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Cd nicht mehr im Handel = Filesharing & MP3

Erstellt von Lumpi, 18.05.2003, 18:32 Uhr · 145 Antworten · 9.307 Aufrufe

  1. #91
    Benutzerbild von Torsten

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    @ Dave Bowman:

    Da ich im Moment nicht viel Zeit habe, werde ich dir später nochma ausführlicher antworten. Vorab aber eines: Ich hab kürzlich 'nen Spruch gelesen, den ich dir unbedingt als neue Signatur empehlen möchte:

    "Mich spielt keiner an die Wand - ich bin die Wand!"


  2.  
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  3. #92
    Benutzerbild von DeeTee

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    @Torsten:



    Grüße!
    DeeTee

  4. #93
    Benutzerbild von bubu

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    Dave, hast du eigentlich die Rechte an dem Bild von Dave Bowman aus dem Film "2001", das du als dein Avatar benutzt?

    Darfst du dich eigentlich Dave Bowman nennen?

    Hast du mal Stanley Kubricks Witwe um Erlaubnis gefragt? Oder wenigstens den Verleih von "2001"?

    Schließlich wollen wir hier doch legal bleiben. Wir sind doch keine Bananenrepublik!


  5. #94
    Benutzerbild von
    Gute Beispiele für die dieses Jahr in der SPD zu Ruhm gekommene "Kakophonie" (evtl. sollte man sie hier sogar mit "ck" schreiben). Weiter so, dann kotz ich vielleicht sogar irgendwann vor lachen beim Lesen.

    Und Bubu, guck mal hier http://phone.people.yahoo.com/py/psP...&Search=Search

    Und ja, bevor ich Bilder im Netz nutze, frage ich tatsächlich durchaus mal an, ob das OK ist. Ich glaube auch nicht, dass z. B. Heiko die nette Dame vom Intro so ohne weiteres hier auf die Page geknallt hat. Bei sowas schaut man schon, ob es ok ist. Ich habe (wie Torsten hier) auch schon ganze Artikel und Zeitungsinterviews widerveröffentlicht. Ich bin dabei allerdings nie zu faul, eine eMail an die Redaktion zu schreiben und darum um Erlaubnis zu bitten, so wie es im Impressum ja auch nicht ganz grundlos erbeten wird.

    Tut mir ja leid, dass ich mit dieser Verhaltensweise nicht in Euer Weltbild passe, aber stilisiert Euch mal nicht so unverfroren zu den Normalos hoch, nur weil hier zufällig ein Grüppchen Freaks aufeinander hockt, die wie Kleinkinder auf ihre ollen Songs pochen und den Feldzug gegen die böse MI planen.

    Dave

  6. #95
    Benutzerbild von musicola

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    Ich muss mal eben Nik fragen *emailschreib* ob ich mich musicola nennen
    darf, ist ja schließlich Teil eines seiner Songs!

    Nee im Ernst, ich finde man sollte das hier vielleicht mal zu einem
    Ende kommen lassen, schließlich ist abzusehen dass die Diskussionsrunde
    nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Und es wäre schade wenn es am Ende dazu führt, dass hier evtl. ein zweiter
    Max.Renn (ausdemForumundkommeniiiemehrzurück) entsteht...

    Das wärs echt nicht wert!

    @ Torsten

    Wo hast du nur diese genialen Sprüche (z.B auch deine aktuelle Sig) her?

    musicola

  7. #96
    Benutzerbild von Topas12

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    @ Dazzle

    da findest du aber noch richtig viel auf den Bravo CDs die Dinger zu kaufen lohnt für unsereinen wirklich nicht und dann mußt dich noch mit dem Kopierschutz rumschlagen, da läuft sie und da nicht

    Mein Vorschlag an die geneigte Runde wäre ja folgender ( trotz aller Argumente die hier hin und her gingen): Jeder macht wie er es denkt und für sich verantworten kann, es jedem Recht zumachen geht sowieso nicht.
    Wenn wir demnächst das neue Gesetz haben und die ersten vorm Kadi stehn werden unter Umständen, wird es noch viel lustiger Ich bin schon auf die ersten Urteile gespannt die Büchse der Pandora wurde mit Napster geöffnet und da hat die MI jahrelang gepennt, in Ihrer Selbstherrlichkeit und Arroganz

    Im übrigen gibts ein neues BGH Urteil in Bezug auf *deep links* und Urheberrecht in Suchmaschinen
    http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...1_REF1,00.html

    Topas12
    Allen schönes WE und schnell noch alles saugen bevor es zu spät ist

    P.S. Und das hat die RIAA mit den *Fileshareverbrechern* vor

    http://www.dachboden-wg.de/forum/viewtopic.php?t=4636

  8. #97
    Benutzerbild von dj.forklift

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    Na sieh mal einer an, der Titel lautete "Filesharing & MP3". Dennoch ging es vom Kopieren der nicht mehr erhältlichen CDs über die Legislative und die Bahncard zum eigentlichen Thema im Post 095.

