas

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    937
    Sehr gutes Posting, Thorsten, da stimme ich dir voll und ganz zu.
    Torsten postete
    Dave Bowman postete
    Übrigens habe ich schon sehr häufig erlebt, dass der Bildungsstand nicht unbedingt mit Intelligenz gleichzusetzen ist (ich verweise nochmal auf meinen ersten Absatz), (...)
    Nicht immer, aber immer öfter...
    Ich erinnere mich an einen Artikel über diverse MENSA-Mitglieder, die dabei auch interviewt und u. a. gefragt wurden, woran sich nach ihrer Meinung hohe Intelligenz festmacht. Neben unterschiedlichsten Antworten gab es einen Punkt, der von allen genannt wurde: Überdurchschnittliches Interesse an sämtlichen Wissensgebieten.
    Und genau das ist das entscheidende Verbindungsglied zwischen Intelligenz und Bildung; denn wer sich für nix interessiert, kann auch nichts wissen. Demnach stehen, trotz gewisser Ausnahmen (wenn jemand z. B. schlicht nicht die Chance erhält, sich fortzubilden), Intelligenz und Bildung in den meisten Fällen durchaus in einer wechselseitigen Abhängigkeit. Die Fälle, in denen das eine autonom vom anderen existiert, sind nach meiner Erfahrung deutlich in der Minderheit (wenngleich durchaus vorhanden).
    Genau das hätte ich auch geantwortet. Vielfältiges Interesse und vor allem auch Neugier und Aufgeschlossenheit sind der Schlüssel zu Bildung und damit auch zur Intelligenz. Es reicht nicht, wenn der IQ hoch ist - man sollte auch stets waches Interesse an den Vorgängen in der Welt haben. Das Interesse an Rätseln aller Art, die Neugier, die Lust, nach kreativen Lösungsmöglichkeiten zu suchen und die Dinge einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten - alles was die Wendigkeit des Denkens fördert, fördert auch die Intelligenz.

    Aber letztlich geht's ja um Arschgeweihe (lustiges Wort übrigens!).
    So etwas würde ich mir niemals auf den Hintern nadeln lassen. Erstens, weil ich nicht zu den superdünnen knackigen Figuren gehöre, die sich ohne weiteres bauchfrei sehen lassen könnten... und dann vor allem auch, weil ich einen viel zu wechselvollen Geschmack habe, als daß ich so einen Schmuck für die Ewigkeit in meine Haut einritzen lassen würde. Spätestens nach 2 Jahren hätte ich das Ding sicher über. Aber auch sonst mag ich keine Tattoos an mir selbst (habe demnach auch keines). Und selbst wenn ich es mögen würde - ich würde mir (als dritten Grund) auch deshalb keines machen lassen, weil so viele ein Tattoo haben. Und nur aus modischen Gründen ein ewiges Hautbildchen? Nööö... ist ja langweilig.

    Heute ist es doch nichts Besonderes mehr, so ein Arschgeweih. Ich kann auch nicht sagen, daß ich das erotisierend finde. Da bin ich vielleicht aus heutiger Sicht spießig - aber so ist es nun mal.

    Ich kannte mal jemanden, der hat sich das Tribal, was er potentiell als Tattoo haben wollte, zwei Jahre lang an den Autospiegel gehängt und gesagt: "Wenn ich das Motiv dann noch leiden mag, dann ist es richtig!". Es muß wohl richtig gewesen sein, denn er hat sich damit tätowieren lassen.

    Ach ja: Die von dir erwähnten Eseleien politischer Entscheidungsträger (ich bin übrigens der Meinung, dass Politiker oftmals die geringste Schuld an gewissen Zuständen tragen!) mögen auf den ersten Blick nicht von Intelligenz zeugen. Allerdings haben es diese Leute immerhin in eine Machtposition geschafft, die es ihnen überhaupt erst ermöglicht, diese Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen. Hierfür darf durchaus ein gerüttelt Maß an wie auch immer gearteter Intelligenz unterstellt werden. Ob dies ausreicht, um dann tatsächlich langfristig vernünftige Politik zu betreiben, steht auf einem anderen Blatt...
    Auch das würde ich unterschreiben. Davon abgesehen treffen solche Entscheidungsträger sowieso nie für alles und jeden die richtige Entscheidung. Gewissen Leuten die Schuld an bestimmten Zuständen zu geben - so wie es der Mann tat, der Schröder neulich geohrfeigt hat - ist eine ziemlich einseitige Sicht der Dinge, mit der man es sich meiner Meinung nach verdammt einfach macht. Die Zusammenhänge sind bei näherem Hinsehen viel verflochtener und komplexer.

    Ach, noch was: der Zeitungsartikel ist wirklich sehr schön!

  11. #20
    Benutzerbild von DeeTee

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    @Torsten:
    Ein sehr schönes Posting von Dir! *Freu*

    Genau das hätte ich Dave auch geantwortet.

    Und dazu:
    Dave schrieb:
    M. E. üben Tattoos aber gerade deshalb auch immer noch einen Reiz auf jene aus, die in jungen Jahren einfach nur rebellieren wollen: Eine pure Provokation gegenüber den sog. braven Spießern.
    Lebenslange Rebellion und Provokation ist aber eher lächerlich. Und im Trend zu liegen, ist ebenfalls keine solche.

    Dave schrieb auch:
    Aber was soll das jetzt aussagen? Das ein höherer Bildungsstand vor unsinnigen Handlungen schützt (so ein Tattoo denn unsinnig ist, während Haare färben oder das Tragen eines Armani-Anzugs bei 40°C sinnig ist)? Warum nur haben uns dann die ganzen untätowierten Gebildeten in den letzten 30 Jahren mit ihrem kurzsichtigen Handeln derart in die Schei..e geritten?
    Umgekehrt wird ein Schuh 'draus. Hätten uns statt der Gebildeten und Armani-Träger nun die Tätowierten und Jeansträger regiert, würde es uns dann besser gehen? Ich fürchte, die Argumentation von Dir ist nicht wirklich belastbar.

    Im übrigens wollte ich weder Bildung und Intelligenz noch sozialen Stand über einen Kamm scheren (das nur mal am Rande angemerkt).

    @Pallas: *zustimm*

    Grüße!
    DeeTee

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