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Berufswünsche...

Erstellt von icebomb_de, 15.04.2003, 09:56 Uhr · 37 Antworten · 3.536 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Safaritünnes

    Registriert seit
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    Ich wollte ursprünglich Animator (nicht Animateur!!!) bei Disney
    werden.
    Leider war das nicht so einfach in Deutschland in den 80ern.

    Heute gibt es verschiedene Akademien, wo man sowas lernen kann.

    Allerdings wäre ich aber wahrscheinlich auch schon durch die
    Aufnahmeprüfung gefallen, weil mein zeichnerisches Können
    dafür nicht ausreichend gewesen wäre.
    (Mann, ich höre mich an, wie George McFly...)

    Aber dafür ist die Zeichentrick-Geschichte ein schönes Hobby geworden.

    Gelernt habe ich dann den aufregenden Beruf "Bürokaufmann".
    Und arbeite heute im Vertriebsinnendienst.

    Super, was?

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von
    Ich hatte schon ziemlich früh ein kleines Teleskop. Dadurch konnte ich mich von meinem kleinen Kinderzimmer aus ein wenig auf dem Mond umsehen. Ich fand es richtig schade, dass ich nicht mehr miterleben konnte, wie Menschen unseren Erdtrabanten betraten. Dafür wurde ich zu spät geboren. Aber ich wollte auch mal dort oben hin und meine Bilderbücher waren gar nicht mal so billige Bildbände mit vielen NASA-Fotos. Schön, dass meine Eltern sie mir damals schon gekauft haben und klar: Ich wollte Astronaut werden! Da war ich vielleicht 7 oder 8 Jahre alt....

    Mit ungefähr 12 Jahren wurde mir aber langsam klar, dass ich die wissenschaftliche Laufbahn, die am geeignetsten sein würde um wirklich einmal Astronaut werden zu können, weder einschlagen wollte, noch so recht konnte. Also wurde mein Berufswunsch der, den sowieso schon alle Verwandten und Bekannten ahnten: "Der macht mal was mit Komputa".

    So ist es dann auch gekommen. Das Rumgehacke auf C16, C64 & Co. hat sich tatsächlich nochmal ausgezahlt. Eine späte Genugtuung für die vielen abschätzigen Bemerkungen meines Vaters, dass das ja alles nur Geldverschwendung sei und warum ich nicht lieber Fußball spielen würde statt an der doofen Kiste zu hängen... ;o)

    Dave

  4. #13
    Benutzerbild von icebomb_de

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    17.12.2002
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    Hmm - so wie ich das sehe, konnte also so gut wie keiner seine frühen Kindheitsträume in die Tat umsetzen - oder ist da draußen noch jemand, der das konnte???
    Gab es eigentlich spezielle Modeberufe der 80er???

    Eins hab ich noch vergessen - Als ich damals Lou Grant gesehen habe, wollte ich unbedingt Reporter werden.
    Da sieht man aber mal, welchen Einfluß das Fernsehen hat.
    Auweia - wenn ich Ally McBeal, Buffy, Angel, Friends, GZSZ usw. sehe, was wollen die Kiddys dann heute werden???!???!?

    So Long
    Ice

  5. #14
    Benutzerbild von
    @ icebomb_de

    Ob es unbedingt "Modeberufe" gab, weiss ich nicht. Ich glaube eher, es gab damals einfach nur sehr beliebte Berufswünsche und die waren durch die Bank weg eigentlich sehr bodenständig und realistisch: Lokführer, Krankenschwester, Polizist, Arzthelferin, LKW-Fahrer, Feuerwehrmann..... Viele meiner Mitschüler/innen hatten damals solche Berufswünsche.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das heute nicht mehr der Fall ist. Welche Eltern wollen heutzutage noch so einen "popeligen" Beruf für ihre Kinder akzeptieren? Es gehen doch nur noch Einsteins zur Schule (so jedenfalls die Wunschvorstellung der Eltern, die sich aktuell im Werbespot mit der Schwangeren von der HypoVereinsbank wiederspiegelt) und sie haben völlig überzogene Vorstellungen zu erfüllen. Es ist ja heutzutage für viele Eltern schon ein Unding, dass ihr Kind vielleicht nicht aufs Gymnasium gehen könnte.
    Das ist alles tabu... Und wenn aus der Tochter dann doch keine Anwältin wird, sondern einfach "nur" eine Kinderkrankenschwester, dann darf sie sich wie eine Versagerin fühlen, die in ihrem Leben nichts erreicht hat.