    Bin schomma gespannt, wie's weitergeht

  9. #98
    Benutzerbild von Topas12

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    na ja , daß Philosophen meistens bischen länger brauchen um zum Kern zu kommen ist ja nicht so ganz neu es hätte nur noch bischen Irakkrieg oder sowas gefehlt oder hab ich es übersehen

  10. #99
    Benutzerbild von Torsten

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    @ Dave Bowman:

    Dein Posting 087 will ich gar nicht kommentieren, das spricht für sich selbst. Und J.B. hat die notwendige Begründung ja bereits genannt.

    Angesichts solcher Beiträge ist es allerdings ein Hohn, dass ausgerechnet du dich immer wieder über angeblich ach so typisch deutsche Eigenschaften mokierst...


    "Ich weiss, dass ich jetzt hier wieder der unreflektiert-gesetzestreue Doofie bin, der in seiner Obrigkeitsgläubigkeit gefangen ist. Aber das ist mir ziemlich egal. Wer meint das so auslegen zu müssen, ist zu Selbsterkenntnis und Besserung unfähig, nicht ich."

    Ich schlage vor, dieses Zitat umgehend zur Realsatire des Monats zu küren...


    "Irgendjemand hat vergessen zu erklären, warum Kunst automatisch gleich Allgemeingut sein sollte und hat einfach angefangen drauf zu pochen und auf jeden verbal zu schießen, der das anders sieht..... Mein Denkfehler? Nö!"

    Schön, dann erkläre ich dir das mal...

    Stellen wir uns einfach mal vor, musikalische Werke würden wie Gemälde behandelt werden. Das würde bedeuten: Das neue Robbie Williams-Album wird nicht millionenfach auf CD gepresst und verkauft, sondern es wird nur ein einziges Exemplar hergestellt und dann meistbietend verhökert. Nach der Auslieferung an den Käufer verschwindet die Mucke dann in dessen Privatbesitz.

    Ein Szenario, von dem wir sicher alle träumen... rolleyes:

    Hast du schon mal darüber nachgedacht, warum man solche Musik als Pop-Musik bezeichnet? Richtig: "Pop" kommt von "populär". Und das bedeutet: Gedacht für die Massen, also für die Allgemeinheit. Und somit Allgemeingut. Wobei Allgemeingut hier nur bedeutet: Für die Allgemeinheit erwerblich und damit frei zugänglich - und nicht kommunistisch verteiltes Volksgut.

    Und den sozial-kompensatorischen und somit gesellschaftlich befriedenden Effekt von Unterhaltung für die Massen haben schon die alten Römer erkannt. Amüsant, dass tausende Jahre später ein Mitglied der modernen Gesellschaft zu dieser Einsicht nicht in der Lage ist...


    "Ach, und was ist an meinem Vergleich nun zynisch? Müssen viele Arbeitnehmer etwa nicht froh sein überhaupt irgendeinen Job zu bekommen und sich finanziell irgendwie durchschlagen?!?! Jeder (auch selbsternannte) Künstler muss also neuerdings vor seinen eigenen vertraglich fixierten, freien Entscheidungen geschützt werden, aber der "normale" doofe Arbeitnehmer kann zusehen? Naja, soviel zum Zynismus..."

