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BSE - Ostseeinsel Riems

Erstellt von waschbaer, 05.05.2005, 11:24 Uhr · 1 Antwort · 573 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von waschbaer

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    Ich habe gestern abend einen Bericht gesehen, dass auf der deutschen Ostseeinsel Riems eine Langzeitforschungsstation bezüglich BSE eingerichtet wurde und dass dort Rinder längere Zeit zermahlene BSE-infizierte Hirne gefressen haben. Natürlich sind mittlerweile alle Kühe mit dem Erreger infiziert und man macht in einem Langzeittest Versuche, um herauszufinden, wie und ob BSE evtl. auch auf den Menschen übergreifen kann.

    Über drei Millionen "versuchte" Rinder seien damals europaweit in die Nahrungskette gelangt.

    Nachdem seit den Massentötungen von Herden in den späten 90ern das Thema weitestgehend in Vergessenheit geraten ist, einfach mal ein paar Fragen.

    - Weiß jemand wie momentan in Großbritannien mit dem Thema BSE umgegangen wird?

    - Habt ihr eure Ernährungsgewohnheiten großartig umgestellt oder esst ihr wieder "ganz normal" wie sonst auch?

    - Wie sollten unsere Politiker jetzt auf den kürzlich aufgetretenen Fall von Creutzfeld-Jakob-Krankheit in den Niederlanden reagieren?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Pallas

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    waschbaer postete
    Ich habe gestern abend einen Bericht gesehen, dass auf der deutschen Ostseeinsel Riems eine Langzeitforschungsstation bezüglich BSE eingerichtet wurde und dass dort Rinder längere Zeit zermahlene BSE-infizierte Hirne gefressen haben. Natürlich sind mittlerweile alle Kühe mit dem Erreger infiziert und man macht in einem Langzeittest Versuche, um herauszufinden, wie und ob BSE evtl. auch auf den Menschen übergreifen kann.
    waschbaer postete
    Über drei Millionen "versuchte" Rinder seien damals europaweit in die Nahrungskette gelangt.
    Das sind zwei verschiedene Sachen, die drei Millionen (sicher "verseuchten") Rinder haben nichts mit der Ostseeinsel Riems zu tun (ich schreibe das nur, weil man es auch so auffassen könnte. Ich habe den Bericht auch gesehen).

    Ich habe in den 80ern meine Nahrungsgewohnheiten umgestellt, ja... auf Rindfleisch, weil damals Schweinefleisch als problematisch galt (hohe Belastung durch Antibiotikaeinsatz usw.).
    Als ich dann von BSE hörte, dachte ich dann: Na, toll!
    Außerdem war ich Ende der 80er in England und Schottland, auch rindfleischverzehrend. Wundert euch also nicht, wenn ich eines Tages hier verdrehte Postings schreibe...

    Inzwischen bin ich Wenig-Fleisch-Esser. Wenn ich Fleisch kaufe, dann achte ich darauf, möglichst Regionalwaren zu kaufen. Das ist nicht unbedingt ein Schutz gegen BSE, aber ich halte es auch in anderer Hinsicht für vernünftig (Einschränkung langer Tiertransportwege). Ganz vegetarisch leben könnte ich trotz allem nicht. Ich esse einfach zu gerne ab und an auch mal ein gutes Stück Totes (Jetzt wieder zuallermeist vom Schwein )
    Trotzdem, der Gedanke ans Vegetarierdasein ist immer da. Es ist nicht ausgeschlossen, daß ich mich noch vollständig umstelle.

    Apropos Vegetarier - ich finde es immer sehr interessant, daß vegetarisches Essen als "Fleisch" angeboten wird: "Veggie-Schnitzel", Soja-Hackfleisch, Tofu-Würstchen... Die Anlehnung ans Fleischfressende wird offensichtlich noch gebraucht?

    Natürlich befürchte ich eine Infektion mit Creutzfeld-Jakob. Tatsächlich tickt da eine Zeitbombe, da die Krankheit oft mehr als 10 Jahre (manchmal sogar noch länger) braucht, um auszubrechen. Im Moment weiß noch niemand so recht, was da kommen kann.

    Wie Politiker auf den Erkrankungsfall aus den Niederlanden reagieren sollen? Mein erster Impuls: Endlich ein Verbot langer Transporte von Tieren und Fleisch. Ausbau regionaler Viehwirtschaft mit kurzen Wegen. Verbot von Tiermehlfütterung (oder ist das schon untersagt?). Auch, wenn das Fleisch danach teurer sein wird.

    Solange so viele Menschen meinen, jeden Tag Fleisch auf ihrem Tisch vorfinden und essen zu müssen, und das auch noch für 'nen Appel und 'n Ei...