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Bundesagentur für Arbeit fordert Online-Überwachung von Erwerbslosen

Erstellt von Die Luftgitarre, 25.11.2013, 19:31 Uhr · 4 Antworten · 482 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Bundesagentur für Arbeit fordert Online-Überwachung von Erwerbslosen

    Bezeichnend ist genaugenommen nicht der Sachverhalt an sich, sondern dass die überhaupt nicht versuchen, das abzustreiten. Vermutlich brauchen sie das auch gar nicht. Die Deutschen haben, in ihrer ganz großen Mehrheit, die Enthüllungen Edward Snowdens schulternzuckend zur Kenntnis genommen, da werden sie sich an der Überwachung der ohnehin unter Generalverdacht stehenden Erwerbslosen erst recht nicht stören.


    Internethandel: Arbeitsagentur will Hartz-IV-Empfänger im Netz überwachen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Bundesagentur für Arbeit fordert Online-Überwachung von Erwerbslosen

    Heftig - und ich fürchte es wird mit der neuen Regierung auch keine andere Richtung eingeschlagen.

    Die Koalition dürfte der SPD nicht gut tun - und ich fürchte auch vielen Menschen in .de, die dringend Hilfe benötigen nicht... Vielen, die nicht ständig unter Generalverdacht stehen wollen, nur weil sie die ihnen gesetzlich zustehende Unterstützung wahrnehmen müssen. Vielen, die dem enormen psychischen Druck dieser Repressionen nicht weiter standhalten können.

  4. #3
    Benutzerbild von SportGoofy

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    AW: Bundesagentur für Arbeit fordert Online-Überwachung von Erwerbslosen

    Ok, grundsätzlich bin ich auch gegen die massenhafte Überwachung - die sowieso schon im Gange ist
    (siehe Gesundheitskarte, die ja früher Krankenkassenkarte hieß und somit jetzt viel gesünder ist )

    Aber es ist schon ein Unterschied, ob ich Erwerbslose überwache, also ma gucken was Herr X so im Netz macht und
    suchen auf Online-Portalen nach z.B. Massenverkäufer - was ich mir irgendwie schwierig vorstelle, werden da alle
    User mit allen Daten der Arbeitsagentur verglichen.

    Es ist auch ein Unterschied ob Herr X einfach ein paar Sachen verkauft oder ob jemand z.B. gut bei Ebay verdient
    und trotzdem einfach ALG2 beantragt - da muss man dann halt im Einzelfall schauen.
    Außerdem meine ich, dass das erst mal nur in einem Forderungskatalog stand - also noch nicht spruchreif ist.

    Letzendlich dient das aber nur die Leute weiter zu schikanieren und bloszustellen - damit keiner in der "Hängematte"
    sitzenbleiben soll. Das viele Menschen (6 Mio?) es schwer haben Arbeit zu finden aus vielerlei Gründen, ist da
    den oberen Herren völlig egal. Könnte mir aber auch vorstellen, dass man den einen oder anderen findet, neee.

  5. #4
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Bundesagentur für Arbeit fordert Online-Überwachung von Erwerbslosen

    Zitat Zitat von SportGoofy Beitrag anzeigen
    Aber es ist schon ein Unterschied, ob ich Erwerbslose überwache, also ma gucken was Herr X so im Netz macht und
    suchen auf Online-Portalen nach z.B. Massenverkäufer - was ich mir irgendwie schwierig vorstelle, werden da alle
    User mit allen Daten der Arbeitsagentur verglichen.

    Es ist auch ein Unterschied ob Herr X einfach ein paar Sachen verkauft oder ob jemand z.B. gut bei Ebay verdient
    und trotzdem einfach ALG2 beantragt - da muss man dann halt im Einzelfall schauen.

    .
    Mit den Argument "es-könnte-ja-sein-dass" ist das so eine Sache ... es "könnte auch sein", dass Vorstandschefs von Banken illegale Geschäfte tätigen. Fordert jemand, dass man deshalb vorsorglich die Internetkommunikation von beliebigen Bankvorständen überwachen können sollte? Nein, da gelten natürlich Unschuldsvermutung und Rechtsstaatlichkeit, d.h. es wird nur bei einem begründeten (!) individuellen (!) Tat(!)verdacht ermittelt und keineswegs einfach mal so. Oder man stelle sich vor, ein Behördenchef würde fordern, gesetzliche Grundlagen zu schaffen, um völlig verdachtsunabhängig Eigenheimbesitzer im Internet überwachen zu dürfen ("es könnte sein, dass" einige von ihnen Steuern hinterziehen oder schwarzarbeitende Handwerker beschäftigen), ein solcher Angriff auf die Bürgerrechte würde auf breite Empörung stoßen. - Aber bei Erwerbslosen, naja, da muss man das mit den Bürgerrechten nicht so genau nehmen.

  6. #5
    Benutzerbild von Neonkex

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    36

    AW: Bundesagentur für Arbeit fordert Online-Überwachung von Erwerbslosen

    Ich bin dafür, das wir für all jene, die sich sowas ausdenken, ein ALGII Empfänger als Betreuungskraft und Sozialarbeiter zur Resozialisierung bereitstellen.
    Die Verhöhnung hat schon vor Monaten mit dieser Broschüre vom Arbeitsamt Pinneberg(?) ein stelldichein gefunden.

    Wenn man Unternehmen vernünftig besteuern und den Finanzcarzinom behandeln würde, käme viel mehr bei raus.

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