    Genau diese Attitüde, nämlich Musik und damit Kunst einfach nur als "Arbeit" anzusehen, sorgt in den letzten Jahren immer mehr dafür, dass die Qualität der populären Musik stetig den Bach runtergeht und die Musikindustrie (was für ein Wort!) zum größten Teil Wegwerf-Schund produziert. Wer nicht anerkennt, dass Kunst ein besonderes und somit nur wenigen gegebenes Talent voraussetzt, wird sie natürlich genauso behandeln wollen wie Fließband-, Verwaltungs- oder Straßenreinigungs-Jobs. Wie unsinnig dies aber ist, zeigt allein die Tatsache, dass eben Künstler und nicht Müllmänner (so sehr man Achtung vor deren Arbeit haben muss!) zu Millionären werden. Und der Grund dafür ist ganz einfach: Die Menschen zahlen eben besonders gerne dafür, sich von Entertainern - egal, ob Sportler, Schriftsteller, Schauspieler oder Musiker - die Zeit vertreiben zu lassen. Ergo: Die Menschen erfreuende und somit unterhaltende Kunst wird von der Allgemeinheit als etwas Besonderes angesehen. Dadurch sind Vergleiche mit durchschnittlichen Arbeitnehmern so überflüssig wie ein zweiter Kropf. Und das ist kein Zynismus, sondern eine rein deskriptive Darstellung!


    "Steht in Museen und Bibliotheken ALLES? Wohl kaum. Es gibt auch in Museen und Bibliotheken keinen Anspruch auf Vollständigkeit."

    bubus Verweis auf die Existenz von Museen oder Bibliothken sollte lediglich aufzeigen, dass ein für die Allgemeinheit zugängliches Ausstellungs-Instrumentarium ein öffentliches Interesse an Kunst belegt. Der Hinweis auf mangelnde Vollständigkeit ist hier völlig uninteressant. Hier wird nur der Unterschied von Kunst zu anderen Produkten verdeutlicht. Jedenfalls gibt es noch keinen Supermarkt, in dem ich zehn Euranten Jahresbeitrag bezahle und dann für zwölf Monate alle dort angebotenen Waren umsonst bekomme...


    "Doch, spielt es sehr wohl. Weil Du in vielen Fällen nämlich *gar nichts* siehst, schließlich ist der Kunsteigentümer nicht dazu verpflichtet, Kopien für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen, genauso wie die Musikindustrie nicht dazu verpflichtet ist."

    Abermals an bubus Intention vorbei: Er macht lediglich darauf aufmerksam, dass Kopien von Gemälden in aller Regel dem Anspruch der Allgemeinheit schon genügen. Denn der primäre Sinn eines Gemäldes ist dessen optische Betrachtung - und dazu genügt eine halbwegs ordentliche Kopie, manchmal sogar schon der Abdruck auf 'ner Postkarte. Deshalb erfreuen sich übrigens auch Kunst-Bildbände so großer Beliebtheit: So können sich die Menschen die Gemälde jederzeit anschauen, obwohl sie sich nicht in deren Besitz befinden. Genauso, wie sie sich ein im Handel nicht mehr vertriebenes Musikstück durch ein gescheites digitales Duplikat anhören können. Aber eben das willst du ja nicht gutheißen.


    "Es gibt Milliarden Menschen für die 'Deine' Kunst ein Luxusartikel ist."

    Nee, is' klar, dass man sich mit dir jetzt auch schon über den Begriff von "Luxus" streiten muss - nur weil es für arme Menschen, denen es jeden Tag um die nackte Existenz geht, weiß Gott andere Probleme gibt. Was meinst du, Dave - wäre es dir irgendwann vielleicht mal möglich, im Rahmen einer Thematik zu bleiben oder möchtest du dich auch weiterhin in relativistischen Eulenspiegeleien suhlen?


    "Ich gebe einer nicht-gesetzliche Lösung gegenüber einer international nicht durchsetzbaren gesetzlichen Exoten-Lösung den Vorzug, die den bestehenden und international angeglichenen Eigentumsrechten Rechnung trägt und sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten trägt. Das ist eine Ansicht, die ich sowohl in diesem speziellen Fall, als auch bei ganz anderen Dingen habe. Wem das nicht passt und das nicht akzeptieren kann, sollte sich Diskussionen mit mir ersparen und sich nicht permanent über meine Ansichten beschweren, als wären diese irgendwie weniger berechtigt oder normal als seine eigenen."

    Damit sagst du nichts anderes, als dass du genau an dem Punkt der Diskussion aussteigst, an dem Kritik an deinem rigorosen kapitalistischen Glaubensbekenntnis laut wird. Es ist geradezu erschreckend, in welchem Ausmaß du hier und auch schon in anderen Debatten das eigentliche Thema mit vorgeblich wirtschaftlichen Letztbegründungen absägen wolltest. Mindestens ebenso beängstigend ist zudem ein Satz wie:

    "Du wirst Dich wundern, wie sehr ich mit dem Systemfehler unseres Wirtschaftssystems hadere, nämlich der Annahme grenzenlosen Wachstums."