    Wenn ich das heute so mitbekomme, was Eltern erwarten und wenn ich zurückschaue, was wir damals für Anforderungen und Berufsaussichten hatten, könnte ich mich manchmal ganz schön aufregen, wenn wieder irgendjemand anfängt auf der "heutigen Jugend" rumzuhacken. Die haben m. E. mehr Druck und gleichzeitig viel beschissenere Aussichten als wir sie im allgemeinen damals hatten.

    Dave

  6. #15
    Benutzerbild von hoodle

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    Ganz früher wollte ich Archäologe werden. Aber irgendwie habe ich dann realisiert, dass das wohl nicht so ganz klappen wird. Ich habe mich dann auf's Indiana Jones kucken und den Geschichts-LK in der Schule beschränkt.

    Dann wollte ich Buchhändler oder Bibliothekar werden. Ich war halt schon immer ne Lese-Ratte. Aber dann habe ich gesehen, wie viel (oder besser, wie wenig) man da verdient. Ich bin bestimmt nicht Geld-fixiert, aber ab und an sollte ne warme Mahlzeit drin sein.

    Tja, und jetzt bin ich Sesselpupser, genauer Dipl.-Betriebswirt Fachrichtung Steuern und Prüfungswesen. Ich habe mal gehört, je länger der Titel, desto kleiner das Licht, also spart euch eure Kommentare. *g* Aber ich komm ganz gut über die Runden damit.

    Ist vielleicht nicht der Traumberuf im herkömmlichen Sinne, aber es macht Spass (nicht immer, aber immer öfter).

    Tja, zu Modeberufen der 80er fällt mir ein. Alles im Zusammenhang mit Computern. Damals gab's ja keine Ausbildung oder Studium für solche Sachen. Das hat sich bei vielen ja aus einem Hobby herausentwickelt. Und heutzutage leiten sie namhafte Firmen im IT-Bereich. Ich kenne da selber ein paar Leute.

    Und in den späten achtziger Jahre kam mir das BWL-Studium auch sehr trendy vor. Das wollte irgendwie jeder studieren (nein, ich war nicht auf der Uni).

  7. #16
    Benutzerbild von Feenwelt

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    Tja, ich wollte auch immer Reporter werden. Hat zwar nicht ganz geklappt, aber tatsächlich verbringe ich einen Teil meiner Freizeit damit, für ein Special-Interest-Magazin Artikel zu schreiben.

    Danach (Ende der 80er) stand fest, daß ich im Museum arbeiten möchte. Folgerichtig habe ich 1988 ein Studium der "Europäischen Ethnologie und Kulturforschung" begonnen mit dem Schwerpunkt auf Museumswissenschaften. Überflüssig zu erwähnen, daß daraus nichts geworden ist. Den Magister habe ich noch gemacht, aber eine berufliche Laufbahn kam nicht zustande.

    Eher aus Verlegenheit bin ich dann Buchhändler geworden, als Quereinsteiger und habe darin einige Jahre gearbeitet, bis hin zur Leitung einer der größten Buchhandels-Filialen Hamburgs. Inzwischen bin ich - gottseidank - davon weg und mache derzeit eine Ausbildung zum SAP-Berater.

  8. #17
    Benutzerbild von JJ28

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    hoodle postete

    Tja, und jetzt bin ich Sesselpupser, genauer Dipl.-Betriebswirt Fachrichtung Steuern und Prüfungswesen. Ich habe mal gehört, je länger der Titel, desto kleiner das Licht, also spart euch eure Kommentare. *g* Aber ich komm ganz gut über die Runden damit.
    Nö, das habe ich noch nie gehört.
    Ich habe gehört, dass man es am Zeugnis erkennen kann. Je bunter das Zeugnis ist, desto weniger wert ist der Abschluss.
    Ehemalige der RWTH Aachen beschwerten sich über das "nüchterne Klopapier", auf dem das Zeugnis gedruckt bzw. handschriftlich ausgefüllt wurde.
    Dann vergleiche es mal mit einem Gesellenzeugnis oder - viel schlimmer - einer sogenannten "Urkunde", die auf alt getrimmt wurde, es kann nur so ein Müll sein wie z.B. Internet-Führerschein oder Windows 95 Einstiegskurs von der Handwerkskammer.


    Und was heißt, für Computer gab es kein Studium, natürlich, ein Bekannter meiner Eltern studierte in Karlsruhe Informatik und Ende der siebizger Jahre stand ich vor einem IBM Lochkarten-Rechner in Freiburg, er war vermutlich der mathematischen Fakultät zugeordnet.

    @Dave

    Über den Gates haben sie auch noch Mitte der 70er gelacht, als der mit seinen Lochstreifen auf Werbtour durch die USA zog.
    Lacht heute noch einer?
    Die Firmengründer von Apple, das waren doch Hippis, wenn ich recht informiert bin?

