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Brauche mal "Beratung" (sind Busfahrer hier?)

Erstellt von Shriekback, 13.06.2003, 20:20 Uhr · 4 Antworten · 1.029 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Shriekback

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    ...Jene sollen mir bitte verraten, wie viele Beschwerden über einen Fahrer es braucht, damit er Probleme bekommt. Und werden solche Beschwerden überhaupt ernst genommen?
    Bitte versteht das nicht falsch, die meisten sind echt klasse und freundlich (und ich fahre seeeehr viel), aber heute bin ich gerade eben an einen echten Bus - Nazi geraten.

    Folgendes: Ich, eine ältere Dame und eine kleine Gruppe (4,5) Teenies waren noch im Bus. Die Jungs waren ausgelassen und haben eben etwas herumgealbert, alles im grünen Bereich eigentlich. Der Fahrer hat sein Mikro geschnappt und sie mehrmals zusammengeschissen, dass sie leise sein sollen. Okay, dachte ich mir. Bisschen schroff, aber bei den ganzen Idioten, die er bestimmt jeden Tag fährt, kein Wunder, dass man da wohl leicht gereizt ist.
    Es kam, wie es immer kommt, erst haben sie sich zusammengerissen, dann sind sie wieder lauter geworden. Was macht er? Er hält mitten auf der Straße, stürmt nach hinten, stößt den Jungen zurück (!!) und nennt ihn unter anderem "Arschloch" und "blöde Sau"! Ich habe gedacht, ich sehe / höre nicht richtig! An der nächsten Haltestelle hat er sie dann rausgeschmissen.
    So. Nun leide ich an einer Krankheit namens Zivilcourage, die echt ungesund ist, und was mach ich? Ich sage, in nem echt diplomatischen und bewusst höflichen Ton sowas wie "Entschuldigung, aber das fand ich jetzt nicht gerade angemessen, die Jungen so zu beleidigen und auch noch zu schubsen, nur weil sie etwas ausgelassen waren..."
    Die Antwort: "Halt dein Maul, wenn du nicht weisst, was los ist, das du keinen Anstand hast, sehe ich doch sofort!"

    Das Ende vom Lied war dann die nächste Haltestelle, an der dieses Mal ich rausgeworfen wurde, denn den obigen Satz habe ich natürlich nicht so stehen lassen, zumal der mich sowieso erstmal nicht zu duzen hat und zweitens nicht zu beleidigen und drittens nicht dass Recht hat, mir mangelnden Anstand zu unterstellen.

    Da die ältere zufällig auch dort raus musste, kam ich mit ihr ins Gespräch und fand raus, dass es mit ihm immer das gleiche sei. Und das soll sich ändern! Hat jemand Erfahrung mit sowas? WUT!

    Shriekback

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von falkenberg

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    Du könntest Ihn anzeigen. Die Aussage "dass du keinen Anstand hast" dürfte wohl als Beleidigung strafbar sein. Du könntest es auch mit einer Beschwerde beim Busunternehmen versuchen. Die solltest Du aber unbedingt schriftlich machen, ausdrücklich als "Beschwerde" bezeichnen und um eine schriftliche Antwort bitten. Selbstverständlich musst Du auch Tag und Uhrzeit bzw. Fahrt exakt benennen, damit die den Fahrer auch ermitteln können. Auf Bemerkungen wie "der macht das immer so" solltest Du unbedingt verzichten. Zuständig ist das Unternehmen, das die Linie betreibt, nicht der Subunternehmer, der im Auftrag fährt. Bei einem solchen Benehmen des Fahrers kann man nämlich schon fast unterstellen, dass es ein privater Subunternehmer ist. Da Du rausgeworfen worden bist, solltest Du auch das vorbringen, der Fahrer ist dazu nämlich nur sehr bedingt berechtigt (nur in begründeten Fällen.

    Halt uns bitte auf dem Laufenden, was rauskommt. Ich würde einen solchen Vorfall jedenfalls nicht hinnehmen.

    Nachtrag: Um auf Deine Frage im Titel einzugehen: Ich bin kein Busfahrer. Habe aber durchaus schon Beschwerden bei Verkehrsbetrieben losgelassen. Mit wechselndem Erfolg.

  4. #3
    Benutzerbild von bubu

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    1.632
    Hi Shriekback,

    mit Busfahrern habe ich auch schon so die eine oder andere interessante Erfahrung gemacht. Zwar gibt es viele ausgesprochen nette Fahrer, aber leider auch extreme Arschlöcher. Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Fahrer ihr Job so dermaßen ankotzt, dass sie nicht wissen wohin mit ihrer schlechten Laune. Dies gilt im Übrigen auch für Taxifahrer, Bahnschaffner, Fahrradkuriere o.ä.

    Vom Bewusstsein, dass es ihr Job ist, zahlende Kunden angemessen zu transportieren und - ja tatsächlich - auch hin- und wieder mal - freundlich ! - zu informieren, wenn diese Fragen nach Linie, Anschluss, etc. haben sollten, ganz zu schweigen. Meine leidige Erfahrung: sobald du mit Behörden oder Betrieben mit behördenähnlichen Strukturen zu tun hast, wo es keinen direkt spürbaren Wettbewerb gibt (Bahn, Post, öffentliche Verkehrsmittel, Uni, Schule, etc.), wirst du immer auf eklatante Kundenservicemängel treffen.