    Wenn die "Annahme grenzenlosen Wachstums" für dich allen Ernstes den bedenklichsten Systemfehler des modernen Ökonomismus darstellt und dies deine größte Sorge ist, wundert mich allerdings gar nichts mehr...


    "Ich komme beruflich aber sehr stark mit den Gesetzen der Marktwirtschaft in Berührung. Vielleicht würde das manchem anderen auch mal gut tun, um die Grenze zur Traumtänzerei besser abschätzen zu können."

    Dann bliebe allerdings nur zu hoffen, dass "manch anderer" mehr kritische Distanz zu den Gesetzen der Marktwirtschaft bewahrt und deren Grenzen erkennt. Es scheint aber eine Krankheit von "Berufs-Kapitalisten" zu sein, felsenfest von den Selbstheilungskräften "ihres" Systems überzeugt und zu einer gesellschaftlich umfassenderen Wahrnehmung unfähig (oder unwillig?) zu sein.

    Besonders deutlich wurde dies auch in einer Sendung des "Philosophischen Quartetts", die im September letzten Jahres gesendet und von mir aufgezeichnet wurde. Thema: "Raubtier Kapitalismus". Neben den Gastgebern Safranski / Slooterdijk waren noch Hardcore-Kapitalist Hans-Olaf Henkel und Medienwissenschaftler Norbert Bolz zu Gast.

    Bemerkenswert: Zum ersten Mal wirkte Hans-Olaf "Mr. Kapitalismus" Henkel mit seinen Thesen (die den deinigen quasi bis auf's Haar gleichen) gegen die Argumentationen insbesondere von Safranski und Bolz geradezu armselig und offenbarte einen für mich erschütternden, auf rein wirtschaftliches Denken begrenzten Horizont. Selten wurde so eklatant deutlich, wie kleingeistig es wirkt, wenn jemand die großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit immer wieder nur mit knüppelharten ökonomischen Phrasen zukleistert - stellenweise konnte man als Zuschauer nur noch die Augen in Richtung Zimmerdecke rollen. Wie erhellend waren dagegen die messerscharfen Analysen eines Norbert Bolz, der in seinem aktuellen Buch "Das konsumistische Manifest" den Konsum zwar als das einzige Mittel gegen den zukünftigen internationalen Terror sieht, aber dennoch auch die immensen Folgelasten kapitalistischen Wirtschaftens beleuchtet - und mit dem Moderatoren-Duo völlig darin übereinstimmte, dass auf Dauer erfolgreicher Kapitalismus immer einer ist, der in gewissem Maße vom Staat reguliert wird.

    Ebenso interessant auch die These, dass der moderne Ökonomismus nicht nur zu einer Ersatz-, sondern mittlerweile gar zu einer authentischen Religion geworden ist, der alles untergeordnet wird. War die anschließende Argumentation schon absolut schlüssig, so stellst du wirklich den personifizierten Beweis für diese These dar. Einen überzeugteren Jünger dieser Religion könnte man ja kaum finden; und gegenüber von uns versuchten "philosophischen Tiefbohrungen" (Safranski) haste dich bisher genauso vehement verweigert, wie es auch der Herr Henkel in beschriebener Diskussionsrunde tat.

    Zum Thema "Traumtänzerei" möchte ich Folgendes sagen: Ich lasse mich durchaus davon überzeugen, dass bestimmte Lösungsansätze bezüglich unseres Themas aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu realisieren sind. Dann werde ich eben hinnehmen, dass es bestimmte Musiktitel niemals wieder auf CD geben wird. Das ändert aber nichts an meinem Diskussionsangebot: Nämlich darüber nachzudenken, in solchen Fällen das private Kopieren der wenigen Originale zu legalisieren. Denn wenn wir uns schon darüber einig sind, dass es sich bei unseren Beispielen um Titel handelt, deren erneuter Vertrieb für die jeweiligen Unternehmen absolut unrentabel wäre, folgt daraus, dass - zumindest für einen längeren Zeitraum - keinerlei Chance darauf besteht, diese Karteileichen irgendwann wieder käuflich erwerben zu können. Wenn die Dinger selbst in einer jetzt schon Jahre währenden 80er-Revival-Phase nicht aus den Kellern geholt werden - wann dann??? Somit erübrigen sich auch Spekulationen um irgendwelche Schädigungen, die sowieso nicht nachweisbar sind. Für mich ist in dieser Debatte noch kein vernünftiges Argument aufgetaucht, das gegen das Kopieren einer Pia Zadora- oder Mydra-CD bzw. dem Erwägen des von bubu erwähnten Modells spricht!