    Zu meiner Zeit gab es auch schon Klassenkameraden, die bekamen von ihren Eltern "Schlauheitspillen", diese waren aber gegen Ende der Orientierungsstufe alle weg vom Fenster.

    Es muss ja nicht unbedingt ein Gymnasium sein, die Realschule reicht für den Anfang auch, ein Wechsel auf das Gymnasium bei einem guten Notendurchschnitt ist meiner Meinung nach überhaupt kein Problem.
    Naja, damals wussten die meisten auch noch nichts vom lebenslangen Lernen.


    @icebomb_de

    Neben den Soaps gibt es z.B. auf BR3 oder BR3 alpha regelmäßig Bildungs- und Informationsendungen, wo Berufsbilder vorgestellt werden.
    Wer nur Privat-TV guckt, der bleibt halt Reinigungskraft.

    @all
    Fast jeder Job kann Spaß machen, wenn das Umfeld stimmt. Es sei denn, man hat missgünstige Vorgesetzte, denen ein gut gelauntes Gesicht oder zu viel Engagement ein Dorn im Auge ist. Diese werden dann versuchen dich zu "drücken".

    Cu
    JJ

    PS: Ich hab da son Wisch, da steht was von Dipl.-Ing. drauf.
    Deswegen auch meine mangelhafte Ausdrucksweise, die Integrale und Billanzhüllen haben Spuren hinterlassen.
    Eigentlich wollte ich nie etwas machen, außer eine reiche Frau heiraten und Hausmann werden, leider hat es nicht so recht geklappt.

  9. #18
    Benutzerbild von midnight_angel

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    du hättest halt in OG bleiben sollen, da gibt es reiche Frauen haufenweise *megagrins*

    Aber du hast recht, es kommt nicht drauf an, WAS man macht, sondern ob man es es gern macht. Ich kenne zum Beispiel Frauen, die sind mit ganzem Herzen Putzfrau...was ICH mir niemals vorstellen kann. Aber wers gerne macht, wieso nicht???

  10. #19
    Benutzerbild von JJ28

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    midnight_angel postete
    du hättest halt in OG bleiben sollen, da gibt es reiche Frauen haufenweise *megagrins*
    NÄ -ächt???????????
    Mh, WOMIT habe ich meine besten Jahre vergeudet, mit solch doofen dicken Kartoffeln, die im Grunde genommen auch nur aufn dicken Geldbeutel aus waren.
    Kannste mir da ein paar vermitteln? *erwartungsvoll in der Nase bohr*
    Spreche auch 3 Fremdsprachen äußerst nicht fließend

    CU
    JJ

  11. #20
    Benutzerbild von icebomb_de

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    @ Dave

    - im groben und ganzen stimme ich Dir zu - ich habe aber selber noch zwei Geschwister die zur Schule gehen und bekomme dadurch den Schulaltag noch live mit.
    Die Schule ist die gleiche geblieben.
    Die Lehrer auch
    Der Lehrplan hat sich geändert (isch sach jätzt nua mahl neue Deutsche Räschtschreibung!).
    Und trotzdem bin ich der Meinung, daß da irgendwas gewaltig schief läuft. Ich bin öfter mit meinem Bruder im Chat - wenn ich sehe, was und wie die miteinander umgehen - und überlege, daß von denen mal andere Leute abhängig sein werden (Renten usw) dann läuft es mir kalt den Rücken runter...
    Das mit dem Leistungsdruck kann ich nicht so richtig beurteilen bzw. nachvollziehen. Die Leute, die ich kenne (und das sind nicht wenige - zwischen 40 und 16) konntne sich ihre Berufe alle eigentlich selber auswählen und sind von den Eltern zu nix gezwungen worden.

    @ JJ

    Ja sicher gibt es Berufsbeschreibungen - und das BIZ gibt es auch noch.
    Darauf wollte ich aber nicht hinaus. Es ging ursprünglich um die Berufswünsche der Leute.
    Aber davon abgesehen: mal ehrlich - als Du jugendlicher warst - hast Du Dir da solche BI-Sendungen angesehen? Meine Bemühungen, Informationen einzuholen beschränkten sich auf das letzte halbe Jahr in der höheren Handelsschule... Im BIZ waren wir in der Realschule - das sah bei uns so aus, daß sich alle die Ordner geschnappt haben, wo es viel Geld zu verdienen gibt und alle irgendwelchen Spökes gemacht haben (bis auf ein oder zwei Ausnahmen vielleicht) Wie z.B. wird man Bundeskanzler...

    Das mit dem lebenslangen Lernen finde ich ok - im Gegenzug behaupte ich aber, daß vieles, was man in der Schule lernt, totaler Humbug ist und nach der Schule NIE wieder benutzt wird.

    So Long
    Ice

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