    Einmal habe ich eine unglaublich assige Nummer erlebt. Es war letzten Winter, um die Weihnachtszeit. Saukalt und gerade eben hatte ein kleiner Schneesturm eingesetzt. Ich war am Altonaer Bahnhof hier in Hamburg, kam grade aus der S-Bahn und sah meine Buslinie an der Haltestelle in diesem Moment ankommen. Also rannte ich los, es waren nur wenige Meter. Als der letzte Fahrgast gerade eingestiegen war, kam ich an der Eingangstür an und just in diesem Moment knallte sie mir der Busfahrer vor der Nase zu. Ich klopfte mehrmals laut von außen dran, sah im sogar in die Augen und rief zugleich laut, er solle mir aufmachen. Doch er fuhr schnell an und weg war er. SO was hatte ich auch noch nicht erlebt. Vor allem stellte ich mir danach nur die eine Frage: warum? Was hatte er denn davon gehabt? Eine andere Motivation als reine Boshaftigkeit konnte ich nicht finden. Ich war sauwütend.

    Also beschwerte ich mich schriftlich beim HVV, dem hiesigen Verkehrsverbund, unter Angabe der genauen Daten, Zeit, Ort, Buslinie, etc. Und tatsächlich: irgendwann wurde ich vom HVV zurück gerufen. Man teilte mir mit, dass der Busfahrer verwarnt worden sei und bat diesen Vorfall zu entschuldigen. Doch sie konnten es nicht lassen, trotzdem noch zu versuchen, den Vorfall abzuwiegeln, ach wie sehr im Stress der Fahrer doch gewesen sei und man doch auch bitte etwas Verständnis haben solle, obwohl das jetzt die Sache um Gottes Willen nicht entschuldigen solle, nein, bloß nicht, blablabla.

    Fazit: ich glaube zwar nicht, dass es im Bewusstsein des Fahrers groß was verändert hat, aber mir gehts halt einfach gegen den Strich, sich alles gefallen zu lassen und nichts zu unternehmen.

    In diesem Sinne:

    Fight the Power!

    Grüße
    bubu

  5. #4
    Benutzerbild von Lutz

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    6.813
    @Shriekback

    Ich kann Deine Wut total verstehen. Du solltest es vorallendingen *nicht* auf Dir sitzen lassen - das ist immer ungesund...

    Nicht nur das der Typ Dich auf einen sachlich vorgetragenen Einwand angepoepelt hat - er hatte auch noch die Unverschaemtheit Dich nur deshalb rauszuschmeissen. Du solltest Dich auf jeden Fall beschweren. Ich nehme mal an das es ein normaler Linienbus war? Dann einfach bei den Verkehrsverbund (oder wie das bei euch heisst) ne kurze aber praegnante schriftliche Beschwerde einreichen (mit Datum, Uhrzeit, etc). Ne Anzeige wie Falkenberg meinte tut glaube ich nicht not - eine Beschwerde duerfte die Wirkung auch nicht verfehlen. Und damit tust Du auch anderen Fahrgaesten einen gefallen.

    BTW: Ich finds klasse das Du was gesagt hast!

    Lutz

  6. #5
    Benutzerbild von
    @ Shriekback

    Es würde die Sache einfacher machen, wenn er Dich beleidigt, also Arschloch genannt hätte o. ä. Die Sache mit dem Anstand ist m. E. keine Beleidigung im rechtlichen Sinne, eher eine Meinungsäußerung - wenn ihr wohl offensichtlich auch jede Grundlage fehlt ;-)

    In diesem speziellen Fall kann ich nur sagen: Du musst ruhiger werden ;-) Du kannst nicht stellvertretend für andere Leute etwas tun, was die tun sollten. Denn sie sind beleidigt worden, nicht Du. Und ob die Oma nun eine verlässliche Quelle ist..... sie könnte auch Quatsch gesabbelt und Dich damit nur aufgehetzt haben.

    Solltest Du aber zufällig malwieder in dieser Ecke Bus fahren und unter Zeugen von diesem Busfahrer beleidigt werden, dann besorg Dir die Daten von einem Mitfahrer, damit er als Zeuge ansprechbar ist und dann hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder Du zeigst den Kerl gleich an oder Du schreibst dem Verkehrsbetrieb einen freundlichen, aber bestimmten Brief per Einschreiben, dass Du erwartest, dass der Fahrer ermahnt wird und sich schriftlich bei Dir entschuldigt, da Du ihn ansonsten anzeigen wirst, um an seine persönlichen Daten und eine Entschuldigung zu kommen.

    Etwas anderes ist die Frage, ob dieser Vorfall genügt, um des Busses verwiesen zu werden. Immerhin hast Du einen Fahrschein gekauft und in diesem Fall nicht die angemessene Gegenleistung erhalten (Beförderung bis zum Ziel). Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, kannst Du ja mal auf den Putz hauen. Wenn Du nur einen Meckerbrief schreiben willst und bei Nichtreaktion die Sache ohnehin auf sich beruhen lässt: Spar Dir die Mühe ;-)

    Übrigens war dies keine "Beratung", denn rein rechtlich dürfen nur ganz bestimmte Leute beraten )

    Dave

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