    Und was die Sache mit der "realistischen Wahrnehmung" angeht: Bei dir endet sie ja leider auch schon an den Grenzen juristischer und ökonomischer Begründungen. Ich für meinen Teil halte es nicht nur für notwendig, sondern auch für wesentlich spannender, über diesen Horizont hinauszuschauen. Denn wenn Rüdiger Safranski sagt:

    "Aufgrund der Tatsache, dass der Kapitalismus seine Folgelasten strukturell nicht bewältigen kann, ist die Staatsquote so hoch. Und ich sage: Die hohe Staatsquote ist die Folge, dass wir gegenüber den dynamischen Kräften des Kapitalismus Katastrophenschutz betreiben müssen.",

    kann ich nur ergänzen: "Katastrophenschutz" müssen wir zukünftig vor allem gegenüber Leuten wie dir betreiben, die glauben, mit wirtschaftlichen Totschlag-Argumenten eine Antwort auf alles zu finden. Die Arroganz, mit der Hardcore-Kapitalisten über alternative Denkmodelle urteilen, ist ja stellenweise kaum zu überbieten - und wirkt umso mehr wie eine Karikatur ihrer selbst...

    Und deshalb trifft bubu mit seiner Aussage

    "Denn wenn du das so siehst, und für dich zwischen Musik und z.B. einer elektrischen Heizdecke oder einem Pürierstab kein Unterschied besteht, brauchen wir eigentlich nicht mehr weiter zu diskutieren."

    absolut den Kern dieses Streitgesprächs. Für wen Musik im Speziellen und Kunst im Allgemeinen nix anderes als ein gewöhnliches Handelsprodukt darstellt, hat diese Debatte eigentlich schon beendet, bevor sie richtig in die Gänge kommt. Nur sollte man das dann auch in aller Deutlichkeit so hart formulieren und sich konsequenterweise aus der Diskussion verabschieden.


    "Glaubst Du denn ernsthaft, ich führe diese Diskussion das erste Mal? Glaubst Du ernsthaft, ich habe bei meiner ersten Meinungsäußerung genau das geäußert, was ich heute dazu zu sagen habe? Nein! Diese Meinung ist im Laufe vieler Diskussionen gewachsen."

    Erschütternd! Da kann man nur noch in Bohlen-Manier antworten: Umso schlimmer, dass dann nicht mehr bei rumgekommen ist...


    "Ich persönlich habe kein Problem damit, hart zu diskutieren."

    Lachhaft. Angesichts solcher Mimosen-Reflexe wie in Posting 049 und diversen aufgebauschten Überreaktionen haste ja 'ne merkwürdige Vorstellung einer "harten" Diskussion... *kopfschüttel*

    Weißt du, Dave, wenn ich mir gelegentlich harsche Kritik bezüglich meiner offenen Worte anhören muss, dann weiß ich wenigstens, wofür ich die Prügel beziehe. Du dagegen glaubst wahrscheinlich immer noch, dass dir hier nur aufgrund deines Standpunktes ein so rauer Wind entgegenweht und merkst gar nicht, dass einigen mittlerweile hauptsächlich deine andauernden Unterstellungen, Übertreibungen und haarsträubenden Vergleiche auf den Sack gehen. Wer hat langfristig schon Lust, die Hälfte seiner Postings immer mit der Richtigstellung eigener Aussagen zu verbringen? Hast mir ja mal vorgeworfen, "man" würde sich mit mir irgendwann nur noch über die Art des Diskutierens streiten. Komisch. Wenn ich mir diesen Thread so ansehe, scheine ich ja nicht der Einzige zu sein, der von deinem Diskussionsstil genervt ist...

    Und wenn ich dann noch so Sätze lese wie

    "Immerhin ließ es sich zuletzt mit Falkenberg wieder auf einer sachlichen Ebene diskutieren und das obwohl wir, was die Machbarkeit der diskutierten Sache angeht, beide am jeweils anderen Ende der Ansichten stehen. Respekt!",

    muss ich aufpassen, erstens vor Lachen und zweitens vor lauter Schleim nicht vom Stuhl zu rutschen. Wennste mal gelegentlich zwischen den Zeilen lesen würdest, hättste schon längst bemerkt, dass ein falkenberg oder ein J.B. genauso wenig wie ich von deiner Argumentationsweise hält. Sie tragen es nur wesentlich diplomatischer vor. Das ist 'ne reine Typ-Frage - von mir wird da immer radikaler Klartext kommen. Dafür weißte dann auch sehr deutlich, woran du bei mir bist - und wennste mich nur für'n dämliches Arschloch hältst. Is' ja auch schonma was...

    Ach ja, und noch was: Richtigstellungen anderer konsequent zu ignorieren, ist die eine Sache. Eine andere, gar nicht zu bemerken, wenn sich der Diskussionsgegner selbst a bisserl auf die Schippe nimmt - und diesen dann bräsig als "selbsternannten Visionär" zu bezeichnen. Letzteres ist nicht nur peinlich, sondern auch eines angeblich zur Selbsterkenntnis Fähigen ziemlich unwürdig...

    Ich werde in diesem Thread nicht mehr auf Beiträge deinerseits eingehen, da dies sowieso in einer Sackgasse endet - von mir aus kannste dir gerne noch die Finger wund schreiben. Mir ist einfach die Zeit zu schade, mich mit jemandem zu streiten, der durch abstruse Vergleiche und mehr oder weniger mutwillige Fehlinterpretationen regelrecht darum bettelt, verbal abgewatscht zu werden...

    Und wenn du dich jetzt wieder mit lauter "Dreck" beschmissen und unter deinem Niveau angegriffen fühlst, is' mir das ziemlich Latte. Aber zum Wesen der "Konsensgesellschaft" gehört ja nicht nur die zunehmende Sucht nach Kompromissen, sondern die gleichermaßen steigende Verweichlichung der Diskussionsführung...

    P.S.: Nein, es lag nicht am heißen Wetter. Dank Alu-Jalousien und einem potenten Deckenventilator herrschen hier nämlich noch relativ erträgliche Temperaturen...

  11. #100
    Benutzerbild von
    @ Torsten

    "Ich werde in diesem Thread nicht mehr auf Beiträge deinerseits eingehen, da dies sowieso in einer Sackgasse endet - von mir aus kannste dir gerne noch die Finger wund schreiben. Mir ist einfach die Zeit zu schade, mich mit jemandem zu streiten, der durch abstruse Vergleiche und mehr oder weniger mutwillige Fehlinterpretationen regelrecht darum bettelt, verbal abgewatscht zu werden..."

    Für Dich habe ich mir schon lange die Finger nicht mehr wundgeschrieben und hatte Dir bereits vor einiger Zeit ähnliches geschrieben. Deine seit langem immer wiederkehrenden Versuche der bewußten demagogischen Konfliktausweitung und der Wiederkäuung falscher und anmaßender Vorurteile meine Person betreffend, lese ich eigentlich auch nur, weil ich aufgrund der Mail-Benachrichtigung annahm, jemand mit einem gewissen Denkvermögen könnte vielleicht etwas geschrieben haben.

    Kurz: Es bestand niemals Gefahr für meine Finger.

    Und was Deine Lakaien angeht, haben sie ihren Führer eben gefunden. Dir sollten deshalb bessere, qualitativ schlagendere Personen, ausserhalb Deines Hofstaats einfallen, auf deren gleichlautende Meinung Du Dich berufen kannst. So fehlt ja eigentlich nur noch ein "meine Mami hat gesagt.....".

    Ich ärgere mich ab heute nur noch ein paar Minuten über mich selbst, weil ich Dir und Deiner Rasselbande in die Falle gegangen bin und wieder den Zeitpunkt verpasst habe aus einer entartenden Diskussion auszusteigen, bevor sie im berühmten Krefelder Schlammschlachtstil endet (auf den ich mich leider wiederholt eingelassen habe). Für mich tut sie das, wenn auch viel zu spät, hiermit.

    Dave
    P.S.: Deine Unterstellungen in Sachen "Olaf Henkel", würden in meinem Bekannten- und Freundeskreis (das sind Leute die man richtig kennt) übrigens schallendes Gelächter auslösen. Wenn ich meine Freundin heirate, halte Du bitte die Hochzeitsrede und lass Deine Charakterstudien los!

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